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Modellrechnung: Tausch alter Haushaltsgeräte taugt selten zum Stromsparen
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Moderne Waschmaschinen oder Kühlschränke können die Stromrechnung drücken. Laut Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox rechnet sich ein Tausch älterer Geräte dennoch meist nicht.

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Kamillo 15.08.2019, 16:39
70.

Zitat von AntiGravEinheit
Was hilft mir eine sparsame Spülmaschine, wenn du mit der zum Verrecken das Geschirr nicht sauber bekommst? Diese ganzen Wasserspar-Programme kannst vergessen - außer man hat nur flaches praktisch sauberes Geschirr drin. Sobald man Gläser oder Tassen reinstellt und startet ein Programm mit wenig Wasserverbrauch, sammelt sich innen am Boden der Gläser jede Menge feiner Schmutz (meist feine Gewürzreste von den Tellern und Töpfen). ... Siehe Antwort 1 ... Was hilft mir ein Staubsauger mit halben Energieverbrauch, mit dem ich aber mehr als doppelt so lange Saugen muß, weil er sonst keinen Brotkrümel vom Teppich wegbekommt? Auf solche Geräte ist gepfiffen. ... Siehe Antwort 2 ....
(1) Man sollte die Gläser und Tassen auch mit dem Boden nach Oben in die Spülmaschine stellen, als upside-down wie der Engländer sagt, dann sammelt sich nichts mehr am Boden.

(2) Versuchs mal mit einem Beutel-losen Staubsauger. Unnötig ist dabei, so ein teures Gerät von Dyson zu nehmen, wir haben einen für 99 Euro von Philips versucht und sind hellauf begeistert. Der hat nur noch 800 Watt und saugt viel stärker als das 1200 Watt Teil vorher. Diese Papierbeutel in den Beutelstaubsauger haben einen hohen Luftwiederstand, da geht dem Staubsauger viel Kraft verloren. Außerdem spart der Beutellose auch noch Geld, denn diese Beutels belasten die Haushaltskasse auch spürbar, selbst wenn man sich 3x die Mühe macht, die Dinger mit den Fingern leer zu poolen.

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Kamillo 15.08.2019, 16:44
71.

Zitat von okrogl
Darum halte ich meine alten Geräte so lange wie möglich und repariere sie wenn irgend möglich. Ich habe einfach keine Lust, für geplanten Schrott Geld auszugeben. Viele Geräte sind noch aus dem 90ern, einige sogar noch aus meiner ersten Wohnung 1993.
Wir hatten 1995 zum Einzug in die Wohnung einen Brotschneider von Graef geschenkt bekommen. "Der hält ewig" hieß es. Anfang dieses Jahres verlor er massiv an Schneidekraft, Nachschärfen des Messers half nicht. Motor wohl am Ende, hieß es bei einer Anfrage beim Hersteller. Geschaut, ein vergleichbares Neugerät war ab 250.- zu haben. Ok, kann ja nicht mehr schief gehen. Hab das Ding aufgemacht, den Motor ausgebaut, und festgestellt, dass der sich von Hand nur schwer dreht, und das Getriebe auch. Also Motor und Getriebe zerlegt, die Einzelteile von altem Schmierfett gereinigt, zusammengebaut und alles drehte sich wieder leicht. Dann och ein bischen neues Fett, und seit dem schneidet das Ding wieder wie neu!

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ColynCF 15.08.2019, 16:44
72.

Zitat von _oliver_
Es ist ja wohl klar, dass man sich neue Geräte erst anschafft, nachdem die alten Geräte ihren Dienst getan haben.Das schont doch auch Ressourcen. Man kauft doch keine neue Waschmaschine und wirft die alte auf den Schrott. Bei solchen Ammortisationsvergleichen werden auch oft nur die Kosten für den Strom gegengerechnet im Hinblick auf den Anschaffungspreis für das Neugerät. Würde mich auch mal interessieren ob man ein Verkaufspreis für das Altgerät angenommen hat. Ein bisschen ist es auch wie mit Gebrauchtwagen. Es ist vermutlich wegen des Wertverlusts wirtschaftlicher ein sehr altes, energieintensives Gerät durch ein 1-2Jahre altes gebrauchtes Gerät auszutauschen.
In einer Talkshow wurde Frau Baerbock von den Grünen gefragt, warum sie kein modernes energieffizienteres Auto fährt. Sie meinte nur es wäre für die Umwelt besser, alte Autos länger zu fahren statt neue zu kaufen. Also wenn schon die Grünenvorsitzende das sagt....

Beim Weiterverkauf eines Gebrauchtgerätes wird dieses ja auch weiterhin benutzt, nur halt von jemand anders. Ökologisch betrachtet ist da also auch überhaupt nix gespart.

Bleibt die ökonomische Betrachtung, und da hat der SPON Artikel nun mal recht.

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misterknowitall2 15.08.2019, 16:54
73. Der Tiefkühler...

Zitat von poetdale
kommen in unserer Familie von Miele: Geschirrspüler 22 und 19 Jahre Waschmaschinen 24 und 13 Jahre Herd 19 Jahre Aber auch ein Elektrolux Tiefkühler mit 22 Jahren und ein AEG Herd mit 25 Jahren werden immer noch täglich gebraucht. So schrecklich ist die Produktqualität nicht.
ist das einzige Gerät, dass man mal austauschen sollte. Die anderen verbrauchen ja nicht dauerhaft Energie, sondern nur wenn sie genutzt werden und da wird es schwierig Einsparungen zu generieren, die einen Austausch rechtfertigen (kann man aber auch mal durchmessen, besonders die Geschirrspüler...). Der Tiefkühler wird wahrscheinlich erheblich mehr Strom brauchen als moderne Geräte.

Ach , die Herstellung von diesen Geräten ist nicht so energieaufwendig. Das ist kein Argument.

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misterknowitall2 15.08.2019, 17:03
74. Ansichtssache...

Zitat von ColynCF
In einer Talkshow wurde Frau Baerbock von den Grünen gefragt, warum sie kein modernes energieffizienteres Auto fährt. Sie meinte nur es wäre für die Umwelt besser, alte Autos länger zu fahren statt neue zu kaufen. Also wenn schon die Grünenvorsitzende das sagt.... ....
dass kommt natürlich darauf an, wie viel man im Jahr so fährt. Ab einer gewissen Kilometergrenze wird jedes sparsames Auto besser sein als den alten Bock mit hohem Verbrauch zu fahren. Wenn man allerdings nur am Wochenende ein paar Kilometer fährt, hat sie wohl Recht.

Und das gilt für alle anderen Maschinen genauso. Wenn der Verbrauch des Neugerätes geringer ist als der des Altgerätes ist es nur eine Frage der (Betriebs-)zeit, bis sich der Neukauf lohnt. Ist schnell nachzurechnen, aber bitte Inflation und Preissteigerungen über die geplante Nutzungszeit nicht vergessen.

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markus_wienken 15.08.2019, 17:05
75.

Zitat von alex300
Alle meine Bosch und Siemens Waschmaschinen waren rechtzeitig Paar Monate nach Garantieende kaputt und mussten ersetzt werden. Jetzt steht bei mir eine chinesische Maschine. Ist viel besser, und sieht viel robuster aus. Warten wir mal ab.
Unsere wohl sehr alte privileg Waschmaschine haben wir vor 10 Jahren vom Vormieter übernommen, wie lange die ältere Dame das Gerät hatte weiß ich nicht.
Sollte diese "sterben", kaufe ich mir eine Industriewaschmaschine, die sind robuster als die Geräte für den Hausgebrauch.

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karlo1952 15.08.2019, 17:09
76. Ich weiss zwar nicht wie die meisten Foristen

finanziell dastehen, aber unsere neue Waschmaschine hat 600 Euro gekostet, die eingebaute Kühl-/Gefrierkombination in der Küche 1.300 Euro, der Backofen von Neff 1.500 Euro, und das Induktions-Kochfeld 2.500 Euro. Da soll nir einer sagen, dass das jemals an Energieeraparnis zurückkommt. Aber dafür haben wir eine topmodern ausgestattete Küche, in der das Arbeiten Spass macht. Die anderen Foristen hier mit dem Kühlschrank für 300 Euro sprechen wohl von einem Solitärprodukt, das irgendwo einzeln steht. Übrigens die letzte Waschmaschine hat 25 Jahre gehalten. Die neue hatte schon nach 2,5 Jahren den ersten Defekt.

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wellenläufer 15.08.2019, 17:13
77. Differenzierter betrachten...

(Ich bin Energieberater mit ca. 900 erfolgten Beratungen)
Richtig ist dass 10 Jahre alte Geräte meistens sich nicht wirtschaftlich und ökologisch ersetzen lassen.
Ausnahmen gibt es aber: es hängt davon was für Geräte sind, es gab vor 10 Jahre auch noch schlechtere und bessere Geräte. Wie oft wird das Gerät benutzt, die Rechnung sieht es anders aus zB. für:
-Plasmafernseher der 8 oder 12 Stunden am Tag läuft (und das gibt es)
-Trockner Klasse C oder schlechter bei einer Großfamilie
-Riesen (side-by-side) Kühlschrank
Ferner hat sich bei Kühlgeräte viel geändert und Kühlgeräte altern, so dass ab 15 Jahre eine Überlegung Wert ist (abhängig wieder vom Fabrikat). Am besten messen Sie es.
Idealerweise sollten die ältesten Geräte ersetzt werden, die sind aber bei den Familien die sich es am wenigsten leisten können. Wollen Sie etwas gutes tun, können Sie dort ansetzen, verschenken oder verkaufen Sie ihr nicht so altes Gerät, damit die richtig schlechten Geräte entsorgt werden können.
Wenn Sie Hilfe brauchen, lassen Sie sich beraten, es gibt viele günstige und kostenlose Angebote, wie zB. der StromsparCheck.

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NorthernLight 15.08.2019, 17:13
78. Kommt auf das Gerät an!

Wir haben vor drei Jahren einen alten TK-Schränk (180 Liter) durch einen neuen Schrank mit 320 Liter ersetzt. Vorher habe ich den Stromverbrauch des Altgerätes (Baujahr ca. 1990) eine Woche lang gemessen und mit den Angaben für das Neugerät verglichen.
Fazit: Wenn es nur um die reinen Stromkosten geht, hat sich der neue Schrank nach ca. 6 Jahren amortisiert,. Mal ganz abgesehen davon, dass er auch noch deutlich mehr Platz hat und nicht mehr abgetaut werden muss. Das Altgerät ist für 30,- EUR bei jemandem gelandet, der sein Hundefutter darin kühlen wollte.

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Stresspille 15.08.2019, 17:26
79.

Zitat von butch_triathlet
Natürlich sollte man bestehende Geräte solange wie möglich nutzen. Aber man sollte auch bei den großen Stromabnehmern mal ein Strommessgerät dran hängen. Dann sieht man genau, was das alte Schätzchen zieht. Ich habe so festgestellt, dass mein alter Kühlschrank pro Tag 2,7 kWh (incl. Gefrierschrank) zieht. Mein neuer KS gleiche Größe gleicher Gefrierschrank zieht nur noch 0,85 kWh. Das sind 690 kWh Einsparung pro Jahr. Also bitte jedes Gerät separat prüfen.
Kann ich nur zustimmen, denn mit dem funktionieren ist das so eine Sache. Insofern muß ich dem pauschalen Bericht deutlich widersprechen.

Mein alter (Siemens-)Kühlschrank kühlte zwar noch. Er machte aber permanent Lärm und heizte nach außen die Küche auf. Das Ding mußte eigentlich ständig arbeiten, um die Temperatur zu halten.

Die Dichtungen waren scheinbar noch gut und äusserlich war nichts feststellbar. Und die Garantie war gerade erst abgelaufen. Also kam ein ausgesucht energiesparender Kühlschrank eines anderen deutschen Herstellers ins Haus.

Dessen Motor läuft fast nie. Und wenn dann ganz leise. Er hält die eingestellte Temperatur selbst ohne Strom mehrere Tage. Die Temperatur kann genau nach Bedarf eingestellt werden. Und das Eisfach läßt sich separat einstellen oder - nach Wunsch - auch komplett an/abschalten.

Der Lärm ist weg und meine Stromrechnung ist jetzt um die Hälfte runter.

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