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Mögliche Insolvenz beim Ökokonzern: Was Anleger aus Prokons Pleite-Drohung lernen kön
DPA

Das Ökounternehmen Prokon droht mit der Insolvenz noch im Januar, wenn die Investoren nicht vorübergehend auf ihr Geld verzichten. Eine absehbare Entwicklung, doch die Anleger waren blind für die Risiken. Ein Lehrstück über zuviel Emotion bei der Geldanlage.

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JKStiller 11.01.2014, 13:53
10. Es gibt Warnsignale,

wann man von einer Anlage die Finger lässt, das stimmt. Warum dann im Artikel die Werbung für die ShareWood AG mit 12 Prozent Rendite auftaucht, kann wohl nur Spon beantworten. Schon einmal wurde eine Firma mit ähnlicher Anlagestrategie, die Prime Forestry Group AG, von den Schweizer Aufsichtsbehörden zwangsliquidiert. Oder ist diese Werbung ein versteckter Intelligenztest für Spon-Leser?

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waldwutz 11.01.2014, 13:58
11. Scheinheiliger Artikel

Soso, jetzt ist es soweit und SPON zerreißt sich das Maul. Für die Werbeeinnahmen aus den Anzeigeschaltungen war man sich aber nicht zu schade. Naja, kommt ja immer wieder was nach. Vielleicht investiert ja einer in Palmöl, denn Vorsicht ist geboten, der totale Zusammenbruch 2014 droht :D

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politik-nein-danke 11.01.2014, 14:00
12. die Gläubiger glauben doch nicht ernsthaft

das im November noch Kohle da ist, die Zeit wird genutzt um noch möglichst viel vom Geld beiseite zu schaffen.

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weiser_investieren 11.01.2014, 14:02
13. TEXXOL ist auch ein Schneeballsystem, aber es tut keiner was.

Es ist wie immer. Anleger glauben immer noch, dass es 10% Auszahlungen ohne Risiko gibt. Dabei ist der Laden genau so pleite wie Prokon. Die Bilanz ist seit Jahren negativ (siehe www.bundesanzeiger.de), das Eigenkapital ist negativ, es wird fast ausschließlich durch die Einwerbung von Anlegergeldern "Gewinn" erzeugt, aber kaum durch Öl und Gasinvestitionen. Ich frage mich, warum die Bafin nicht reagiert.

Aber die Gier der Anleger wird auch zukünftig deren Hirne fressen.

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villiper 11.01.2014, 14:09
14. Das ist keine Frage der Branche

sondern der Methode - die üblichen Öko-Hasser-Kommentare übersehen dabei, dass dieses Schneeballsystem von Prokon schon oft in anderen Branchen "erfolgreich" umgesetzt wurde. Seit mindestens vier Jahren ist dem Fachkundigen klar, dass man von Prokon die Finger lassen muss. Die Presse kann jedenfalls nicht schuld daran sein, dass man seine Verpflichtungen nicht bezahlen kann. Es ist ja ganz offenkundig ein Systemfehler, wenn man laufend auf frisches Geld angewiesen ist.

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fornit 11.01.2014, 14:14
15.

Zitat von TS_Alien
Bei Bitcoins ist es ähnlich. Geld in Bitform wird auf einmal von vielen als Anlage begriffen. Obwohl das gar nicht der Zweck von Geld ist. Das wird natürlich in riesigen Verlusten enden. Aber die Warnungen kommen einfach nicht an.

Man kann ja ruhig vor Bitcoins warnen, eine Hochrisikoanlage sind sie allemal. Nur eben mit sehr gutem Erwartungswert. Insofern wirst du bei Bitcoin total Blöde, die bloss noch das große "Bling!" in den Augen haben, genauso finden wie extrem rationale Anleger.

Über den "Zweck" von Bitcoin lasse ich mich jetzt mal gar nicht aus. Wunder dich aber bitte nicht, wenn du in ein paar Jahren mit Bitcoin dein Auto aufschliesst oder den Vorstand von deinem Kegelclub wählst.
"Aber da ist Geld doch gar nicht für gemacht!!11!" ;-)

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spmc-125129374339071 11.01.2014, 14:18
16. Was die Medien aus der Pleite-Drohung lernen können..

Es ist so leicht in der heutigen Mediendemokratie jemanden hochzujubeln oder niederzumachen. Sicherlich gab es im Management von Prokon Kommunikationsdefizite, nicht jedoch im operativen Geschäft.
Die Medien müssen sich die Frage gefallen lassen, warum mit so einer Intensität gerade Prokon niedergemacht wurde und damit die Investition von vielen Anlegern und Arbeitsplätze in Gefahr gebracht wurde. Es ist das gleiche Prinzip wie bei der Kirchpleite, als die Deutsche Bank durch die Äußerungen des Vorstands dieses Unternehmen erst in ganz ernste Probleme brachte.
Und die Frage ist: Wer wird das nächste Opfer sein?
Vor den Gefahren von niederrangigen Genussrechten generell zu warnen oder sich auf ein Unternehmen einzuschießen sind zwei unterschiedliche Dinge.
Und der Spiegel sollte nicht nachtreten, sondern die eigene Rolle reflektieren.

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tchantchès 11.01.2014, 14:23
17. Dann verlieren halt...

...ein paar Zahnwälte einige Zehntausende Euro, die sie sowieso nicht gebraucht haben. So ein Pech aber auch.

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zensorsliebling 11.01.2014, 14:26
18. Konsumvieh...

Zitat von nana22
...das sich die Leute intensiver damit auseinandersetzen was für ein Auto sie kaufen, als mit ihrer Geldanlage. .... Richtig gute Anlagemöglichkeiten muss man frühzeitig finden , nicht wenn Alle angeschrieben werden. Wer in technisch innovative Unternehmen frühzeitig investieren will sollte lieber wissenschaftliche Fachzeitschriften lesen, und selbst das schützt nicht vor einerwirtschaftlich unbedarften Geschäftsführung. ....
Ein Großteil unserer Gesellschaft hat sich vom Privatfernsehen längst zu willigem Konsumvieh erziehen lassen. Keiner weiß mehr so recht was er gerade kauft, kennt nur die Worthülsen der Werbung. Fragen Sie einen Autofahrer mal, wo die Sicherungen in seinem Auto sind...

Gute Anlagen sind immer noch weitgehend schuldenfreie, inhabergeführte Unternehmen mit wertschöpfender Fertigung. Die tun, was sie verstehen und halten sonst die Schnauze. Finger weg von irgendwelchen Krawallos.

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vhe 11.01.2014, 14:29
19. ...

Zitat von TS_Alien
Edelmetalle muss man differenzierter betrachten. Einen Totalverlust kann es dort nicht geben.
Nun ja, Silber war im Januar 2000 bei 4,94€ und im Februar 2013 bei 23,60€ die Unze. Und das ohne, dass irgendeine neue Industrie über erhöhten Bedarf die Preise hochgetrieben hat.

Wer da gekauft hat, hat, wenn Silber wieder auf den alten Preis (inflationsbereinigt ca. 6,50€) zurückfällt, einen Verlust von 72,5% gemacht.

Bei Gold sieht es noch schlechter aus:
Januar 2001: 176,44,
Januar 2013: 1285,09
Verlust bei Regression auf 232€: 82%

Das dürfte für die meisten "total" genug sein.

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