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Milliardenverlust: RWE meldet schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit
DPA

Die Umbrüche am Strommarkt treffen RWE hart. Der Essener Energieversorger meldet einen Nettoverlust von 2,8 Milliarden Euro. Es ist das erste Minus seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland.

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christian-h 04.03.2014, 12:16
60.

Zitat von deedl
Wir verbrauchen also mehr temporär preisgünstige Kohle, um mehr Kohlestrom ins Ausland zu verkaufen. Selbst benötigen wir diesen Kohlestrom nicht und nachhaltig billig bleibt er auch nicht.
So ganz richtig ist das auch nicht. Der Kohlestrom ersetzt die abgeschalteten AKW's.
Desweiteren ersetzt der Kohlestrom die Leistung, die die EE (PV/WK) nicht leisten können (bei Dunkelheit/wenig Wind).
Aufgrund des niedrigen Preises für den Strom (Großhandelspreis für 2014-2015 ca. 4ct/kWh) rentieren sich die Anlagen nur, wenn die möglichst konst. betrieben werden.
Gaskraftwerke wären zwar flexibler einsetzbar um auf Leistungsschwankungen aus PV/WK zu reagieren, sind aber bei den derzeitigen Preisen nicht rentabel zu betreiben (siehe modernstes GUD Europas Irsching 4+5).

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ostap 04.03.2014, 12:50
61. Konferenz vs Politzirkus

Zitat von dlmaj
Sie sollten schon zwischen fachlicher Kompetenz, die ich gar nicht bezweifle (bin selbst noch VDE-Mitglied), und der politischen Richtung unterscheiden. Die Zahl der Mitglieder sagt darüber nämlich gar nichts aus.
Es handelt sich um eine Fachkonferenz (Internationaler ETG-Kongress 2013) und keinen Politzirkus. Die Redner spiegeln die Kompetenz der 35.000 Mitglieder des VDE gut wieder.

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comptur 04.03.2014, 12:53
62.

Zitat von wuxu
Die richtige Strategie muss sein, alle verlusterzeugenden Kraftwerke zu schließen. Wenn das nicht geht, dann den Konzern finanziell vor die Wand fahren. Betriebswirtschaftliche Realitäten lassen sich eben nicht ausschalten. Erst nach der Loslösung der Verlustsparten würde ich neue Geschäftsfelder aufbauen.
Gut schaffen wir die Planwirtschaft ab und verpflichten die Erzeuger des EE-Stromes zu marktkonformen Preisen.
Dann macht das RWE keinen einzigen Cent Verlust mehr.

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ostap 04.03.2014, 12:56
63. bye-bye

Zitat von ir²
Und wer auch noch versteht, was da so geschrieben steht, ist immun gegen die "Energiewende". Der VDE als Fachverband ist nach allen Seiten offen, also nirgendwo ganz dicht. Die Vertreter der EE-Industrie nutzen natürlich das VDE Forum für ihre Zwecke, und wer beim Geschäftsessen die VDE-Vertreter darauf anspricht, bekommt die klärende Antwort. Die zahlen Beiträge, also bietet man den EE-Firmen eine Plattform. Dass das Ganze physikalisch-technischer Unsinn ist, steht dabei auf einem anderen Blatt. Viele altgediente Mitglieder aus der Energiewirtschaft haben diese Verbände deswegen aus Protest verlassen....
Wollen Sie unterstellen, dass die Vortragendes des Internationalen ETG-Kongress 2013 von der EE-Industrie gekauft wurden und nichts von den Inhalten verstehen, die sie vorgetragen haben? Reichlich kühne Behauptung ohne auch nur den Anschein eines Beweises zu liefern (oder ist Ihr Hinweis auf Geschäftstsessen als Ihre Quelle zu verstehen?). Dass dem Altdenk verfallene Mitglieder aus dem VDE ausgetreten sind, kann möglich sein, würde aber dem Verein nicht schaden. Allein im vergangenen Jahr ist er um 1.000 Mitglieder auf nunmehr 36.000 gewachsen. Scheinen also nicht allzuviele mit der Idee der Elektrizitätswirtschaft des vorigen Jahrhunderts verheiratet zu sein.

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happy2010 04.03.2014, 13:00
64.

Zitat von charly136
mir kommen gleich die Tränen ob ihres unausgesprochenen außerordentlichen Mitgefühl! Einmal mehr Tatsache im Leben der Konzerne - Vorstand und Aufsichtsrat - gespickt mit hohen Gehälter und Bonizahlungen, haben in Zeiten des Überfluss VERSAGT nun wollen "sie" Einnahmen durch ihre Spende aufpeppen...?
Wenn RWE 3 Fantastilliarden in EE investiert, dann brauchen wir immer noch Kohlekraft und Fossiles
Und zwar manchmal für 99%, denn es gibt Dunkelheit und windstille Tage
Und je mehr "Zufallsstrom" wir haben, desto teurer muss die bereitgehaltene KWH Absicherungsfossilenergie werden.
Ich verstehe zwar ein unreflektiertes und schadenfrohes Gebashe, aber frgen wir mal Anders.
Wieso ist es weltweit überall dasselbe Problem?
Alle doof?

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comptur 04.03.2014, 13:00
65.

Zitat von knuty
Und warum gehört RWE nicht, bzw. nicht nennenswert, zu den EE-Lieferanten? RWE hätte jederzeit auch zum EE-Lieferanten werden können. Stattdessen hat man darauf gesetzt, dass AKW ewig laufen werden, obwohl schon seit 1989 fest steht, dass keine neuen mehr gebaut werden.
Villeicht wollte RWE die Versorgungssicherheit aufrechterhalten. Die ist nun mal mit EE nicht möglich.

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litholas 04.03.2014, 13:13
66. ...

Zitat von ir²
... Die „alten“ Kraftwerke laufen „einfach weiter“, damit beim ahnungslosen Publikum der „Energiewende“ nicht das Licht ausgeht! Der Zufallsstrom aus Wind und Sonne kann aus physikalisch technischen Gründen ja kein Stromnetz stabil halten. ...
Die alten Kraftwerke laufen immer weiter um noch jeden Cent herauszuholen. Wenn es darum ginge das Stromnetz stabil zu halten, dann wären Gaskraftwerke dazu viel besser geeignet als Kohle- und Kernkraftwerke. Deren Produktion ging 2013 aber um 10TWh zurück, während das Stromexportsaldo um 10TWh anstieg.

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dlmaj 04.03.2014, 13:19
67. Och nö...

Zitat von ostap
Es handelt sich um eine Fachkonferenz (Internationaler ETG-Kongress 2013) und keinen Politzirkus. Die Redner spiegeln die Kompetenz der 35.000 Mitglieder des VDE gut wieder.
Wenn Sie glauben, dass eine derartige Konferenz bei der die Wahl der Themen dem politischen Mainstream geschuldet ist, etwas mit einer "Fachkonferenz" zu tun hat dann glauben Sie bestimmt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.
Und eine Handvoll vom VDE erlesener Referenten steht ganz bestimmt nicht für die Kompetenz aller Mitglieder des VDE.

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zikky 04.03.2014, 13:38
68. Was mir jedoch

ein Rätsel bleiben wird, überall höre und lese ich vom Stromüberangebot und sinkenen Preisen. Jetzt am 1.April steht die nächste Strompreiserhöhung ins Haus.

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comptur 04.03.2014, 13:42
69.

Zitat von litholas
Die alten Kraftwerke laufen immer weiter um noch jeden Cent herauszuholen. Wenn es darum ginge das Stromnetz stabil zu halten, dann wären Gaskraftwerke dazu viel besser geeignet als Kohle- und Kernkraftwerke. Deren Produktion ging 2013 aber um 10TWh zurück, während das Stromexportsaldo um 10TWh anstieg.
Sie sind also der Meinung, daß man mit teurem Gas den Strom verbilligen kann?
Gasstrom hat an der Strombörse keine Chance und das ist auch gut so. Es reicht schon, daß wir uns der EE unterworfen haben. Putin würde sich politisch und finanztechnisch freuen wenn wir uns von seiner Gaslieferung abhängig machen würden.
Die EEG ist schon Dummheit, eine Zweite Dummheit vom Gas abhängig machen können wir uns da wir von der Industrie leben nicht erlauben.

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