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Mögliche Griechenland-Pleite: So viel Geld steht für Deutschland auf dem Spiel
DPA

Mehr als 84 Milliarden Euro: Bei einer Pleite Griechenlands scheint für Deutschland viel Geld auf dem Spiel zu stehen. Doch in Wahrheit ist das Risiko für den Bundeshaushalt überschaubar.

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freespeech1 30.06.2015, 09:33
10.

Wenn 2 oder 3 Milliarden Euro verkraftbar sind, um sie jahrzehntelang jährlich in Griechenland für nichts und wieder nichts zu versenken und zu vernichten, weil man Schwindlern auf den Leim gegangen ist, dann frage ich mich, warum sind zwei oder 3 Milliarden Euro jährlich nicht verkraftbar, um Kitas zu bauen, Straßen zu sanieren, Schulen entsprechend europäischem Standard auszustatten, gegen Altersarmut zu kämpfen etc?

Manchmal denkt man, man ist im falschen Film

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jgwmuc 30.06.2015, 09:34
11. Hellas von Sinnen

Das Wegducken, Beschwichtigen über Jahre von Mutti und Gabriel ist Alternativlos Naiv. Die Griechen, sei es diese Regierung, die vorherige oder die kommende werden sich nie Reformieren.
Der "in den Euro Betrug" das in die EU betrügen mit falschen Zahlen war bekannt. Trotzdem hat die unseelige SD/Grün Koaliation dem Euro Beitritt Griechenlands zugestimmt. Es ist schon Fahrlässig wie die Grünen und Linken, immer noch Hilfen für die Griechen fordern. So heute der Grünen Vorsitzende Hofreiter , der die Pleite wohl unseres "Hofes" in Kauf nimmt. Jetzt will dieser Pausenclown Vevourakis auch noch Klagen um mehr Geld von der ELA zu bekommen. Sind denn alle Griechen verrückt.

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archback 30.06.2015, 09:34
12.

Man kann ja immer noch den Gerichtsvollzieher vorbeischicken. Der pfändet dann ein paar Inseln. Wie wärs mit Kreta. Man könnte alle deutschen Hartzer dort ansiedeln, bei den Wohn- und Heizkosten könnte man eine Menge sparen.

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alsterherr 30.06.2015, 09:37
13.

D.h. im worst case Szenario vom Ausfall der 84 Milliarden käme es dem Szenario gleich, daß jemand an meiner Tür klingelt und sagt "Guten Tag, sie haben eine dreiköpfige Familie, wir hätten gerne 3.000 € von Ihnen, die Griechen haben leider durch Steuerhinterziehung und Misswirtschaft ihren Staat ruiniert, sie können doch sicherlich helfen ...?"

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wayne_82 30.06.2015, 09:39
14. Fassungslos

Erstes Hilfspaket: 73 Mrd wurden an Griechenland überwiesen.
Zweites Hilfspaket: 142,8 Mrd. wurden an Griechenland überwiesen.
In der Summe sind das nur aus den Hilfspaketen 215,8 Mrd Euro, die gen Griechenland geflossen (!) sind. Mal ganz unabhängig von der Frage, wer am Ende dafür haftet - wo ist das ganze Geld hin? Das muss man doch erstmal schaffen; es bei solchen Summen dennoch zu schaffen, sofort zahlungsunfähig zu sein, wenn die EZB die ELA nicht mehr erhöht.

Bei aller Solidarität, aber jeder weitere Cent mehr, der in der jetzigen Situation nach Griechenland geht, ist nichts weiter als pure Geldverbrennung. Dann lieber eine Ende mit Schrecken als dieses Drama ins Unendliche zu ziehen. Ich denke, wenn Griechenland handeln MUSS, d.h. kein Geld mehr aus Brüssel kommt, werden sie schon das Richtige tun.

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marcmsnmarc 30.06.2015, 09:39
15. Falsche Frage

M.E. ist das Geld das bereits in Griechenland hineingesteckt wurde eh verloren. Das bekommt niemand zurueck. Die Frage ist doch eher, wie koennen wir vermeinden noch ein weitere hunderte Milliarden dort hineinzupumpen. Wie kann es sein, dass man uns in Deutschland erzaehlt, dass unsere Rente nicht mehr sicher ist und wir gleichzeitig akzeptieren sollen, dass da ein ganzer Staat auf Dauer alimentiert wird ?

Dem einfachen Griechen helfen wir besser, wenn wir Direktinvestitionen in Griechenland machen, z.B. durch die KFW. Milliardenbetraege an den Staat dort zu ueberweisen, damit er seine frechen Beamten und korrupten Politiker bezahlen kann ist skandaloes.

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Mr. Wolf 30.06.2015, 09:40
16.

Na, dafür dass es offensichtlich nicht möglich ist, ein paar Mio Euro für den Kita-Ausbau aufzutreiben - und dafür dass man zum Erhalt der Autobahninfrastruktur extra eine Maut einführen muss, um ein paar weitere Mio Euro zu generieren - dafür muss das "verkraftbar" in Bezug auf einige Mrd Euro doch schon sehr relativ gesehen werden.
Ganz abgesehen davon, dass der aufgezeigte worst case kein worst case ist. Was, wenn andere Euro-Länder ausfallen, weil sie sich ihre Extra-Milliarden nicht leisten können (oder wollen)? Dann werden aus den 25%-29% Haftungsanteil doch mal ganz schnell 30%, 35%, ...

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Drscgk 30.06.2015, 09:40
17. Das ist die konsequente Folge jedweder Union,

wenn Union gemacht wird mit Unionisten, die in der Union alle konsequent ihren eigenen Vorteil verwirklicht sehen wollen. Deutschland seinen Exportweltmeister, die Balten ihre Unabhängigkeit von Russland, die Franzosen wollen Grande Nation d´ Europe sein, Briten erwarten mit Cameron in der EU ihr Königreich als EU-Vorteilsnehmer, die Polen wollen wieder was anderes usw.usf. In einer solchen Union ist eher die Pleite als der Erfolg programmiert.

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Leser heute 30.06.2015, 09:41
18. Wir gehen nicht pleite wegen Griechenland

aber man muss schon berücksichtigen, was man mit den entsprechenden Zahlungen in Deutschland bewirken würde - in der Infrastruktur oder in der Bildung.
Ihre Sympathien haben die Griechen bei mir verspielt und ich gebe zu - der europäische Gedanke hat gelitten. Ich finde, wir sollten unser finanzielles Engagement wieder mehr auf das Inland konzentrieren.

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manniac 30.06.2015, 09:43
19. Weitere Frage:

Wurde berücksichtigt, daß GR bei Totalausfall auch nicht mehr seinen Anteil an der Gesamthaftung aller Eurostaaten übernimmt und dadurch sich der Anteil der übrigen Staaten entsprechend erhöht?

Jedenfalls bleibt festzzustellen, daß die eingegangenen Bürgschaften ein krimineller Gestaltungsmißbrauch zum Umgehen der No-Bailout-Kriterien darstellen.

Egal wie lange die Inanspruchnahme der Bürgschaften sich hinzieht: Wer bürgt wird gewürgt. Dies wird dann auch Augstein einsehen(... sind doch nur Bürgschaften)

Andererseits hat man die Entwicklung anscheinend bereits eingepreist: Bei verlangter Mindestinflation von 2%/a erledigt sich die Sache wie von selbst. Ein tolles pekunäres Perpetuum Mobile auf Kosten der Sparer!

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