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Mögliche Griechenland-Pleite: So viel Geld steht für Deutschland auf dem Spiel
DPA

Mehr als 84 Milliarden Euro: Bei einer Pleite Griechenlands scheint für Deutschland viel Geld auf dem Spiel zu stehen. Doch in Wahrheit ist das Risiko für den Bundeshaushalt überschaubar.

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karl-felix 30.06.2015, 12:03
170. Richtig

Zitat von Hosterdebakel
die im Artikel angegebenen Zahlen stimmen, ist es unter dem Strich sowieso egal, denn faktisch ist Deutschland mit mehr als 2 Billionen Euro Schulden ja ebenfalls "pleite". Zudem haben ja die EU, EZB, - da natürlich auch Deutschland - gegenüber Griechenland ja so gehandelt wie es fast jede Bank einem Schuldner gegenüber (eine gewisse Zeit lang) ebenfalls macht. Frei nach dem Motto: "och, Du kannst nicht zurückzahlen, dann nimm einen neuen Kredit auf, schulde um und wenn es Dir wieder besser geht löst Du eben den Kredit ab." Nur auf einmal hat die "Bank" kalte Füße bekommen und will nicht mehr. So what? Das passiert vielen normalen Bankkunden weltweit täglich, da regt sich niemand drüber auf.
und eben der Beweis , dass es nicht um Geld geht sondern um Ideologie. Die 2010 die falsche Wirtschaftspolitik in Griechenland erzwungen haben und das Elend auslösten und Griechenland in den Ruin trieben, wollen und werden nie zugeben, dass diese Wirtschaftspolitik der Austerität gescheitert ist und eine Katastrophe auslöste. Verantwortungslos.

Die Griechen hingegen sind, wie Obama es treffend formulierte, ausgequetscht wie eine Zitrone und einem nackten Mann kann man halt nicht mehr in die Tasche greifen. Bisher hat uns das Spiel noch keinen Cent gekostet, im Gegenteil wir haben Milliarden daran verdient. Das kann sich jetzt , dank der Dummheit und der ideologischen Sturheit unserer Politiker ändern.
Bis auf 400 Millionen hatte man sich in Brüssel geeinigt,
gestern und heute haben wir alleine an der Börse über 12 Milliarden in Deutschland verloren. Europaweit deutlich mehr. Wieder mal ein Beweis für die Unfähigkeit unserer Politiker, irgend ein Problem zu lösen.


Afghanistan kostet weiter, Ukraine kostet, Jugoslawien kostet, Syrien kostet, Irak stecken wir drin und Milliarden kosten uns die unsinnigen Sanktionen gegen Russland. Kein einziges Problem bekommen unsere Politiker in den
Griff und während die Griechen die Flüchtlinge aus den Gefängnissen rausholen, sperren wir in Deutschland die ein und tausende Menschen ertrinken im Mittelmeer. Und unserer bescheuerten Politik fällt nichts besseres ein als deren Boote mit Kanonen zu versenken . Irre, die dümmste und unfähigste Politiker Generation der Geschichte der Bunderepublik. Der eine gibt Gas bei der Energiewende, der andere steht mit beiden Beinen auf der Bremse. Das wäre keinem der früheren Bundekanzler passiert, selbst Kiesinger nicht.

Man löst kein Problem indem man Pater noster fahren verbietet, Mörder tätschelt und Renten kürzt.

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Telon 30.06.2015, 12:03
171. Pro Kopf / mal richtig rechnen

Maximale Last von 80 Mrd. auf 80 Mio. Bürger ergibt mal gerade 1.000,- Euro pro deutsche Nase auf die gesamte Laufzeit.
Die jährliche pro-Kopf-Belastung der Deutschen dürfte im schlimmsten Szenario gerade mal bei etwa 25,- Euro liegen.

Anders herum könnte sich Griechenland mit einer jährlichen pro-Kopf-Taxe seiner 11 Mio. (!) Einwohner von knapp 200,- Euro aus diesen Krediten entschulden.

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marcaurel1957 30.06.2015, 12:03
172.

Zitat von Hosterdebakel
die im Artikel angegebenen Zahlen stimmen, ist es unter dem Strich sowieso egal, denn faktisch ist Deutschland mit mehr als 2 Billionen Euro Schulden ja ebenfalls "pleite". Zudem haben ja die EU, EZB, - da natürlich auch Deutschland - gegenüber Griechenland ja so gehandelt wie es fast jede Bank einem Schuldner gegenüber (eine gewisse Zeit lang) ebenfalls macht. Frei nach dem Motto: "och, Du kannst nicht zurückzahlen, dann nimm einen neuen Kredit auf, schulde um und wenn es Dir wieder besser geht löst Du eben den Kredit ab." Nur auf einmal hat die "Bank" kalte Füße bekommen und will nicht mehr. So what? Das passiert vielen normalen Bankkunden weltweit täglich, da regt sich niemand drüber auf.
Wie kommen Sie auf die absurde Idee Deutschland wäre "pleite" ?

Ich nehme an, wir haben GR die Kredite mit Waffengewalt aufgezwungen?

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klardenkendermensch 30.06.2015, 12:04
173. fehlende Steuermoral

Unsere Steuergelder sollen für ein Land haften in dem die Steuermoral sehr niedrig bis nicht vorhanden ist. Wenn unsere Massstäbe bei Betriebsprüfungen und Steuerfahndung in Griechenland Anwendung finden würden, müssen sehr viele Griechen neben hohen Steuernachzahlungen auch hohe Strafen zahlen bzw. ins Gefängnis. Auch die jetzige ideologisch verblendete Linksregierung hat jedoch keinen entscheidenden Schritt unternommen und eine effektive Steuerverwaltung zu implementieren. Ganz im Gegenteil es wird immer nur mit ideologischer Propaganda vom Stolz der Griechen und der angeblichen Unterdrückung des griechischen Volkes gesprochen. Wenn die Griechen angeblich so stolz auf ihr Land sind, wieso zahlen sie dann nicht auch gesetzeskonform und anständig die fälligen Steuern um ihren Staat zu helfen anstatt immer nur einseitige Hilfe ohne jegliche Gegenleistung von anderen zu verlangen. Dieses Verhalten schadet Europa mehr als alles andere und wenn das griechische Volk nicht zu wirklichen Reformen bereit ist, müssen sie aus dem Euro raus.

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heiko1977 30.06.2015, 12:04
174.

Zitat von cerebellum2
Sehr informativer Artikel. Damit die Zahlen verstaendlicher werden, waere eine Darstellung der Zahlen pro Bundesbuerger bzw. Steuerzahler hilfreich. Und das Ganze dann noch auf Basis der sinkenden Einwohnerzahlen bzw. Steuerzahler. Ueber 80.000 (achtzigtausend) Millionen verteilt auf 83 Mio. Bundesbuerger .... jeder hat also fast 1 Million dort gelassen ... und das Ganze fuer schlappe 9 Mio. Griechen. Herzlichen Dank auch an Herrn Tsipras und seine Vorgaenger fuer das Geschenk an unsere Kinder.
Die 9 Mio Griechen haben von diesem Geld kaum etwas gesehen. Der größte Teil wurde für die Banken und Versicherungen gebraucht, damit die privaten Rentenversicherten in Deutschland, Frankreich Großbritannien und den USA nicht zu Sozialfällen werden.

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mottasvizzera 30.06.2015, 12:04
175. Nur die Deutschen stellen solche Fragen ....

,,, und machen sich Gedanken, wieviel Geld bei einem Grexit abgeschrieben werden muss. Frankreich und Italien zusammen müssten mehr schultern, aber dort ist dies kein Thema, weil die das nicht bezahlen würden...
Die Angst Deutschlands ist wahrscheinlich nicht einmal die Geldmenge, sondern der Streit der weiteren Bürgen, die bei diesem "Verteilspiel" nicht mitmachen werden.

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marcaurel1957 30.06.2015, 12:06
176.

Zitat von freespeech1
Wenn 2 oder 3 Milliarden Euro verkraftbar sind, um sie jahrzehntelang jährlich in Griechenland für nichts und wieder nichts zu versenken und zu vernichten, weil man Schwindlern auf den Leim gegangen ist, dann frage ich mich, warum sind zwei oder 3 Milliarden Euro jährlich nicht verkraftbar, um Kitas zu bauen, Straßen zu sanieren, Schulen entsprechend europäischem Standard auszustatten, gegen Altersarmut zu kämpfen etc? Manchmal denkt man, man ist im falschen Film
wir bauen Kitas....unsere Straßen sind nicht perfekt aber recht ordentlich und gegenwärtig ist von Altersarmut nichts zu sehen....

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DDRBewohnerin 30.06.2015, 12:06
177. Peanuts

Da erhöht man mal kurz die MWSt ein bisschen, die Heizkosten, die Stromkosten, macht ÖPNV und Autofahren teurer und schon ist das bezahlt. Wir wollen eine EU und einen Euro (wer das nicht will, würde in Deutschland nicht wählen). Und wer etwas will, soll dafür bezahlen. Ihr seid selbst schuld, ihr habt die Blockparteien gewählt.

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dirk_row 30.06.2015, 12:06
178. Das Vertrauenskapital ist weg!

Der Preis für die €rhaltung und für den Fortbestand dieser dysfunktionalen Währungsunion wird nunmehr auch für die noch einigermaßen stabilen und leistungsfähigen €urokernstaaten sichtbar.

Deutschland war, ist und bleibt der größte Kapitalexporteur, erzielt(e) einen Leistungsbilanzrekordüberschuss nach dem anderen, hat die höchsten €xportüberschüsse, eine viel zu schwache Investitionsquote seit der €uroeinführung, stagnierende und sinkende Realeinkommen seit 2002, die Haftungsrisiken sind kaum noch überschaubar.

Die derzeitige Geld- und Währungspolitik der €ZB saniert, subventioniert und finanziert viele marode €urovolkswirtschaften und deren Bankensysteme, untergräbt viele bundesdeutsche Altersvorsorgen, das bundesdeutsche Bankensystem als wichtiger Finanzierer von Unternehmungen gerät unter Druck, weitere Fusionen und Zusammenlegungen sind zu erwarten.

Von einer nachhaltigen und funktionierenden Markt- und Wettbewerbsordnung im €uroraum hat man sich verabschiedet, Vertrags- und Rechtsbrüche gehören zum Tagesgeschäft, die Haftungs-, Transfer- und Verschuldungsunion ist längst Realität, die Buba ist nur noch ein unbedeutender Randspieler im €ZB-Rat.

Wer zahlt den Preis für die Erhaltung, für den Fortbestand und für die Ausweitung dieser dysfunktionalen Währungsunion? Wie hoch darf er noch sein?

Der €uro war, ist und bleibt ein Währungsexperiment von unvorstellbaren Dimensionen. Die Folgen treten immer deutlicher hervor, Kollateralschäden werden alternativlos nach unten weitergereicht (Sparer, Steuerzahler, Bürger, Arbeitnehmer, Kleinunternehmer etc.).

19 verschiedene Länder, 19 unterschiedliche Volkswirtschaften, eine Währung, eine Notenbank im Dauernotbetrieb, eine monetäre €urostaatenfinanzierung, Massenarbeitslosigkeiten, Haftungs- und Schuldenvergemeinschaftlichungen, dieser Wirtschafts- und Währungsraum bedarf einer grundlegenden Neuordnung. Der Fall Griechenland zeigt, wie man Marktgesetze ignoriert. Das Vertrauenskapital ist weg!

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kevinschmied704 30.06.2015, 12:07
179. @siebenzwerge

das sehe ich auch so... und das mit den gekürten Politikern hatte ich schon wieder ganz vergessen...
ich bin eh der Meinung, das man nun anfangen sollte politische und wirtschaftliche Konsequenzen für Verursacher dieser Kriese zu suchen. und diese sind und bleiben für mich immer nur die, die mit blick auf gewinn, für die Auszahlungen zustimmten. und das obwohl es einen Maastrichter vertrag gibt/gab.

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