Forum: Wirtschaft
Milliardenschwere Entlastungen: Finanzministerium plant Steuersenkungen - falls die R
DPA

Die Konjunktur lahmt, im Wochentakt korrigieren Wirtschaftsforschungsinstitute derzeit ihre Wachstumsprognose für 2019 nach unten. Nach SPIEGEL-Informationen bereitet das Finanzministerium für den Ernstfall ein Konjunkturprogramm vor.

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doncorone 05.01.2019, 11:14
1. Einkommensteuer = Unternehmensteuer?

Bei 80% der Unternehmen gleich? Dieser Satz hätte etwas Erläuterung verdient.

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einwerfer 05.01.2019, 11:28
2. Wetten daß

es wieder darauf hinausläuft, dass die Leute am oberen Ende der Einkommensskala am meisten profitieren ? Und die Unternehmen horten seit Jahren Geld, wie auch Herr H. Müller letztens hier schrieb. Die brauchen keine Steuererleichterungen, weil's an Geld nicht fehlt. Was wirklich helfen würde, wäre z.B. die Anhebung des Mindestohns auf 12 €/Std und massive Steuererleichterungen am unteren Ende der Einkommensskala. Weil da das Geld direkt in den Konsum fließt und damit die Nachfrage stärkt.
Aber bei dieser Koalition ist sowas natürlich nicht zu erwarten.

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christianu 05.01.2019, 11:32
3. Die Idee ist gut

Bei der Umsetzung wird es allerdings wieder heftige von Neid getriebene Debatten geben, insbesondere von den Parteigenossen des Finanzministers. Wenn die hören, dass Unternehmenssteuern gesenkt werden sollen, sind sie blind und von Wut erfüllt. Auch Einkommensteuern sollen für die oberen 10% der Verdiener nicht gesenkt, sondern im Zweifelsfall sogar erhöht werden. Dass damit die meisten gewünschten Effekte nicht eintreten können, weil es für die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen und für oberen 10% der Steuerzahler, die immerhin 50% der Einkommensteuern bezahlen, keine Erleichterung gibt, das blenden die Sozialromantiker einfach aus. Ich wünsche dem Finanzminister viel Glück bei der Umsetzung seiner Idee.

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spiegelleser861 05.01.2019, 11:34
4. warum erst in der Rezession?

Deutschland hat im internationalen Vergleich sehr/zu hohe Steuern. Das ist ein Wettbewerbsnachteil. Wenn die Steuern erst gesenkt werden, wenn die Rezession kommt, könnte das Kind schon in den Brunnen gefallen sein. Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Staat nur so viel Steuern erheben sollte wie nötig. Bei manchen Finanzpolitikern hat man eher das Gefühl, dass sie so viel Steuern wir möglich erheben wollen und man noch dankbar sein muss, dass der Staat nicht alles kassiert...

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maurerxxx 05.01.2019, 11:34
5. Immer die Wirtschaft. Und wann spürbar der Bürger?

Warum eigentlich nicht mal den Bürger? Stattdessen verkauft man Kleckerbeträge immer als großen Wurf. Was bringen mir 10 Euro Steuererleichterung, wenn ich im gleichen Atemzug neue bzw. höhere Steuern zahlen muss und wesentlich höhere Lebenshaltungskosten habe? Wenige Beispiele: Ökosteuer, Mineralölsteuer, Maut, Mehrwertsteuersteuererhöhung,, Miete, GEZ,....

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sufou 05.01.2019, 11:40
6. ach toll

Die Unternehmen sollen noch mehr "entlastet" werden? Diese "Trickle down" quatsch hat noch nie funktioniert! Hier werden nur Luxusarbeitsplätze subventioniert auf kosten diejenigen die bei nicht das Glück haben bei Großunternehmen beschäftigt zu sein. Denn bei eine Sache wird der Bürger nicht entlastet, bei den Energiepreisen die sich mittlerweile auf aller höchster Niveau befindet.

Ich habe auch gelesen das wir hier von einer Wirtschaftskrise reden die dem von 2007 in den Schatten stellt. Da wir mit 45% vom BIP vom Export abhängig sind bin ich gespannt wie das ausgeglichen wird

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saarlaender 05.01.2019, 11:40
7. Steuererleichterungen ?

Unternehmen in der BRD sind Nettosparer, siehe http://www.spiegel.de/plus/die-sparwut-deutscher-unternehmen-laehmt-die-konjunktur-a-00000000-0002-0001-0000-000158843599.
Wenn man den Unternehmen Steuervergünstigungen gewährt, sparen sie nur noch mehr. Abschreibungsmöglichkeiten auf Investitionen sind die bessere Alternative. Sinnvoll wären Erleichterungen für die ärmeren Bevölkerungsteile. Das Geld fließt direkt in den Konsum.

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wpmgf 05.01.2019, 11:41
8. Was für ein Unfug!

Es gibt keine Krise, zumindest noch nicht! Das wird bei stabiler Sensationgeilheit doch wieder nur wie beim Diesel, Klimatod etc. von den Medien „herbeigeschrieben“. Und daß, das schwächliche Sturmgeschütz der Demokratie wieder vorne mit dabei sein will, sagt doch Alles über dessen journalistische Qualität. Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau niedrig - de facto Vollbeschäftigung, wieder sinkende Inflation, niedrigste Kreditzinsen immer noch! Was soll das also, und seit wann hätten sich diese selbsternannten Experten (besser: Kaffeesatzleser) bei ihren „Prognosen“ mal richtig gelegen? Nie - die absolute(!) Fehlerquote lag stets zwischen 25 und 50%.... Alles Panikmache - genau so wie die dumme Vorstellung, daß unsere Autoindustie geschlafen habe. Die schläft nicht, und das wird sich schon sehr bald erweisen!

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yvowald@freenet.de 05.01.2019, 11:41
9. Senkung der Verbrauchssteuern

Zitat von doncorone
Bei 80% der Unternehmen gleich? Dieser Satz hätte etwas Erläuterung verdient.
Es geht hier nicht um eine Absenkung der Einkommens- und Körperschaftssteuern, sondern um die Reduzierung von Verbrauchssteuern, also beispielsweise der Umsatz(Mehrwert-)steuer. Im Gegenzug sollten die Einkommenssteuern im oberen Bereich zumindest maßvoll angehoben werden.

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