Forum: Wirtschaft
Musterklage: 420.000 Kunden gehen gegen Volkswagen vor
DPA

Verbraucherschützer wollen in einer Musterklage gerichtlich klären lassen, ob Volkswagen Diesel-Fahrer vorsätzlich geschädigt und betrogen hat. Hunderttausende Kunden haben sich inzwischen angeschlossen.

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ganzeinfach 15.06.2019, 15:53
10. Musterfeststellungsklage mal klar:

Es wird am Gericht nur 1 (ein) Prozess geführt, welcher für die kommenden - alles EINZEL-Klagen - von jedem Kläger fallweise beim jeweiligen Gericht einzureichen sein wird und dort entschieden, ob VW sittenwidrig gehandelt hat und der Käufer in seinen Rechten eingeschränkt oder gänzlich betrogen wurde.
Es ist abzuwarten, was nach der Musterfeststellungsklage verbleibt, bzw. wieviel Einzelkläger an ihren jeweiligen Gerichten antreten, um zu ihrem Recht zu kommen.
Da diese Gerichte aufgrund der Musterfeststellungsklage einen Leitfaden haben, werden die Urteile entsprechend "eingepreist". Das Risiko für die VW-Gruppe ist aufgrund der neuesten Urteile stark angewachsen, da auch die OLG mit Urteilen oder mangels Klagen mit "OLG-Einschätzungen" die Richtung klar vorgegeben haben.
Das Desaster hat VW selbst angerichtet, wollte nie auslöffeln und wird wohl die Quittung in den nächsten Monaten serviert bekommen, umso mehr, als dass die Verjährungsfristen in gewissen Fällen gerichtlich bis Ende 2019, also von 2- auf 3 Jahre verlängert werden. Da dürfte für VW noch ein Zusatz-Brocken auferlegt worden sein. Bis alle Skandal-Fälle aufgearbeitet sind bzw. durch alle Gerichtsinstanzen gedrückt sein werden, könnten noch ein paar Jahre, welche VW für künftige Projekte schmerzlich fehlen, verstreichen. Vom finanziellen Risiko ganz abgesehen. ganzeinfach

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phthalo 15.06.2019, 15:57
11. @Realist111

Das habe ich nicht gemeint. Steht da ja auch nirgendwo, oder? Bitte genau lesen!

Zwischen "Straffreiheit" und einer Strafe von min 10 Milliarden EUR gibt es aber einen weiten Bereich.
Zudem, warum muss es immer Geld sein? Es gibt Verantwortliche dafür - nämlich die, welche ihr OK für den Betrug gegeben haben. Die können gerne hinter Gitter und mit ihrem Privatvermögen gerade stehen.
Aber nein. Es müssen min. 10 Milliarden sein, welche unweigerlich zu Entlassungen führen werden. Erst recht im Hinblick auf die Umstellung auf Akkuautos. Wäre dem Unternehmen sehr willkommen, dann Arbeiter zu Entlassen.
Oder geht es letztlich doch nur ums Geld und Geld wäre wichtiger, als die Verantwortlichen zu bestrafen?

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tommy_montana 15.06.2019, 16:08
12. Wo kommen wir hin wenn Betrug nicht bestraft wird??

IN USA 10.000 Dollar für Kunden die man Betrogen hat und in Deutschland 0,- Euro !! Wer jetzt noch ein Auto kauft von diesen Betrugswerken aus Wolfsburg denn kann man auch nicht mehr Helfen!!

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bonebene 15.06.2019, 16:13
13.

Wenn man den Betrug bestrafen möchte, dann muss man die verantwortlichen Manager verklagen und bestrafen. Bei den Klagen gegen VW wittern nur viele ihre Chance, dass sie über Jahre hinweg ihr Auto kostenlos nutzen konnten und nun ihr Geld zurückbekommen. 99% von denen war der Stickoxidausstoß egal.
Wie gesagt wittern die nur eine Chance an Geld zu kommen.

Ausbaden wird das am Ende die Arbeiter von VW und den ganzen Zulieferbetriebe

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heissSPOrN 15.06.2019, 16:22
14.

Ich drücke allen Klägern die Daumen - die mit krimineller Energie erfolgte millionenfache Verbrauchertäuschung gehört geahndet. Wenn schon nicht strafrechtlich, dann wenigstens monetär. Und zwar dergestalt, dass es wirklich richtig weh tut und so jeden Hersteller von Wiederholungsgelüsten ein für allemal befreit.

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ray8 15.06.2019, 16:27
15. Absahnen

Das sind Klagen eines Absahnvereins von 420.000 Mitgliedern. Nicht mehr, nicht weniger.

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Realist111 15.06.2019, 16:29
16. Dann teilen Sie doch mal mit, ...

Zitat von phthalo
Das habe ich nicht gemeint. Steht da ja auch nirgendwo, oder? Bitte genau lesen! Zwischen "Straffreiheit" und einer Strafe von min 10 Milliarden EUR gibt es aber einen weiten Bereich. Zudem, warum muss es immer Geld sein? Es gibt Verantwortliche dafür - nämlich die, welche ihr OK für den Betrug gegeben haben. Die können gerne hinter Gitter und mit ihrem Privatvermögen gerade stehen. Aber nein. Es müssen min. 10 Milliarden sein, welche unweigerlich zu Entlassungen führen werden. Erst recht im Hinblick auf die Umstellung auf Akkuautos. Wäre dem Unternehmen sehr willkommen, dann Arbeiter zu Entlassen. Oder geht es letztlich doch nur ums Geld und Geld wäre wichtiger, als die Verantwortlichen zu bestrafen?
... wie viele VW-Mitarbeiter wegen des Dieselskandals entlassen wurden, nachdem der Konzern relativ locker in den USA inzwischen mehr als 25 Milliarden "geschultert" hat!
Da müssten doch anschließend auch schon Tausende ihren Job verloren haben. Und? Haben sie?

Darüber hinaus sieht man bislang kaum bis keinen Schaden:
* Der Aktienkurs hält sich im Normbereich.
* Die Dividendenrendite liegt bei 3,44 %!
* Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 wurde gegenüber dem Vorjahr sogar von 3,96 € auf 4,86 € erhöht!

Wo also sehen Sie genau das Problem, die betrogenen deutschen Käufer ebenfalls angemessen zu entschädigen - und sich nicht jahrelang mit Prozesslawinen zu belasten?

Im Übrigen: Selbstverständlich geht es den Käufern um Geld.
Denn m. W. handelt es sich hier nicht um Strafprozesse, sondern um Zivilprozesse. Strafen, wie sie Ihnen vorschweben, sind hier also deplaziert - oder haben Sie diesbezüglich andere Kenntnisse?

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ganzeinfach 15.06.2019, 16:32
17. Betrogen?

Zitat von kraftmeier2000
wurde doch keiner wirklich, alle haben das bekommen was Sie bestellt haben (ich auch), und das die Verbrauchsangaben der Prospekte nicht stimmen, war so lange wie ich Auto fahre auch noch nie anders. Von daher dürfte VW eigentlich nur für einen eventuellen Wertverlust beim erfolgten Wiederverkauf zur Kasse gebeten werden (Schwacke Liste). Für mich wollen die Nutzer meistens nur Ihr Fahrzeug egal wie lange genutzt, den Kaufpreis zurück, also 0€ für die Nutzung zahlen, obwohl das Fahrzeug seinen "Dienst" einwandfrei verrichtet hat. Wie ich so etwas nenne sage ich jetzt lieber nicht, von wegen Zensur. Ein zufriedener Golf Fahrer.
Werter marcaurelxxxx, nun Kraftmeier2000, egal woher Sie Ihre Argumentation herholen bzw. bezahlt bekommen: Die VW-Gruppe hat betrogen, sittenwidrig gegenüber Ihren Kunden gehandelt, und ist zwischenzeitlich von diversen deutschen Gerichten mit vernichtenden Urteilen bedacht worden. Die Schadenssumme wegen Betrugs in den USA ist ebenfalls bekannt. Nur in D werden die "gewinnbringenden Kunden" des Konzerns nochmals weiter hinters Licht geführt. Dort ist man doch mit allen Mitteln daran, die Verjährung anzustreben, die allerdings durch neue Gerichtsentscheide in weite Ferne gerückt sind. Die Musterfeststellungsklage steht ebenfalls an. Dass sogar kurz vor Weihnachten letzten Jahres erneut Software-Manipulationen bei VW auftauchten, macht die Sache nicht besser.
Denken Sie mal darüber, jetzt halt als Golf-Fahrer, nach. ganzeinfach

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Realist111 15.06.2019, 16:44
18. ???

Zitat von bonebene
Wenn man den Betrug bestrafen möchte, dann muss man die verantwortlichen Manager verklagen und bestrafen. Bei den Klagen gegen VW wittern nur viele ihre Chance, dass sie über Jahre hinweg ihr Auto kostenlos nutzen konnten und nun ihr Geld zurückbekommen. 99% von denen war der Stickoxidausstoß egal. Wie gesagt wittern die nur eine Chance an Geld zu kommen. Ausbaden wird das am Ende die Arbeiter von VW und den ganzen Zulieferbetriebe
Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Straf- und Zivilprozess?
Ein Strafverfahren kann nur von Amts wegen eingeleitet werden, ist also eine staatliche Aufgabe.

Die Entschädigung für die durch die VW-Betrügereien erlittenen Nachteile werden von den Klägern allerdings zivilrechtlich erstritten.
Und dass diese Kläger nicht ihre "Chance wittern", sondern dass ihnen Entschädigungen für die mit krimineller Energie hergestellten und verkauften Fahrzeuge zustehen, hat nicht zuletzt vor wenigen Tagen ein weiteres OLG mit Ja beantwortet.
Nur nebenbei: Finden Sie es nicht auch bezeichnend, dass VW dem Kläger noch kurz vor dem Gerichtstermin einen Vergleich mit einer stattlichen Entschädigung angeboten hat, den dieser dann ausschlug?

Interessant wäre auch zu wissen, auf welche Quelle Sie sich beziehen, wenn Sie von 99 % schreiben, "denen der Stickoxidausstoß egal war".
Können Sie die noch mal nachtragen? Oder war das auch mal eben so rausgehauen, als Fake-News sozusagen?

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mghi 15.06.2019, 17:01
19. Manche hier sind echt ahnungslos.

Ich habe mir einen gebrauchten Passat Diesel gekauft (geringerer Verbrauch, geringere Emissionen) und dieses Auto hat durch die Betrügereien von VW einen geschätzten Wertverlust von 3000-5000T€ erlitten. Der Verbrauch ist nach dem update, zu dem ich gezwungen wurde, leicht gestiegen, ca. 0,5/ltr/100km. Ohne die Akteure Verbraucherschutz/ADAC mit der Musterklage hätte ich de facto keine Chance etwas auszurichten. Es handelt sich nach wie vor um ein zuverlässiges Auto, aber ich bin von VW vorsätzlich betrogen worden. Falls die Musterklage Erfolg haben sollte, werde ich natürlich zu einem Anwalt gehen, der eine Entschädigung in der genannten Höhe erwirken wird. Dafür werde ich dann auch 300-400€ gerne zahlen. Persönliche Anmerkung: Leider hat der Betrug dazu geführt, dass der Diesel völlig diskreditiert wurde und der ökologische Unsinn der batteriegetriebenen Elektromobilität überhaupt so stark in den Focus gerückt ist. Ohne den Diesel wird es nicht gehen.

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