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Mobilitätskonzepte: Diese Alternativen gibt es zum eigenen Auto
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Ob Carsharing, Leihfahrräder oder Fahrdienste: Es gibt Alternativen zum eigenen Fahrzeug - selbst auf dem Land. Schauen Sie, welches Angebot zu Ihnen passt.

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mina2010 18.05.2019, 19:55
80. Andere Rechnung ...

Zitat von steffbo
Erzählte mir ein Freund letzte Woche...Fake news und Gelaber. Schlecht bedeutet bei ihm: -wohnt ca 250m von einer zentralen Bushaltestelle entfernt -zweimal in der stunde fährt ein Bus an den hbf von Mainz. - mit diesem Bus sind auch die s-bahn Verbindungen an den Frankfurter Flughafen, Frankfurt Innenstadt, wiesbaden hbf stressfrei zu erreichen - okay - Verbindung echt beschissen - zwischen ein und fünf Uhr nachts fährt nur ein Bus pro Stunde Ich kann das Geheule der meisten Deutschen nicht mehr hören. Für die sind öffentlicher Nahverkehr nur interessant wenn er direkt ins Schlafzimmer fährt oder alternativ alle 30 Sekunden vor ihrem Haus startet. Das ganze soll dann auch nicht mehr als 50cent pro fahrt kosten.
Berlin - Öffies mindestens 2 Stunden 5 Minuten ... Auto 50 Minuten für eine Richtung.
Rechnen wir mal für Öffies:
Also täglich 2 Stunden mehr macht bei bei rund 200 Arbeitstagen 400 Stunden. Bei zehn Jahren in der Firma bin ich dann mal bei 4000 Sunden = 167 Tage Lebenszeit.
Wer gibt mir die zurück?

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Stäffelesrutscher 18.05.2019, 19:56
81.

Eine vernünftige Regierung würde einen Plan machen: flächendeckenden Nahverkehr binnen 10 Jahren. Anzahl benötigter Fahrzeuge, Fahrer/innen, Sonstiges. Zugleich wird die Ansage gemacht, dass nach Ablauf von diesen 10 Jahren die Flächen auf den Straßen so umverteilt sein werden, dass nicht mehr 90 % Autoterrain zu sein scheinen.
Dann kann sich jeder darauf einrichten.
Das Ganze hat nur zwei »Fehler«: a) es klingt nach Planwirtschaft, und die ist ja ganz ganz böse (obwohl »die Wirtschaft« dauernd Pläne macht - nur eben die falschen); b) Daimler, BMW, VW und Co. müssten dann teilweise auf Trams und Fahrräder umstellen.

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mina2010 18.05.2019, 19:56
82. Andere Rechnung ...

Berlin - Öffies mindestens 2 Stunden 5 Minuten ... Auto 50 Minuten für eine Richtung.
Rechnen wir mal für Öffies:
Also täglich 2 Stunden mehr macht bei bei rund 200 Arbeitstagen 400 Stunden. Bei zehn Jahren in der Firma bin ich dann mal bei 4000 Sunden = 167 Tage Lebenszeit.
Wer gibt mir die zurück?

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karl2701 18.05.2019, 19:59
83. Ursachen

Solange Kommunen aller Größenordnungen Gewerbegebiete nach Gutdünken erschließen und nicht an den dafür notwendigen Wohnraum für Arbeitnehmer denken, wird sich in D nichts ändern. Wir werden in allen Altersgruppen auf Mobilität angewiesen sein und das in der Regel mit eigenen Fahrzeug. Fahrrad, wer schon mit einen Leihfahrrad versucht hat eine längere Strecke zurückzulegen wird schnell merken, dass man Fahrräder an den Fahrer anpassen sollte, Rahmengröße, Rädergröße Länge der Sattel- und Lenkerstützem usw. Das Ganze also nur für Kurzstrecke mal geeignet. Das eigene Fahrrad kämpft immer noch mit einer hohen Diebstahlgefahr.
Zusätzlich , und das gilt für alle Zweiradfahrzeuge gibt es auch noch das Wetterproblem, wer hat an seiner Arbeitstelle denn schon einen Trockenraum für die durchnäßten Sachen, über winterliche Straßenverhälnisse usw. muß man nicht erst reden ?. Thema Carsharing, eigentlich eine feine Sache aber in der Regel örtlich begrenzt, darüber hinaus kommt nur die Automiete in Frage, wenn man die Kosten tragen kann. und bei Bedarf auch ein bezahlbares Auto zur Verfügung steht. Zum Schluß noch eine Bemerkung, als Renter würde ich ganz prima mit einem E-Auto auskommen, aber die Höhe der Rente und die E-Autopreise passen einfach nicht zusammen.

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scbonner 18.05.2019, 20:04
84. öpnv

Zitat von steffbo
Ich kann das Geheule der meisten Deutschen nicht mehr hören. Für die sind öffentlicher Nahverkehr nur interessant wenn er direkt ins Schlafzimmer fährt oder alternativ alle 30 Sekunden vor ihrem Haus startet. Das ganze soll dann auch nicht mehr als 50cent pro fahrt kosten.
Ach so, also ist es unnötiges Gejammer wenn es zB. in Köln unter der Woche nachts nicht mal mehr möglich ist von A nach B zu fahren, weil über 3 Stunden (von kurz nach 12 bis rund 4 Uhr) keine Bahnen mehr fahren? Wer zu der Stunde seine Arbeit beendet oder früh anfangen muss oder auch nur unter der Woche von einer längeren Veranstaltung kommt, schaut in die Röhre und das in einer Großstadt. Von daher den Ball bitte flach halten.

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mina2010 18.05.2019, 20:09
85. Vielleicht gibt es ja auch eine simplere Lösung ...

nennt sich fliessender Verkehr.
Ich lebe in Berlin und bin beruflich bedingt viel mit dem Auto unterwegs.
Täglich fahre ich an Baustellen vorbei, auf denen sich definitiv nichts tut. Monatelang darf man sich dort durch den Stau quälen.
Intelligente Ampelschaltungen ... Fehlanzeige!
Dank politischem Geschachere sparen wir mal irgendwo eine Fahrspur ein .... den Grünen sei Dank, den stehende Autos sind ja
extrem umweltschonend.
Wir haben ein Schlagloch ... absperren, Ausschreibung ... irgendwannn Beseitigung ... dauert in Barcelona maximal einen Tag.

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damianschnelle 18.05.2019, 20:42
86. So

hab jetzt mal alles durchgeschaut und nichts davon passt. Wohne im ländlichen Bereich von BB. Dazu bin ich noch sehr stark ehrenamtlich tätig. Ohne Auto ist das nicht zu bewältigen. Und welches der tollen E-Autos soll ich mir denn kaufen. In meinem Preissegment finde ich da NULL. Das derzeitige Hauptproblem ist, dass alle von der Zukunft träumen, wir aber im hier und jetzt leben. Alternativ kann man ja auch einfach das Leben einstellen und sich alles online bestellen (Sarkasmus wieder aus).

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willib1955 18.05.2019, 20:50
87.

Zitat von k70-ingo
So weit raus müssen Sie für Beispiele nicht gehen. Hier am Ruhrgebietsrand haben bereits kleine und mittlere Orte in ländlichen Bereichen von großen Kreisen wie Recklinghausen, Wesel oder Unna keinen brauchbaren ÖNV. Mau sieht es damit schon in äußeren Ortsteilen von Großstädten aus, etwa im flächenmäßig großen Dortmund.
Im Kreis Recklinghausen gehts doch noch gut.

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hasselblad 18.05.2019, 20:50
88.

Die größte Pest in den Städten ist nicht der rollende, sondern der stehende Verkehr. Gleichzeitig steckt darin der effektivste Hebel: öffentliches Parken maximal unterbinden, da wo es möglich ist nicht unter 10 Euro pro angefangener Stunde, Falschparker rigoros abschleppen. Wer weiß, dass er sein Auto nirgendwo einen Tag lang rumstehen lassen kann, ohne dass es richtig teuer wird, der wird am ehesten darauf verzichten. Es gibt keinen Anspruch darauf, dass Städte kostenlos Raum bereitstellen, damit die Menschen ihr Privateigentum dort lagern können. Car- und Ridesharing sind innerstädtisch keine Alternativen, dadurch werden stets nur mehr Fahrzeuge in die Städte geballert, ohne dass im Gegenzug ein einziges privates Fahrzeug aus dem System verschwände, dafür sind Autobesitz und -benutzung in Deutschland einfach immer noch zu billig. Natürlich müssen der ÖPNV, die Park-and-Ride-Angebote für Pendler und die Fahrrad-Infrastruktur dafür deutlich ausgebaut werden, damit das funktionieren kann, aber wenn man wollte, ginge es. Das Gemecker der "Freie Fahrt für freie Bürger"-Fraktion muss man dann halt eine Weile ertragen können.

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Ein Stein! 18.05.2019, 22:29
89. Ich muss Sie bestätigen und darf Sie ergänzen

Zitat von arvenfoerster
Ja. Es ist schon hart, wenn die Wirklichkeit nicht zu den eigenen Wünschen passen will. Deutschland besteht nun mal nicht nur aus Berlin und Hamburg. Wer in Waldhessen, der Westpfalz, Vorpommern oder ähnlichen Regionen lebt, der erlebt die öffentliche Infrastruktur (egal ob Müllentsorgung, Polizei, oder ÖPNV) anders, als es Bewohner von Ballungsräumen tun. Eines darf man nie vergessen, die Grossstädte sind die Schaufenster eines Landes. Sie prägen sein Bild in den Medien. Die Mehrheit seiner Bürger lebt dort jedoch nicht.
Selbst in Berlin und der Möglichkeit, ein Jobticket zu erhalten, ist es einigen Menschen wichtig, unabhängig mobil zu sein.
Bei mir sind es die Arbeitszeiten!
Genau eine Fahrt erfolgt in 50-75% meiner Arbeitstage zu Zeiten, in denen die nine-to-five-hipster noch oder schon schlafen (oder feiern), natürlich ist die zweite Fahrt dann wieder eine, in der ein Auto nur eine Person befördert und die Straßen verstopft, oh jeh.
Und, was die Kosten betrifft, wurde in dem Artikel auch pauschalisiert.
Wer als Kaufpreis einen VW Golf veranschlagt und für den Unterhalt einen Smart, der mag den Durchschnitt gewählt haben.
Mein Auto (Twingo) stand für 8049 Euro (also alles inklusive) vor der Tür. 54 Euro Steuern und 330 Euro Vollkasko- und Haftpflichtversicherung. im Jahr.
Und schon bin ich mit einer Jahresfahrleistung um 6000 Km trotzdem unter den Gesamtkosten der Alternativen!
Und auf Hin- oder Rückweg kann ich dann auch noch meine Besorgungen erledigen.

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