Forum: Wirtschaft
Müllers Memo: Der Mindestlohn wird für Deutschland zur Falle
AP

Bislang hat der gesetzliche Mindestlohn kaum Jobs gekostet. Kein Wunder: Angesichts der günstigen Konjunktur ist die Untergrenze leicht verkraftbar. Aber das wird nicht so bleiben - Deutschland braucht dringend eine Arbeitsmarktreform.

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mike_spiegel 06.04.2015, 13:51
270. Jobs unter Mindestlohn

sind es im wahrsten Sinne des Wortes nicht "wert" ausgeübt zu werden. Allein der Begriff "Job" oder auch "Arbeitsplatz" ist hier hochgradig irreführend.
Ich könnte bis morgen 1.000.000 Arbeitsplätze schaffen: die Arbeitnehmer müssten nur bereit sein für 5 Cent pro Stunde zu arbeiten. Dann könnten wir ganz China aushebeln und hätten sofort Vollbeschäftigung! Und das ist alles was zählt... oder?

Ich kann dieses Gejammer um "Arbeitsplätze" nicht mehr hören, für die der Staat dann dem Arbeitnehmer noch das Gehalt aufstocken muss. Und der Arbeitgeber (in diesem Fall besser "Schmarotzer") lacht sich tot, weil die Allgemeinheit ihm die Angestellten bezahlt.

Übrigens, selbst der Gründerzeitkapitalismus der USA hat einen Mindestlohn.

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rspiegelberg 06.04.2015, 13:51
271.

Dass der ewige Ökonomen-Sermon nicht endlich durch reflektiertere Positionen ersetzt wird, ist schon schwer auszuhalten. Viele Niedriglohnhaushalte sind auf existenzsicherndes Einkommen angewiesen und das bedeutet, dass Abstriche in diesem Bereich den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Also bitteschön mal Strategien ausarbeiten, um bei den Hochlöhnern die Abgabenseite etwas auszugestalten...

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klaus meucht 06.04.2015, 13:52
272. Danke

Zitat von curiosus_
So läuft das halt wenn die Hybris der Politiker zuschlägt und eine politische Währung zwecks Befriedigung der eigenen Großmachtsphantasien ohne Sinn und Verstand eingeführt wird.
Danke für diesen Artikel. Aber eine kleine Korrektur sei erlaubt. Der Euro wurde leider mit Sinn aber dennoch ohne Verstand eingeführt.

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ThomasR66 06.04.2015, 13:52
273. Edelfeder?

Ich glaube nicht, dass Henrik Müller für einen Mindestlohn seine Edelfeder auch nur anspitzen würde. Dafür ist seine Arbeit von gesellschaftlich viel zu hohem Wert.

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simonweber1 06.04.2015, 13:54
274. Selten so ein

Gesülze gelesen.Es ist für ein Land wie Deutschland erbärmlich,wie mit den Menschen hier umgegangen wird.Deutschland hat den größten Niedriglohnsektor aller vergleichbaren Staaten. Selbst die 8,50 Euro,die ja zusätzlich von vielen Arbeitgebern mit linken Tricks unterlaufen werden,sind schon zum Sterben zuviel und zum Leben zu wenig.Ich gehöre der sogenannten 68er Generation an und hätte mir einen solch drastischen Einkommensverfall in der deutschen Wirtschaft niemals vorstellen können. Die Politikerclique schwadroniert mit den Beschäftigtenzahlen und hat die,die schon herausgefallen sind und die,die vom Einkommen nicht leben können,(und das sind Millionen) völlig aus den Augen verloren.

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Herbert Werner 06.04.2015, 13:54
275. Kehren wir doch

zurück zu Kost & Logis.

Hat doch funktioniert......

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a.b. surd 06.04.2015, 13:54
276. Ich denke, ...

Zitat von dragondeal
... dass Herr Müller demnächst für ?4,50 die Stunde schreibt. Bevor die Konjunktur schwächelt und das Zeitungssterben weitergeht, ist das ein sinnvoller Beitrag, den er sicher gerne leistet.
er sollte dafür bezahlen, dass er seine Lobbytätigkeit hier auch noch öffentlich kundtun kann!

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west120 06.04.2015, 13:54
277. Tja das ist der Verdienst des Euros

Seit Einführung des Euros haben die Euroländer untereinander kein Regulativ mehr das die Ungleichgewichte ausgleichen könnte. Führer hat man seine eigene Währung Auf/Abgewertet und konnte so seine Wettbewerbsfähigkeit steuern.
Das fehlt da keine einzelnen Länder"ihren" Euro Auf/Abwerten können. Also bleibt in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit nur noch die "Lohnkosten" abzuwerten.
Das bringt uns wie wir sehen einen Wettlauf in Richtung "wer hat den niedrigsten Lohn". Und Magazine wie der Spiegel mahnen dann von Zeit zu Zeit an das die Lohnkosten sinken müssen um Wettbewerbsfähig zu sein. Nützen tut das nur den Konzernen die immer Reicher werden, die Arbeitnehmer werden hingegen immer ÄRMER weil es gibt ja nach einiger Zeit immer einen der noch BILLIGER kann. Schöne EuroWelt die den Wohlstand vernichtet und uns in die Sklavenarbeit zurückversetzt.

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Schreiber5.1 06.04.2015, 13:55
278. Tatsachen werden dabei gern verdreht!

Zitat von kosmischerkater
Das Problem sind die Kunden, die den Unternehmen eine solche Vorgehensweise aufzwingen. Wenn es eben imme billiger sein soll, muß eben auch für weniger Geld gearbeitet werden.
Wieder so eine fälschliche Darstellung!

Die Unternehmen geifern aus Gründen der Marktbeherrschung sich gegenseitig dazu an, sich ständig unterbieten zu wollen, damit man irgendwann herrschender Alleinanbieter ist, um die Preise diktieren zu können. Auswirkungen davon werden in bestimmten Bereichen heute schon sichtbar!

Wenn Kunden die Dumpingpreise letztendlich gezwungenermaßen nutzen und annehmen, dann ist das das Resultat der immer schlechteren Bezahlung und nicht umgekehrt! Sie können sich praktisch nichts anderes mehr leisten!

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jugendmauer 06.04.2015, 13:58
279. Ich bin doch sehr verwundert

I. Ihre Daten Dichte in diesem Artikel ist sehr mangelhaft, wo sind die Vergleiche mit den USA,Frankreich,GB die alle den Mindestlohn haben? Auch die Erfahrung über den Mindestlohn sind nicht gegeben.

II. Der Mindestlohn sollte der jenige Lohn sein, der es einem Bürger ermöglicht sein Leben noch selbst und ohne staatliche oder private Hilfe gestalten zu können. Diese Untergrenze zu senken/kosten für den Arbeitgeber zu senken kann keinen Mehrwert für die Binenwirtschaft in der EU/BRD bedeuten.

III. Durch die automatisierung werden Berufe durch bessere und effizientere Methoden ersetzt werden können. Zudem kann die automatisierung zum Wegfall von ganzen niedriglohn Bereichen führen. Langfristig sollte der Mensch nicht in Konkurrenzlichem Preisniveau zu einer Maschine stehen, der Mindestlohn ist ein Schutz dafür, dass der Mensch dazu verleitet zu werden immer günstiger Arbeiten zu können um dem technologischen Fortschritt zu entkommen. Eine Abnahme der Menschlichen Leistung an den Produktionsgütern ist in Zukunft weiter anzunehmen.

III. Der Mindestlohn ist nur der Anfang, am Ende wird das Bedingungslose Grundeinkommen stehen müssen. Intilligente und selbst lernende Algorithmen werden auch kreative Tätigkeiten der Arbeitnehmer im kleinen Rahmen ersetzen können. Automatisierte Fahrzeuge werden Bahn und Taxipersonal ersetzen. Statt dafür zu kämpfen das diese Berufe weiterhin von Menschen ausgeübt werden, sollte den Menschen durch ein Bedinungsloses Grundeinkommen die Möglichkeit gegeben werden ihr Leben und ihren Beruf anderwertig zu orientieren. Ein Mindestlohn garantiert dafür, dass die Kosten für solche Tätigkeiten erhalten bleiben, keine Konkurrenz Mensch und Machine entsteht und die Aufgaben nicht mehr vom Mensch erfüllt werden müssen. Menschen auszubeuten um diese Stellen weiterhin durch Menschen Hand auszuführen ist Unmenschlich!

IV. Bitte nehmen sie sich mehr Zeit für ihre Artikel lieber Spiegel. Eine gesunde Recherche sollte mehr Zeit in Anspruch nehmen dürfen. Mehr Klasse statt Masse! Mehr Selbstkritisches Nachdenken, als die Aneinandereihung von einzelnen Fakten. Mehr im Gesamtkontext denken!

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