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Mögliches Großprojekt: Architekt will Kölner Hauptbahnhof unter die Erde legen
Oliver Berg / DPA

Ein Architekt will den Kölner Hauptbahnhof unter die Erde legen - das erinnert an die Katastrophen-Baustelle in Stuttgart. Die Bürgermeisterin ist nicht abgeneigt, die Bahn dementiert, die Stadt debattiert.

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rstevens 20.05.2019, 19:00
130.

Zitat von stefanmargraf
Der Hauptbahnhof gehört als Durchgangsbahnhof vor die Stadt, am besten in die Nähe des Flughafens. Die Anbindung in die Stadt erfolgt mit einer einzigen Strecke einer Bahn auf Stelzen oder auch zum Tel unterirdisch. Jedenfalls ohne Straßen durch Bahnkreuzung zu blockieren. Die Bahn fährt immer (kein Fahrplan) und automatisch und am besten kostenfrei. Die freiwerdende Fläche in der Stadt durch Wegfall des Bahnhofs und der Weichen ist gigantisch, Milliarden wert und bezahlt den Bahnhof und die Zubringerbahn überkomplett.
So ein Vorschlag kann eigentlich nur von jemandem kommen, der nicht Bahn fährt. Warum ist die Bahn dort, wo es Hochgeschwindigkeitsstrecken gibt, überhaupt erst eine Alternative zum Flugzeug? Richtig, weil die Bahnhöfe anders als die Flughäfen in der Regel in den Stadtzentren sind und man nicht erst ewig raus- und reinreisen muss.

Ein Bahnhof weit außerhalb der Stadt würde jede Verbindung vom Stadtzentrum um mindestens 20-25 Minuten verlängern. Dadurch wird bei Verbindungen in die Nachbarschaft das Auto wieder interessanter, bei weiteren Verbindungen wird das Flugzeug wieder interessanter.

Beides wären Entwicklungen, die wir so eigentlich nicht wollen.

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hru 20.05.2019, 19:04
131.

Zitat von didi2212
Der Kölner Hbf ist kein Kopfbahnhof und lediglich durch den Bremsklotz Deutzer Brücke völlig überlastet. Es ist deshalb sinnvoll, den Fernbahnhof nach Deutz zu verlegen und die S-Bahn und den Regionalverkehr weiter über den jetzigen Hbf abzuwickeln. Da das Empfangsgebäude, wie in Stuttgart, ohnehin nicht abgerissen werden soll, sehe ich keinen Vorteil. Einen Tunnel unter den Rhein buddeln und die Gleise in Boden verlegen machen unter Einbezug der Kosten einfach keinen Sinn. Man benötigt nur einen schnellen Pendelverkehr über den Rhein.
Als Nichtkölner kann ich dem nur beipflichten - dank der Sanierung dre Deutzer Brücke haben wir den Zustand aber schon weitgehend erreicht, ich fahre auf dem Weg nach Süden nur noch sehr selten in den HBF. Was aber nicht stimmt ist, dass der Kölner HBF kein Kopfbahnhof ist. Die meisten Fernzüge haben da gekopft, weil die Hauptstrecke halt auf der falschen Rheinseite ist.

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hru 20.05.2019, 19:09
132.

Zitat von spaceagency
der nocht Evakuierbarkeit des Sttgt Bahnhofs bei Feuer sollten Sie noch erklären warum Stuttgart mit dem halben Verkehrsaufkommen Zürichs ein Bahnhofsystem.brauchen soll, dass so teuer ist wie das gesamte Gotthardsystem, während Deutschland es aber nicht schafft sich eben an die Achse Genua Rotterdam oder an den Brennerbasistunnel anzuschliessen. Eine gigantomanische Ingenieurfehlleistung für gerade 250.000 Reisende. Ich nenne das eher Schilda
Ob Stuttgart ein neues Bahnsystem braucht und was die Veränderungen für den Nahverkehr sind weiß ich gar nicht. Stuttgart 21 ist aber vor allem ein Fernverkehrsprojekt und der Bahnhof selbst ist ja nur ein Teil davon. Das Fernzüge nicht mehr eine große Schleife durch Stuttgart ziehen und dann noch kopfen müssen ist der Hauptnutzen. Und im Budget sind ja auch noch erhebliche Streckenkilometer enthalten, die nicht die Folge des neuen Bahnhofs sind sondern die Ursache - weil sie halt quer dazu liegen.

Und alle Fernverkehrsprojekte der Nachkriegszeit haben die gleichen Diskussionen nach sich gezogen - aber wo wären wir heute ohne die Strecke Hannover-Würzburg, Köln-Frankfurt oder Mannheim-Stuttgart? Selbst München Berlin kommt ja langsam an.
Klar - im Flieger (aus dem Zug vom Rheinland nach München geschrieben).

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latimer 20.05.2019, 19:15
133. Vernünftig und Zukunftsweisend!

Ein sinnvoller Vorschlag! ... denn es macht einfach keinen Sinn, eine auf höchste Effizienz gepolte Verkehrsinfrastruktur mitten durch eine Großstadt zu legen, insbesondere da zukünftige Wachstumsraten und Veränderungen nicht integriert werden können.
Das hätte man in Stuttgart auch machen sollen - Vorschläge gab genug - dann wäre uns viel erspart geblieben.

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spaceagency 20.05.2019, 19:35
134. rstevens - Richtig

das ist der Vorteil der HG Bahnen. Allerdings ist Deutz in der Stadt und nicht draussen am Rand und bei Stuttgart reicht ein Tangentenbahnhof, am besten verbunden durch ein Seilbahnnetz mit dem Zentrum und anderen Vierteln

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mccornickxy 20.05.2019, 19:47
135. Ein guter Plan: Versicherungsbetrug _ K. Dom/ Nortre Damme .. . etc.

Find ich super , den Plan. Das grottenschwarze traurige Ding da am Rhein, der "Kölner Dom" kann doch mal bei Bauarbeiten umkippen.
Klar hat da kein Bürgermeister was dagegen, bei dem Stadtkassenverschlingendem "Ungeheuer".

Der Vatikan musste sowieso ja nie einen Cent hierzu zahlen: denn wie bekannt, kriegen die beiden Hauptkirchen bundesweit verteilt neben die Kirchen-Steuer (zu 180 € von jedem Einkommen ganz freiwillig). Wenn das mit der Kirchensteuer nicht mehr klappt oder zu wenig wird, bezuschusst der Bund alljährlich mit 18 Milliarden an Staatssubventionen+ 45 Milliarden an Staatssubventionen für die Verwaltung v charitativen Kirchenorganisationen (Spendeneinnahmen fließen sowieso ) . Alle anderen Religionsgemeinden in unserem "realem Paradiesland", lieben ihre Bundessubventionen ebenso (mehr als ihre Götter - denn der beste Job (fester Gehalt) der Welt?).

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n.strohm 20.05.2019, 20:15
136. Das ist hoffentlich

nur ein PR Gag des Architekten.

Kölner Stadtarchiv, Tote, schiefstehende Kirche, graben in der Kölner Innenstadt bedeutet Baustopp wegen Funden aus der Römerzeit, graben neben der tiefergelegten Philharmonie, Vibrationen, Geräusche, KVB im Weg.

Mein Gott, wie verzweifelt muss ein Architekt sein, um das allen Ernstes vorzuschlagen.

Aber vielleicht mein er ja eine ganz andere Stelle ausserhalb der Innenstadt, so im Umfeld von Köln, ja... das macht... genauso wenig Sinn

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spaceagency 20.05.2019, 20:22
137. mccornick - drei Könige

immerhin hat ja Köln die drei Könige. Die wurden zwar aus Mailand gestohlen als Beutekunst aber sind wie alle Kultur in Köln aus dem Gebiet des heutigen Italiens. Daher wäre es doch nur angebracht Renzo Piano zu engagieren um die graue triste Stadt aufzuwerten. Bestimmt hat er beste Ideen für den ÖV der Stadt

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mccornickxy 20.05.2019, 20:44
138. Ein Architekt aus Italien : sehr guter Vorschlag (....Beutekunst)!

Zitat von spaceagency
immerhin hat ja Köln die drei Könige. Die wurden zwar aus Mailand gestohlen als Beutekunst aber sind wie alle Kultur in Köln aus dem Gebiet des heutigen Italiens. Daher wäre es doch nur angebracht Renzo Piano zu engagieren um die graue triste Stadt aufzuwerten. Bestimmt hat er beste Ideen für den ÖV der Stadt
. . . . .

Würde auch bestimmt diesem "papam" gefallen.

Doch, was bringt das wenn das Gebäude & die U-Bahn Baustelle einbrechen ? Etwa Versicherungsbetrugseinnahmen : doppelt, für beide;, d. h. die Stadt & den s. g. Künstler ?. Kennt man doch schon von woher: World Trade Center ?

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spaceagency 20.05.2019, 20:50
139. mccornick - wär doch was

Renzo Piano baut sehr schön. Und zu Baudesaster...in Köln und Rastatt brach alles schon im Bau ein (in Köln ging das ganze Archiv in die Baugrube...). In Genua hielt die Brücke wenigstens 50 Jahre. Daher wäre es wohl das beste was Köln passieren könnte mit dem Einsatz eines Italieners. Deutsche können ja bekanntlich im Inland nicht mehr bauen:)

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