Forum: Wirtschaft
Möglicher Euro-Austritt: Gute Nacht, Griechenland!

Noch ist es eine hypothetische Frage: Was wäre, wenn Griechenland tatsächlich die Euro-Zone verlässt? Allerdings kann*der Schritt schon bald Realität sein. Ein Szenario über die dramatischen Folgen für den Pleitestaat, Deutschland und*die Welt.

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r. schmidt 03.11.2011, 14:57
50. .

Kann mir mal einer erklären warum man nicht einfach die ins Ausland transferierten Vermögen zur Schulden Senkung einzieht ? Stellt sich für mich als die einfachste Lösung des Problems da.

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mimas101 03.11.2011, 14:59
51. Schwarzmalereien

Diese ECU-Währung hätte nie eingeführt werden dürfen, sie ist die Wurzel allen Übels. Herr Böll vergöttert mal wieder dieses Monopoly-Geld über Gebühr.
Und nicht nur das - der Artikelautor übersieht das eine Pleite auch im Raum mit dieser ungefragten Währungseinheit gemäß Maastricht ausdrücklich vorgesehen ist. Schließlich steht kein anderer EWG-Staat für die Schulden des anderen ein.

Was in GR. schief läuft ist die Tatsache das es alte und untaugliche Vorgaben durch die Troika gibt: Sparen, damit Konsumeinbrüche, vermehrt Arbeitslose und wirtschaftlicher Niedergang. Letztendlich brechen Steuern weg und der Staat gerät in eine tödliche Abwärtsspirale.
Besser ist eine gesteuerte Pleite, die auch die Risiko-Kapital-Investoren richtig trifft (und die Steuerzahler verschont) und nach der Analyse des Zusammenbruchs ein Wiederaufbau in die Wege zu leiten in dem die Ursachen der vorhergehenden Pleite vermieden werden. Das würde also in GR. auch die Reichen treffen die eben ihr Geld der gr. Wirtschaft bzw. dem Staat entziehen in dem das Geld im Ausland gehortet wird.
Mittels der ERP-Mittel könnte man gezielt GR. steuern beim Wiederaufbau. D.h.: Die Gr. neben den klassischen Produkten (Oliven, Schafskäse und Tourismus) auch einen Bereich zukommen lassen der wettbewerbsfähig wäre und fortlaufend nachgefragt werden würde wie z.B. Stromexporte.
In EWG-Land werden also Spezialisierungen der Exportgüter in Zukunft kommen müssen.

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JaguarCat 03.11.2011, 15:02
52. Zahlungsstopp aber Euro

Zitat von deppvomdienst
Übers Wochenende schließt Griechenland seine Konten für Auslandsüberweisungen und führt - über die griechische Zentralbank - eine zentrale Transferbank zum internationalen Zahlungsausgleich .....
Dieses Szenario - Griechenland gibt so viel aus, wie sie einnahmen - ist das Szenario, das sich alle wünschen, dem Griechenland aber im letzten Jahr trotz zahlreicher Ausgabenkürzungen nicht näher gekommen ist. Zusammen mit dem Schuldenschnitt würde es reichen, Griechenland wieder "flott" zu kriegen, ohne, dass Griechenland alle Handelspartner verärgert und so weiter abstürzt.
Die Einführung der zentralen "Transferbank" binnen eines Wochenendes und die Rationierungen von Bargeldabhebungen sind zudem Dinge, die man in einem funktionierenden Staatswesen hinkriegt, in einem nicht funktionierendem aber nicht.

Letztendlich ist Papandreous Weg der richtige, die Griechen über ihr eigenes Schicksal abstimmen zu lassen. Sagen sie mehrheitlich "ja", werden sie hoffentlich auch mehrheitlich Steuern zahlen, mehrheitlich Steuersünder jagen und mehrheitlich "in die Hände spucken", um die Wirtschaft wieder in Schwung zu kriegen. Zur Belohnung kriegen sie 100 Mrd. Euro Schuldenerlass. Sagen die Griechen mehrheitlich "nein", löst sich die Gemeinschaft auf und Griechenland fällt auf Dritte-Welt-Niveau zurück, wie von Herrn Noll recht gut dargestellt.

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neanderspezi 03.11.2011, 15:02
53. Kali nichta Ellas

Jetzt wird auch einem inzwischen leicht gehbehinderten Euro-Fußvolk sichtbar, wie innerhalb von 9 Jahren ein kleiner, wirtschaftlich schwächerer EU-Partner mit wohlwollenden Krediten von Banken aus dem finanziell stabileren Ausland und leicht halsbrecherischen Zinsen an die Wand manövriert wurde. Auch hier ging es wie so oft um die Optimierung der Rendite, wobei zunächst die Wirtschaftskraft des so beglückten Landes nicht ins Kalkül gezogen wurde.

Aber wie jedes falsche Spiel durch Fernwirkung in einem oft unerwünschten Moment aufgedeckt werden kann, so ist es auch hier geschehen und die Manager des drohenden Verlustes zeigen in großer Wut auf den nahezu nackten Mitspieler und wollen ihn nun mit vereinten Kräften in die Pfanne hauen, wenn er nicht bereit ist sein letztes Hemd zu verpfänden.

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andreasoberholz 03.11.2011, 15:02
54. Buchführung?

Zitat von habmeinemeinung
Ich glaube nicht daran, dass es zu einem europäischen - ja sogar globalen Finanzkollaps kommt, sollten die Griechen nun echt, ganz ehrlich pleite sein. Die Kasinobänker werden doch nicht den Ast, auf dem sie sitzen selbst absägen? Nein, .....
Die Summe die in den Büchern steht ist ja auch mal geflossen.
Bank kauft Staatsanleihe für 2 MRD Euro- GRL bekommt 2 Mrd Euro Bank bekommt Verbreifung der Anleihe mit Zins auf die Laufzeit.
Nun kann GRL aber nicht mehr zurück bezahlen, oder nur noch 50%, ja dann darf die Bank 50% Abschreiben, spart Steuern, macht aber natürlich REAL einen Verlust bei der Sache.

Wäre das alles nur Spielgeld gewesen müssten sich die Politiker nicht die Nächte um die Ohren schlagen.

Es ist ja nicht so das Buchgeld kein Geld wäre.
Wenn einer die 2 MRD in Bar auf dem Tisch sehen will, wäre das rein praktisch auch möglich. Im übrigen Geld, im Sinn von Gegenwert, entsteht in diesem System erst dann wenn Schulden gemacht werden.

Sie wollen ein Brot (Schuld) der Bäcker will Geld (Tauschmittel).

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dhein987 03.11.2011, 15:04
55. so what ?

Zitat von raphael1278
... was soll man Ihnen wuenschen? vor zwei Tagen noch leidenschaftlich ueber die Tolle Papandraeu Volksbeteiligung gefreut, heute hat es dramatische Folgen fuer die Welt. ......
Nun ja, ich finde es schon beeindruckend wir der gute S.B. mit einigen schneidigen Federstrichen dem Leser auch komplexe Zusammenhaenge nahe bringen will, jedoch eher Heiterkeit ausloest mir seinen forschen Fabulierungen.
Immerhin etwas in diesen Zeiten.

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geisterhoernchen 03.11.2011, 15:04
56. Zustimmung!

Zitat von Hook_
Antwort: Der vorgesehenen Weltregierung unter einer handvoll Menschen wäre erstmal ein herber Schlag verpasst worden. Ich würde eine Zerschlagung der EU freudig begrüssen. Lässt man die Ereignisse des letzten Jahrzehnts unter der Führung dieser Zentralregierung .....
Bei diesem Kommentar hebe ich den Daumen!

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Izmir.Übül 03.11.2011, 15:08
57. Highway to Hellas

Zitat von sysop
Noch ist es eine hypothetische Frage: Was wäre, wenn Griechenland tatsächlich die Euro-Zone verlässt? Allerdings kann*der Schritt schon bald Realität sein. Ein Szenario über die dramatischen Folgen für den Pleitestaat, Deutschland und*die Welt.
Prognosen sind schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich denke, wir werden in nächster Zeit mal wieder erleben, wie sich zahllose "Experten" und Katastrophenszenario-Propheten bis auf die Knochen blamieren.

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panzerknacker51 03.11.2011, 15:09
58. Verwirrung

Ich kann überhaupt nicht erkennen, was der Autor meint. Katastrophale Folgen für Griechenland vielleicht, aber bestenfalls befristet für die Umstellung auf die neue/alte Währung. Aber für den Rest der EU? Doch wohl nur für die anderen Pleitestaaten, die dann ein ähnliches Schicksal ereilt. Dann kann der Rest sich freuen, daß er die Klötze vom Bein hat...

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panzerknacker51 03.11.2011, 15:09
59. Verwirrung

Ich kann überhaupt nicht erkennen, was der Autor meint. Katastrophale Folgen für Griechenland vielleicht, aber bestenfalls befristet für die Umstellung auf die neue/alte Währung. Aber für den Rest der EU? Doch wohl nur für die anderen Pleitestaaten, die dann ein ähnliches Schicksal ereilt. Dann kann der Rest sich freuen, daß er die Klötze vom Bein hat...

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