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Mögliche Steuerhinterziehung: Finanzbehörden prüfen Airbnb-Vermieter
DPA

Mieten sind steuerpflichtig, auch wenn sie über das Portal Airbnb eingenommen werden. Nun will der Fiskus erfahren, ob deutsche Vermieter ihre Einkünfte auch angegeben haben und fragt am Firmensitz in Irland nach.

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zzipfel 04.05.2018, 18:23
20. Die Erhebung der Umsatzsteuern kommt bei Vermietung über AirBnB

Zitat von Raphael II
Richtig: Einnahmen aus der Vermietung bei AirBnB sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Und sind zu versteuern. Aber: Hier bohrt die Finanzverwaltung mal wieder das dünnste Brett, das rumliegt. Denn: Die allermeisten InternetHändler, die an Kunden in Deutschland liefern, zahlen keine Umsatzsteuern an den deutschen Fiskus.
ja noch dazu. InternetHändler, die an Kunden in Deutschland zahlen ser wohl Umsatzsteuern. Schon mal eine RG von Amazon oder Cyperbprt oder wem auch immer gesehen, in der keine
Ust. enthalten ist? Sicherlich nicht.

Das Problem ist, daß viele AirBnB-Vermieter eben nicht nur die Ust. unterschlagen sondern auch die erzielten Gewinneinnahmen und leider auch andere Gesetze zum Beherbergungsgewerbe frech brechen und als Lohn dafür angemessene und rechtlich vorgesehene Ordungsgelder zahlen sollten.

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frenchie3 04.05.2018, 18:30
21. @8 Steuergerechtigkeit? Ach so

Aber mal einen Tip: inländische Steuersünder hat man bequem am Wickel, bei Ausländern sind die Zugriffsmöglichkeiten komplizierter und Grundlagen müssen erst geschaffen werden. So generell in dem Zusammenhang, weil die Einen keine Steuern zahlen lassen wir die anderen Steuersünder mal in Ruhe? Da braucht es eine andere Begründung

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spmc-12355639674612 04.05.2018, 18:36
22. Na endlich!

Aus dem, was ich bei privaten Vermietungen an "Steuersparmodellen" alles schon mitbekommen habe, habe ich mich schon lange gefragt, wie lange die Finanzämter diesbezüglich noch in Untätigkeit verharren würden. Natürlich war die Gründungsidee das "Home-Sharing". Aber natürlich gibt es inzwischen Wohnungen in den teuren Großstädten, die extra für Airbnb-Nutzer vorgehalten werden, weil man an denen mehr verdienen kann als z. B. an einer alleinerziehnden Mutter mit zwei Kindern. Da es ja ohnehin immer nur Kurzzeitvermietungen sind, hat man auch kaum Probleme mit Mietern, die man nicht mehr los wird. Ich habe wenig Mitleid mit Vermietern, die die Einnahmen an der Steuer vorbei zu schmuggeln versuchen und alle diejenigen, die ihre Einnahmen brav versteuern, trifft es ja nicht.

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frenchie3 04.05.2018, 18:40
23. Öhem, was soll das Gemecker über AirBnB?

Die bieten eine Plattform für Anbieter, jeder einzelne Vermieter könnte auch selbst eine Homepage für seine Bude aufmachen. Steuerpflichtig für seine Einkünfte ist der Vermieter. Soll sich AirBnB jetzt in die Steuererklärung des Vermieters einklinken? Wo hier schon wegen erheblich weniger Bevormundung gequiekt wird. Daß das FA jetzt dagegen vorgeht ist richtig damit korrekt abrechnende Vermieter nicht als Blödmänner/frauen da stehen

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KlausP22 04.05.2018, 18:42
24.

Zitat von spiegelleser85
erstmal muß AirBnb die Daten rausrücken. Freiwillig tun die das bestimmt nicht, denn das verdirbt ihnen ja auch das Geschäft. Und dass sie sie an Deutschland rausgeben müssen, daran habe ich Zweifel. Auf welcher rechtlichen Grundlage?
Da gibt es bestimmt ein EU-Gesetz wegen der Versteuerung auf dessen Basis ein in der EU tätiges Unternehmen Daten rausrücken muss. zB wenn "Beihilfe zur Steuerhinterziehung" droht, dann wird AirBnB wohl ziemlich schnell einknicken, bevor ihnen hohe Strafen oder sogar ein Geschäftsverbot in D oder sogar EU droht.

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rimaldo 04.05.2018, 18:57
25. Umsatzsteuerpflicht

Zitat von gerd33
Clevere AirBnB Vermieter werden ihre Einnahmen in der Steuererklärung angeben, aber vermutlich auch Kosten gegenrechnen. Letztlich werden viele Aufwendungen, die auch privat nurtzbar sind, AirBnB zugewiesen.
Clever AirBnB-Vermieter wissen sicherlich auch, dass 7% Umsatzsteuer fällig ist bei gewerblicher Vermietung. Außerdem führen die höheren Einnahmen zu höherer Einkommenssteuer. Wer also Ferienwohnungen vermietet und sich ständig neue Fernseher kauft, hat auch ein Problem.

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rimaldo 04.05.2018, 18:59
26. Nicht illegal

Zitat von zeichenkette
Es gibt aber Leute, die in teuren Städten extra Wohnungen mieten, um sie dann an allen Regeln und Steuern und Abgaben vorbei geschäftsmäßig als Ferienwohnung an Urlauber zu vermieten, also praktisch eine Art Hotel in Mietwohnungen betreiben. Das nimmt natürlich sehr wohl Wohnungen vom Markt und illegal ist es noch dazu. Und Steuerhinterziehung auch. Airbnb sollte mal nicht so tun, als sei ihnen das nicht klar, das dürfte anhand der Vermittlungshäufigkeit einer Wohnung leicht erkennbar sein. Wie so manche anderen Grössen in der "Sharing"-Branche ist das professionelles Ermöglichen von Absahnen mit eigenem Anteil am Absahnen.
Es ist mitnichten illegal seine Wohnung als Ferienwohnung zu vermieten, wenn man die Umsatzsteuer richtig abführt. Da gibt es viele Feinheiten. Nur in einigen Orten wie Hamburg gibt es dafür eine Extra-Verordnung zum Schutz von Wohnraum.

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rimaldo 04.05.2018, 19:09
27. es geht nicht nur um Steuern

Zitat von Raphael II
Es werden nur "Peanuts" sein! Denn gegen die Einnahmen kann der Steuerpflichtige die mit der airbnb-Vermietung verbundenen Ausgaben rechnen.
Ich kenne so einige Leute, die in Hamburg Wohnungen für 500-600€ Euro anmieten und dann für 2200-2800€ im Monat über AirBnB vermieten und vergessen die 7% Umsatzsteuer darauf zu bezahlen. Abzgl. der Kosten bleiben da aber immer noch gute 1000€ im Monat zusätzliches Einkommen, die über die Einkommenssteuer versteuert werden müssten. Bei den Antrag aus Hamburg geht es aber wohl erst recht darum gewerbliche Vermieter zu identifizieren und daran zu hindern, dass normale Wohnungen zu Ferienwohnungen umgenutzt werden, weil das gegen eine Hamburger Verordnung verstößt. Ich bin gegen diese Verordnung, denn für mich haben Toruisten mindestens genau die gleichen Rechte auf preiswerte Unterkünfte, insbesondere Familien, wie hinzugezogene Singles, die wegen eines Jobs in ein Szeneviertel ziehen möchten und dies zu möglichst günstigen Preisen.

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glasperlenspieler 04.05.2018, 19:10
28. Gesetzgeber

Ich verstehe nicht, warum nicht der Gesetzgeber tätig wird. Es wäre doch einfach, wenn der Internet-Anbieter von deutschen Wohnungen dazu verpflichtet wäre, 30 - 50 % der Einnahmen direkt an den Fiskus abzuführen, einer Quellensteuer ähnlich. Hier schläft doch eindeutig der Gesetzgeber und jetzt für dieses jahrelange Verschlafen der neuen technischen Möglichkeiten Internetanbieter mit Hilfe von Gerichten dazu verpflichten wollen, bei der Steuereintreibung zu helfen durch Preisgabe von Kundendaten halte ich schon für sehr unverfroren.

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Stäffelesrutscher 04.05.2018, 20:30
29. AirBnB = Vertragswidriger Gebrauch der Wohnung

Man sollte noch ergänzen, dass diejenigen, die bei AirBnB als Vermieter auftreten, wohl in den seltensten Fällen eine Genehmigung des Wohnungseigentümers zum Betrieb einer gewerblichen Gästepension haben.
Angehörige oder Bekannte für einige Zeit zu Besuch zu haben, ist kein Problem, aber da ja schon die juristischen Augenbrauen von wegen vertragswidriger Nutzung einer Wohnung zu gewerblichen Zwecken hochgehen, wenn der Handwerker dort seine Rechnungen schreibt oder der Freiberufler sich ein Arbeitszimmer einrichtet, sollte man sich überlegen, dass eine aufgeflogene, dem Wohnungseigentümer nicht angezeigte gewerbliche Vermietung zu einer fristlosen Kündigung führen kann.

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