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Minus 15 Prozent bei Erzeugung: Ökostrom-Rekord senkt CO2-Ausstoß deutlich
DPA

Der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch ist 2019 so hoch wie nie - das macht sich beim CO2-Ausstoß in der Erzeugung bemerkbar. Zum drastischen Rückgang tragen aber noch weitere Faktoren bei.

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Byrne 05.07.2019, 16:57
410. Schöne Welt, in der Sie da leben!

Zitat von knuty
Ich wohne in Hamburg und mein Vermieter hat das Haus, Bj. 1955, nach und nach zuerst mit neuen Fenstern, dann einer Fassadendämmung, dann ein neues Dach samt vier neuen Wohnungen darin, die alle mit Flächenheizungen ausgestattet wurden. Und erst vor kurzem wurden die Balkone isoliert, um Kältebrücken zu vermeiden. Und vor ungefähr 15 Jahren wurde das Haus an eine Fernwärmeleitung angeschlossen, die alte Ölheizung bestand nicht mehr die Abgasnormen. Ich habe keinerlei Mieterhöhungen in den letzten 30 Jahren gehabt, die über der Inflationsrate gelegen haben. Die Heizkosten in meiner Wohnung sind fast exakt immer noch genau so hoch wie vor 30 Jahren. Nein, es sollen keine gut funktionierenden Heizungen ausgetauscht werden, sondern alte Heizungen, die sowieso durch neue ersetzt werden müssen. Das ist es ja gerade: Es gibt wenig bis gar keine Bestandsgebäude, die auf Flächenheizungen umgebaut wurden, weil es eben noch keine entsprechenden Programme und Angebote gibt. Meine Schwester und ihr Mann brauchen demnächst eine neue Heizung. Bei jedem Anbieter wird ihnen eine Ölheizung empfohlen. Erst auf nach vehementer Nachfrage rücken die Anbieter mit Angeboten zu Gasbrennwertheizungen raus und noch widerwilliger mit Konzepten für Wärmepumpen.
Ihr Vermieter hat die Modernisierungen nicht auf die Miete umgelegt? Na klar, dass ist ja gängige Praxis! Und die Heizungsinstallateure verzichten auf die Empfehlung zum Einbau von Gasbrennwertheizungen oder der noch viel teueren Installation einer Wärmepumpe mit einem Komplettaustausch der bestehenden Heizkörper, obwohl damit ja viel mehr Geld zu verdienen wäre? Klingt irgendwie nicht so richtig glaubwürdig.

Der Anschluss an Fernwärme dürfte übrigens in Zukunft auch etwas schwierig werden, wenn die Heizkraftwerke wegen dem leider mit diesen verbundenen CO2-Emissionen verschwunden sind.

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Byrne 05.07.2019, 17:03
411. Na gut...

Zitat von syracusa
Nun, dummerweise reicht Ihre Behauptung nicht als Beweis. Luft-Luft-Wärmepumpen sind so ziemlich die billigsten Heizungen, die es überhaupt gibt, und sie sind mit Jahresarbeitszahlen von bis über 6 sogar extrem effizient. Ob es wirtschaftlich ist, in einem Altbau eine Fußboden- oder Wandheizung nachzurüsten, hat mit verdichtetem Wohnraum absolut gar nichts zu tun. Die dabei zu überwindenden Probleme stellen sich auf einem einsamen Bauernhof genau so wie in Mietskasernen in der Stadt. Beispiele für diese Umbauten gibt es zuhauf, viele Hersteller von Fußbodenheizungen haben sich sogar auf diese Altbausanierungen spezialisiert.
Einsamer Bauernhof mit der Möglichkeit zu Probebohrungen nach geeigneter Wärmequelle im Umfeld ist dasselbe wie solch ein Vorhaben in Innenstädten respektive Innenhöfen mit weiträumig versiegelter Fläche ist die selbe Problematik? Ok, Sie sind kein Architekt!

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Byrne 05.07.2019, 17:05
412. Klasse Idee!

Zitat von syracusa
Oh ja. Island, das seinen Strombedarf zu 100% aus EE deckt, ist deshalb sogar einer der größten Aluminiumprodzenten der Welt. Bauxit wird zur Verhüttung extra nach Island verschifft, weil dort mit 100% EE-Strom der billigste und sauberste Strom zur sicheren Verfügung steht.
Dann machen wir es einfach wie die Isländer und gewinnen Strom und Wärme aus den hier umliegenden heißen Thermalquellen! Wollen Sie witzig sein?

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thomas_linz 05.07.2019, 17:06
413. Hru

Zitat von hru
China baut AKW billiger weil sie die Presse im Griff haben und damit einen Unfall besser unter den Teppich bekommen.
Ich hab nix von billig geschrieben. Mir ging es darum, dass der Anteil der geplanten Atomkraftwerke nichtmal ansatzweise einen signifikanten Anteil an der gesamten Stromgewinnung ausmacht und selbst im Vergleich zur Photovoltaik nur Peanuts ist.

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Byrne 05.07.2019, 17:08
414. Mein Gott...

Zitat von syracusa
Ja eben. Und Sie haben noch immer kein Argument zugunsten Ihrer Behauptung vorlegen können, dass das aus physikalischen Gründen unmöglich zu machen sei. Logisch: solch ein Argument gibt es ja auch nicht. Wärmepumpen kann man grundsätzlich in jedem Altbau nachrüsten. Lediglich bei denkmalgeschützten Gebäuden kann das problematisch werden, wenn z.B. die Außengeräte von Luft-Wärmepumpen und/oder Dämmungen den optischen Eindruck schmälern. Flächenheizungen sind nicht zwingend nötig, aber auch die sind in den meisten Fällen nachrüstbar. Dort, wo das nicht geht, bietet der Markt spezielle Niedrigtemperatur-Heizkörper an, die bei 35° Vorlauftemperatur aus einer Wärmepumpe die gleiche Heizleistung haben wie der frühere Heizkörper bei 55°. Solche Umbauten führt man dann durch, wenn das Haus sowieso saniert werden muss. Dort, wo Wärmepumpen heute wirtschaftlich noch nicht gegen fossile Heizungen bestehen können, wird eine angemessene Besteuerung des CO2-Ausstoßes diese Wirtschaftlichkeit schnell herstellen können.
Ich habe nie behauptet, dass dies physikalisch nicht möglich sei. Ich habe nur versucht zu erklären, warum das sehr schwierig ist und mit großen Kosten verbunden ist, die am Ende die Mieter tragen müssen.

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formatierer 05.07.2019, 17:08
415. Sehr gehrter Herr syracusa

Zitat von syracusa
Oh ja. Island, das seinen Strombedarf zu 100% aus EE deckt, ist deshalb sogar einer der größten Aluminiumprodzenten der Welt. Bauxit wird zur Verhüttung extra nach Island verschifft, weil dort mit 100% EE-Strom der billigste und sauberste Strom zur sicheren Verfügung steht.
Dann beten Sie mal zum Naturgott, dass er die heißen Quellen in der Eifel wieder funktionsfähig macht. Die Bewohner warten schon darauf , dass der Böden richtig durcheinander gerüttelt werden. So ein kleines Sahnehäubchen wie 2010 mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull / Fimmvörduháls wäre ja auch mal wieder was schönes. So mit Aschewolke und Flugverbot in Europa. Danach werden viele zerstörte Häuser und Windgeneratoren erneuert. Eben erneuerbare Energie.

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knuty 05.07.2019, 17:26
416.

Zitat von Byrne
Ihr Vermieter hat die Modernisierungen nicht auf die Miete umgelegt? Na klar, dass ist ja gängige Praxis! Und die Heizungsinstallateure verzichten auf die Empfehlung zum Einbau von Gasbrennwertheizungen oder der noch viel teueren Installation einer Wärmepumpe mit einem Komplettaustausch der bestehenden Heizkörper, obwohl damit ja viel mehr Geld zu verdienen wäre? Klingt irgendwie nicht so richtig glaubwürdig. Der Anschluss an Fernwärme dürfte übrigens in Zukunft auch etwas schwierig werden, wenn die Heizkraftwerke wegen dem leider mit diesen verbundenen CO2-Emissionen verschwunden sind.
Der Vermieter konnte deshalb nicht die Mieten erhöhen, weil diese Modernisierungen aufgrund von nötigen Renovierungsmaßnahmen erfolgten. Wenn der Fassadenputz Risse hat und droht runter zu fallen, muss die Fassade neu gemacht werden. Und da kommt dann eben eine moderne wärmeisolierende Schicht mit Kunststoffputz drauf.
Und wenn die Fenster aus mechanischen Gründen sich nicht mehr richtig öffnen und schließen lassen, müssen neue Fenster rein und das sind dann natürlich Thermofenster. Die Balkone brauchten neue Geländer und dabei wurden die dann auch isoliert.
Und ähnlich ist es mit der alten Ölheizung gewesen. Statt einer neuen Ölheizung wurde Fernwärme angeschlossen.
Heizkraftwerke heizen und produzieren Strom. Da würde sich eine CO2-Umlage nicht so stark auswirken, vor allem wenn ab 2021 oder 2022 20% der Fernwärme mit Biogas erzeugt wird.

Mich hat das auch gewundert, aber eine Erklärung scheint zu sein, dass die Gewinnspannen bei Ölheizungen viel größer sind. Zudem müssen Ölheizungen jedes Jahr kontrolliert und gewartet werden und Gasheizungen nur alle zwei Jahre.
Ein Installateur sagte, dass sie kaum Erfahrungen mit Wärmepumpen haben und sie sie deshalb auch nicht anbieten würden. Dabei wäre das Problem weniger die Technik, sondern die aufwändigen Genehmigungsverfahren bei den verschiedenen Behörden.

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syracusa 05.07.2019, 17:29
417.

Zitat von wjb27
Ist Drehstrom kein Wechselstrom?
Gucken Sie doch in der Wikipedia nach. Drehstrom ist dreiphasiger Wechselstrom. Wechselrichter sind kein Problem, und 100% EE-Strom sind problemlos machbar. Sie erzählen haasträubenden Unsinn.

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syracusa 05.07.2019, 17:32
418.

Zitat von Byrne
Einsamer Bauernhof mit der Möglichkeit zu Probebohrungen nach geeigneter Wärmequelle im Umfeld ist dasselbe wie solch ein Vorhaben in Innenstädten respektive Innenhöfen mit weiträumig versiegelter Fläche ist die selbe Problematik? Ok, Sie sind kein Architekt!
Au weia. Man hat Sie ja nun schon mehrere Male auf Luft-Wärmepumpen hingewiesen. Niemand braucht "Probebohrungen" (was soll denn da geprobt werden?) für den Betrieb von Wärmepumpen, man braucht keine Erdsonden, keine Ringgräbensonden, keine Tiefbohrungen oder überhaupt Bohrungen. Die geeignete Wärmequelle ist überall verfügbar.

Sie haben echt Null Ahnung.

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syracusa 05.07.2019, 17:35
419.

Zitat von formatierer
Dann beten Sie mal zum Naturgott, dass er die heißen Quellen in der Eifel wieder funktionsfähig macht. Die Bewohner warten schon darauf , dass der Böden richtig durcheinander gerüttelt werden. So ein kleines Sahnehäubchen wie 2010 mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull / Fimmvörduháls wäre ja auch mal wieder was schönes. So mit Aschewolke und Flugverbot in Europa. Danach werden viele zerstörte Häuser und Windgeneratoren erneuert. Eben erneuerbare Energie.
Oh, da ist tatsächlich jemand, der noch nie davon gehört hat, dass es außer heißen Quellen auch noch andere EE-Quellen gibt.

Naja, was soll ich hier groß reden. Die Energiewende ist in Deutschland noch immer auf einem guten Weg. Dass da ein paar ewiggestrige Ignoranten durch Dazwischenkrakeelen zu stören versuchen, ist kein Hindernis.

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