Forum: Wirtschaft
Müllers Memo: Der Kapitalismus funktioniert nicht mehr
AFP

Die Weltwirtschaft leidet immer noch stark unter den Folgen der Krise von 2008. Der Hauptgrund: Die Unternehmen investieren viel weniger als früher. Aber warum ist das so?

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C. Goldbeck 13.04.2015, 00:35
180.

Vielleicht kommt es doch anders. Derzeit wird der Markt mit billigem Erdöl geflutet. Das ist real, keine Illusion und führt zu mehr Wachstum, da sich die Energie und die daraus erzeugten Produkte nun mehr Menschen leisten können. Wo gibt es noch Mangel und damit Nachfrage und Märkte? Wasser, Nahrungsmittel, Bildung, bezahlbarer Wohnraum, Telekommunikation, medizinische Versorgung in den Schwellenländern, Umwelttechnologie, regenerative Energien etc.. Im Prinzip ist da noch ein gigantisches Potential vorhanden aber das muss nachhaltig erschlossen und nicht reales Vermögen in Phantasiegeld umgewandelt werden. Entweder ist der Kapitalismus anpassungsfähig oder er verschwindet halt wieder, das ist Evolution. Vielleicht sterben wir auch einfach aus, wie Organismen, die durch ungehemmtes Wachstum ihr Substrat verbraucht haben. Aber bisher waren die Menschen trotz vieler Rückschläge sehr kreativ und haben in Krisen neue Wege gefunden, leider aber nicht immer durch kluge Reformen, sondern erst nach langem Aufschieben der Probleme durch radikale Veränderungen.

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pauerkraut 13.04.2015, 01:17
181. Der schlechteste Kapitalismus

ist fuer ein Volk immer noch besser als jede -JEDE- Form des Sozialismus

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reinerotto 13.04.2015, 01:20
182. Nein. Kapitalismus funktioniert einfach ZU gut.

Warum sollten sich Banken um Unternehmer kümmern, wenn mit "Money for Nothing" von der EZB/FED z.B. am Aktienmarkt viel mehr Geld verdient werden kann ?

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Cyberfeld 13.04.2015, 01:20
183. Bin anderer Meinung

Zitat von va.engineering.net
Der Artikel ist mal wieder grundfalsch, denn in der tat ist es der geldsozialismus der eu in erster linie der nicht funktionieren kann. mehr kapitalismus und mehr liberalität sind die lösung, nicht der ruf nach einer linken alternative, die wie immer nur eine katastrophe ist.
Der Artikel erzählt keine Lösungen nur die Probleme und das sie Diskutiert werden und sollten.
Um ehrlich zu fragen wie liberal sollen wir denn noch werden ? Wenn sie die BRD mit der von 30 Jahren(west) vergleichen war das im verglich zu heute wahrscheinlich für sie Kommunismus.

Allgemein denke ich auch das das Problem auch nicht an den endlichen Ressourcen liegt, davon sind wir noch weit entfernt und was es wirklich an technologischen Möglichkeiten gibt wird meisten nicht in Öffentliche Medien diskutiert.(auch die haben Grenzen aber weit weit entfernt)

Auch der Demografische Wandel ist weniger Problematisch als dargestellt weil die waren Probleme in der Schuldenfalle der Staaten liegt wie auch der Automatisierung(#17) +3D-Drucker und Outsourcing gekrönt wird das mit Steuervermeidung der Großkonzerne und der Steuerflucht der Superreichen.

Die zu Letzt genannten Probleme sind am vordringlichsten, da man die anderen defacto nicht Lösen kann ohne irgendwelche globalen Verbote. Egal wie die Lösung aussieht sie ist nicht hübsche, sie ist die Anti-These zur sozialen Marktwirtschaft und gleichzeitig Version 2.0 davon zusammen mit Big Data könnte man es auch eine "privatisierte Planwirtschaft" nennen Gegenpunkt dazu ist die Akzeleration in der Philosophie die im Prinzip die wieder Einführung sozialen Marktwirtschaft mit neuen Mitteln Anstrebt, beides geht aber davon aus das der Staat Kapital umschichten muss um Nachfrage zu generieren....Man ich sollte ein Buch schreiben.

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tkirchner 13.04.2015, 01:24
184. Zinserhöhungen brauchen wir

Wenn es wieder eine ordentliche Rendite auf Investitionen gibt, dann wird auch investiert. Um heutzutage eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften muss man verdammt riskante Projekte starten. Das traut sich keiner. Die Niedrigzinspolitik der EZB ging leider nach hinten los.

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bmvjr 13.04.2015, 01:31
185. Eine Eiche ist eine Eiche

Alles Wachstum ist begrenzt. Die Erde laesst sich nicht aufblasen, Baeume wachsen nicht in den Himmel und wir selbst werden auch nicht gerade groesser - in vielerlei Hinsicht.
Tatsaechlich wird nur ersetzt und die Kurzlebigkeit eines Produktes, gewollt kurzlebig oder nicht, gaukelt lediglich Wachstum vor, wenn z.B. ein "altes" Handy durch ein "neueres" Modell ersetzt wird.
Noch laufen wir der Masche Wachstum wie die Lemminge hinterher und es wird allerhoechste Zeit, dass wir begreifen was fuer eine Illusion dies ist. Die Welt, wie sie sich uns heute allgegenwaertig darstellt ist blutender, schreiender, leidender Beweis dafuer, dass wir auf's falsche Pferd gesetzt haben und damit nicht gluecklich in den Sonnenuntergang reiten werden.
Wir muessen den Mut aufbringen, Grundsaetzliches in Frage zu stellen und Courage zu massiven Aenderungen zu zeigen. Ein Abenteuer, gewiss, aber es mag uns geradezu das Leben retten.

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Jerome E. Gruber 13.04.2015, 02:08
186. Der Kapitalismus ist ein Erfolgsmodell... allerdings nur für wenige

Die, die die Geschicke der Welt wesentlich bestimmen, haben sehr viel von dem, um das es beim Kapitalismus geht: Geld. Die Wertegemeinschaft des Kapitalismus verteidigt den Welt des Kapitalismus: Geld. Wenn aber Geld mehr Wert bekommt, als ein normaler Mensch, ist es einfach nur folgerichtig, dass Geld den normalen Menschen abwertet.

Seit im Globalkapitalismus ein Punkt erreicht ist, an dem die Arbeit des Geldes (eine korrektere Formulierung wäre "die Scheinarbeit des Geldes" - denn Geld arbeitet nicht, sondern lässt andere für Gewinne arbeiten oder bluten) mehr Wert hat, als die Arbeit von Menschen (Humanarbeit), wird die globalkapitalistische Gesellschaft immer inhumaner.
Scheinarbeit des Geldes darf keinesfalls mehr Wert haben, als die reale Arbeit von Menschen.
Dem Wesen Mensch muss durch ein zukunftszugewandtes, nachhaltiges und soziales Wirtschaftssystem Rechnung getragen werden.
Zumindest wenn man Erfolg für viele Menschen will und nicht nur für eine Global.Mammon-Elite.

Aber mit der Angst vor dem bösen Kommunismus und mit dem Märchen vom demokratischen, schönen "Uns-geht-es-gut"-Global-Kapitalismus lassen ich Menschenmassen steuern, den schönen Schein, weiter zu wählen.
Die soziale Marktwirtschaft - das wärs.
Aber das wirft nicht ganz so hohe Gewinne für Mikrogewinnler und Multigewinnler ab.

Da man heutzutage für satte Gewinne nicht mehr gut direkt oder indirekt Kolonialsklaven schuften lassen kann, muss man für die satten Gewinne eben die freundlichen "Mitarbeitenden" schuften lassen und ausbeuten.

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Lurker99 13.04.2015, 02:27
187.

Hier in den Staaten fehlen die Investitionen in Real Estate. Der grund ist das private keine Kredite bekommen, wenn sie nicht zumindest einen 800+ Credit Score haben, oder das gesamte Mortgage Volume in cash positionen verfuegbar haben (Quelle: Einer der Top 10 Manager von Chase). Das fuehrt dazu, dass die Renten unverhaeltnismaessig teuer werden, und das Geld fehlt dann fuer den privaten Konsum. Als Beispiel fuer LA: Weho, 900 sqft, europaeischer Standard, 1 Bedroom 3,500 $/m - da bleibt dann selbst fuer gutverdiener wenig ueber....

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studibaas 13.04.2015, 03:44
188. Ein Ausbeuter ist man nur dann...

Zitat von Palmstroem
Warum sollte jemand investieren, wenn er dafür zum Outlaw wird. Schafft man Arbeitsplätze ist man ein Ausbeuter. Macht man Gewinn ist man ein Steuerbetrüger. Scheitert jemand, wird er zum Gespött. Wer möchte da noch investieren!
Wenn sie Arbeitsplätze schaffen, die unter 10,00 EUR / Std liegen.
Wenn sie Gewinn machen sind sie kein Steuerbetrüger, sie sind nur einer, wenn sie Gewinn machen, aber diesen mit legalen bis halblegalen Steuerkonstruktion auf Null senken und daher ihren ganzen schönen Gewinn, von ihren Mitarbeitern miterarbeitet, für sich behalten wollen und nichts an den Staat abgeben.

Was das Scheitern angeht: Ja, stimmt. Gilt aber auch für Arbeitnehmer... .

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studibaas 13.04.2015, 04:06
189. Kommunistenbasher...

Zitat von hubertrudnick1
So wie sie es schreiben, haben es schon von weit über 100 Jahren Philosophen gesagt, was hat sich daran geändert, nichts, nur das der Kommunismus ebenso wenig funktionierte und all seine Länder noch schneller in den Abgrung zog.
Vielleicht ist es ihrer Aufmerksamkeit entgangen, aber jedes kommunistische Land ist daran gescheitert das es
A) Nie einen Kommunismus gab. (Was es gab ist Staatsmonopolkapitalismus) und
B) wichtiger: Der Kapitalismus sich ja auch immer gegen den Kommunismus verbündet hat. Beispiele?

Griechenland. OK, Griechenland ist kein kommunistischer Staat, aber siehe Punkt A) den gab es auch nie.
Seit ca. acht Jahren ist Griechenland faktisch pleite. Dennoch haben wir der alten konservativen Regierung Geld geliehen, damit diese ihre Schulden bei den überwiegend Deutschen und französischen Banken zurück zahlen konnten. Also eigentlich war das eine Bankenkrise, in der wir Bürger der EU Geld versenkt haben: Umschuldung hätte man es auch nennen können. Neuer Gläubiger EZB (und IWF).
Kaum will nun aber das Land das Geld für seine Leute haben und nicht den Finanzoligarchen in den Rachen werfen machen wir den Geldhahn zu. An sich nach vollziehbar, aber warum nicht gleich vor acht Jahren, BEVOR wir Bürger Gläubiger wurden?

Beispiel zwei: Cuba. Weil es kommunistisch ist seit Jahrzehnten mit Handelsboykott belegt von zahlreichen internationalen Staaten. Haben die was böses gemacht, ich meine außer kommunistisch zu sein? Ja. Kurzfassung: Amis greifen in Krieg ein und sichern sich wie üblich ihre Pfründe. Ein kommunistische Regierung putscht den Dikator weg und zwangsenteignet die,- überwiegend amerikanischen,- Betriebe. Handelsembargo. So weit nachvollziehbar. Aber warum sich diesen Embargo zahlreiche andere Länder anschlossen erschließt sich mir nicht.

So wurde der andere kommunistische Raum (Ostblock) zwangsweise zum Wirtschaftspartner Cubas. Nach dem die USA die UDSSR erfolgreich totgerüstet haben (Kalter Krieg) ging natürlich automatisch auch Cuba in die Knie.

Oder was meinen sie was hier in Deutschland los wäre, wenn unsere wichtigster Handelspartner weg brechen würden.

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