Forum: Wirtschaft
Mindestlohn - sinnvoll oder Aktionismus?

Ein Gericht hat den Mindestlohn im Briefsektor für unrechtmäßig erklärt. Ist das Gesetz nur schlecht gemacht, aber sinnvoll - oder reiner Aktionismus, der jetzt ganz gestoppt gehört?

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Petra Raab 20.08.2009, 15:19
1950.

Zitat von Rainer Eichberg
Sie haben schon ein etwas merkwürdiges Bild von der Realität auf dieser Welt.
Dies IST die Realität.

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Rainer Eichberg 20.08.2009, 15:21
1951.

Zitat von Petra Raab
Mit ein bisschen Geist und Esprit, wäre dies mit Sicherheit zu bewerkstelligen, zum Beispiel durch ein Grundeinkommen.
...womit Sie es wieder geschafft haben, Ihr persönliches Lieblingsthema in die Diskussionsrunde zu werfen: das allseits "beliebte" Grundeinkommen. Da wird nix draus, Frau Raab. Da wird auch in den nächsten Jahrzehnten nix draus. Ziehen Sie sich die Gummihandschuhe über und gehen Sie putzen, wenn Sie Geld wollen. Das ist erfolgversprechender.

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uwp-berlin 20.08.2009, 15:23
1952.

Zitat von richie
Natürlich tun sie das. Was glauben Sie, wer das Einkommen aus deren geerbten Vermögen erwirtschaftet? Der heilige Bimbam?
Er kanns nicht verstehen. Zuviel Eiche zuwenig Berg.

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richie 20.08.2009, 15:24
1953.

Zitat von Rainer Eichberg
Habe ich jemals behauptet, es wären Jobs genug für Alle da? Habe ich nicht.
Wenn aber nur die mangelnde Verfügbarkeit von Jobs der Grund dafür ist, dass manche menschen nicht arbeiten und dennoch Sozialleistungen bekommen, dann existert eben der theoretische Zwang, um den es im Ursprungspost ging.

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richie 20.08.2009, 15:25
1954.

Zitat von Rainer Eichberg
Sie haben schon ein etwas merkwürdiges Bild von der Realität auf dieser Welt.
Können Sie das mal etwas präzisieren?

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uwp-berlin 20.08.2009, 15:35
1955.

Zitat von Rainer Eichberg
...womit Sie es wieder geschafft haben, Ihr persönliches Lieblingsthema in die Diskussionsrunde zu werfen: das allseits "beliebte" Grundeinkommen. Da wird nix draus, Frau Raab. Da wird auch in den nächsten Jahrzehnten nix draus. Ziehen Sie sich die Gummihandschuhe über und gehen Sie putzen, wenn Sie Geld wollen. Das ist erfolgversprechender.
Andererseits könnten Sie mit dem BGE auch Ihr Clownskostüm ausziehen.
Hätte also auch für Sie nen Vorteil, das Raab´sche Konzept.

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yogiakarta 20.08.2009, 15:36
1956.

Zitat von T. Wedel
Um die Tragweite staatlicher Eingriffe wie bei Mindestlöhnen zu begreifen, benötigt man ein gewisses Grundwissen über Allokation, Anbieter- und Nachfragekurven, Gleichgewichte und Marktversagen.
Endlich mal ein Kenner der VWL! Ich freue mich immer, wenn mir jemand anhand von Kurven die Realität erklären kann. Was passiert eigentlich, wenn die Angebotskurve nach Arbeit so weit nach rechts rutscht, dass der Gleichgewichtslohn bei Null liegt? Das geschieht z.B. durch mehr Arbeitssuchende infolge der EU-Ausweitung und durch Kaufkraftverluste infolge zu geringer Löhne an anderer Stelle. Sollen die Leute dann Ihrer Meinung nach alle verhungern? Das aber "Gleichgewicht"? In Ihren neoliberalen Wolkenkuckucksheim scheint die Luft etwas zu dünn zu sein, wenn Sie ernsthaft an Ihre Argumentation glauben!

Zitat von
Mindestlöhne sind im besten Fall eine Zwangsabgabe für Konsumenten und im schlechtesten schädigen sie sowohl Konsumenten, als auch Produzenten, als auch Arbeitnehmer.
Jeder Lohn ist somit eine Zwangsabgabe an die Konsumenten. Die bisherigen Löhne/Gehälter/Honorare zahlen ja auch alle, und im Falle von Rechtsanwälten, Steuerberatern, Notaren, Beratern oder Politikern nicht zu knapp.

Zitat von
Das Vorhaben ist sozial, oberflächlich einleuchtend, die Begünstigten sind den Politiker dankbar, während die Konsumenten die Schuld für die erhöhten Preisen natürlich den Unternehmen zuschieben. Der Wohlfahrtsverlust ist auch nicht spürbar.
Das Vorhaben ist in der Tat sozial, sofern man der Meinung ist, dass die "Begünstigten" von ihrer Arbeit wenigstens leben können. Aber Ihr Geblubber von Wohlfahrtsverlust ist echt der Hammer. Wissen Sie, wann Wohlfahrtsverlust auch anfängt? Z.B., wenn immer mehr Bettler und Obdachlose auf den Straßen sitzen. Jeder 3. kaum noch Zähne im Mund hat, das sieht unschön aus. Wenn Sie nirgendwo mehr essen können, ohne irgendwelche Dinge zum Kauf angeboten zu bekommen (legen Sie sich mal in Asien an den Strand, da wissen Sie, was Wohlfahrtsurlaub ist). Und vor allem: Wenn Sie sich Ihres Lebens nicht mehr sicher sein können! Oder was denken Sie passiert, wenn immer mehr Leute immer weniger zu verlieren haben?

Zitat von
Wenn Sie eine gute Volkswirtschaft sehen wollen, empfehle ich die kapitalistische, erzliberale Schweiz. Einen Mindestlohn zu haben ist eine Sache, ihn garnicht erst zu brauchen, eine andere.
Die Schweiz, Gutsbester, profitiert seit Jahrhunderten von ihrem Bankensektor. Schweizer Bankgeheimnis, sagt Ihnen das was? Die Schweiz profitiert davon, dass sie Steuerhinterziehung ermöglicht! Jetzt wollen die Amis ja endlich mal da ran. Bin mal gespannt, wie sich der Rest der Wirtschaft entwickelt, wenn der treibende Motor wegfällt.

So, und jetzt erklären Sie mir mal, wie sich Produktivität bei Lehrern, Krankenschwestern, Beratern, Feuerwehrleuten und Drogendealern messen lässt. Mit dieser Produktivität hängt ja auch das Wachstum und die Wohlfahrt eng zusammen, das können Sie mir bestimmt erklären.

PS: Wenn Sie in BaWü, Bayern und der Schweiz hohen Lebensstandard und geringe Arbeitslosigkeit feststellen: Vielleicht liegt das am relativ hohen Lohnniveau? Wo mehr verdient wird, wird auch mehr ausgegeben...

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Petra Raab 20.08.2009, 15:37
1957.

Zitat von Rainer Eichberg
und gehen Sie putzen,
Ich persönlich, putze mein Klo immer noch selbst.

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Rainer Eichberg 20.08.2009, 15:41
1958.

Zitat von uwp-berlin
Andererseits könnten Sie mit dem BGE auch Ihr Clownskostüm ausziehen. Hätte also auch für Sie nen Vorteil, das Raab´sche Konzept.
Wenn jeder sein "Clownskostüm" ausziehen und auf das BGE vertrauen würde, wäre es mit dem Grundeinkommen recht schnell vorbei. Aber was rede ich - es wird ja sowieso nie dazu kommen.

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Rainer Eichberg 20.08.2009, 15:41
1959.

Zitat von Petra Raab
Ich persönlich, putze mein Klo immer noch selbst.
Das reicht nicht. Gehen Sie andere Klos putzen. Es winkt Geld!

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