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Mythos #Betongold: Der interaktive Rechner
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Wie viele Jahre im Pflegeheim lassen sich durch den Verkauf eines Einfamilienhauses finanzieren? Unser interaktiver Rechner beantwortet diese Frage - für jede Region und mit individuellen Werten.

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burgundy 28.07.2016, 16:46
10.

Zitat von Paddel2
...Das betrifft auch die Eigennutzung, da dadurch Miete gespart wird...
Bisschen seltsame Sichtweise. Wohneigentum sollte eher der Normalfall sein, Miete wird damit nicht gespart. In Deutschland ist der Mietanteil überdurchschnittlich hoch. Auch hier driftet die Schere zwischen Besitzenden und Mietern ähnlich auseinander wie beim Einkommen oder beim Vermögen.

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gruebi01 28.07.2016, 16:46
11. Es gibt quasi unverkäufliche Immobilien.

In München, Hamburg, Stuttgart oder Berlin mag das ja ein gutes Investment sein, andernorts ist die 70er Jahre Hütte 40 km von der nächsten norddeutschen Großstadt entfernt und miserabel angebunden praktisch unverkäuflich, obwohl Ende der 90er energetisch und auch sonst saniert wurde. Makler winken nur müde ab, da weder Arbeitnehmer, Familien mit Kindern noch Alte in der ländlichen Einöde wohnen wollen. Internet gibts nur im Kriechgang, zum Supermarkt und Arzt im nächsten Ort benötigt man fast zwingend ein Auto da ÖPNV nicht vorhanden.

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hyperventilator 28.07.2016, 16:49
12. Also...

Ich hab mir meine Wohnung hier an der Nordsee nicht gekauft um sie wieder zu verkaufen und von dem Erlös dann in ein (Alters-Pflege)Heim zu ziehen. Definitiv nicht. Vielmehr hab ich sie mir angeschafft um jetzt, wo ich in Rente bin, hier Mietfrei leben zu können und meine Rente zum allergrösstem Teil (klar muss man Rücklagen fürs Eigenheim haben/bilden wg. Reparaturen usw.) fürs reine Leben verprassen zu können. Vielleicht bin ich heut etwas blauäugig. Aber mein Plan ist es definitv nicht irgenwann im Altersheim zu landen! Auf gar keinen Fall! Jedenfalls nicht hier in Deutschland. Vorher geh ich ins Wasser... ;))

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Poco Loco 28.07.2016, 16:52
13. Tja, ist leider meistens so.......

.....dass das über Jahrzehnte mühsam abbezahlte Eigenheim irgendwann die Pflegekosten finanzieren muss.
Die Leute werden immer älter, können aber nicht mehr für sich selber sorgen, weil dement oder wg. einer anderen Krankheit. Da sind schnell mal 3500.- bis 5500.- € laufende Kosten im Monat fällig und das vielleicht über ein Jahrzehnt oder länger. Oft haben diese alten Menschen einen Vormund oder gesetzl. Betreuer vorgesetzt bekommen, dessen erste Amtshandlung der Verkauf der Immobilie sein wird. Erst wenn das Geld weg ist zahlt das Sozialamt.

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dakoenntejajederkommen 28.07.2016, 16:54
14. Na und?

Wozu bekomme ich Rente? Wenn die nicht reicht, muss man mich halt rauswerfen. Wenn mein Leben nur noch in einem Pflegeheim möglich wäre, ist es kein sinnvolles Leben mehr. Stattdessen wird darüber diskutiert (und wahrscheinlich von der Politik im stillen Kämmerlein auch schon erwogen) das Betongold zum Lebensende hin zwangszubeleihen oder gar einzuziehen.

Solange ich persönlich (für andere kann und will ich ausdrücklich nicht sprechen) bei Sinnen und auf den Beinen bin, komme ich in kein Pflegeheim. Nicht freiwillig. Das kann nur passieren, wenn ich vorher nicht 'aufgepasst' habe. Gunter Sachs hat vorgemacht, wie 'Mann' damit umgeht. Selbstbestimmt.

Und dann ist da noch die Mathematik. Wenn die 'geburtenstarken' Jahrgänge, zu denen ich gehöre, in die Pflege kommen, wird es nur noch sehr wenige (in der Altenpflege tätige) Erwerbstätige geben. Sollen die (wenigen) sich um uns (viele) kümmern? Das wir so wenig Nachkommen gezeugt haben, ist UNSER Problem. Nicht das der nachfolgenden Generationen. Also müssen WIR uns auch selbst darum kümmern.

Den Versuch Deutschland durch Einwanderer zu verjüngen und diese Schieflage zu beseitigen bzw. abzuschwächen haben die schweigsamen und handlungsarmen Regierungen der letzten 12 Jahre und Zuhilfenahme der neuerdings 'besorgen Bürger' ja bis jetzt erfolgreich verhindert.

Was für eine traurige und eigentlich sinnlose Diskussion.

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wind_stopper 28.07.2016, 17:02
15. Und Mieter

Wie machen die das denn, die haben keine Immobilie zu verkaufen, also 0,0 Jahre im Pflegeheim?

Natuerlich nicht! Als wenn jeder Immobilienbesitzer sein Haeusle nur kauft, um dann hoffentlich 30 Jahre im Pflegeheim verbringen zu koennen.

Ich will jedenfalls nicht 40 Jahre lang jeden Monat bis zu 1000 Euro fuer eine Familienwohnung an Miete ausgeben, um dadurch dem Vermieter sein Pflegeheim zu bezahlen. Selbst wenn meine monatliche Miete nur 500 betraegt, dann macht das 240k Euro in Miete in 40 Jahren - mehr mit Mieterhoehungen. Davon kann ich auch kaufen und dann bei Verkauf einen Grossteil des Geldes wieder zurueck bekommen.

Ich lebe lieber in meinen eigenen vier Waenden und Altersvorsorge wird ebenfalls noch betrieben. Win Win!

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Crom 28.07.2016, 17:03
16.

Normal wird man das Haus nicht verkaufen und dann über die Jahre vom Verkaufspreis zehren sondern eine Leibrente abschließen und man hat dann bis zum Lebensende einen sicheren Betrag, egal wie alt man wird.

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mr.andersson 28.07.2016, 17:18
17.

Ich verstehe den Gedankengang überhaupt nicht. Das Eigenheim leistet seinen Beitrag zur Altersvorsorge dadurch, dass ich möglichst viele Jahre mietfrei wohnen kann. Wenn dann irgendwann die Pflege ansteht kann man die Bude dann verticken.

Wenn das angeblich keine gute Lösung ist, ist die Alternative Miete. Ich zahle also ein Leben lang an einen anderen, dass noch 10, 20 oder noch mehr Jahre im Alter, wo die Kohle eh sehr knapp ist und da ich zur Pflege mangels Masse nichts beitragen kann, geht's an die Kinder, Stichwort Elternunterhalt. Soll das die Alternative sein?

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lizenz 28.07.2016, 17:26
18. Da kann man nur hoffen, ...

... dass man vor dem Pflegeheim, in Würde, abtritt. Jahrelanges würdeloses dahinvegetieren für horrende Summen - was für eine erbärmliche Aussicht!

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53er 28.07.2016, 17:57
19. Wieder mal ein Beitrag

mit freundlicher Genehmigung der privaten Rentenversicherung. Bitte aber dann auch die Information hinzufügen, wie lange man das Pflegeheim mit den Zusatzrenten länger finanzieren kann, nämlich 0,0 Monate. Mit privaten (Zusatz)Renten von durchschnittlich 200 -300 Euro pro Monat lässt sich bei steigender Inflation und fehlendem Inflationsausgleich in ein paar Jahren höchstens noch eine Hundehütte mit Fressnapf finanzieren. Und das nicht nur, wenn man an das Nettoergebnis denkt.

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