Forum: Wirtschaft
Müllers Memo: Europa - zwischen Aufbruch und Totalschaden
REUTERS

Den Europäern stehen turbulente Wochen bevor. Mehr Europa, oder weniger - diese Frage wird bislang noch verhalten diskutiert. Die Ruhe verwundert, denn auch ein Totalschaden ist nach wie vor möglich.

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Ezechiel 05.03.2017, 12:51
40.

Zitat von kopp
Bisher haben wir nur nach Brüssel reingebuttert und die übrigen EU-Staaten sind uns nicht gerade freundlich gesinnt, am wenigsten Giechenland. Da viele diese EU ablehen, sollten wir es darauf ankommen lassen.
und die übrigen EU-Staaten sind uns nicht gerade freundlich gesinnt, am wenigsten Giechenland.

Ich kann Ihnen auch sagen warum. Weil zu wenig reingebuttert wurde.
Es ist das Hauptziel einiger EU-Staaten an das Geld der anderen zu kommen. Die EU ist nur mit Geld zusammen zu halten und nicht mit Idealen und Werten. Wer an letzteres glaubt ist ein Phantast.

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christa.hans 05.03.2017, 12:53
41. Das Problem ...

Zitat von henry.miller
Es ist doch schön, dass viele nur Nachteile sehen, aber so einfach ist das nicht. Denken Sie, die Amerikaner sind alle einer Meinung? Für mich ist Europa etwas Großartiges und niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass unser Wohlstand und Frieden mit Einzelstaaten erreichbar ist. Die Art wie Europa vermittelt wird muss sich ändern, vielleicht zieht Europa sich aus der einen oder anderen Sache zurück. Am Ende ist Diskussion darüber sehr unsachlich und flach. Und zwar gerade auch von Seiten der EU-Gegner. Alles Schlechte, kommt aus Brüssel, alles Gute von woanders. Ist doch ein Witz.
Das Problem ist allerdings das "WIE".
Die EU in den heutigen "Zügen" hat keine Zukunft. es wäre dringend angeraten eine Reform der EU durchzuführen.

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Nachfrager_4.0 05.03.2017, 12:54
42. Keine EU der Bürger

Man hat den Namen geändert von EG auf EU. Im Hintergrund blieb alles beim Alten: Ein riesiger Lobbyisten- und Subventionsapparat. Um den großen Handelsketten den Weg zu ebnen, schreckte man nicht mal vor Gurken- und Bananennormierung zurück oder Glühbirnenverbot. Die EU war nie eine EU der Bürger. Der unbegrenzte Zustrom aus anderen noch lange nicht soweit entwickelten EU-Staaten dient einzig dem Ziel billiger Arbeitskräfte. Und bereits geschaffene soziale Standards zu demontieren. Die Briten wehren sich nun dagegen. Das kann nicht falsch sein! Das Problem Wilders und Le Pen ist leider hausgemacht. Hoffentlich wachen Schulz und Co. irgendwann mal auf.

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virginia 05.03.2017, 12:57
43. die EU

ist erledigt, merkt das eigentlich niemand in Bruessel, Berlin, Rom, Paris? die idee war nett, aber wenn 27 nationen USA spielen wollen, mit unterschiedlichen kulturen, zig verschiedenen sprachen, mit sonderregelungen fuer einige, u.a. UK, dann muss das in die hose gehen. und nur, weil man keinen pass mehr vorlegen muss, so einer organsation an zu gehoeren, bringt es auch nicht. ausserdem muss man laengst in vielen EU laendern wieder grenzkontrollen ueber sich ergehen lassen.
EWG wieder ausgraben, ansonsten tschuess! niemand vermisst den wasserkopf in bruessel!

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Backs 05.03.2017, 12:57
44. Keine EU.

"Mehr Europa oder weniger"

Auch in diesem Kommentar wird in der üblichen SPIEGEL-Undifferenziertheit Europa mit der EU verwechselt.

Die EU als Organisation der Lobbyisten gegen die europäischen
Völker hat völlig versagt. Sie hat den Menschen weniger Arbeit, weniger Brot und höhere Belastungen gebracht, die dieses bürokratische Monstrum finanzieren mussten. Frieden gab es auch schon vorher in Europa. Dieser wurde nun von der völlig dämlichen Osterweiterung, die gegen Russland ging, erheblich gefährdet.

Ein nutzlose, ja kontraproduktive Organisation des politischen Grössenwahns. Im Gegensatz zur alten Freihandelszone EWG, die den Menschen nur Vorteile gebracht hat. Der europäische Gedanke lebt, nur nicht in der EU.

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7-zwerge 05.03.2017, 12:58
45. Europa? - Wurde gerade kaputt gemacht!

Der Gedanke an ein gemeinsames Europa war gut, nur wurde eine gute Idee von Politikern und Bürokraten gnadenlos zerstört. Schlimm ist, dass die Bevölkerung nicht mitgenommen wurde, geradezu als lästig empfunden wird. Unser BP Gauck brachte es auf den Punkt: … das Problem in Europa sind nicht die Eliten, das Problem sind die Bevölkerungen. So sieht uns die politische Elite: lästig und als Problem. Ich glaube Brecht sagte mal: Wenn die Regierung mit dem Volk unzufrieden ist, dann soll sie sich ein anderes Volk suchen und das Volk wählt eine andere Regierung. Und genau das passiert gerade in Europa. Schade.

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Sumerer 05.03.2017, 12:58
46.

Zitat von ackergold
Weniger Europa heißt, dass Trump gewinnt und dann wird er die Reste zusammenkehren und zwar unter seinen Bedingungen. Europa kann nur als Einheit gegen den globalen Wirtschaftskrieger Trump bestehen.
Wenn man sich nicht wieder, wie etwa 2008, Risiken andrehen lässt, dann ist der "Wirtschaftkrieger" Trump nur noch ein laues Lüftchen. 2008 hat den USA ermöglicht ihren weltweiten Führungsanspruch auch wirtschaftlich beizubehalten, in dem sie einen Risiko-Tsunami über die Ozeane schwappen ließen und einen Teil ihrer eigenen Bevölkerung über die Kreditklinge springen ließen.

Man sollte in Europa nun nicht so doof sein noch einmal so eine Aktion zu eigenen Ungunsten mitzumachen. Es wird aber wieder so eine Granate geben. "Make America great again" macht sie nötig.

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citizen01 05.03.2017, 12:59
47. @ no. 10 Die EU- und Euro-rfinder haben an so vieles nicht gedacht, sondern haben ihren eigenen Prognosen geglaubt, ...

Zitat von viktor koss
..leider zu spät daran gedacht dass man in die gemeinsame Währung ganz leise viele Schulden einbringen dürfte ohne dabei die Haftung in vollem Umfang tragen zu müssen.
... daß Europa nur aus Idealisten besteht. Die schlimmen Folgen dieser Illusion werden uns noch Jahrzehnte beschäftigen. So was nennt man leichtfertige, schlampige Politik.

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Det_onator 05.03.2017, 13:01
48. Europa ist ein Kontinent, nicht EU und Euro!

„Es geht um Europa in diesen Wochen.“

Nein, es geht nicht um den Kontinent Europa, es geht um die EU und den Euro, Europa hat auch ohne EU und Euro unter Nationalwährungen mit vder Möglichkeit von Auf- und Abwertungen jahrzehntelang gut funktioniert.
Die Schweiz ist ebenfalls ein Exportland und schafft es trotz harter eigener Währung, bei hohen Löhnen und Gehältern, einer sichere Altersvorsorge und einem guten politischen System in dieser globaliserten Welt gut zu bestehen.
Der Euro ist eine in D nicht vom Volk legitimierter Währung und ein Fehlversuch, den mann uns politisch übergestülpt hatte, obwohl die Mehrheit der Deutschen damals gegen die Aufgabe der D-Mark waren, weil sie ahnten, was auf sie zukommt!
Der Euro ist 2008 krachend gescheitert. Diese Währung wird nur noch durch immer neue Tricksereien und immer neue, immer teurere Rettungspakete vor dem Untergang bewahrt, man kauft sich dadurch Zeit, ohne seit 2008 irgendein Problem angegangen und gelöst zu haben. Immer mehr Menschen lehnen die EU und den Euro ab, weil dieses Zahlungsmittel mittlerweile zur dauerhaften Weichwährung verkommen ist und für die Mehrheit der Menschen ein Preistreiber (Teuro) war und weiterhin ist. Zudem haben gerade wir Deutschen durch den Euro einen massiven Kaufkraftverlust im Vergleich zur D-Mark hinnehmen müssen, dazu kamen Agenda 2010 und der damit einhergehende Leiharbeitsboom, welcher Tariflöhne und faire Bezahlung für Vollzeitbeschäftigung unterminierte und aushöhlte.
Ich weine dieser EU und dem Euro keine einzige Träne nach und bin froh, wenn endlich ein Schlußstrich unter dieses destaströse Projekt gezogen wird. Der „Druck der Straße und des Wählers“ werden zukünftig dafür sorgen, dass der Euro und die jetzige EU krachend scheitert. Medien, Politik und Wirtschaft sollten sich endlich den Realitäten stellen, ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Menschen zurück zu Nationalwährungen und Nationalstaaten möchte.
Lieber jetzt ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
Zurück zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft mit unterschiedlichen Nationalwährungen, die auf- und abwerten, so wie es jahrzehntelang in Europa funktionierte, dann gehts wieder aufwärts.

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Spiegelkritikus 05.03.2017, 13:01
49. Vorteile nationaler Währungen

Zitat von new_eagle
Frage mich wirklich was an einem möglichen Zusammenbruch des Euros düster sein soll? Wir würden dann endlich die D-Mark wiederbekommen und zudem wieder anständige Zinsen auf unsere Guthaben bei der Sparkasse. Auch würde die D-Mark dann schnell (in relation zu den anderen Währungen) aufwerten und so würde der Sommerurlaub 2017 in Spanien deutlch billiger als mit dem Euro werden. Auch importiertes Obst und Gemüse gäbe es dann deutlich günstiger als bisher.
Mit einer nationalen Währung wäre der Lebensstandard der deutschen Bevölkerung nach Expertenmeinung deutlich höher (mindestens 25%). Bisher profitiert vor allem die Exportindustrie, allerdings auf Pump, d.h. nicht hanchhaltig, wei die deutsche Waren importierenden südlichen Länder der Eurozone auf Kredit einkaufen und ihre Schulden niemals abbezahlen werden (Target-System der EZB). Dabei handelt es sich um ca. 800 Milliarden Euro, Tendenz steigend.

Bei einem Kollaps der Zone muß Deutschland diese gewaltige Summe definitiv abschreiben. Hinzu kommen weitere Verbindlichkeiten (ESM, Bürgschaften) in Höhe von 300 Milliarden, die abzuschreiben sind. Das gesamte Eurokonstrukt ist auf Sand gebaut und wird nur dank Deutschland aufrechterhalten, zu Lasten unserer Bürger. Dazu gehört auch die Nullzinspolitik der EZB, um marode südliche Staatshaushalte und Banken (vorläufig) vor dem Bankrott zu bewahren. Die Eurozone ist de facto längst gescheitert, aber die Politik scheut sich, dies einzugestehen.

Europäische Länder ohne Euro stehen wesentlich besser da, sie können flexible, nachhaltige Politik im Interesse ihrer Bevölkerung machen. Auch die schwachen Südländer würden von eigenen Währungen profitieren.

Die erstarkenden nationalen Kräfte in Europa sind eine Gegenbewegung zu den Elitenprojekten EU und Euro, die von vornherein unter einem eklatanten Demokratiedefizit litten. Das rächt sich nun. Es wird zum Kollaps kommen, wenn ein weiteres größeres Land dem Beispiel England folgt und austritt: das könnte Frankreich oder Italien sein.

Juncker und Co. wollen ihr Elitenprojekt natürlich retten, aber das würde eine rigide Zwangsintegration erfordern und die ist nicht nicht durchsetzbar.

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