Forum: Wirtschaft
Modell Zollunion nach dem Brexit: Nichts zu verzollen, wenig zu melden
NEIL HALL / EPA-EFE

Gelingt mit einer Zollunion der Ausweg aus dem Brexit-Chaos? In Großbritannien keimt Hoffnung. Doch für Theresa May und ihre Konservativen könnte der Kompromiss zu schmerzhaft sein.

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PeterCollignon 05.04.2019, 23:12
10. Bis zum 12. April müssen sich die Briten entscheiden,

ob sie an der Europawahl teilnehmen wollen.
Das haben die 27 restlichen EU-Staaten entschieden.
Wenn die Briten an der Wahl teilnehmen,entscheiden die restlichen 27 EU-Staaten, was sie akzeptieren können.
Die 27 restlichen EU-Staaten treffen sich unter Umständen noch einmal vor dem 12. April
Wenn nur ein Staat nicht mit mach gibt es am 12.4. einen harten Brexit.

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MarkusHenny 05.04.2019, 23:45
11. Zollunion wird kommen

Denn nur ein paar Konservative müssen auf die Seite von Labour schwenken. Die ganze Zeit hat man sich immer nur nach dem rechten Flügel der Konservativen ausgerichtet. Aber ich denke die meisten Leute merken nun, dass der rechte Flügel der Konservativen alles nur an die Wand fahren.

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Atheist_Crusader 05.04.2019, 00:16
12.

Zitat von adsoftware
Eine Zollunion mit der EU ohne britische Mitsprache wird es nicht geben. Es macht keinen Sinn, die Regeln eines Clubs zu beachten, dessen Mitglied man nicht mehr ist. Taxation without Representation war der Grund für die amerikanische Revolution. Undurchführbar. Zollunionen machen Sinn für den Binnenhandel, aber nicht für GB, das große Ambitionen mit den USA und China hat.
Ambitionen hat man wohl, aber was daraus wird ist hochgradig fraglich.

Die USA haben bereits verlauten lassen dass sie den Verlust des britischen Verhandlungsgewichtes gnadenlos ausnutzen werden, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln. Trumps Begeisterung für den Brexit war keine Solidaritätsbekundung mit den angeblich so unterdrückten Briten, sondern die Schadenfreude eines Geschäftsmannes der sieht wie sich sein Rivale selbst ein Bein abhackt.
Die Chinesen werden auch kein bisschen gnädiger sein. Und auch sonst Niemand. Imperiale Nostalgie ist eine Geisteskrankheit die man nur in England pflegt - im Rest der Welt hilft die einem nicht weiter.

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lathea 05.04.2019, 01:13
13. Was haben May und das Parlament...

......eigentlich nicht verstanden? Eine Brexit-Verlängerung bis zum 22.5.2019 ist möglich, sofern das Parlament entweder dem bereits ausgehandelten Austrittsvertrag zustimmt oder eine Teilnahme an der EU-Wahl ansetzt - dann ist auch eine weitere Verlängerung möglich, notfalls wohl auch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Wenn die Briten an den EU-Wahlen nicht teilnehmen wollen, dann kann die Frist nicht verlängert werden, weil sich die EU sonst ins eigene Fleisch schneidet und ausserdem gegenüber allen EU-Bürgern sowie gegenüber der ganzen Welt massiv an Ansehen verliert und populistischen Kräften Tür und Tor öffnet. Denn die EU würde sich in eine extreme politische Abhängigkeit zur GB begeben und sich auf Wohl und Wehe den britischen Launen und dem politischen GB-Chaos ausliefern.

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Bananenschale 05.04.2019, 01:16
14. UK vs. EU

Das UK will aus der EU raus, damit die EU in eine Über-EU von UKs Gnaden rein kann. Dann nämlich bestimmen die britischen Institutionen alle Spielregeln. In der britischen Politik wird einfach nicht verstanden, daß nicht gelten kann EU verhandelt mit UK, sondern daß die Mitglieder der EU im Rahmen derer Institutionen miteinander verhandlen und Kompromisse erreichen, die einklagbare Gesetze gefaßt sind. Darum auch eine EU-Gerichtsbarkeit. ( Off-Topic: Ist denn wirklich so schlecht? ) Was sich das UK aber wünscht, ist eine Art Über-EU, die das UK einerseits und die die EU andererseits umfaßt mit einem Binnenmarkt ohne personelle Freizügigkeit. Bzw. das exklusive britische Recht der letzten Entscheidungs-Instanz in allen Belangen der EU.

Die Zollunion ist natürlich keine Lösung. Denn es sind ja nicht nur Zölle, die Kontrollen an den Außengrenzen eines Wirtschaftsraumes erforderlich machen.

Ich bin mittlerweile ganz klar für einen Hard-BrExit. Denn nur so wird die britische Politik zur Einsicht gelangen. Nur leider wird die EU womöglich auch unter die Räder kommen, weil sie früher oder später ein fullminantes Problem mit Irland bekommt. Das ist für mich das einzige Argument, daß wirklich gegen einen Hard-BrExit spricht.

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mats73 05.04.2019, 01:28
15. Deal

Wesen eines wie auch immer gearteten Deals muss doch sein, dass beide Seiten etwas davon haben und auf den anderen zugehen. Da jegliches Entgegenkommen von den britische Hardlinern aber per se als unmögliche Beschränkung der eigenen Autonomie fundamental abgeleht wird, bleibt für einen Deal eigentlich gar kein Spielraum.

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jo.delanghita 05.04.2019, 03:47
16. Nein

nein, nur der harte brextit wird die briten nach einiger zeit zur vernunft bringen. die muessen zunaechst mal lernen das die eu nicht ihr empire ist. und dann kann man weiter sehen.

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wo-ended-das 05.04.2019, 04:26
17.

Sehr guter Artikel

Danke

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neutralfanw 05.04.2019, 05:53
18. Suche nach Vorteilen

ist zur Zeit das Bestreben der Briten / Engländer. Der Vorschlag der Briten für eine Zollunion ist jetzt eine Notlösung. Diese Möglichkeit bestand schon lange, doch sie wurde nicht gewünscht. Warum sollte die EU jetzt einen neuen Austrittsvertrag verhandeln? Die Briten / Engländer wollten austreten. Jetzt bleibt nur der Verbleib in der EU (man hat jetzt ja die wirtschaftlichen Vorteile der EU erkannt), oder man muss mit allen Konsequenzen austreten.

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jürgen_muck 05.04.2019, 06:19
19.

Die Zollunion hatte bei den letzen Indicative votes gerade mal eine Minorität von 3 Stimmen. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass wenn die Regierung die Zollunion in die PD packt (und genau das will Labour) eine deutliche Mehrheit zustande kommt. Dass eine solche nicht durchkommen kann, wie hier einige schreiben, wage ich zu bezweifeln.

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