Forum: Wirtschaft
Missglückter Friedensgipfel: Bahn will getrennt mit GDL und EVG verhandeln
DPA

Im Tarifkonflikt bei der Bahn stehen sich die Parteien weiterhin unversöhnlich gegenüber. Nach dem Scheitern des Spitzengesprächs am Dienstag will Personalvorstand Weber die Tarifeinheit jetzt in getrennten Verhandlungen sichern.

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glissando 19.11.2014, 09:11
10. Endlich mal Hintergrund

Prima, der Artikel endet mit einer Einordnung des Geschehens und ermöglicht einen verständnisvolleren Blick auf das Handeln der drei Parteien. Das liest man gerade bei diesem Thema selten.

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clageo 19.11.2014, 09:13
11. irreführende Überschrift!

Die Behauptung: " Die Bahn w i l l getrennt mit beiden Gewerkschaften verhandeln " dürfte wohl falsch sein. Vielmehr wollte die Bahn gleichzeitig ( was auch rationeller wäre ) mit beiden Gewerkschaften gleichzeitig die Verhandlungen führen. Nur der Umstand, dass sich GDL und EVG nicht einigen können oder wollen, führte zu dieser paradoxen Situation, die letztlich die Bahn auslöffeln muss.

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a_robert 19.11.2014, 09:17
12. Nicht anders zu erwarten

War ja nicht anders zu erwarten, dass die Holzköpfe von der GDL zu keinem Kompromiss imstande sind.

Es war schon immer so, dass die Lokführer meinten, sie wären die Wichtigsten bei der Bahn. Nur sie würden den Laden am Laufen halten.

Um ein Unternehmen zu halten, gehört aber mehr als solche Pausenraum-Parolen. Dabei muss man als Fahrgast ab und zu froh sein, wenn der Lokführer nicht einen Bahnhofshalt auslässt oder die Türen bei einem ICE-Halt nicht freigibt.

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Elizabeth_Tudor 19.11.2014, 09:34
13. Nun denn

darf sich der gemeine Pendler bald wieder um alternative Wege zur Arbeit bemuehen...oder sich am Jahresende ohne verbleibenden Jahresurlaub krank melden?

Beim letzten Bahnstreik durfte man als nicht-Auto Besitzer wieder 'mal bei Kollegen sachte anklopfen um eventuell eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen.

Ach ja, der Countdown zur naechsten Preiserhoehung bei der Bahn laeuft auch schon...unter 30 Tage.
Die ist ja immer puenktlich...
Im Endeffekt ist der Reisende doch immer der A****!

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Robert_Rostock 19.11.2014, 09:43
14.

Zitat von Solid
Die EVG ist eben immer noch so korrupt wie zu transnet-Zeiten und damit wie eh und je. Dass die GDL sich am gewohnheitsmäßigen Verrat der EVG gegenüber ihren Mitgliedern nicht beteiligen will, kann man ihr kaum vorwerfen.
Genau!
Der größte Feind des Arbeiters ist die andere Gewerkschaft!

Nur zersplittert und untereinander verfeindet sind wir stark!

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Pandora0611 19.11.2014, 10:04
15. Verhandlungen gescheitert, am Freitag wird weiter verhandelt

Zitat von
Im Tarifkonflikt bei der Bahn stehen sich die Parteien weiterhin unversöhnlich gegenüber. Nach dem Scheitern des Spitzengesprächs am Dienstag will Personalvorstand Weber die Tarifeinheit jetzt in getrennten Verhandlungen sichern.
Die GDL besteht auf einen eigenen Tarifvertrag für alle Bahnmitarbeiter, welche bei ihr organisiert sind.
Die EVG will keine unterschiedlichen Tarifverträge für die gleiche Berufsgruppe. Die DB will das auch nicht.

Die GDL hat in den letzten Woche bereits sechs Mal gestreikt und den Bahnverkehr lahmgelegt.
Das hierbei die Bahnkunden in Geiselhaft genommen wurden, stört Weselsky nicht. Er hatte bisher jedes Angebot der Bahn abgelehnt.

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new_eagle 19.11.2014, 10:26
16. Was bildet sich die EVG eigentlich ein!?

"Die EVG hingegen sieht die Zugbegleiter als ihre Klientel an". Die Zugbegleiter sind doch nicht das Eigentum der EVG. Auch Zugbegleiter können sich ihre Gewerkschaft frei auswählen und dann mit Recht erwarten dass diese von ihnen frei gewählte Gewerkschaft auch das tut wofür sie Mitgliedsbeiträge kassiert, nämlich Tarifverhandlungen führt. Für diejenigen die Mitgliedsbeiträge an die GDL zahlen MUSS auch die GDL Tarufverhandlungen erfolgreich (also bis zum Abschluss) führen können, sonst wäre die Koalitionsfreiheit ausgehebelt.

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murrle01 19.11.2014, 10:38
17. wenn Sie wüssten...

Zitat von jjcamera
Arbeit ist manchmal auch mit Mühe verbunden. Da ist es kein Wunder, wenn man bei einer Gehaltserhöhung auch noch weniger arbeiten will. Mir ist noch kein Zugbegleiter begegnet, der völlig überarbeitet unter der Last seines anstrengenden Berufes zusammenbricht. Die Lokführer könnten übrigens bei einer 15prozentigen Gehaltserhöhung auch die Durchsagen machen, und ein Fahrkarten-Stempelautomat könnte die Tickets lochen.
wie es manchmal um den Menschen steht, der Ihren Zug führt, dann würden Sie nur noch mit unguten Gefühlen einsteigen (falls Sie überhaubt die Bahn nutzen, oder genutzt haben). Nach einer Woche unregelmäßigem Wechseldienst, dazu mit Überstunden durch Verspätungen oder Betriebsstörungen, der 3. Nacht und wenig Schlaf bei nur 10-12 stündigen Ruhezeiten, da würden auch Sie anders sprechen.
Das die allerwenigsten Lokf. überhaupt Ihr Dienstalterende erreichen, ist Fakt. Ich selbst bin 3 mal in meiner Laufbahn auf dem Führerstand dienstunfähig geworden. Also diskutieren Sie bitte über Dinge, die Sie beurteilen können!

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murrle01 19.11.2014, 10:42
18. Nachtrag:

Zitat von jjcamera
Arbeit ist manchmal auch mit Mühe verbunden. Da ist es kein Wunder, wenn man bei einer Gehaltserhöhung auch noch weniger arbeiten will. Mir ist noch kein Zugbegleiter begegnet, der völlig überarbeitet unter der Last seines anstrengenden Berufes zusammenbricht. Die Lokführer könnten übrigens bei einer 15prozentigen Gehaltserhöhung auch die Durchsagen machen, und ein Fahrkarten-Stempelautomat könnte die Tickets lochen.
In den meisten Regionalbahnen werden die Ansagen schon vom Lokf. getätigt. Aber wer gibt Auskunft über Entscheidungen der Zugleiting üner Anschlüsse? Oder
wer kümmert sich während der Fahrt um betriebliche Dinge. Das Begleitpersonal ist nicht nur für das "Lochen" zuständig. Von Sicherheit oder Schwarzfahrern ganz zu schweigen...

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gudila 19.11.2014, 10:47
19. Wettbewerb nicht erwünscht

Zwei Tarifverträge bei einer Berufsgruppe würde zwingend zu einem Wettbewerb zwischen zwei Gewerkschaften führen. Logisch das die schwächere, mit schlechteren Tarifverträgen Gewerkschaft will sich davon drücken. Nicht zu vergessen, es wird in so einem Fall ersichtlich und zwar durch einen direkten Vergleich welche Gewerkschaft besser ist.

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