Forum: Wirtschaft
Nach Brexit: Regierung will Großbritannien zum Steuerparadies machen
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Nach dem Brexit erwägen zahlreiche Firmen, das Land zu verlassen. Der britische Finanzminister steuert nun gegen und will die Steuern für Unternehmen drastisch senken.

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mr.andersson 04.07.2016, 10:57
140.

Zitat von seinedurchlaucht
Die Regierung wird so versuchen, die Abwanderung der Firmen aus GB zu verhindern. Das funktioniert in der Schweiz auch sehr gut. Das wäre allerdings nicht im Sinne der EU-Oberen, Brexit - und nichts Schlimmes geschieht.
Aber natürlich wäre es im Sinne der Briten? Brexit und man reduziert die Steuereinnahmen des Landes dramatisch? Nach dem Motto: An die EU zahlen ist böse, das Geld erst gar bekommen weil wir es den Konzernen schenken ist gut?

Es ist doch unglaublich das die Verachtung einiger Forenteilnehmer hier bezüglich der EU offensichtlich so groß ist, das auf einmal massive Steuergeschenke an Konzerne nicht mal mehr Kollateralschaden sind.

Gelichzeitig wurden btw. Steuererhöhungen für das gemeine Volk angekündigt.

Aber GB macht ja alles perfekt, solange man ja nicht in der EU ist. Und sei es eben ein neues Steuerparadis zu unser aller Lasten aufmachen.

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ackergold 04.07.2016, 11:00
141.

Zitat von arno.crypto.nymous
ist die Gier der Staaten für wenig Gegenleistung möglichst viel Geld abzuschöpfen. Die Steuerlast ist in vielen Ländern deutlich zu hoch und was das schlimmste daran ist, das die Staaten noch nicht einmal Rechenschaft über die verschwendeten Gelder ablegen müssen. Vetternwirtschaft, Bevorzugung der Reichen und Misswirtschaft ist alles, was die Regierungen hin kriegen, mehr nicht.
Entschuldigung, aber Sie widersprechen Sie selbst, wenn Sie ausgerechnet Bevorzugung der Reichen bejammern und gleichzeitig Steuersenkunen für Reiche befürworten.

Wer in Europa wirtschaftet und Geld verdient, der soll gefälligst Steuern bezahlen. Alles andere ist Mumpitz.

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DesTeufelsAnwalt 04.07.2016, 11:00
142.

Zitat von merrywivesofwindsor
In Irland hat das funktioniert.Es wird auch in England funktionieren. Die Firmen werden bleiben und neue kommen.
Im Gegensatz zu Irland hat die EU aber ein vitales Interesse daran, einem Drittland die Daumenschrauben anzulegen wenn es um Steuerdumping geht.

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HeisseLuft 04.07.2016, 11:00
143. Grins

Ich muss jetzt einfach mal lachen.

Hat man nun nicht jahrelang hier im Forum erzählt, die EU sei der Treiber bei neoliberalen Deformen? Sie führe nur zu einem Niedrigsteuerwettbewerb?

Und jetzt hält es ein Staat nötig, bei einem Austritt die Unternehmenssteuern zu senken. Weil sonst nicht mehr wettbewerbsfähig.

Ich geh jetzt ne Runde ablachen.

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cherrypicker 04.07.2016, 11:01
144. Zu geil!

Die Menschen haben also mehrheitlich GEGEN die Exzesse des Neoliberalismus' votiert und das Rezept des Schatzkanzlers lautet: "Mehr Neoliberalismus!". Die Briten gehen so sehenden Auges vor die Hunde. Irgendwann darf die EU noch Entwicklungshilfe nach London überweisen ...

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tpro 04.07.2016, 11:02
145.

Zitat von curiosus_
Ein schönes Beispiel für die Machtfixierung der EU. 1. Briten raus 2. Die EU bestraft (erschwerter Zugang zum Binnenmarkt / "out is out") 3. Die Briten steuern über niedrige Unternehmenssteuern gegen 4. Die EU kontert mit Einfuhrzöllen 5. ?? Aus dem win-win einer Freihandelszone wird das lose-lose eines Wirtschaftskrieges. Nur um die Machtgelüste Brüsseler Bürokraten zu befriedigen. Im Sinne aller beteiligten Bürger (sowohl der Rest-EU als auch der britischen) ist das sicher nicht. Aber Hauptsache das Eliten-Projekt EU blüht und gedeiht - zum Wohle von?
Sie werden aber verstehen, daß es für die Briten eine Art "EU-light" nicht geben darf. Die Vorteile eines offenen Marktes mitnehmen, die Nachteile, z.B. sich an der Infrastruktur des Marktes durch Zahlungen aber ablehnen.

Wenn ich die Firma wechsle um mich finanziell zu verbessern, kann ich auch nicht später in meiner alten Firmenkantine für 2,50 EUR essen gehen.

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steviespeedy 04.07.2016, 11:04
146. Nachdem GB von Thatcher

deindustrialisiert wurde gibts nur noch diesen Weg.

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robert-brockmann 04.07.2016, 11:05
147. Minus Steuern

Warum nicht gleich Minus-Steuern.

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ssissirou 04.07.2016, 11:05
148.

Zitat von Mundil
dass genau diejenigen welche wegen der klaffenden Schere zwischen Arm und Reich den Brexit gewählt haben noch mehr darunter leiden werden. Noch weniger Steuern- noch weniger Sozilleistungen- noch teureres Gesundheitssystem. Hoffentlich reicht dann das Geld noch zur Aufstandsbekämpfung...
Nicht unbedingt. Diese niedrigen Steuersätze sollen Unternehmen dazu anreizen, sich in GB niederzulassen. 10 % Steuern auf 10 Millionen sind immer noch mehr als 30 % auf eine Million. Das Geld wird dann nicht in GB fehlen, sondern in den Ländern, aus denen diese Unternehmen ihre Gewinne nach GB "umleiten". Das gibt es ja schon innerhalb Europas: Irland, Niederlande, Luxemburg, Zypern und Malta, die Liste ist sicher noch länger.

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conny1969 04.07.2016, 11:05
149. Realitätsblind

Zitat von mistermister
Es zeigt sich wie unfähig derzeit London agiert. Mit Ideen dieser Art wird die Arbeiterklasse weiter ausgeblutet. Und UK läuft Gefahr mit dieser Regelung als Steueroase klassifiziert zu werden. Und Steueroasen sind auf der Schwarzen Liste der EU. Finanzgeschäfte nur sehr schwer möglich und ganz und gar nicht mit den 4 Grundfreiheiten vereinbar. Es zeigt sich wie amateurhaft die Regierung in London ist.
Das ist doch das Geschäftsmodell von Luxemburg und Zypern.
Wir in Deutschland sind auf Geldwäsche spezialisiert.
Wo also ist das Problem?

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