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Mindestlohn - sinnvoll oder Aktionismus?

Ein Gericht hat den Mindestlohn im Briefsektor für unrechtmäßig erklärt. Ist das Gesetz nur schlecht gemacht, aber sinnvoll - oder reiner Aktionismus, der jetzt ganz gestoppt gehört?

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nixrechtsnixlinksnixmitte 20.08.2009, 17:52
2000.

Zitat von AndyH
Die Fahrgäste haben es schliesslich bezahlt.
Nicht nur die

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Petra Raab 20.08.2009, 17:55
2001.

Zitat von loser
Viele verkennen oder wollen es immer noch nicht wahr haben; wir haben ein Grundeinkommen. Dank Schröderle, Steinmeierle, Hartzle,und Co ist das Hartz IV.
Leider nicht.
Denn "Aus ethischer Sicht geht das Recht des Menschen auf Leben jeder Pflicht zu einer Gegenleistung voraus."

http://www.gegen-hartz.de/nachrichte...rdert86652.php

Dies ist jedoch durch die jetzige Gesetzgebung nicht
gewährleistet.

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anssmann123 20.08.2009, 17:55
2002.

Zitat von nixrechtsnixlinksnixmitte
Ich finde schon viel Gefallen an Ihrem Beitrag. Aber das da oben sollten Sie vll korrigieren. Das haben Sie wohl nicht so gemeint, wie es rüberkommt!
Ist ne unglückliche Formulierung.
Aber Sie verstehen was ich meine, wer arbeitet muß
mehr haben als der, der es nicht tut.
(Ich hätte nie gedacht mich einer FDP-Parole zu bedienen.
;-) )

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yogiakarta 20.08.2009, 18:01
2003.

Zitat von Berta
Genauso ist,ein Grund warum ich und viele andere lieber zuhause bleiben. Habe oft monatelang keinen Lohn bekommen,muß aber meine Unkosten bezahlen. Das können sich Politiker Beamte und ÖD wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Da sollten die Politiker mal ganz schnell dran arbeiten.
[Ironie an]Aber das können Sie doch nicht sagen!! Es ist doch schöööhön, einfach nur aus Spaß an der Arbeit dabei zu sein! Wie kommen Sie dazu, von Arbeit leben zu wollen?! [Ironie aus]

Sie sprechen hier einen Punkt an, der grundsätzlich in diese Diskussion passt: Das Bezahlung auch Respekt vor der Leistung des Arbeitenden ist. Wenn Handwerker & Co. Top-Arbeit zum Nulltarif erbringen (das wird ja allgemein von jedem vorausgesetzt: 150% Leistung zu möglichst wenig Geld), weil die Gesetzeslage Betrügern Abzockerei so einfach macht, stimmt etwas nicht in diesem Staat. Aber das können sich Politiker tatsächlich nicht vorstellen, denen geht es nämlich ganz gut, und das Geld kommt auch immer pünktlich.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso ekelhafter finde ich jeden, der gegen Mindestlohn ist. Doppelmoral ist immer bääh.

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richie 20.08.2009, 18:01
2004.

Zitat von anssmann123
... wäre bei der momentanen Gesetzeslage auf jeden Fall sinnvoll. Und zwar ein Mindestlohn von 1500 ... 1800 Euro
Und Teilzeitbeschäftigung gibt es dann keine mehr? oder nur noch, wenn diese ebenfalls 1500-1800 Euro einbringen? Ganz so einfach ist es halt wieder nicht. Wenn schon, dann muss man den Mindestlohn so wählen, dass ein Singlehaushalt bei Vollzeitbeschäftigung damit mehr als das Existenzminimum erhält. Aber wahrscheinlich haben Sie das ja auch so gemeint.
Zitat von
Warum? Weil der, der aufsteht auf jeden Fall mehr haben sollte als z.B. ein HartzIV-Empfänger.
1. Es gibt durchaus Hartz4 Empfänger, die aufstehen und arbeiten. Das wird immer wieder verdrängt.
2. Auch hier wäre ein BGE durchaus eine Alternative.
Zitat von
Ein Unternehmen daß dieses Geld nicht zahlen will oder kann hat am Markt nichts zu suchen.
Prinzipiell gebe ich Ihnen hier natürlich recht, jedoch fände ich es schade, wenn bestimmte berechtigte Nebenjobs dann nicht mehr möglich wären, wie z.B. das Taschengeldaufbesserung des zeitungaustragenden Schülers...
Für mich sind Mindestlöhne immer nur die zweitbeste Lösung.
Zitat von
Langfristig wäre jedoch eine Grundsicherung für alle Bürger sinnvoll. Über die Höhe kann man sich streiten. Zuzügl. gibts dann eben das was, man sich noch erarbeitet. Gefällt mir das Lohnangebot nicht, lasse ich es sein. Reicht mir das angebotenen Geld, dann mache ich den Job. Das scheint mir langfristig sinnvoll ... ist aber politisch sicher nicht gewollt, weil zu Arbeitnehmerfreundlich.
Obwohl es eigentlich eher den Grundüberlegungen von denjenigen entsprechen sollte, die immer nach weniger Staat und mehr Markt schreien.

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richie 20.08.2009, 18:12
2006.

Zitat von anssmann123
Ist ne unglückliche Formulierung. Aber Sie verstehen was ich meine, wer arbeitet muß mehr haben als der, der es nicht tut. (Ich hätte nie gedacht mich einer FDP-Parole zu bedienen. ;-) )
An der Parole ist ja auch nichts auszusetzen, sondern nur an den Konsequenzen, die die FDP daraus ziehen will.

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Crom 20.08.2009, 18:23
2007. Lohndrückerei dank Mindestlohn

Im Postgewerbe gibt es ja bekanntlich ein Mindestlohn, die Deutsche Post orientiert sich jetzt danach und will weniger als bisher zahlen:

http://www.mindestlohn.de/meldung/pr...8-august-2009/

"Künftig wolle die Deutsche Post neuen Mitarbeitern in der Briefsparte nur noch den Mindestlohn bezahlen. Dies berichtet das Handelsblatt online. Die Einstiegslöhne würden sich dann am Mindestlohn von neun Euro im Osten sowie 9,80 Euro im Westen für Zusteller und acht Euro im Osten bzw. 8,40 Euro im Westen pro Stunde für sonstige Beschäftigte orientieren, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigt habe. Bislang zahle die Post Einstiegslöhne von bis zu knapp 11 Euro einheitlich für Ost- und Westdeutschland. Des Weiteren wolle Post-Chef Frank Appel die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung zum 1. Dezember verschieben und die wöchentliche Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von derzeit 38,5 Stunden auf 40 Stunden erhöhen. Gespräche mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sollten in den nächsten zwei Wochen aufgenommen werden, wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfahren habe."

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Lutz Krumm 20.08.2009, 18:37
2008.

Zitat von T. Wedel
Ihr Urteil beruht auf der selektiven Wahrnehmung Ihrer Umwelt und der von den Medien meist subjektiv aufbereiteten Wirtschaftsvorgänge, Ihre Schlussfolgerungen sind nur oberflächlich sachlich und vor allen Dingen intuitiv. Um die Tragweite staatlicher Eingriffe wie bei Mindestlöhnen zu begreifen, benötigt man ein gewisses Grundwissen über Allokation, Anbieter- und Nachfragekurven, Gleichgewichte und Marktversagen.
Vorzügliche Hinwendung zum Thema!!! *ggg*
Und so wohltuend sachlich...
Zitat von
Mindestlöhne sind im besten Fall eine Zwangsabgabe für Konsumenten und im schlechtesten schädigen sie sowohl Konsumenten, als auch Produzenten, als auch Arbeitnehmer.
Die Arbeitgeber wohl nicht? Aber dann ist doch alles in Butter, denn die Konsumenten, diejenigen, die hier produzieren und die Arbeitnehmer werden doch ohnehin täglich angeschmiert.
Zitat von
Im besten Fall bleibt die gesellschaftliche Wohlfahrt gleich null...
Wieso „bleibt? Da sollen wir doch erst hin!

Zitat von
...und in schlechteren Fällen haben wir einen unbestimmt hohen Wohlfahrtsverlust und steigende Arbeitslosigkeit. (...) Der Wohlfahrtsverlust ist auch nicht spürbar. Deshalb sind im Übrigen auch Subventionen und Transferzahlungen bei Politikern so beliebt.
Jau! Total logisch! Wie meinen?
Zitat von
Einen Mindestlohn zu haben ist eine Sache, ihn garnicht erst zu brauchen, eine andere.
Und? Brauchen wir in Deutschland einen?

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Rainer Eichberg 20.08.2009, 18:38
2009.

Zitat von Crom
Im Postgewerbe gibt es ja bekanntlich ein Mindestlohn, die Deutsche Post orientiert sich jetzt danach und will weniger als bisher zahlen:
Dürfte spannend sein zu sehen, wie ver.di reagiert. Ich tippe auf einen Streik.

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