Forum: Wirtschaft
Mindestlohn - sinnvoll oder Aktionismus?

Ein Gericht hat den Mindestlohn im Briefsektor für unrechtmäßig erklärt. Ist das Gesetz nur schlecht gemacht, aber sinnvoll - oder reiner Aktionismus, der jetzt ganz gestoppt gehört?

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Petra Raab 20.08.2009, 19:29
2020.

Zitat von Rainer Eichberg
Es erstaunt mich immer wieder, daß Menschen selbst diese simple, einfache, kinderleichte Kette der Zusammenhänge nicht erkennen.
Ihnen scheint diese Kette noch nicht bekannt zu sein.

Hartz4 Empfänger wenig Geld = keine Kaufkraft
deshalb
Mittelschicht kein Geld = keine Kaufkraft
deshalb
Reiche Menschen kein Geld =
Ende der Hochkultur

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Foul Breitner 20.08.2009, 19:47
2021.

Zitat von stirnrunzler
Den Stern lese ich seit 2 Jahren nicht mehr, da sich die Artikel während der letzten Jahre auf viele BILDer, Lifestyle-Nonsens, Weinproben sowie tendenziellen Nullinformationswert der auch noch schlecht recherchierten Beiträge beschränkten. Aber gut, wer Hitler-Tagebücher "entdeckt", der wird sich auch sonst nicht grade außerordentlichen Scharfsinnes verdächtig machen.
Letzteres fand ich ganz gut.

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Foul Breitner 20.08.2009, 19:50
2022.

Zitat von Petra Raab
Mit ein bisschen Geist und Esprit, wäre dies mit Sicherheit zu bewerkstelligen, zum Beispiel durch ein Grundeinkommen.
Die Berliner haben sich schon darauf verständigt, die Einverdienerehe zu subventionieren.

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Rainer Eichberg 20.08.2009, 20:42
2023.

Zitat von Petra Raab
Ihnen scheint diese Kette noch nicht bekannt zu sein. Hartz4 Empfänger wenig Geld = keine Kaufkraft deshalb Mittelschicht kein Geld = keine Kaufkraft deshalb Reiche Menschen kein Geld = Ende der Hochkultur
Ehrlich, mal ganz ehrlich gesagt, Frau Raab: Ihr dämliches Kästchendenken ist nur schwer zu ertragen. Aber wenn Sie meinen, daß hier Arm gegen Reich, Mittel- gegen Unterschicht kämpfen, dann meinen Sie das ruhig weiter. Ist Ihr gutes Recht. Mich grüssen täglich Leute, die für wenig Geld arbeiten genauso wie Leute, die ziemlich weit oben angekommen sind. Sie grüsst wahrscheinlich niemand mehr, weil Sie verbohrt sind und kaum mehr aus dem Haus gehen, weil der PC das "Fenster zur Welt" ist. Nun, hier nun die gute Nachricht: Mir wird das zu öde. Jammern Sie halt weiter rum. Ich wünsche Ihnen und noch ein paar Anderen Ihres Schlages ein wundervolles Leben.

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loser 20.08.2009, 22:39
2024.

Zitat von richie
Aber eben kein bedingungsloses. Und nur darum geht es.
Es ist nicht Bedingungslos; stimmt !

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richie 21.08.2009, 08:57
2025.

Zitat von Crom
Im Postgewerbe gibt es ja bekanntlich ein Mindestlohn, die Deutsche Post orientiert sich jetzt danach und will weniger als bisher zahlen:
Waren solche Absichtsbekundungen vor Tarifverhandlungen jemals anders?

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richie 21.08.2009, 09:14
2026.

Zitat von Rainer Eichberg
Anscheinend sind Sie wirklich unfähig zu erkennen, daß wir Alle in einem Boot sitzen.
Warum?
Zitat von
Aus diesem Grund wird es den sich im Garten sonnenden und unliebsame Arbeitsangebote ausschlagenden "mündigen, selbstbewußten" Bürger nicht geben. Nie!
Wieso? Den gibt es doch schon längst, den Erben, der ausschließlich vom Einkommen aus seinem geerbten Vermögen lebt...
Zitat von
Denn wenn die Bequemlichkeit überwiegt, wenn ungeliebte, schwere, langweilige, doofe Jobs nicht mehr gemacht werden - auch nicht für viel Geld! - dann werden diese Tätigkeiten auch nicht mehr angeboten.
???
Was für ein Unsinn, der definitiv gegen jegliche Prinzipien der Wirtschaftslehre verstößt. Es würde lediglich so sein, dass entsprechende Jobs teurer würden. Dagegen ist aber auch nichts einzuwenden.
Zitat von
Was wiederum bedeutet, daß viele Unternehmen ihre Betriebstätigkeit einstellen und el Cheffe ebenfalls das BGE bevorzugt.
Was heisst bevorzugt? Das bekommt er doch sowieso. In Ihrem Weltbild dürfte es niemand geben, der freiwillig mehr arbeitet, als er zur Deckung der existenzsichernden Kosten benötigt. Bei einem Ackermann dürfte sich das somit auf eine jährliche Arbeitszeit von einigen Minuten beschränken.
Komischerweise machen aber auch selbst Fabrikarbeiter mit stupiden Flißbandjobs freiwillig Überstunden, obwohl sie bereits deutlich mehr verdienen als sie zur Existenzsicherung benötigen würden. Warum? Weil Sie ihrem zusätzlichen Verdienst mehr Wert beimessen als der dafür aufgegebenen Freizeit. Hängt natürlich auch von der Lohnhöhe ab...für 1 Euro pro Stunde macht wohl niemand gerne Überstunden, schon gar nicht, wenn von seinem Einkommen bis zu 90% abgezogen wird, wie das bei Lohnaufstockern der Fall ist.
Zitat von
Es erstaunt mich immer wieder, daß Menschen selbst diese simple, einfache, kinderleichte Kette der Zusammenhänge nicht erkennen.
Das liegt daran, dass bereits Ihre Ausgangshypothese falsch ist.

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richie 21.08.2009, 09:16
2027.

Zitat von Foul Breitner
Selbst mit dem UMTS Zubrot konnte man in einem Jahr gerade so unter den 3% Maastricht bleiben ( 2,7).
Ihnen ist schon klar, dass das UMTS Zubrot gleichzeitig zu einer Verringerung des Steueraufkommens geführt hat?

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Fred Heine 21.08.2009, 09:21
2028.

Zitat von klaus meucht
Warum ist das Austragen einer Zeitung eines Schülers bei einem Mindesteinkommen nicht möglich? Es wird dann schwer wenn sehr viele Menschen selbst nur Niedriglöhne verdienen. Die kaufen keine Zeitung, auch dann nicht wenn diese bis vors Haus gebracht wird.
Das, womit Schüler durch Zeitungaustragen ihr Taschengeld aufbessern, sind nicht Kaufzeitungen, sondern Prospekte oder kostenlose Wochenblätter.

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richie 21.08.2009, 09:22
2029.

Zitat von klaus meucht
Warum ist das Austragen einer Zeitung eines Schülers bei einem Mindesteinkommen nicht möglich?
Weil das eine klassische substituierbare Dienstleistung ist: Man kann die Zeitung auch am Kiosk kaufen, und wenn es sich um Werbeprospekte handelt, kann man auch auf andere Werbeplattformen umsteigen, um jetzt nur mal ein Beispiel herauszugreifen. Ich persönlich habe gar nichts gegen Niedriglöhne, sofern niemand dazu gezwungen ist, dafür tatsächlich zu arbeiten. Deswegen halte ich ja ein BGE für eine bessere Lösung als Mindestlöhne. Aber so lange es kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, sind Mindestlöhne notwendig.

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