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Mögliches Handelsabkommen mit Großbritannien: Trumps Trojanisches Pferd
White House/ ZUMA Press/ imago images

Der britische Premier Boris Johnson braucht bei einem Brexit ein schnelles Handelsabkommen mit den USA. Doch US-Präsident Donald Trump und seine Berater werden sich einen Deal teuer bezahlen lassen.

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h.hass 07.09.2019, 11:03
1.

Kein Komödienautor könnte sich sowas ausdenken. Die Briten wollen unbedingt der Knechtschaft der EU entfliehen - und müssen sich dafür von Trump noch viel übler knechten lassen. Wenn es überhaupt ein Abkommen gibt, dann eines, bei dem America First gilt und bei dem Trump die Bedingungen diktiert.

Johnson glaubt anscheinend tatsächlich, dass er noch irgendwelche Trümpfe in der Hand hält, die er ausspielen kann - gegenüber der EU oder der USA. Er steht aber vollkommen nackt da. Und sollte er mit den Chinesen verhandeln wollen, dann sieht er noch viel nackter aus.

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iasi 07.09.2019, 11:13
2. Die Liste der Verhandlungsziele mit der EU dürften noch viel länger ..

sein. Die aufgeführten US-Ziele sind dann sicher auch auf der EU-Liste zu finden. Ein Abkommen mit GB wäre ein effizienter Hebel für die Verhandlungen mit der EU - und diese haben für die USA nun einmal die größere Bedeutung - also ein schneller Deal mit GB und dann die EU weichkochen.
Bemerkenswert, wie unbesorgt sich die EU gibt und für wie unerschütterlich sie sich hält. Die europäische Selbstüberschätzung wird ja beim Iran-Abkommen sehr deutlich. Und beim Besuch in China freut man sich auf deutscher Seite ja schon, dass man Geschäfte in China machen darf.

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espressotime 07.09.2019, 11:15
3.

Was hat der Brexit für einen Sinn? Aus der EU austreten und in eine Zwangsjacke stecken lassen durch die USA. Wo ist bitte schön da der Gewinn? Aber Strafe muss ja sein!

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TheBlind 07.09.2019, 11:16
4.

Zitat von h.hass
Kein Komödienautor könnte sich sowas ausdenken. Die Briten wollen unbedingt der Knechtschaft der EU entfliehen - und müssen sich dafür von Trump noch viel übler knechten lassen. Wenn es überhaupt ein Abkommen gibt, dann eines, bei dem America First gilt und bei dem Trump die Bedingungen diktiert. Johnson glaubt anscheinend tatsächlich, dass er noch irgendwelche Trümpfe in der Hand hält, die er ausspielen kann - gegenüber der EU oder der USA. Er steht aber vollkommen nackt da. Und sollte er mit den Chinesen verhandeln wollen, dann sieht er noch viel nackter aus.
Tja, Verhandlungen mit China würde Trump gar nicht gerne sehen, siehe Artikel... damit wäre gB echt am Ar..., wirtschaftlich gesehen... aber man ist endlich politisch befreit :) (wobei, das was man an der EU kritisiert, sind Dinge die die gB Regierung selbst in der Hand gehalten haben, aber den schwarzen Peter immer der EU zugesteckt hat, das Spiel was auch unsere Regierung perfekt beherrscht, siehe eur. Urheberrechtsreform)

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truth hits 07.09.2019, 11:17
5. Taking back control...

Es sieht doch eigentlich jeder und noch dazu ist es folgerichtig, dass es mit der aktuellen Administration in Washington keinen vernünftigen, bilateralen Handelsvertrag geben kann. Die amerikanischen Forderungen wird das vereinigte Königreich in keinem Fall erfüllen können. Donald Trump und seine Berater werden stets die Maximalforderungen stellen, die das UK an die Wand drücken werden. Groß Brittanien wird kein Abkommen mit China verhandeln dürfen und ob es überhaupt unabhängig mit der EU27 beraten darf, steht dann auch in den Sternen. Die Isolation scheint vorprogrammiert. Es sind mit tödlicher Sicherheit nicht die USA, die den Briten in dieser schier ausweglosen Situation helfen werden. Man manövriert sich gerade ins gefrierende Packeis...beängstigend!

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Artognou 07.09.2019, 11:18
6. Die Briten wollen es doch so...

Wenn die Briten denken sie wären für die Amis Partner auf Augenhöhe, dann haben sie sich getäuscht. Ihre gewünschte Unabhängigkeit werden die Briten mit Trump nicht bekommen. Glückwunsch!

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ulimary 07.09.2019, 11:19
7. Ich verstehe nicht ganz...

: Warum hätte Trump mit dem Briten-Deal ein Druckmittel gegen die EU in der Hand? Die EU hat ja bereits einen Handelsvertrag mit Amerika. Der grenzt Sachen wie Chlorhühnchen usw. aus. Wenn die Briten sie doch einführen wollen (anscheinend nicht) dann sollen sie mal machen. Wie Sie richtig sagen, ein Markt von 500 Millionen ist immer fast zehnmal wichtiger, als einer mit 60 Millionen. Sogar Trump wird das wissen!

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mwroer 07.09.2019, 11:22
8.

Zitat von h.hass
Kein Komödienautor könnte sich sowas ausdenken. Die Briten wollen unbedingt der Knechtschaft der EU entfliehen - und müssen sich dafür von Trump noch viel übler knechten lassen. Wenn es überhaupt ein Abkommen gibt, dann eines, bei dem America First gilt und bei dem Trump die Bedingungen diktiert. Johnson glaubt anscheinend tatsächlich, dass er noch irgendwelche Trümpfe in der Hand hält, die er ausspielen kann - gegenüber der EU oder der USA. Er steht aber vollkommen nackt da. Und sollte er mit den Chinesen verhandeln wollen, dann sieht er noch viel nackter aus.
Es geht den Briten ja nicht um die wirtschaftliche Seite der EU - die EWG hat große Zustimmung gefunden im UK. Es geht den Briten einzig darum das sie mehr und mehr nationale Rechte an die EU abtreten sollen bzw. müssen.

Wirtschaftlich hat das UK echt nicht zu klagen - sie sind Nutznießer der EU und haben 101 Ausnahmeregelungen.

Nur darum geht es nicht - es geht um die nationale Souveränität. Das man das eine ohne das andere nicht haben kann dringt entweder nicht durch oder man ist bereit auf wirtschaftliche Vorteile zu verzichten um halt 'unabhängig' zu bleiben.

Man muss das weder gutheißen noch verstehen - aber so ticken sie halt.

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sischwiesisch 07.09.2019, 11:26
9. Garantie

Sollte es noch in der Amtszeit Trumps ein Handelsabkommen geben, so wird es das Papier nicht Wert sein auf dem es steht.
Ein falsches Wort genügt und Trump wird es mir seinem dicken schwarzen Lieblingsfilzstift durchstreichen.

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