Forum: Wirtschaft
Monsanto und Co.: Glyphosat-Hersteller sind "tief enttäuscht" über EU-Zulassung
DPA

In Deutschland sorgt die verlängerte Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat für massiven politischen Ärger. Doch auch die Herstellerkonzerne wettern gegen die EU-Entscheidung - die Genehmigung sei viel zu kurz.

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eurorentner 28.11.2017, 13:40
30. Ja, diese Genehmigung

musste schnell gehen, denn die CDU weiß nicht, ob sie die Grünen künftig noch für die Regierung braucht. Jetzt ist das abgehakt, auf zu neuen Ufern mit den Grünen.

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von111derletzte 28.11.2017, 13:46
31. Hm,

Zitat von Pixopax
Irgendetwas müssen die Landwirte verwenden um dieselben Ergebnisse wie jetzt zu erhalten, das Kind ist schon in den Brunnen gefallen. Also werden sie andere Mittel nehmen, die aber wohl eher schlimmer sind als Glyphosat. Es ist eher ein Umdenken erforderlich, dass man z.B. für Silage nicht alles außer die eine Grassorte auf dem Feld ausmerzen muss. Oder dass man die Pflanzen vor der Ernte nicht noch spritzt (wird selten gemacht, aber es wird gemacht). Unsere Wiesen sind zur Graswüsten verkommen, bei uns werden die Wiesen regelmäßig komplett abgetötet und neu eingesät. Das ist das Hauptproblem, da wächst nicht mal mehr Löwenzahn. Das werden die Bauern aber auch ohne Glyphosat machen.
was haben denn die Bauern in Deutschland vor 20 Jahren eingesetzt, als der Glyphosatverbrauch etwa 80% weniger betragen hatte?

2012 habe ich Grünland erworben, auf dem ein Teil über Jahre mit Roundup üppigst kontaminiert wurde: Viel wächst da nicht, aber Löwenzahn hat sich immer behaupten können. Obschon ich nicht vermute, dass dieser bereits restistent ist. Falls doch, ist das Zeugs sowieso für umme.

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Beat Adler 28.11.2017, 13:48
32. Glyphosat ja oder nein basiert auf Wissenschaft.

Glyphosat ja oder nein basiert auf Wissenschaft. Es gibt heute genuegend natur-wissenschaftlich korrekte Testverfahren, selbstverstaendlich mit mathematisch korrekter statistischer Auswertung, die eindeutig, ohne Zweifel, feststellen, ob ein Chemikalium oder eine Mischung von Chemikalien Krebs verursacht, welche Art von Krebs und mit welcher Haeufigkeit.

Diese wissenschaftlich hieb -und stichfesten Studien gibt es bisher bei Glyphosat oder dem Spritzmittel Roundup, seinen vielen Nachahmer Produkten aus China, nicht. Weder von unabhaengigen, staatlich oder NGO finanzierten Instituten noch von der Industrie selbst.

Eine Entscheidung ueber Glyphosat ja oder nein ist deswegen politisch und nicht wissenschaftlich.

Uebrigens, es spielt keine Rolle ob die EU Bauern Glyphosat anwenden duerfen oder nicht. Bei einem Verbot aendert sich in der EU kaum etwas, weder fuer die Bauern noch fuer die Konsumenten.
mfG Beat

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fischersfritzchen 28.11.2017, 13:49
33. Jammern und klagen ist der Gruß der Kaufleute (und Landwirte)

... und ebenso der Hersteller von was auch immer. Aber ich bin sicher, die Chemie-Unternehmen fangen nicht erst morgen an, nach neuen Total-Herbiziden zu forschen. In fünf Jahren, falls Glyphosat dann doch nicht mehr eingesetzt werden darf, zaubern die das Neue, Bessere, Wirksamere Mittel (und nur etwas teurer) auf den Markt, was am Anfang wieder völlig ungefährlich für Mensch und Insekt ist.

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A. Merkel 28.11.2017, 13:50
34. wenn Glyphosat in den USA zugelassen ist ...

... dann kann Frau Merkel es in der EU schlecht verbieten. Immerhin hat Herr Trumpp ja die Abhörprotokolle von Herrn Obama geerbt und weiß, womit er die Kanzlerin und die Bundesregierung unter Druck setzen kann.

Wäre TTIP in Kraft getreten, wie damals von der Gro-Ko unbedingt gewollt, müsste der deutsche Steuerzahler bei Nichtverlängerung der Zulassung auch noch milliardenschwere Strafen an Monsanto zahlen.

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Aha!11!eins 28.11.2017, 13:50
35.

Zitat von eurorentner
empörte sich der Hersteller-Zusammenschluss. Untersuchungen hätten ergeben, dass von Glyphosat "keine unvertretbaren Risiken ausgehen".
Bedeutet im Umkehrschluss, dass es Risiken gibt. Die Hersteller halten diese für vertretbar. Ist doch fast schon ein Eingeständnis. Ich hingegen bin eher für 0 Risiko Politik in diesem Bereich.

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geri&freki 28.11.2017, 13:58
36. Echte Krokodilstränen!

Mir scheint, hier werden eher öffentlichkeitswirksam Krokodilstränen vergossen, um unserem Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt - ohne Frage ein politisches Roundup-Talent - medialen Flankenschutz zu geben.

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barzussek 28.11.2017, 14:03
37. Die eifrigsten CSU/CDU Anhänger

sollten beginnen nachzudenken.Wenn ein Minister dem wo möglich zu seiner Entscheidung etwas nachgeholfen wurde von Bayer/Monsanto("mit Argumenten") zu stimmt das Menschen mit Herbizid belastete Lebensmittel verabreicht bekommen
das die Insektenwelt ausgerottet wird da fast alle Arten von Pflanzen welche keine Nutzpflanzen darstellen vernichtet werden welche als Nahrung dienen dadurch auch der Bestand in der Vogelwelt mangels Nahrung dezimiert wird nur um einen Wirtschaftszweig und (Landwirtschaft)und Chemiefirmen den Profit zu ermöglichen

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Freidenker10 28.11.2017, 14:04
38.

Zitat von Andreas1979
doch langfristig sehr teuer, wenn wie beispielsweise in Argentinien plötzlich Fehlgeburten vermehrt eintreten, Kinder missgebildet auf die Welt kommen und viele Kosten verursachen, oder gar an einem selbst Tumore oder Krebs festgestellt wird und tausende von Euro an Medikamenten ausgegeben werden müssen.
Ist doch dann praktisch wenn dieselbe Firma, bzw. die neue Mutter Medikamente dafür/dagegen anbieten. Nennt sich Wertschöpfungskette... Die Kosten für Medikamente schrecken diese Firmen ganz sich nicht ab, ganz im Gegenteil! Eins noch zu den Unbedenklichkeitsstudien: Wie schon oft zu lesen war, sind die meisten Studien die Glyphosat für unbedenklich erklären auch von Monsanto finanziert. Schöne neue Welt in der man sich auf die dem Menschen fokusierte Wissenschaft verlassen kann... Aber klar, rauchen war auch nicht schädlich und radioaktive Strahlung harmlos!

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ingo.adlung 28.11.2017, 14:07
39. Die Industrie irrt

... gewaltig. Wenn sie in der Lage sind einen Wirkstoff herzustellen, der bis das Produkt bei mir auf dem Esstisch landet vollständig abgebaut wurde, dann muss man die Zulassung selbstverständlich vorbehaltslos wie viele andere auch überprüfen und ggfs erteilen. Als Verbraucher habe ich das Recht darauf zu bestehen, dass ich kein Unkrautvernichtungsmittel konsumieren muss. Wir müssen wegen mehrfachen Unverträglichkeiten einer meiner Töchter bereits heute aufpassen, was wir zubereiten, da brauch ich keine zusätzliche Chemie im Lebensmittel. Alternativ: druckt auf jede Packung wo Glyphosat drin ist, das Glyphosat drin ist, dann kann der Verbraucher beim Einkauf selbst entscheiden. Wem es zusagt kann ja gerne zugreifen, kein Problem. Mir zu sagen, ich soll mich nicht so anstellen und gefälligst Essen was mir aufgetischt wird ist eine Frechheit. Somit auch die Entscheidung unseres Landwirtschaftsminister, oder sollte ich übersehen haben, dass er sich für eine Kennzeichnungspflicht ausgesprochen hat?
P.S. wenn ich mich recht entsinne hat auch die Tabakindustrie jahrzehntelang die negativen Auswirkungen des Tabakgenuß geleugnet. Das mag bei Glyphosat weniger dramatisch sein, aber ich will es einfach nicht konsumieren. Mein Recht zu entscheiden. Punkt.

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