Forum: Wirtschaft
Musterklage: 420.000 Kunden gehen gegen Volkswagen vor
DPA

Verbraucherschützer wollen in einer Musterklage gerichtlich klären lassen, ob Volkswagen Diesel-Fahrer vorsätzlich geschädigt und betrogen hat. Hunderttausende Kunden haben sich inzwischen angeschlossen.

Seite 9 von 11
marcaurel1957 16.06.2019, 10:34
80.

Zitat von Realist111
... was Sie hier schreiben, eigentlich mit der Aufarbeitung von Unrecht zu tun? ... Wo also sehen Sie genau das Problem, die betrogenen deutschen Käufer angemessen zu entschädigen - und sich nicht jahrelang mit Prozesslawinen zu belasten?
Hinsichtlich meiner Pfiffigkeit haben Sie recht, allerdings habe ich zu ca. 98 gekauft....darüber habe ich mich mich wirklich geärgert!

Ich bin sehr dafür, jeden zu entschädigen, der einen Schaden hatte....aber auch nur den!

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rainercom 16.06.2019, 10:36
81. Verbraucherschützer wollen in einer Musterklage gerichtlich klären las

Doch nicht bei der Regierung.
Schon mal gehört:Wessen Brot ich esse dessen Lied ich singe.
Wenn ein Justiz-Minister sagt er werde gegen VW nichts unternehmen,denn der Image Schaden sei hoch genug.
Dann weis man wo her der Wind weht.

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marcaurel1957 16.06.2019, 10:40
82.

Zitat von Realist111
... für den die RS-Versicherung bisher die Kosten übernommen hat??? Das ist nicht Ihr Ernst, oder? Sorry, aber wenn das wirklich so wäre, zeigte das, wie uninformiert Sie hier irgendwas zum besten geben. So hat das keinen Zweck ... Sollte die Musterfeststellungsklage zum Erfolg führen, werden die RS-Versicherungen erst recht ihre Zusage geben, da in dem Fall das Risiko für sie gegen Null geht ...
Bei den Musterfeststellungsklagen, ist das finanzielle Risiko marginal, zumal ja Myrights die Kosten übernimmt. Ob dies bei einer Revision zum BGH und einer Rückverweisung auch so ist, wird man sehen.

Teuerer würde es, wenn die Kläger Ihre hyppthetischen individuellen Schadenersatzansprüche einzeln geltend machen müssen. Dann tragen sie das Kostenrisiko allein.

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Realist111 16.06.2019, 11:01
83. Bei individuell geltend gemachten ...

Zitat von marcaurel1957
Bei den Musterfeststellungsklagen, ist das finanzielle Risiko marginal, zumal ja Myrights die Kosten übernimmt. Ob dies bei einer Revision zum BGH und einer Rückverweisung auch so ist, wird man sehen. Teuerer würde es, wenn die Kläger Ihre hyppthetischen individuellen Schadenersatzansprüche einzeln geltend machen müssen. Dann tragen sie das Kostenrisiko allein.
... SchadenS[! - so viel Zeit muss sein für einen Juristen]ersatzansprüchen tragen "die" Kläger das Kostenrisiko nicht zwangsläufig allein - auch wenn Sie es hier wieder mit einer Verallgemeinerung versuchen.
Noch einmal: Mir ist kein Fall bekannt, in dem eine Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage abgelehnt hat.

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Realist111 16.06.2019, 11:08
84. Deshalb sind Sie ja auch sehr dafür, ...

Zitat von marcaurel1957
Hinsichtlich meiner Pfiffigkeit haben Sie recht, allerdings habe ich zu ca. 98 gekauft....darüber habe ich mich mich wirklich geärgert! Ich bin sehr dafür, jeden zu entschädigen, der einen Schaden hatte....aber auch nur den!
... dass der Konzern weitreichende Garantien dafür gibt, dass durch das SW-Update in der Zukunft keine Schäden zu erwarten sind.

Allerdings scheint sich die VW-"Strategie" auszuzahlen, dies nicht zu tun - und damit bleibt Ihre Fürsprache, was die Entschädigung für jeden angeht, der einen Schaden hatte (oder zukünftig haben wird ?) nichts als eine Sprechblase.

Ein Beispiel?
Diversen unteren Gerichten (LG/OLG) liegt eine schriftliche Bestätigung der Triscan GmbH bzgl. eines AGR-Ventils (Nummer könnte ich nachliefern) vor, das durch das Update deutlich häufiger aktiviert wird, wodurch der durch die Verrußung eintretende Verschleiß an den Ventilen erheblich erhöht wird. Dies könne - wörtlich "nicht ohne eine Änderung der Motorkonstruktion verhindert werden".

Und nun?

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ganzeinfach 16.06.2019, 12:49
85. Betrug zugegeben

VW hat den Betrug in den USA zugegeben und ist zu Kreuze gekrochen, hat die Kunden grosszügig entschädigt. Derweil ein paar Manager dort länger hinter Gittern sitzen. Für Manager in Deutschland gilt zT. striktes Auslandsverbot, damit sie nicht an die USA ausgeliefert werden können. Internationale Haftbefehle etc. Unser Forist aus römischen Zeiten mag das nicht als Betrug anerkennen.
Die Trends in Sachen VW:
• viele LG sprechen immer kundenfreundlichere Urteile
• OLG Karlsruhe hat - zwar ohne Urteil - die weitere Vorgehensweise als Grundsatz herausgegeben - da muss VW sich warm anziehen
• Ein LG hat einem Kunden für ein 10 Jahre altes Auto volle Kaufpreiserstattung nach Rückgabe des Fz sowie 5% Zinsguthaben auf den Kaufpreis seit Kauf aufgebrummt.
Weitere Beispiele gefällig?
Warum VW noch bis 2018/12 *neue* Abgasmanipulationen zugibt, zeigt doch den Gedanken von VW: aussitzen, maximal auf Zeit spielen und "weiter so wie bisher!".
Von einem solchen Konzern weitere Produkte kaufen? Jetzt? Nö!
ganzeinfach

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marcaurel1957 16.06.2019, 14:19
86.

Zitat von Realist111
... dass der Konzern weitreichende Garantien dafür gibt, dass durch das SW-Update in der Zukunft keine Schäden zu erwarten sind. Allerdings scheint sich die VW-"Strategie" auszuzahlen, dies nicht zu tun - und damit bleibt Ihre Fürsprache, was die Entschädigung für jeden angeht, der einen Schaden hatte (oder zukünftig haben wird ?) nichts als eine Sprechblase. Ein Beispiel? Diversen unteren Gerichten (LG/OLG) liegt eine schriftliche Bestätigung der Triscan GmbH bzgl. eines AGR-Ventils (Nummer könnte ich nachliefern) vor, das durch das Update deutlich häufiger aktiviert wird, wodurch der durch die Verrußung eintretende Verschleiß an den Ventilen erheblich erhöht wird. Dies könne - wörtlich "nicht ohne eine Änderung der Motorkonstruktion verhindert werden". Und nun?
Sorry ich bin Jurist und Ökonom...bei Technik und Ingenieurswissenschaften muss ich passen....

Dafür gibt es Gutachter, auf die ich mich verlassen würde.

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marcaurel1957 16.06.2019, 14:30
87.

Zitat von ganzeinfach
VW hat den Betrug in den USA zugegeben und ist zu Kreuze gekrochen, hat die Kunden grosszügig entschädigt. Derweil ein paar Manager dort länger hinter Gittern sitzen. Für Manager in Deutschland gilt zT. striktes Auslandsverbot, damit sie nicht an die USA ausgeliefert werden können. Internationale Haftbefehle etc. Unser Forist aus römischen Zeiten mag das nicht als Betrug anerkennen. Die Trends in Sachen VW: • viele LG sprechen immer kundenfreundlichere Urteile • OLG Karlsruhe hat - zwar ohne Urteil - die weitere Vorgehensweise als Grundsatz herausgegeben - da muss VW sich warm anziehen • Ein LG hat einem Kunden für ein 10 Jahre altes Auto volle Kaufpreiserstattung nach Rückgabe des Fz sowie 5% Zinsguthaben auf den Kaufpreis seit Kauf aufgebrummt. Weitere Beispiele gefällig? Warum VW noch bis 2018/12 *neue* Abgasmanipulationen zugibt, zeigt doch den Gedanken von VW: aussitzen, maximal auf Zeit spielen und "weiter so wie bisher!". Von einem solchen Konzern weitere Produkte kaufen? Jetzt? Nö! ganzeinfach
Macht nichts, es gibt genügend Leute, die VW kaufen....man kann auf Sie verzichten.

Sie irren, auch in den USA wurde VV nicht wegen Betrugs bestraft, ganz davon abgehen, dass es dort zu keinem Verfahren, sondern zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen ist. Man hat eine. Strafe von 2,7 Mrd gezahlt.

Übrigens hat auch das deutsche Rechtssystem die Handlungen des Konzerns NICHT als Betrug gewertet....das kann jeder nachlesen, der des Lesens mächtig ist. Es wurde lediglich ein Bußgeld aus dem Ordnungswidrigkeitenrecht verhängt.

Was verstehen Sie an dieser simplen Tatsache nicht?

Das es Urteile gab, die zugunsten der Kläger ausgegangen sind, würde nie bestritten....das waren aber im wesentlichen untere Gerichte und im übrigen sind 90% der Urteile zugunsten VW ausgegangen.

Entschieden wird die Angelegnheit nicht bei LG oder OLGs sondern vor dem BGH.

Amüsant war tatsächlich ein LG Urteil, dass die Rückabwicklung des Kaufs ohne Berücksichtigung der Nutzungs zum Inhalt hatte.....was den Richter da geritten hat, weiß niemand. Das hat niemals Bestand!

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deffnull 16.06.2019, 14:39
88. Frau Spiegelleserin57 ...

Zitat von Spiegelleserin57
Es hat eine Zulassung des KFB und ist somit auch fahrbereit! Wie wäre es wenn Sie das Kraftfahrbundesamt wegen mangelhafter Prüfung verklagen da es die Zulassung erteilt hat? Da wären Sie doch an der richtigen Stelle! Allerdings sei nun auch erwähnt das die Kosten eines Verfahrens in jedem Fall erheblich sind da Rechtsanwälte bekanntlich sehr teuer sind und auch die Versicherungen diese Fälle nicht übernehmen weil weil er ein Erfolg in beiden Fällen nicht garantiert ist. Sie könnten auf den Kosten sitzen bleiben! Nebenbei sei auch gesagt dass bis jetzt fast jeder die Umwelt schädigt, schon durch den Plastikmüll ,der auch in allen Autos verbaut ist, also bitte kein Auto benutzen denn das Plastik wie auch die weiteren Abgase und der massive Reifenabrieb schädigen uns alle! Also zu Fuß gehen da auch Pferde Methan erzeugen was zusätzlich die Umwelt schädigt. Dann würde es noch zu Schadensersatzansprüchen gegen Pferdehalter kommen! Sie bemerken sicherlich wie leicht alles zu widerlegen ist :))
Selbstverständlich war das Auto fahrbereit, sonst hätte ich es nicht gekauft. Das tut doch aber nichts zur Sache: Sie würden ein Auto, egal welchen Alters, ja auch zurückgeben wollen, wenn sich beispielsweise im Nachhinein per ADAC-Crashtest herausstellt, dass die im Prospekt angegebene Sicherheit grober Unfug ist.
Und es tut auch nicht nichts zur Sache, dass Autos grundsätzlich die Umwelt schädigen, das sollte auch jedem klar sein. Bitte also hier nicht mit Scheinargumenten kommen.
Es tut zur Sache, dass die angegebenen Emissionen, die NATÜRLICH für den Großteil der Käufer ebenso ausschlaggebend waren wie zB der Verbrauch oder die Sicherheit eines Autos, nicht annähernd mit den tatsächlichen Emissionen übereinstimmten, und zwar nicht um ein paar Prozent (die man immer zähneknirschend in Kauf nimmt), sondern, wie schon geschrieben, um den Faktor 8-10.
Nochmal zum Mitmeisseln: hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Auto NICHT gekauft. Die tatsächlichen Emissionen wurden nicht nur verschwiegen, es wurden sogar DEUTLICH niedrigere angegeben. Das nennt man bewusste Vortäuschung falscher Tatsachen und insofern ein hinreichender Grund für den Käufer, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Selbstverständlich zum vollen Kaufpreis.
Eine Hardware-Nachbesserung mit AdBlue, die alle Fälle sofort ad acta legen könnte, möchte VW ja nicht zahlen. Da bleibt dem gehörnten Käufer nur der Gang über die Gerichte, die hoffentlich in jedem einzelnen Fall gegen diesen Betrugs- und Verschleierungskonzern namens VW entscheiden.
Obendrauf würde ich eine saftige Geldstrafe an das KBA und lange Haftstrafen für die verantwortlichen Manager/Ingenieur sehr begrüßen, damit für die Zukunft eine abschreckende Wirkung erzielt wird.

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Realist111 16.06.2019, 14:46
89. Und genau an einer solchen Stelle ...

Zitat von marcaurel1957
Sorry ich bin Jurist und Ökonom...bei Technik und Ingenieurswissenschaften muss ich passen.... Dafür gibt es Gutachter, auf die ich mich verlassen würde.
... und falls der/die Gutachter die Prognosen der Firma Triscan GmbH bestätigte(n) resp. nicht ausschließen wollte(n), käme dann Ihr Standpunkt, dem Käufer sei kein Schaden entstanden, ins Wanken, oder?
Und solcher "Stellen" gibt es schon jetzt mehrere, wie ich den mir vorliegenden Klageschriften entnehme. Bezeichnend, dass sie von den von VW bestellten Anwälten in den mir bekannten Klageerwiderungen elegant ignoriert werden ohne jeden Versuch, sie zu widerlegen ...

Aber na ja - jedes Gutachten gebiert irgendwann ein Gegengutachten ... mindestens.
Ganz schön verzwickte Lage dann für den Recht sprechenden Juristen, der keine Ahnung von Technik hat - freuen Sie sich, dass Sie nicht dazu gehören und genießen Sie den sonnigen Tag! ;-)

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