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Mogel-Verpackung: Das Kompost-Komplott
DPA

Nie mehr ein schlechtes Gewissen, weil die Verpackung verrottet wie altes Laub: Die Industrie feiert biologisch abbaubare Kunststoffe als Mittel gegen Plastikmüll. Doch das Konzept hat große Schwächen.

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v. m. photon 25.10.2014, 12:30
10. Zu negativ

Ich denke der Artikel stellt abbaubare Kunststoffe zu negativ dar, weil er sich allein auf die Situation in Deutschland bezieht. Sicher ist es am effizientesten Kunststoffabfälle zu verbrennen oder zu recyclen, aber dafür braucht es eine funktionierende Abfallwirtschaft. Wenn, wie in vielen Ländern, der Müll auf der Deponie, am Straßenrand oder gar im Meer landet, sehe ich durchaus Vorteile für diese Werkstoffe.

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Lolalila 25.10.2014, 12:31
11. Bioplastik im Garten?

... da wird mir irgendwie ganz anders. ich kompostiere selbst aber ne Plastiktüte, egal mit welchem Siegel, käm mir nicht in die Rotte. Wenn ich mir aber überlege, woraus in Zukunft gekaufte Blumenerde besteht - da seh ich schwarz für unsere Erde

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sverris 25.10.2014, 13:00
12. Nur bedingt

1. Wenn die Verpackungen aus pflanzlichen Abfällen gemacht werden, zerfallen sie jedenfalls CO2-neutral. Wenn sie aus Erdöl sind, nicht.
2. Darf man fragen, warum dann nicht Materialien entwickelt werden, die etwas schneller zerfallen?
3. Dass es Plastikrecycling gibt, ist ja schön, aber das als Argument zum Nachteil abbaubarer Material zu erkären, ist arg kurzsichtig.
4. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung kann auch selbst kompostieren. Dann sind die Kompostierlagerzeiten durchaus weit länger.
5. Was passiert eigentl., wenn die pflanzlichen Verpackungen ins Meer oder in der Natur herumliegen? Da sind sie doch nach einigen Monaten spätestens verschwunden, im Vergleich zu Plastik!

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paul-48 25.10.2014, 13:04
13. Der Bürger hat KEINE Möglichkeit zu kontrollieren.

ob kompostierbar oder nicht!
Die Kehrseite der Medaille DASS Politik nicht KONTROLLIERT - solche Produkte zuläßt und in kiollektiver Verantwortiungslosigkeit ihren NEBENBESCHÄFTIGUNGEN nachgeht!
Politik eben sich selbst überläßt - "wird gemacht"

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sverris 25.10.2014, 13:18
14.

Zitat von v. m. photon
Ich denke der Artikel stellt abbaubare Kunststoffe zu negativ dar, weil er sich allein auf die Situation in Deutschland bezieht. Sicher ist es am effizientesten Kunststoffabfälle zu verbrennen oder zu recyclen, aber dafür braucht es eine funktionierende Abfallwirtschaft. Wenn, wie in vielen Ländern, der Müll auf der Deponie, am Straßenrand oder gar im Meer landet, sehe ich durchaus Vorteile für diese Werkstoffe.
Sehr richtig: in NL zb gibts kein Recycling für pflanzliche Hausabfälle. D.h. alles Grünzeug landet in der Verbrennungsanlage. Dort sind Bioabfälle jedenfalls CO2 neutral, erdölbasierte nicht.

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bruuff 25.10.2014, 13:22
15. Plaste!

Es ist die Mehrzahl von Plast.
Ich sehe ja ein, dass sich die Rechtschreibung dem Sprachgebrauch öffnen sollte, aber das hier soll einen Artikel aus Wissenschaft/Technik darstellen. Verwenden sie doch den technisch richtigen Begriff. Sie wollen intelligent klingen, erreichen aber genau das gegenteil.

Ich hab mir ein Addon installieren müssen, das Wörter für mich ersetzt, war ja sonst nicht zum aushalten.

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Oscar Madison 25.10.2014, 13:22
16. Die Frage der Kompostierbarkeit

... ist vollkommen nebensächlich, wie schon im Artikel erwähnt. Zum Einen sind die Plastikabfälle in den Meeren bestimmt kaum aus Deutschland - bei unserer Entsorgungskultur. Hier sind Asien, Afrika und Südamerika wahrscheinlich die Hauptverursacher. Und zum Zweiten ist die Frage des Rohstoffes wichtiger: Eine Verpackung auf Maisbasis ist eben - ob verbrannt oder kompostiert - ein CO2-neutrales Produkt. Im Gegensatz zu Erdölprodukten, die hundertemillionen Jahre gebundenes Co2 wieder in die Atmosphäre blasen. Ob durch Verbrennung oder Kompostierung ist egal, wobei bei der Verbrennung noch die Wärmeenergie genutzt wird.

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litholas 25.10.2014, 13:44
17.

Zitat von konservativ24


"Gegen die Plastikverschmutzung der Ozeane...
...kann Bioplastik zumindest ein Zeichen setzen, wenn es sich schneller zersetzt als das "klassische Plastik", das derzeit mit Millionen Tonnen in den Ozeanen treibt. ..."


Zitatende


Genau das ist der springende Punkt, der im Artikel komplett verschwiegen wird. Das kompostierbare Plastik wird nicht produziert um tatsächlich kompostiert zu werden, sondern damit der Anteil, der in die Natur gelangt, nach einigen Jahren abgebaut ist, anstatt jahrhundertelang Tiere umzubringen. Der Anteil, der nicht in die Natur gelangt, war nie ein Problem.

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dreamdancer2 25.10.2014, 13:49
18.

Zitat von gödölö
dumm nur, dass sich der Biomüllbeutelboden schon während der Befüllzeit auflöst, der trockene Randbereich dann später aber lange, lange durch's Gemüsebeet flattert.
Ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht... Theorie gut, Praxis setzen, sechs.

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litholas 25.10.2014, 13:55
19.

Zitat von mikaiser


"...
ich habe die Plastikbeutel für Biomüll bisher mit gutem Gewissen verwendet. Da kann ich mir die Kosten ja in Zukunft sparen. Zurück zum Bio-Eimer auskippen und anschließend auswaschen, wieder meinen Ekel besiegen. ..."


Zitatende


Da habe ich einen live-hack für Sie: Auswaschen ist gut, aber das geht ohne Ekel wenn Sie viele Papier-Küchentücher verwenden. Sammeln Sie die Papiertücher, die sie nur zum Abwischen verwenden, und polstern Sie dann den Boden des geleerten Bio-Eimers damit dick aus, am besten mit mehr oder weniger zusammengeknüllten möglichst trockenen Papiertüchern. Dadurch wird verhindert, dass am Boden des Bioeimers ein faulender Sumpf entsteht.

Dann verwenden sie Papiertücher, um beim Schälen von Obst und Gemüse die Schalen zu sammeln, und werfen diese Schalen mitsamt den Tüchern in den Bio-Eimer.

Und schliessen Sie den Bio-Eimer nicht, damit die Feuchtigkeit verdunsten kann. Ich weiss das hört sich an als ob dann das ganze Haus nach den Obst- und Gemüseschalen stinkt, aber das stimmt nicht: Die Schalen trocknen schnell und riechen deswegen kaum, und der wenige Geruch bleibt fast vollständig zwischen den Papiertüchern, die den Schalen Feuchtigkeit entziehen und so dafür sorgen dass nichts faulen kann.

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