Forum: Wirtschaft
Minus von 22 Prozent: Bauernverband meldet "miserable Getreideernte"
DPA

Landwirte haben fast ein Viertel weniger Getreide geerntet als im Vorjahr, meldet der Bauernverband. Mancherorts habe es Totalverluste gegeben. Laut einem Bericht will der Bund ein millionenschweres Hilfsprogramm auflegen.

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mcmercy 22.08.2018, 11:32
1.

Ich finde eine schlechte Ernte rechtfertigt noch kein Hilfspaket. Auch ein Bauer muss wie jeder Unternehmer Vorsorge treffen, Rücklagen bilden, die durchaus auch mal ein schlechtes Jahr überbrücken können. Zukünftig werden wir wohl ölfter schwierige Wetterbedingungen haben, wollen wir dann jedes Jahr noch größere Subventionen an die Bauern geben. Hilfe sollten erst gewährt werden, wenn es 2 oder 3 schlechte Ernten in Folge gibt oder allenfalls als Kredit.

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waswoasi 22.08.2018, 11:40
2. Gleiches Recht für Alle!

Bin absolut gegen Hilfen für die Bauern wegen einer miserablen Ernte aufgrund von einem heissen Sommer entstanden ist. Wenn man hier die Bauern stützt muss man jeden Betrieb und jedes Unternehmen im Land unterstützen, wenn es mal ein schlechtes Geschäftsjahr erwischt hat. Finger weg von Subventionen!!!

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lars.manhof 22.08.2018, 11:45
3. Eine ernsthafte Frage

Wieso wird den Bauern nicht empfohlen, ihre Verluste einfach über den Verkaufspreis weiterzugeben. Dann kostet eben das Weizenbrötchen 40 statt 30 Cent. Aber dies wäre gesamtwirtschaftlich die sauberste Finanzierung der Folgen dieser Klimakrise. Wenn das Fleisch und das Getreide teurer wird, wird vielleicht zwar das eine oder andere Lebensmittel weniger gekauft, aber das dringend Benötigte und Unverzichtbare wird vom Kunden bezahlt werden. Es gäbe dadurch zudem eine wohltuende marktwirtschaftliche Bereinigung, die auf diesem Sektor genauso nötig ist, wie überall sonst.
(Gerade sehe ich eine Doku im Fernsehen, welche abstrusen Ergebnisse die hierzulande erzeugten und exportierten Lebensmittel in Afrika bewirken. Vollkommen kontraproduktiv).

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heinihuckeduster 22.08.2018, 11:46
4. Bäuerliche Familienbetriebe unterstützen

Ein Unterstützung nach dem Prinzip "Gießkanne" kommt doch nur den industriell geführten Agrar-Großbetrieben zugute. Also sollte Kriterien festgelegt werden um Höfen mit z.B. maximal 100 ha und oder 100 Großvieheinheiten zu helfen!

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dokarr 22.08.2018, 11:46
5. Zu #1

Sehe ich genauso. Kann das geplante Hilfspaket für die Landwirtschaft nicht nachvollziehen. Und ich glaube auf Spiegel Online selbst, einen Video Clip gesehen zu haben, in dem sich ein Landwirt zu dem geplanten Hilfspaket äußert. Dieser sagte selbst das ein Landwirt auf solche Zeiten vorbereitet sein muss. Sinngemäß dann weiter, wer das nicht ist, hat schlecht gewirtschaftet.

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gerdigerdsen 22.08.2018, 11:47
6. Umdenken, anpassen,Monokultur abschaffen

Es wird Zeit, dass die Landwirtschaft umdenkt und sich dem Klima anpasst. Wir haben auf Permakultur umgestellt und haben den vierfachen Ertrag dieses Jahr, ohne ewig zu wässern, düngen oder güllen. Es geht, wenn man wirklich will. Nutztiere muss man ja nicht halten, Mais ist ebenfalls ökologisch eine Katastrophe. Warum nicht zurück gehen auf ursprüngliche Landwirtschaft mit Dünger aus Brennnesseln, Ackerschachtelhalm und so weiter? Warum nicht wieder Pflanzen mit Terpenen anbauen, die keinen speziellen Dünger brauchen, um zu wachsen. Warum Pflügen und Eggen, wenn dadurch der ganze Aufbau des oberen Bodens zerstört wird? Warum Monokultur? Warum muss der Steuerzahler diese Misswirtschaft der Landwirtschaft jetzt bezahlen? Wenn jemand was bezahlen muss, dann die Milchtrinker und Fleischesser, die Fahrer und Heizer von Biogas ebenfalls.
Wir vernichten unser Land für den Genuss, nicht weil wir überleben müssen. Vom Fleisch landen lediglich 10 Prozent der eingesetzten Energie auf dem Teller... Hauptsache es schmeckt und der Bauch ist dick und rund... Schade, dass die meisten Deutschen noch so sehr oberflächlich sind und die Zusammenhänge nicht begreifen. Jeder Kauf ist ein Stimmzettel!

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omop 22.08.2018, 11:52
7. Mit möglichen Hilfen wird die Zustimmung zu CDU/SPD weiter sinken..

In der Summe halte ich die Hilfen für absolut nicht gerechtfertigt, gerade vor dem Hintergrund, dass Bauern auch schlechte(re) Ernten verkraften müssen. Der Bauer ist auch ein Unternehmer und muss entsprechend wirtschaften. Frau Klöckner könnte ihr Ansehen in der Bevölkerung deutlich steigern, wenn sie hart bleiben würde bzw. nur für absolute Ausnahmefälle eine Hilfe des Bundes anbietet.

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Spr. 22.08.2018, 11:53
8. Wie immer folgt die muntere Schieberei!

Der reiche Bund zeigt sich gewohnt geizig und will nur helfen, wenn die Länder die Hälfte der Hilfe finanzieren. Die Länder, die sowieso schon mit vielen Ausgaben für vom Bund beschlossene Hilfen und Wohltaten belastet sind, werden die Hilfen wo immer möglich ebenfalls weiterreichen, wie üblich an die oft völlig überschuldeten und deshalb unter Finanzaufsicht stehenden Kommunen.

Am Ende lesen wir in den Medien, dass die Länder die vom Bund zur Verfügung gestellten Hilfen nicht abgerufen haben, die Kommunen die Hilfen von den Ländern ebenfalls nicht abgerufen haben, und bei den Bauern nichts angekommen ist. Aber Hauptsache, der Bund und insbesondere Frau Klöckner haben mal wieder Schlagzeilen, dazu auch noch positive.

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gerhardschmied 22.08.2018, 11:54
9. Minus 22% - ja und?

Das darf nicht wahr sein, dass überhaupt über Hilfsleistungen für Landwirte debatiert wird.

Bestimmt ist es eine große Herausforderung, einen landwirtschaftlichen Betrieb profitabel zu halten. Aber das gleiche gilt für jede andere private Firma, und niemand schert sich um die Marktrisiken, mit denen ich als Unternehmer jahrein, jahraus kämpfen muss.

Würde ich bei 22% Umsatzrückgang nach staatlicher Hilfe rufen, würde man mir den Vogel zeigen.

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