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Mögliches Defizitverfahren: Italien muss harte Sanktionen fürchten
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Italiens Regierung steckt in der Krise, und jetzt droht auch noch neuer Ärger mit Brüssel: Die EU-Kommission steht kurz davor, wegen massiver Überschuldung ein Verfahren gegen Rom zu eröffnen.

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brasshead 06.06.2019, 21:24
110.

Zitat von hefe21
Nochmal, diese über Target eingeschleusten Guthaben BESTEHEN nach einer möglichen Rückabwicklung der EZB Konstruktion weiter IN DER BUNDESBANKBILANZ als Verbindlichkeit. Nach Ihrer eigenen Definition bleiben sie "unberührt", werden also keiner Neubewertung unterzogen. Die Spiegelguthaben der Bundesbank in den diese Billion speisenden ehemaligen "Partnerzentralbanken" und nunmehr wieder "gegnerischen" (völlig wertfrei formuliert) Nationalbanken werden ohne jeden Zweifel einer Neubewertung unterzogen.
Ich frage, warum man die zugeflossenen Guthaben nicht einfach in die einzuführende Währung umwandelt, deren "Spiegelverbindlichkeit" dann ja ohnehin weiter in der Bundesbankbilanz ausgewiesen würde. Der aktuelle deutsche Guthabenbestand wird in neuer Währung nationalisiert und gut ist. Was soll man da noch an Forderungen gegenüber irgendwelchen anderen Zentralbanken geltend machen und wofür sollte das gut sein? Wo das Geld herkam ist doch völlig unerheblich, es wird in neue Währung umgewandelt. Die Bundesbank kann das quasi im Alleingang.

Zitat von hefe21
Denn, auch wenn Sie es endlos wiederholen - die "Targetsalden", das sind keine "Verrechnungsposten", sondern sind schlicht und einfach die Spiegelguthaben der Bundesbank zu der annähernden Billion, die sie aus den Ex-EUR-Partnerländern erhalten und durch Weitergabe an die Empfänger(banken) als Verbindlichkeit in ihren Büchern stehen hat. Nicht mehr und nicht weniger.
Richtig, ich habe sicher nichts anderes behauptet. Also warum nicht ein anderes Währungszeichen hinter die Binnenguthaben und die Bundesbankverbindlichkeit schreiben, den Euro-Forderungsposten an die EZB löschen und fertig? Wo genau ist dabei das Problem? Was soll da noch mit aller Gewalt neubewertet werden?

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hefe21 06.06.2019, 22:14
111. Forensisch

Zitat von brasshead
Ich frage, warum man die zugeflossenen Guthaben nicht einfach in die einzuführende Währung umwandelt, deren "Spiegelverbindlichkeit" dann ja ohnehin weiter in der Bundesbankbilanz ausgewiesen würde. Der aktuelle deutsche Guthabenbestand wird in neuer Währung nationalisiert und gut ist. Was soll man da noch an Forderungen gegenüber irgendwelchen anderen Zentralbanken geltend machen und wofür sollte das gut sein? Wo das Geld herkam ist doch völlig unerheblich, es wird in neue Währung umgewandelt. Die Bundesbank kann das quasi im Alleingang. Richtig, ich habe sicher nichts anderes behauptet. Also warum nicht ein anderes Währungszeichen hinter die Binnenguthaben und die Bundesbankverbindlichkeit schreiben, den Euro-Forderungsposten an die EZB löschen und fertig? Wo genau ist dabei das Problem? Was soll da noch mit aller Gewalt neubewertet werden?
"Ich frage, warum man die zugeflossenen Guthaben nicht einfach in die einzuführende Währung umwandelt,"

Das müssen Sie nicht fragen, das ist die, sofern man die Besitzer nicht über vorher angebrachte Indentifikationsmerkmale aussortieren kann, unvermeidliche Konsequenz für die Bundesbank.

"Was soll man da noch an Forderungen gegenüber irgendwelchen anderen Zentralbanken geltend machen und wofür sollte das gut sein? "

Wenn dieses Geld aus den Speisungsländern in die Speisungsländer "heim will", dann wird sich für die Bundesbank die Schwierigkeit auftun, dass ihr Spiegelguthaben, mit dem sie die Transaktion abdecken muss, durch die Abwertung weniger wert ist als der, aufgewertete, Überweisungsanspruch des Guthabenbesitzers aus ihrer eigenen (Verbindlichkeits)Bilanz.
Polemisch gesprochen, wenn sich die BMW-Erben, deren Dividenden ja auch aus Zuflüssen aus genannten Abwertungserwartungsländern gespeist wurden, dort nun entsprechend aufwertungsbedingt ihrer nunmehrigen Neu-DM "billig" Ländereien einverleiben wollen, dann wird die Bundesbank über ihr nun abgewertetes eigenes Transaktionsguthaben dort den "Gewinn"finanzieren" müssen. Respektive die Allgemeinheit.
Wenn Sie damit noch immer nichts anfangen können, dann lassen wir es vorerst dabei. Nächste Gelegenheiten ergeben sich im unendlichen Forennebel gewiss.

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jj.ll. 08.06.2019, 15:32
112. @bartsuisse

Zitat von bartsuisse
warum sollte Italien pleite gehn? Die Schulden sind tragfähig und das G7 Land verfügt über eine breitestaufgestellte Industrie, eine leistungsfähigen Finanzsektor und riesige Sicherheiten. Im Gegensatz zu Deutschland war Italien nie pleite und bekam auch nie einen Schuldenschnitt. Abgesehn davon...kommt auf den Teppich. Mit gerade 20% BIP pro Kopf mehr, 1900 Mia Staatsschulden und bröckelnden Infrastrukturen, schlechter Bildung wäre ich etwas vorsichtig mit Prahlen
Warum Italien pleite gehen sollte??? Bei 135 % Staatsschulden, mit einer Piraten/AFD-regierung aus lauter inkompetenten Ministern, mit dem Steigen der impliziten Verschuldung (Pensionsreform der Pensionsreform der Pensionsreform) usw.usw....

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