Forum: Wirtschaft
Monopol-Untersuchung: Finanzminister Mnuchin greift Amazon scharf an
AFP

Die US-Regierung hat kaum mit den Ermittlungen gegen die großen Internetkonzerne begonnen. Doch Finanzminister Steven Mnuchin kennt schon das Ergebnis: Zu den Bösen zählt der schärfste Kritiker Trumps.

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sozialismusfürreiche 25.07.2019, 07:59
1. man kann zu Amazon stehen wie man will ...

Man kann zu Amazon stehen wie man will, aber was die Trump Junta da tut, im Versuch liberale Firmen zum Schweigen zu bringen, ist Totalitarismus.

Gescheiter wäre es Sie zahlen normal Steuern.

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biba_123 25.07.2019, 08:02
2. Amazon hat den Einzelhandel zerstört

Das ist nicht ganz falsch. Aber es ging nur mit Hilfe der Verbraucher. Der wird sich letztlich dumm umgucken. Denn demnächst wird Amazon richtig teuer werden. Wenn denn endlich die Umweltschäden, die der Versandhandel mit sich bringt, den geizigen Kunden in Rechnung gestellt werden. Einerseits gegen Klimawandel sein, aber bei Amazon weiter kaufen, belegt, wie heuchlerisch unsere Gesellschaft zwischenzeitlich geworden ist.

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s.l.bln 25.07.2019, 08:11
3. Bemerkenswert

Die USA hat während der letzten Jahrzehnte konsequent den Umbau zur Dienstleistungsgesellschaft betrieben und nun, wo das erfolgreich abgeschlossen ist, es der USA wirtschaftlich blendend geht und die US Techkonzerne den Weltmarkt im Alleingang beherrschen, bekämpft der US Präsident aus rein persönlichen Motiven genau diese Konzerne.
Ich bin sehr dafür, daß Europa sich die vornimmt, aber erstaunt, wenn die US Administration das tut.
Ich stelle mir vor, wie das ankäme, wenn Merkel anfinge, die deutschen Autokonzerne zerschlagen zu wollen, vielleicht...weil deren Angestellte mehrheitlich SPD wählen, o.Ä.
Nebenbei wird dieses Engagement sicher wieder einiges an Bewegung an der Börse verursachen. Ob die mal anfangen zu beobachten, wer von den Kursschwankungen unter Trump so alles profitiert?

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BorisBombastic 25.07.2019, 08:18
4. Killer des Einzelhandels und sozialem Lebens

Amazon und Co zerstören nicht nur die Strukturen des Einzehandels, sondern auch in Folge Innenstädte und den nichtstätionären Maktplatz. Sozialer Lebensraum wird vernichtet, Städte veröden, Sozialstrukturen vereinsamen. Wollen wir das?

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mantrid 25.07.2019, 08:22
5. Das nennt man Wettbewerb

Amazon oder Online-Shops generell müssen einem nicht symphatisch sein. Sie sind Teil des Marktes, sind Teil des Wettbewerbs. Politk muss sich Gedanken machen, ob dieser Wettbewerb zu fairen Konditionen stattfindet und notfalls die Regeln ändern. Keine oder wenig Steuern bei guten Gewinnen zahlen ist asozial und schadet der Gesellschaft. Bei der Steuergesetzgebung sind die USA nicht gerade Vorbild. Das kann der us-amerkianische Finanzminister ja ändern wenn er das bei seinem Präsidenten durchbekommt.

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christianwitten 25.07.2019, 08:23
6. Die Fürsprecher und Unterstützer des PotUS

dürfen alles umsetzen wie sie wollen. Wer nicht Gehorsam ist, den versucht dieser Dealmaker zu zerstören. Lock him up!
Wer nicht spurt, wird maximal bedroht und mit Strafen überzogen (Zölle, Geldstrafen oder militärisch).
Die kleinen Händler oder Gewerbetreibenden sind dem vollkommen egal.

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Atheist_Crusader 25.07.2019, 08:24
7.

Selbst wenn es politische Gründe gibt, das Monopolverfahren ist nicht unberechtigt.

Amazon benutzt eine Menge perfider Strategien, manche davon so neu dass das Gesetz gar nicht darauf vorbereitet ist. Zum Beispiel arbeitet man nach der Maxime: lieber kurzfristig Geld verlieren wenn man dafür langfristig Marktmacht ausbauen kann. Wenn sich ein Anbieter nicht aufkaufen lässt, dann tritt man in Konkurrenz zu ihm und unterbietet ihn drastisch, selbst wenn man dann nur noch mit Verlust verkauft. Amazon hat einen finanziell extrem langen Atem, also muss über kurz oder lang die Konkurrenz dann einpacken.
Dies war aber rechtlich bisher okay, weil es im amerikanischen Recht eine Klausel gibt, die besagt dass fragwürdige Taktiken okay sein können wenn sie zum Vorteil des Kunden sind. Und der Kunde profitiert ja von niedrigen Preisen.

Also wenn Jemand dagegen vorgehen will, dann nur zu. Selbst wenn es das Trump-Zäpfchen Mnuchin ist.

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Sandlöscher 25.07.2019, 08:24
8. Längst überfällig

diese Läden sind außer Kontrolle, zahlen fast keine Steuern, sind Datenhehler und bedrohen mittlerweile die freiheitlich demokratische Grundordnung durch Falschmeldung, Fake News und Propaganda (siehe u.a. Brecht-Skandal um Cambridge-Analytica). Facebook bezahlt eine Strafe in Höhe von 5 Mrd. Dollar aus der Portokasse und wird wahrscheinlich gar nichts ändern. Ironischerweise geht nun ein Präsident gegen diese Läden vor, der wohl ohne diese unfeineren Damen und Herren nicht im Amt wäre. Ich hoffe, dass diese Läden damals wie Standard-Oil zerschlagen werden. Der Markt und die Demokratie würde sich freuen.

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MatthiasPetersbach 25.07.2019, 08:25
9.

"hat den Einzelhandel in den Vereinigten Staaten zerstört",

Nun, das hats bei uns ja auch. Es ist aber vielleicht nicht "amazon", sondern der Internethandel an sich. Amazon hat sich nur durch ziemlich dubiose Geschäftspraktiken gegenüber z.B. Händlern und Arbeitern ausgezeichnet.

Die Sicht- bzw. Rechenweise, daß A. zu 90 % über Ladengeschäfte funktioniert, ist aber ein wenig abenteuerlich. Vielleicht haben 90% der Firmen, die da mitmachen, auch ein Ladengeschäft. Das ist aber denn doch irgendwie was anderes.

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