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Mögliche GroKo: Ökonomen fürchten höhere Staatsausgaben
DPA

Die einen wollen mehr Kindergeld, die anderen eine Entlastung der Kommunen: Wenn sich Union und SPD in einer Großen Koalition gegenseitig Wünsche erfüllen, könnte das teuer werden.

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meinung2013 26.11.2017, 14:22
1. Zuschüsse zur Rentenversicherung

sind ein nichtkostendeckender Ausgleich für gesamtgesellschaftliche Aufgaben deren Finanzierung der gesetzlichen Rentenkasse auferlegt wurden. Jüngstes Beispiel ist die Mütterrente, finanziert aus der gRV, erst ab 2018 nichtkostendeckend bezuschusst durch den Bund. Grade so, als ob all diejenigen, die nicht in die gRV einzahlen brauchen , und das sind viele Berufsgruppen, keine Mütter hätten und deren Frauen auch niemals Mütterrente beziehen würden.

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franz.v.trotta 26.11.2017, 14:25
2.

Höhere Staatsausgaben sind nicht per se schlecht. Es muss vom Staat allerdings sinnvoll investiert werden. Das schafft Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen.

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hegauloewe 26.11.2017, 14:27
3. und bei der FDP?

da wäre der Solidaritätsbeitrag gesenkt worden, mehrheitlich natürlich für Besserverdienende. Es muss endlich sozial gerechter zugehen in diesem Land. Sozialer Wohnungsbau, Steuersenkung für mittlere und untere Einkommen, Pflegenotstand durch höhere Einkommen bekämpfen....
Da gibt es vieles, das zu tun ist und das auch Geld kostet, aber es muss bei den richtigen Leuten im Land ankommen.

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53er 26.11.2017, 14:29
4. Warum so zimperlich,

liebe Ökonomen? Wenn wohlhabende Deutsche am Fiskus vorbei ihr zu versteuerndes Vermögen auf Offshore-Konten parken und so dem Staat jedes Jahr Steuermilliarden entgehen, tangiert das Euch doch nur peripher. Ob der Staat nun zuviel ausgibt, oder Milliarden erst garnicht erhält, in beiden Fällen fehlt es im Staatshaushalt. Eines ist aber sicher, in beiden Fällen bezahlen die Steuerzahler, die nichts dagegen tun können, weil der Staat ohne Wenn und Aber kassiert und sie zu wenig Vermögen haben um für Offshore-Banken attraktiv zu sein. Da ist mir dann doch lieber wenn teuere Geschäftslimousinen über kaputte Straßen rumpeln, der gemeine Steuerzahler aber dafür entlastet wird. Frage: Sollten Ökonomen, die auch auf Steuerzahlers Kosten alimentiert werden, nicht zur Neutralität verpflichtet sein?

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HansPa 26.11.2017, 14:29
5. Wie bitte!!!

Bitte den Begriff Ökonomen durch Wirtschaftslobbyisten ersetzen! Ich habe es so satt, dass diese Wirtschaftslobbyisten seit Dekaden nun die wesentlichen politischen Themen bestimmen! Ich bin es so leid zu lesen, wie durch diese Leute immer wieder der Sozialstaat an seine Belastungsgrenzen geführt wird. Und es ist für mich nicht zu fassen, wie die Politik die Endsolidarisierung der Gesellschaft voran treibt. Es muss sich was ändern...

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zudummzumzum 26.11.2017, 14:36
6. Teuer für die Steuerzahler?

Wie hoch im Elfenbeinturm muss man eigentlich leben, um einen eventuellen Verzicht auf Einkommensteuersenkungen zu Gunsten eines höheren Kindergeldes als "teuer für die Steuezahler" zu diskreditieren?
Was sagen denn diese Experten dazu, dass der angebliche Aufschwung bis heute noch nicht in der Mitte der Arbeitnehmerschaft angekommen ist?
Oder auch: Ein Aufschwung, dessen Vermögenszuwachs sich weitestgehend auf höhere Kurse für Aktien und Immobilienpreise stützt, ist nicht echt. Wenn in diesen Sektoren Inflation herrscht (das gleiche Gut kostet mehr Geldeinheiten als früher), sind auch alle in diesem Zusammenhang erhobenen Wertzuwächse nicht echt.
Wir brauchen heute nicht mehr Geld zum Sparen und Anlegen, sondern mehr Geld zum Ausgeben. Auf diversen Konten dümpelt schon mehr als genug davon rum - so viel, dass es keine Zinsen mehr bringt!
Aufgabe der nächsten Legislatur wird es sein, den Konsum zu fördern (ohne, dass man gleich stinkende 3-Liter-Diesel kauft). Also die Leute zu befähigen und in die Laune zu versetzen, ihr Geld auszugeben - und vielleicht sogar noch den einen oder anderen Kredit aufzunehmen, weil man sich auch zutraut, ihn zurückzahlen zu können.
Das passiert am Besten damit, dass man konsequent junge (!) Familien (!!!) zu fördern, Also nicht dem 40+x Ehepaar noch ein paar Steuervorteile in den Hintern zu blasen, oder den Firmen noch eine Abschreibung zu erlauben. Wenn die jungen Familien ihr Geld halbwegs sinnvoll ausgeben, ist das die beste Zukunftssicherung - einschließlich der Altersversorgung! Das sollten die Experten mal endlich verdeutlichen ...

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fm2004 26.11.2017, 14:36
7. Wer sagt, dass es eine Koalition gibt?

Die Presse versucht, diese Lösung zu erzwingen. Auch der Bundespräsident drückt. Merkel zeigt bereits Richtlinien auf.... So nicht. Die SPD solle sozialdemokratische Maximalforderungen stellen. Warum sollte man Merkel und der Union leicht machen? Deutschland eine Regierung ermöglichen ist nicht das Ziel, sondern sozialdemokratische Forderungen durchzusetzen. Wenn Merkel nicht will, muss sie schauen, wie sie klarkommt. So erfolgreich war Merkel nicht in den letzten 12 Jahren. Es geht um die nach Merkel, für die gilt es Konzepte zu erstellen. Die Plan- und Konzeptlosigkeit darf nicht länger andauern.

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claudio_im_osten 26.11.2017, 14:37
8. Nicht überzeugend, liebe Ökonomen...

Wie bitte - von der GroKo sei "keine nachhaltige Strategie der Wachstumsvorsorge" zu erwarten? Offensichtlich ist diesen "Experten" entgangen, dass die derzeitige Stabilitäts- und Wachstumsphase in Verbindung mit einer Entwicklung des Wirtschafts- und Arbeitsmarkts, mit der Deutschland in Europa ohne Beispiel dasteht, sich durch oder trotz (ist mit auch egal) der Politik einer GroKo entwickelt hat. Also, liebe Experten, bleibt mir von der Leber mit solchen Untergangsphrasen.

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m.ecker 26.11.2017, 14:47
9.

Wenn die Einnahmen stimmen muss das auch zum Vorteil aller Bürger sein.
Leider war es bislang so, dass die SPD, wenn sie am Ruder war , sich immer als die ausgleichende Grechtigkeitsinstanz verstanden hat. Am Ende hat sie leere Kassen und eine desolate Arbeitsmarktlage übergeben. Das sollte eine Warnung sein, wenn Schulz seine Gerechtigkeitparolen, Relikte aus dem längst ausgestandenen Klassenkampf, auspackt.

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