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Mitarbeiter, Maschinen, Linien: Last Call für Air Berlin - so geht's jetzt weiter
DPA

Millionen für den Kurzzeit-Chef - aber für eine Mitarbeiter-Auffanggesellschaft fehlt das Geld: Air Berlin fliegt ein letztes Mal und Tausende Beschäftigte blicken ungewiss in die Zukunft. Die Folgen der Zerschlagung im Überblick.

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global.payer 27.10.2017, 20:26
20. Eindeutig Betriebsübergang nach §613a BGB

Wenn ein Betrieb das Geschäft also die plots übernimmt, ist das ein Betriebsübergang und die Mitarbeiter wandern automatisch zum neuen Betrieb. Hier wird offenbar das Gesetz missachtet. Arbeitnehmerrechte zählen in diesem Land offenbar nicht.

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INGXXL 27.10.2017, 20:28
21. 11#

Es geht doch nicht darum das alle Airberliner in Hartz4 fallen. Wenn ein Pilot anstelle von 250T nur 150T verdient ist das immer noch ein gutes Gehalt. Auch wenn eine Stewardess 20 % weniger verdient ist das immrnoch mehr als eine Kellnerin. Für die Vorstandsgehälter sind die Eigentümer zuständig. Da die über eine Milliarde bei Air Berlin versenkt haben kommt es auf 4,5 Mio. Auch nicht mehr an.

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mortimer2 27.10.2017, 20:29
22. Hier irrt der Verfasser!

Zitat von redwed11
Was man hier zum Teil liest kann einem nur eine Gänsehaut einjagen. Soviel Brutalität Menschen gegenüber die zum Teil ihre Existenz verloren haben und dann in H4 landen. Menschen die dann von denselben Typen als Schmarotzer in der sozialen Hängematte bezeichnet werden. Das die Vorstände deutscher Unternehmen absolut keine menschlichen Regungen zeigen, daran hat man sich schon gewöhnt. Da schanzen sich Leute wie Winkelmann 4,5 Millionen für ein Jahr Arbeit zu und die Beschäftigten werden dann mit nichts rausgeschmissen. Aber von diesen charakterlosen Typen ist man so etwas gewohnt. Aber das hier im Forum die gleiche Brutalität gezeigt wird ist schon erschütternd.Man kann solchen Leuten wie Sie nur von Herzen wünschen, dass Sie von jahrelang von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Man kann es nur herzlichst wünschen. Es wäre mir eine große Freude.
1. Habe ich nicht von "Schmarotzer in der sozialen Hängematte" gesprochen.
2. Zu den 4,5 Millionen - sehen sie sich die Ziffer 15 im Forum an. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer: Vertrag ist Vertrag. Kein Air Berlin-Mitarbeiter hätte sich nicht über die Regelung aufgeregt, wenn es die jetzige Entwicklung nicht gegeben hätte.
3. Zu den von ihnen für mich genannten Wünschen muß ich sie enttäuschen. Ich bin finanziell gut abgesichert, ihre "Wünsche" werden nicht in Erfüllung gehen. Im übrigen fliege ich mit LH u.a., jedenfalls nicht mit Billigfliegern. Solange unsere Schnäppchenjäger in der Republik nur bei Aldi, Lidl und Dm hinter den Billigangeboten herrennen, solange sollten sie sich nicht über die Entwicklung der sog. Marktwirtschaft aufregen.

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redwed11 27.10.2017, 20:50
23.

Zitat von Flari
Was soll eine Auffanggesellschaft, wenn Sie schon heute davon ausgehen, dass die Leute nie wieder einen Job finden, sondern nach Auffangges. und ALG 1 in H4 landen? Oder würden Sie die Auffanggesellschaft als Dauereinrichtung gründen? Da bräuchte man aber sehr viel mehr als lächerliche 50 mio..
Aber die Auffanggesellschaft würde bei den Beschäftigten die aufgrund ihres Alters keine neue Beschäftigung finden H4 um ein Jahr hinauszögern.
Ich habe nicht geschrieben das alle Entlassenen keine Job mehr finden sondern einige werden keinen Job mehr finden. Ein kleiner Unterschied.

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rxra99 27.10.2017, 20:57
24. Lufthansa interessiert das alles gar nicht.

Mit Hilfe der Politik haben sie ihre Slots. Dass LH "gute" lobby Arbeit macht ist ja seit Germanwings klar. Schade, dass Easyjet und Ryanair doch so schwach sind

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platin-iridium 27.10.2017, 21:10
25.

Zitat von mortimer2
..sind zwar verständlich, jedoch nicht zu akzeptieren. Fragen sie doch mal einen Mitarbeiter eines kleinen mittelständischen Betriebes der aus welchen Gründen auch immer seinen Job verloren hat. Kein Mensch kümmert sich um den, ...
..es geht um die Tatsache, daß der letzte CEO - für drei Jahre mit einem Millionenbetrag abgefunden wurde, während die Mitarbeiter - gleich ob Piloten, Bord- oder Bodenpersonal - vor der Arbeitslosigkeit stehen.

Davon können ein mittelständischer Unternehmer, dessen Laden in die Pleite gegangen ist bzw. deren Mitarbeiter nur träumen.

Darüber lohnte sich, einmal nachzudenken, statt Medienschelte zu betreiben.

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Useless_User 27.10.2017, 21:20
26. Ein mieses Spiel

Es war Geld genug da, um für Frau Merkel die Zeit bis über die Bundestagswahl zu überbrücken; zehntausende Geschäftsreisende und Urlauber, die nicht nach Hause fliegen können hätten sich nicht gut gemacht.

Von Anfang an, als Herr Winkelmann zu Air Berlin kam, war klar daß der carrier für die Lufthansa zurechtgemacht werden soll. Es ging schon mit den codesharing Flügen mit Etihad los, womit Air Berlin zusätzliche Gänse in die Triebwerke geblasen wurden. Alles von langer Hand geplant. Und, wen wundert's - es hat geklappt. Für die Mitarbeiter der Air Berlin oder die Vielflieger hat die Lufthansa nur ein müdes Lächeln übrig und Berlin bleibt für lange Zeit von wichtigen Verbindungen abgeschnitten. Für die Lufthansa zählt nur Frankfurt und sonst nichts. Dazu kommt der nur über Umwege zu erreichende virtuelle Flughafen BER, der wahrscheinlich nie in Betrieb gehen wird.

Nach Kopenhagen und anderen skandinavischen Zielen fliege ich nun zum doppelten Preis - über München oder Frankfurt. Das ist mehr als skurril.

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hdudeck 27.10.2017, 21:29
27. Vielleicht kann Herr Mueller mal erklaeren,

wie er diesen Satzt gemeint hat:

Kritik daran äußert vor allem Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Er könne nicht verstehen, "dass zwar die Bereitschaft vorhanden ist, einem Unternehmen zu helfen, nicht aber den Menschen, die dieses Unternehmen über Jahrzehnte am Leben gehalten haben", so Müller.

Wer hat denn seit der Insolvenz ein Gehalt erhalten, doch die Mitarbeiter. Die haetten doch bei einer sofortigen Insolvenz keinen Pfennig mehr gesehen. Und was ist mit den Kunden, die ihre Tickets seit dem bis heute benutzten konnten ? Sind das keine Menschen ? Mann Mueller, das kling nach trumpscher Aussage, noeglichst was behaupten, der Warheitsgehalt spielt keine Rolle.
Ich verstehe auch andere Aussagen nicht, dass die Lufthansa einspringt finde ich persoehnlich gut. Warum Deutsche Wirtschaftgueter billig ans Ausland abgeben, nur um ein paar Euros beim Ticket zu sparen? Dann haben wir in ein paar Jahren die gleiche Situation, Flugline kaput, Angstellten arbeitslos.

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hdudeck 27.10.2017, 21:35
28. Ich gebe Ihnen total Recht.

Zitat von seyffensteyn
und an Verträge sollte man sich halten! Ich weiß ja nicht,ob sich Mitarbeiter z.B..Piloten bei den Vertragsverhandlungen ausbedungen haben,daß im Fall einer Insolvenz der Airline,trotzdem über die gesamte Vertragsdauer das volle Gehalt zu zahlen ist. Und was ist schlimmes daran,sich neu bewerben zu müssen? Klar,die alten Gehaltsstrukturen werden nicht mehr da sein,aber einen Job für weniger ist doch auch nicht schlecht.Da steht man nicht auf der Straße.
Der Mann hat einen Posten angenommen, der hochriskant war. Die Wirtschaftlichkeit von AB war doch schon seit Jahren im Minus, abzusehen das es zu einer Insolvenz kommt. Wenn ich da einen Kontrakt abschliese, dann nur so. Schliesslich sind die Positionen in dieser Ebene nicht wie Sand am Meer vorhanden, eine auch laengere Zeit ohne Job nach der Insolvenz vorrauszusehen. Ausserdem ist das auch nicht gerade eine Empfehlung, eine Firma nicht vor der Insolvenz retten zu koennen. So, wenn man jemand auf den Schleudersitz bittet, dann muss man auch dafuer bezahlen. Alles andere ist dummes Geschaetz und Neidkultur.

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redwed11 27.10.2017, 21:37
29.

Zitat von mortimer2
1. Habe ich nicht von "Schmarotzer in der sozialen Hängematte" gesprochen. 2. Zu den 4,5 Millionen - sehen sie sich die Ziffer 15 im Forum an. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer: Vertrag ist Vertrag. Kein Air Berlin-Mitarbeiter hätte sich nicht über die Regelung aufgeregt, wenn es die jetzige Entwicklung nicht gegeben hätte. 3. Zu den von ihnen für mich genannten Wünschen muß ich sie enttäuschen. Ich bin finanziell gut abgesichert, ihre "Wünsche" werden nicht in Erfüllung gehen. Im übrigen fliege ich mit LH u.a., jedenfalls nicht mit Billigfliegern. Solange unsere Schnäppchenjäger in der Republik nur bei Aldi, Lidl und Dm hinter den Billigangeboten herrennen, solange sollten sie sich nicht über die Entwicklung der sog. Marktwirtschaft aufregen.
Dann können Sie ja schlaue Reden über Menschen, deren Existenz vernichtet wurde, halten. Immer nur die gut bezahlten Piloten als Argument heranziehen ist doch schlicht Stimmungsmache um Ihre brutalen Äußerungen gegenüber Menschen in einer nicht selbstverschuldeten Notlage zu rechtfertigen. Aber Air Berlin hatte nicht nur Piloten auch Mechaniker, Bürokräfte, Abfertigungskräfte an den Schaltern usw. Und diese Leute waren weit schlechter bezahlt wurden als die ständig von Ihnen beschriebenen gut bezahlten Piloten.
Wie Sie selber schreiben war die Lage von Air Berlin allgemein bekannt. Wie konnte man in dieser Situation Spohrs Mann bei AB noch einen mit Millionen dotierten Vierjahresvertrag geben. Da haben doch Leute wie Winkelmann noch mal richtig abgezockt. Denn so dumm, einen solchen Vertrag in solch einer Situation abzuschließen kann eigentlich keiner sein. Denn solche Verträge mit solchen Konditionen kann man bei der Lage von AB nur als unanständig bezeichnen. Aber Anstand ist bei diesen völlig charakterlosen Leuten wie Winkelmann nicht zu erwarten. Es wäre interessant, welche krummen Sachen da im Hintergrund abgelaufen sind.
Übrigens, die LH lässt ihre Flugzeuge auch bei Billigheimern in Asien warten Es fallen zwar ab und zu einige Teile ab aber trotzdem guten Flug. Einige LH Maschinen sollen ja noch im Lande gewartet werden.

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