Forum: Wirtschaft
Minus 5,6 Prozent: US-Börse mit schlechtester Jahresbilanz seit 2008
AFP

Am letzten Tag des Jahres ging es noch mal leicht nach oben - aber das hat kaum geholfen: Der US-Börsenindex Dow Jones hat 2018 mit einem dicken Zwölf-Monats-Minus beendet.

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olli0816 01.01.2019, 10:27
30. Wir haben die Probleme, nicht die USA

Schaut man sich den DAX der letzten Jahre an, haben wir kaum positive Entwicklungen. Man muss dazu bemerken, dass in den DAX die Dividenden noch mit eingepreist werden, ganz im Gegenteil zum Dow. Deutschlands großen Firmen geht es im Schnitt nicht sonderlich toll, auch wenn viele Kommentatoren meinen, es wäre ganz anders. Die Energieunternehmen wurden von der Politik kaputt gemacht, die Banken haben sich selber kaputt gemacht trotz Interventionen des Staates. Die Autohersteller haben betrogen, darunter leiden dann nicht nur diese sondern auch die Zuliefere wie Conti. Thyssen gehts auch nicht gut. Die Chemiewerte BASF und Bayer sind mit 35% und 41% im Minus. Also wenig Grund, mit dem Finger auf Amerika zu zeigen. Dort (ist) war im Dow mit General Electric nur ein Wert mit massiven Problemen enthalten. Alles andere sind florierende Unternehmen.

Außerdem: Trump ist nicht der Hauptakteur der amerikanischen Börse. Er hat die Unternehmenssteuern massiv gesenkt, aber auch gleichzeitig dafür gesorgt, dass Unternehmen wie u.a. Apple ihr ganzes Kapital wieder in die USA gebracht haben und dort jetzt Steuern zahlen. In wirtschaftlichen Fragen ist er nicht so dumm wie gerne dargestellt, auch wenn er von seiner Persönlichkeit mehr als schwierig ist. Die Zinsanhebungen der FED waren eher negative Auslöser, weil Anleihen wieder attraktiver werden. Das Geld fehlt für Aktien.

Das Problem des europäischen Rückfallens der Industrie kann man sehr gut hier im Forum nachlesen. Heillose Selbstüberschätzung, Rechthaberei sowie null Fachkenntnisse (Trump beherrscht die Börse hihi - is scho recht, is nur der Bildschirmschoner) und Leute, die glauben, weil die Aktien um ein paar Prozentpunkte gefallen sind, dass das immer so weiter gehen wird. Wenn man etwas stärkere Nerven hat und langfristig investiert ist genau jetzt der Zeitpunkt, sich ein paar Aktien von soliden gut gehenden Firmen zu kaufen. Der Anlagehorizont sollte allerdings länger als bis Februar sein.

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kohlon 01.01.2019, 10:31
31.

Zitat von rambazamba1968
vielleicht sollte Trump einfach die Unternehmenssteuer komplett streichen. Unfassbar, dass in einem Jahr bei massiver Unternehmenssteuersenkung die Börse so schlecht schließt seit Jahren. Was Trump einfach da angerichtet hat, Wahnsinn.
Na ja, wenn das für Sie Wahnsinn ist frage ich mich, wie Sie die 2018 Entwicklung des Dax mit Minus 18% und die des Eurostoxx mit Minus 14,3% bewerten und vor allem, was oder wen Sie für diese Entwicklung verantwortlich machen.

Für die "(alb)traumhaft schlechte" Entwicklung des DOW JONES in 2018 mit Minus 5,6% hatten Sie doch auch sofort eine griffige Erklärung zur Hand.

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wokri 01.01.2019, 10:48
32. Trump sei Dank

Er und nur er ist an dem Desaster schuld. Zahlen lügen nicht!

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kohlon 01.01.2019, 10:52
33. Sie machen mir Hoffnung.

Zitat von rudi_ralala
Da der DAX bekannlicherweise an seinem Muttertier dem DOW hängt, steht dem deutschen Aktienfan in diesem Jahr wohl noch etwas Großes bevor:-(
Wenn wir, gleich Dax und Eurostoxx, laut Ihrer Meinung vom "Muttertier" USA abhängig sein sollen, blicke ich mit Zuversicht auf 2019.

Minus 5,8% in den beiden Indizes 2019 wäre gemessen an den ununterbrochenen Höhenflügen seit 2009 Klasse, fast zu schön um wahr zu sein.
So etwas nennt man glaube ich Kurskorrektur, hat mit Absturz Null Komma Null zu tun.

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claus7447 01.01.2019, 11:01
34. Wirklich?

Zitat von doc_snyeder
Denn nach zwei Jahre der Trumpscher Präsidentschaft steht immer noch ein gigantisches Börsenplus. Und der starke Einbruch ergab sich nicht aus negativer Anlegerreaktion gegenüber Trump, sondern gegenüber der Fed, die entgegen Trumps dringendem Abraten zum zweitenmal den Leitzins angehoben hat.
Sicher hat die Zinsänderung der FED einen Ausschlag gegeben. ABER die Auswirkungen des Handelsstreit mit China zeigen sich erst jetzt bei den Firmen. Man hat je noch eine weile Zeit gehabt und gehofft - nur sind bei Basics (z.B. Teile die aus Stahl sind) mittlerweile die Kosten in den USA angekommen. Und da hilft auch nicht die Steuererleichterung - die vermutlich bei der mittelständischen Industrie in den USA gar nicht wirklich dicke ankommen.

Der DAX - da wurde sicher eine gewisse Überbewertung korrigiert, zum Anderen liegt immer noch die Gefahr der Importe PKWs nach den USA in der Luft. Aber auch hier wird sich bis in 12 - 15 Monaten auch wieder der Index bei 12.000 + einstellen.

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Klekih_petra 01.01.2019, 11:20
35. UP and DOWn

Nun mal halblang: Durch die Nullzinspolitik der FED haben die Firmen im Dow Jones doch Werte erreicht, die nicht zu rechtfertigen sind. Niemand würde sie zu dem Preis kaufen, den sie heute haben. Nur zur Beruhigung: Der DOW stieg nach der angeblichen Finanzkrise von Ende 2008 bis Ende 2017 um 16.000 Punkte, hat sich also fast verdreifacht. Soll man sich jetzt wegen läppischer 6% Minus aufregen? Eine Korrektur ist mehr als nötig. Das billige Geld geht zu Ende und die Börsen korrigieren jetzt auf Normalmaß.

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123rumpel123 01.01.2019, 11:32
36. xxx

Zitat von olli0816
Schaut man sich den DAX der letzten Jahre an, haben wir kaum positive Entwicklungen. Man muss dazu bemerken, dass in den DAX die Dividenden noch mit eingepreist werden, ganz im Gegenteil zum Dow. Deutschlands großen Firmen geht es im Schnitt nicht sonderlich toll, auch wenn viele Kommentatoren meinen, es wäre ganz anders. Die Energieunternehmen wurden von der Politik kaputt gemacht, die Banken haben sich selber kaputt gemacht trotz Interventionen des Staates. Die Autohersteller haben betrogen, darunter leiden dann nicht nur diese sondern auch die Zuliefere wie Conti. Thyssen gehts auch nicht gut. Die Chemiewerte BASF und Bayer sind mit 35% und 41% im Minus. Also wenig Grund, mit dem Finger auf Amerika zu zeigen. Dort (ist) war im Dow mit General Electric nur ein Wert mit massiven Problemen enthalten. Alles andere sind florierende Unternehmen. Außerdem: Trump ist nicht der Hauptakteur der amerikanischen Börse. Er hat die Unternehmenssteuern massiv gesenkt, aber auch gleichzeitig dafür gesorgt, dass Unternehmen wie u.a. Apple ihr ganzes Kapital wieder in die USA gebracht haben und dort jetzt Steuern zahlen. In wirtschaftlichen Fragen ist er nicht so dumm wie gerne dargestellt, auch wenn er von seiner Persönlichkeit mehr als schwierig ist. Die Zinsanhebungen der FED waren eher negative Auslöser, weil Anleihen wieder attraktiver werden. Das Geld fehlt für Aktien. Das Problem des europäischen Rückfallens der Industrie kann man sehr gut hier im Forum nachlesen. Heillose Selbstüberschätzung, Rechthaberei sowie null Fachkenntnisse (Trump beherrscht die Börse hihi - is scho recht, is nur der Bildschirmschoner) und Leute, die glauben, weil die Aktien um ein paar Prozentpunkte gefallen sind, dass das immer so weiter gehen wird. Wenn man etwas stärkere Nerven hat und langfristig investiert ist genau jetzt der Zeitpunkt, sich ein paar Aktien von soliden gut gehenden Firmen zu kaufen. Der Anlagehorizont sollte allerdings länger als bis Februar sein.
Eine wunderschöne Analyse.

Ergänzen möchte ich nur um die Börsenfunktion als "Trendbarometers". Und diese belegt das Vertrauen der Anleger und Investoren in die amerikanische Wirtschaft und das schwindende Vertrauen in die deutsche Wirtschaft.

Die Fakten passen definitiv nicht zur suggestiven Meldungs- Überschrift. Komisch.

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rudi_ralala 01.01.2019, 12:04
37.

Zitat von kohlon
Wenn wir, gleich Dax und Eurostoxx, laut Ihrer Meinung vom "Muttertier" USA abhängig sein sollen, blicke ich mit Zuversicht auf 2019.
Na gut, wenn Sie das bezweifeln, schauen Sie mal wie der DAX reagiert, wenn der DOW rauf oder runtergeht.
Die schönen Sprüche hier, dass nur Wert der AG betrachtet wird und seiner Entwicklung ist absoluter Unsinn. Aktionäre sind Lemminge, ranhängen, wenn es rauf geht und ranhängen wenn es runter geht. Wenn es anderes wäre gebe es keine crashs.

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malliki 01.01.2019, 12:50
38. Ende Fahnenstange

Zitat von GeMe
doch ganz prima hin bekommen. "America first" wirkt.
Trump ist nicht angetreten, um die Börse zu beflügeln. Von satten Gewinnen und hohen Aktienkursen werden keine Arbeitsplätze geschaffen. Gilt übrigens auch in DE und der EU.

An den Börsen spiegelt sich lediglich die eingetroffene Realität der vergangen Politik der letzten Jahrzehnte. Es sähe auch so aus, wenn Hillary Präsidentin geworden wäre.

Sie wollte sich ebenfalls nach Asien orientieren. TTIPP war ihr egal. An Kriegen verdienen die USA auch unter Clinton kein Geld. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

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draco2007 01.01.2019, 21:41
39.

Zitat von malliki
Trump ist nicht angetreten, um die Börse zu beflügeln. Von satten Gewinnen und hohen Aktienkursen werden keine Arbeitsplätze geschaffen. Gilt übrigens auch in DE und der EU.
Und wieso hat er sich dann praktisch täglich mit den Rekorden gebrüstet? Und exakt das behauptet, wovon sie nun das Gegenteil behaupten.

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