Forum: Wirtschaft
Möglicher Euro-Austritt Frankreichs: "De facto wäre das ein Staatsbankrott"
AFP

Frankreich, Italien, die Niederlande: In gleich mehreren Ländern liebäugeln Populisten mit dem Euro-Austritt. Der Ökonom Guntram Wolff warnt vor verheerenden Folgen - auch für Deutschland.

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its4free 13.03.2017, 17:26
70. Ohje !

Dann ginge es Deutschland bald wieder wie vor dem Euro: leere Regale, kein Strom mehr aus der Steckdose, Fahrrad anstatt Auto und die Euro-Beschäftigungseinrichtung mit abertausenden Jobs wird wieder geschlossen! Horror !

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Demokrator2007 13.03.2017, 17:31
71. @ quark2@mailinator.com

Nur mal so zum Nachdenken, wenn alles so funktionieren würde wie sich Utopisten das so vorstellen, dann wäre die EU eine tolle Sache und die Globalisierung auch. Ist aber nur in schlechter Werbung so, das wir uns alle lieb haben können alle fahren durch die Weltgeschichte, mit ihrem Internet SUV, leben vegan, haben DAS Smartphone und konsumieren gleichmäßig Luxus.
Si ist es aber nicht, war nie so, wird nie so sein und die Dinge sich selbst zu überlassen, das sieht man am WWW wohin das führt. Oder glaubt jemand ernsthaft das der internat. Terrorismus ohne Netz so weltumspannend geworden wäre, das Bankster sich durch alle Kulturen marodiert hätten und einigen wenigen der allergrößte Anteil von allem gehören würde?


Wieso kann ein Bauer heute verhungern?
Weil wir Regeln von falschen Propheten folgen und das sind keineswegs immer nur die Nationalisten, so einfach wie in der Werbung mit dem Schleimmonstern ist das nicht.

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Pless1 13.03.2017, 17:32
72.

Zitat von purple
Deutschland würde mit der DM oder dem Nord-Euro um 30% aufwerten, was die Deutschen insgesamt erheblich reicher machen würde.Vor allem importierte Güter und Nahrungsmittel und Rohstoffe würden um 30% billiger, was speziell den ärmeren Schichten helfen würde. Die 9.-€ Mindestlohn wären plötzlich in der Kaufkraft um 30% höher und glauben sie mir unsere Industrie würde massiv davon profitieren, daß plötzlich wieder ein Innovationsdruck da wäre der z.Z. fehlt
Das ist ziemlicher Unfug.

Wir leben ja nicht von dem was wir haben sondern von dem was wir verdienen. Würden DM oder "Nord-Euro" um 30% aufwerten wären die Sparguthaben zwar entsprechend mehr wert. Vor allem aber wären die hier erzeugten Produkte in der Welt außerhalb dieser Währung (also fast überall) entsprechend teurer. Unsere Produkte wären damit kaum noch konkurrenzfähig, Arbeitsplätze würden wegverlagert und die Löhne müssten sinken. Und der vermeintlich werthaltigere Mindestlohn wird ja auch nur bezahlt, wenn Arbeit da ist.

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elikey01 13.03.2017, 17:41
73. Beispiel ASEAN

Zitat von auweia
Das Ende des Euros muss nicht das Ende der EU sein. Ich bin ein großer Freund Europas und der EU. Aber der Euro (so wie wir ihn jetzt kennen und so wie er verwaltet wird) kam zu früh und zu unkontrolliert. Die Anhänger der "Krönungstheorie" hatten Recht. Ich wäre für eine Beendigung dieses Experiments - bis eine vereinheitlichte Managementstruktur steht. Eine EU die ähnlich tickt, gleiche Werte hat und international koordiniert auftritt muss nicht notwendig auch eine gemeinsame Währung haben.
@auweia, 1.
Grundsätzlich sind Fehlerbehebungen/Reparaturen schwieriger, evtl. negative Folgen nicht zwingend absehbar. Das "ZWANGSkorsett" Euro, übergestülpt auf Teilnehmer, die sich wirtschaftlich, kulturell und mental so sehr unterscheiden, wurde als Fehler vorausgesagt, hat sich inzw. als ein solcher erwiesen.
Die ASEAN-Staaten (wie auch APEC) haben sich nach dem Vorbild der EU (Ziele: mehr Wohlstand für alle) entwickelt, ohne jedoch deren graphierendste Fehler (zu schnelle, unkontrollierte Erweiterung und eine Gemeinschaftswährung für Staaten, die niemals die Kriterien erfüllten) "nachzumachen". Dort besteht auch kein so großzügiger Umverteilungsmechanismus, der in der EU zu den Begehrlichkeiten einer Mitgliedschaft (Netto-Empfänger) führte. "Befriedende" Wirkung hat der ASEAN-Verbund jedoch auch ohne diese Mechanismen bereits bewiesen.
Frankreich Staatsbankrott? Zwar konnte die EU bisher den GR-Bankrott "pämpernd" begleiten, was für Staaten wie F und/od. I nicht möglich sein dürfte. Würde man allerdings im Falle von Nachahmern infolge von Wahlergebnissen (z.B. I od. auch NL) DEU die Schadensfolgen (Verlust von Sparguthaben, massive Steuererhöhungen) aufbrummen wollen, dürfte dies auch hierzulande zu einem entsprechenden Wahlergebnis führen, wenn nicht bereits vorher zu einem Volksaufstand.
All diese möglichen Szenarien haben die "Macher" von EU und EURO nicht bedacht; trotz jahrelanger Arbeit an den Verträgen wurden diese bekanntlich bei erstbestem "Bedarf" gebrochen. Das Wichtigste in einem solchen Verbund demokrat. Staaten ist Vertrauen - und das dürfte inzw. zu sehr eingebrochen sein, um darauf noch "verschlimmbessernd" draufsatteln zu können. An einem behutsamen Reset wird kein Weg vorbei gehen, zumal um die EU herum auch alles andere als Leuchtturm-Stimmung herrscht - sehr gelinde formuliert.

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tim11q 13.03.2017, 17:43
74. Wie immer...

Wie immer, eine richtige -- ökonomische -- Beschreibung mit anschließender falscher -- weil politischer -- Schlussfolgerung:

"Die Produktivitätszahlen in Italien sind seit mehr als 20 Jahren dramatisch schlecht. Italien hat am Anfang der Währungsunion nicht verstanden, dass nun andere Spielregeln gelten und die Löhne nicht einfach viel stärker als in den Nachbarländern steigen können. Insofern hat Italien jetzt tatsächlich ein enormes Anpassungsproblem. Ein Ausstieg würde aber dramatische Konsequenzen haben und nicht wirklich helfen."

Die Lösung ist so simpel wie ökonomisch: Wer wie ein Weichwährungsland wirtschaftet, der braucht auch eine weiche Währung, die er gegenüber den anderen abwerten kann. Aber diese einfache ökonomische Wahrheit ist politisch halt nicht erlaubt...

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santoku03 13.03.2017, 17:54
75.

Zitat von pace335
Und bei solch einer Berichterstattung soll der normalsterbliche Bürger noch an die Presse und an die Politik glauben? Wer von den etablierten Medien hat denn endlich mal die .... in der Hose und berichtet mal über die Vorteile einer starken nationalen Währung, so wie es die D- Mark wäre?
Vielleicht gibt es keine?

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Bondurant 13.03.2017, 17:55
76. Genau

Zitat von desertking
Hier zeigt sich dann wieder: Nationalisten sind verantwortungslose Spinner. Sieht man ja in UK gerade. Erst den Dreck mit Lügen ...
Das passiert natürlich bei den Euro-Befürwortern nicht. Die haben nie gesagt, dass kein Staat für den anderen haften müsste und dieEZB niemals Staatsfinanzierung, auch nicht indirekt, betreiben dürfte und so weiter...

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BettyB. 13.03.2017, 18:17
77. Nun ja...

Die Einführung des Euro wurde als politisches Einigungswerk geplant, ohne dabei ökonomischen Verstand walten zu lassen. Darauf folgte die Zeit der Nichteinbettung des Euro in ein übernationales finanzwirtschaftliches System, für dass vornehmlich die christlichen Politiker in Deutschland aus nationalem Eigeninteresse gesorgt haben. Dass dem Bruch des Euro-Verbundes sofort Wechselkursänderungen folgen würden, sollte selbst Wirtschaftsjournalisten nicht unbekannt sein, und dass es Deutschland umso härter träfe, je weniger ökonomisch wenigstens relativ starke Staaten im Verbund blieben, ist auch klar. Aus taktischen Gründen wäre es also für die Christlichen höchste Zeit, den Sozis das Ruder zu überlassen, damit sie diesen anschließend vor Unwissenden die Schuld am Desaster geben könnten. Es erinnert an die Hartz-Geschichte, die man den Sozis immer noch vorwirft, obwohl die Christlichen, hätten sie die Macht gehabt, wohl weit unsozialer in der wirtschaftlichen Krise gehandelt hätten. Und so könnte Schulz in die Lage kommen, zum späteren Wohl der Christlichen der Schröder der nächsten Jahre zu werden. Ein unangenehmes Gefühl...

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swerd 13.03.2017, 18:18
78. Die politische Einigkeit

sollte die Grundlage für eine gemeinsame Währung sein. Da das nationalistische Denken in der EU noch
sehr ausgeprägt ist, wird der Euro nur zu halten sein, wenn sich einige Staaten zu einer politischen Union
zusammenschliessen. Die jeweils regierenden Politiker müssten allerdings rasch und intensiv aufklären und
verhandeln. Ein gemeinsames Bemühen müsste eigentlich auch Erfolg bringen, denn wo ein Wille ist auch ein
Weg.

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albert.denter 13.03.2017, 18:22
79. Euro/Frankreich

wenn in der EU auch vieles im Argen liegt, den ? zu zersplittern ist m.E. der Tod für die EU..

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