Forum: Wirtschaft
Mineralöl-Reste in Schokolade: Stiftung Warentest warnt vor Adventskalendern
DPA

Die Stiftung Warentest hat in der Schokolade von Kinder-Adventskalendern Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen. Die Stoffe stammen demnach vermutlich aus den Kartons, die häufig mit mineralölhaltigen Farben bedruckt seien. Verbraucher sollten die Schokolade nicht essen.

Seite 4 von 6
abseitstor 26.11.2012, 17:49
30. Und wer legt das fest...?

Zitat von TimmThaler
Aber sonst gehts noch? Es kommt nicht drauf an, ob man davon stirbt. Da sind Stoffe in Nahrungsmitteln, die einfach nicht reingehören. (...)
Gestorben wird hier lange noch nicht. Es geht vermutlich um Mengen, die moderne Analytik zwar erfasst, die aber weit unter den Aufnahmedoesen liegen.

Diese Formulierung vom "die einach nicht reingehören" geht meist einher mit einem ziemlich naiven Verständnis von natürlich und chemisch. Alles natürlich gehört rein, alles chemisch gehört nicht rein.

Mir für meinen Teil sind winzige Spuren eines Fungizids 1000 Mal lieber als Pilzgifte, die immer mal wieder in der Bio-Pasta gefunden werden, weil der Bio-Bauer eben die Pilze nicht wirksam bekämpft hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
großer bruder 26.11.2012, 18:20
31. Solange man nicht die Verpackung ißt, wird schon nix passieren

Interessant ist der letzte Absatz, dem man entnehmen muß, daß noch überhaupt nicht klar ist, ob und wenn ja wie schädlich diese mineralischen Öle überhaupt wirklich sind.
Meine Rangen nehmen vermutlich ein vielfaches dessen auf, wenn sie mal wieder ihr Fahrrad repariert haben und sich danach ohne die Schmiere von den Händen zu waschen eine Stulle schmieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ibinalausbub 26.11.2012, 18:25
32. Panikwerbung

Wenn man nur genau genug hinschaut, findet man überall Rückstände von allem. Und der letzte Absatz nennt das Kind beim Namen: "Die Stiftung Warentest hat sich nach eigenen Angaben bei ihrer Bewertung der möglichen Gesundheitsrisiken an Erfahrungswerten von Experten orientiert. Die Europäische Union habe noch keinen Grenzwert festgelegt, weil es noch keine Studien gebe. Zurzeit könnten Wissenschaftler nicht eindeutig abschätzen, wie stark Mineralöle den Menschen gefährdeten."
Ansonsten müsste man noch feststellen, dass immer die Dosis das Gift macht. Aber dann wäre es ja kein Aufreger mehr und die Stiftung Warentest müsste auf Aufmerksamkeit verzichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
veremont 26.11.2012, 19:08
33. Produktfehler

Es spielt überhaupt keine Rolle ob wenig oder in Spuren oder nur selten. Tut mir leid aber wer so argumentiert hat keine Ahnung oder ist einfach schlecht informiert.

Mineralöl Reste haben in Schokolade NICHTS zu suchen und schon gar nicht wenn sie aus der Verpackung ins Produkt gelangen. Eine gute Farbe würde keine Mineralöl Reste enthalten. Es wurde hier wissentlich eine qualitativ schlechte bzw. ungeeignete Farbe verwendet und das darf man nicht durchgehen lassen zumal es hier ungiftige alternativen gibt.
Das ist ein Produktfehler - es mag ein kleiner Produktfehler sein aber es ist ein Fehler im Produkt - da diese Schokolade zum Verzehr durch Menschen gedacht ist. Und Menschen benötigen keine Mineralöl Reste, diese schmecken auch nicht "gut" (weiß der Geier wie die schmecken aber darum gehts nicht), also hat sie in diesem Produkt nichts zu suchen.

Ganz einfach. Fertig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steffmann40 26.11.2012, 19:09
34. Na klar

Zitat von sysop
Die Stiftung Warentest hat in der Schokolade von Kinder-Adventskalendern Rückstände von Mineralöl und ähnlichen Substanzen nachgewiesen. Die Stoffe stammen demnach vermutlich aus den Kartons, die häufig mit mineralölhaltigen Farben bedruckt seien. Verbraucher sollten die Schokolade nicht essen.
Genauso wenig, wie ich Bisphenol A über die Haut in meinen Körper aufnehme, wenn ich einen Thermopapier-Kassenzettel in die Hand nehme, werden die Spuren an Mineralöl in der Schokolade irgendetwas in meinem Körper bewirken.
Vielmehr ist es so, dass die Messverfahren und -methoden aufgrund steigender Rechnerleistung (was wiederum eine höhere Kalibrierfähigkeit mit sich bringt) immer besser werden. Was heute gefunden wird, war auch schon vor 30 Jahren in der Schokolade.

Gute Güte, wenn mir das nächste Mal die Pflegekosten für meine Mutter durch den Kopf schiessen, werde ich zur Advents-Schokolade greifen, bis mir dann voller Entsetzen durch den Kopf schiesst: "TU ES NICHT!!""

Bitte noch mehr davon, es gibt nichts wichtigeres, als undifferenziert Informationen in der Welt zu verteilen......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wernerz 26.11.2012, 19:14
35. Selbst etwas basteln

Ein klein wenig Kreativität und die Bereitschaft, sich selbst etwas einfallen zu lassen, um damit wirkliche Freude bereite zu können, ist ja heutzutage kaum mehr anzutreffen - eigentlich schade, jedoch passend in unsere kommerziell und vielfach gedankenlos geprägte Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steffmann40 26.11.2012, 19:24
36. Hallo ?

Zitat von Gluehweintrinker
Guckt mal jemand auf den Kilo-Preis dessen, was da hinter den Türchen lauert? Nein. Sollten Sie aber. Da wird gern mal das Doppelte, Dreifache und Vierfache dessen kassiert, was man sonst in herkömmlicher Verpackung bezahlt.
Mineralöl ? Klingelts da irgendwo ?

Und wer jetzt fleissig weiterkombiniert, weiss mittlerweile auch, dass Bush und Putin diese vermaledeite Ölverseuchung der Adventsschokolade erfunden haben, um die Europäer willig für Angriffskriege, auch während der Feiertage, zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TS_Alien 26.11.2012, 19:28
37. Schlimm!

Und wenn dann jemand den normalen Hausstaub genauer untersucht, werden manche Menschen nur noch mit Atemmaske herumlaufen. Die Dosis macht das Gift. Und Bildung schützt vor Angst vor praktisch nicht vorhanden Gefahren.

Wir werden alle sterben. Mit Sicherheit aber nicht an Adventskalenderschokolade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steffmann40 26.11.2012, 19:34
38. Das ist falsch

Zitat von TimmThaler
Aber sonst gehts noch? Es kommt nicht drauf an, ob man davon stirbt. Da sind Stoffe in Nahrungsmitteln, die einfach nicht reingehören. Das ist nicht nur ein Problem bei Adventskalendern, sondern prinzipiell bei Lebensmitteln, die längere Zeit in direktem Kontakt mit Recyclingpappe stehen. Und ja, das Problem ist relativ neu, weil der hohe Anteil an farbig bedrucktem Papier im Recycling in den letzten Jahren zugenommen hat. Nun könnte man ja einfach auf andere Farben umsteigen, aber das ist zu teuer. Oder man könnte diesen unsäglichen Werbemüll - dass jeder Billigmarkt seine Bilder von totem Fleisch auf Hochglanzpapier drucken muss - unterbinden, aber da steht die Werbebranche wieder vor dem Untergang.
Der Anteil an farbig bedrucktem Papier im Recycling, vor allem bei Lebensmittelverpackung hat sich im Vergleich zu vor 30 Jahren um ca. 20 % erhöht. Im gleichen Zeitraum sind allerdings die Deinking-Verfahren um ein vielfaches effektiver geworden. Der Energieeinsatz pro Tonne produziertes Papier sank um fast 50 %. Die zum Deinking-Prozess benötigten Hilfsmittel sogar um 250 %. Die eingesetzten Druckfarben in der Lebensmittelindustrie unterliegen einer strengen Qualitätskontrolle, vor allem auch hinsichtlich möglichem Ausbluten.

Ich bin kein Lobbyist, ich komme aus der Papierbranche, allerdings ein vollkommen anderer Bereich. Aber ich weiss auch, wie schnell Halbwissen zu wilden und vor allem haltlosen Spekulationen führen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seraphan 26.11.2012, 21:42
39.

Zitat von sysop
Offenbar hat sich ein Zulieferer nicht an unsere Spezifikationen gehalten.
Aha, als Hersteller von, stark von Kindern konsumierten, Lebensmitteln hat man die Qualitätskontrolle einfach eingespart und verlässt sich nunmehr nur noch darauf, dass andere Verbrecher, hier Zulieferer genannt, ehrlich genug sind, sich an, möglicherweise kostenintensive, Spezifikationen halten. Herzlichen Glückwunsch dem Unternehmen, die solch einen Schwachmaten in der Öffentlichkeit Stellung beziehen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 6