Forum: Wirtschaft
Nach Brexit: Regierung will Großbritannien zum Steuerparadies machen
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Nach dem Brexit erwägen zahlreiche Firmen, das Land zu verlassen. Der britische Finanzminister steuert nun gegen und will die Steuern für Unternehmen drastisch senken.

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mali123 04.07.2016, 11:20
160. Deutschland und Kanada

ist in der Grafik falsch verortet und sollte unten dabei sein. Wie man sieht, werden natürlich hier Unternehmen bevorzugt gegenüber dem einfachen Arbeiter. Auch Kanada sollte unten sein...

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karlheinz-hesse 04.07.2016, 11:21
161. Sie waren wohl lange nicht mehr in England?

Zitat von hockeyversteher
für Ihre These. Ich gebe Ihnen solange ein paar Beispiele wo das super funktioniert: Irland, Schweiz, Lettland, Luxenburg, Niederlande, Österreich Und jetzt ein paar Beispiel wo hohe Steuern gar nichts bringen: Frankreich, Spanien, Italien Offensichtlich sind in UK schon heute Gelder für die "Dinge welche die Menschen betreffen" übrig. Tolle Infrastruktur, Hochkultur, vernünftiges wenn auch ausbaufähiges Krankenwesen, hohe Bildung. Warum sollte das nachlassen, wenn mehr Unternehmen geringere Steuern zahlen? Es wird Wettbewerb geben. Was ist daran falsch? Das Deutschland mal über sein Steuersystem nachdenken muss?
Infrastruktur katastrophal. Seit Thatcher alles privatisiert hat, Wasserversorgung, Bahnverkehr und Strassenbau und nun fast alles Marode ist, der Staat wieder in einem kaputte Zustand übernehmen muss und für viel Geld diese Unternehmen sanieren muss, reden Sie von einer tollen Infrastruktur? Das Sozialwesen steht vor dem Ruin.

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karlheinz-hesse 04.07.2016, 11:22
162. Wie Bitte?

Zitat von Nichtraucher
Hmmm.... die hätten sie ja dann gleich doppelt. Oder was ist mit den 350 mio pro Woche, die dann nicht mehr nach Brüssel fließen?
Welche 350 Millionen?

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ackergold 04.07.2016, 11:22
163.

Zitat von Pless1
Das ist auf den ersten Blick natürlich nichts für Sozialromantiker - was aber sollte London denn statt dessen bitte machen? Das ist ein richtiger, notwendiger Schritt um Unternehmen und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung trotz BREXIT im Land zu halten - zur Not eben unter Inkaufnahme einer steigenden Verschuldung. Die Alternative wären abwandernde Wirtschaftszweige, weniger Jobs und in der Folge ebenfalls Einnahmenverluste, da die höheren Steuersätze von weniger Unternehmen bezahlt werden und zudem auch die, die ihre Jobs verlieren werden keine Steuern mehr bezahlen sondern Transferzahlungen benötigen.
Kleiner Tipp: die Einführung der Sklaverei würde noch mehr Jobs im Lande halten.

Übrigens: Der Staat ist für die Bürger da und nicht umgekehrt.

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ssissirou 04.07.2016, 11:24
164.

Zitat von ralphofffm1
Bleibt die EU hart und gewährt denen keinen besonderen Zugang zum Binnenmarkt. Schon gar nicht Verhandlungen vor dem Brexit. Ein Niedrigsteuer und Niedriglohnparadies direkt vor unserer Haustür? Nicht in unserem Interesse.
Nicht vor unserer Haustür, sondern schon seit Jahrzehnten mitten unter uns: Steuerparadiese Luxemburg, Niederlande, Zypern, Malta, Irland etc.
Niedriglohnparadiese: Polen, Rumänien, Ungarn, Slovakei etc. und ja, auch Deutschland.

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hansw 04.07.2016, 11:28
165. Faszination

Würde es die Spiegel-Foren nicht geben, man müsste sie erfinden. Es ist sehr faszinierend, nach den Artikeln verschiedener Journalisten, die vielen Beiträge aus dem Publikum zu lesen. Faszinierend deshalb, weil die Mehrzahl der Beiträge zeigen, wie gross Wissenslücken sind. Vor den Online Publikationen musste man Meinungen der "normalen" Menschen mühselig suchen. Heute werden sie kostenfrei ins Haus geliefert.

Die vielen Beiträge, auch von echten Fachleuten, wimmeln nur so von Argumenten, die alle nicht durchdacht sind. Ich habe natürlich kein Patentrezept für "nachhaltige" Verbesserungen, mein Optimismus lässt mich jedoch hoffen, dass sich das im Laufe der nächsten Dekaden positiv verändern wird. Der gesunde Verstand wird sich wohl durchsetzen.

Interessant ist, dass immer noch viele Vorbehalte gegen künftige Entwicklungen bestehen. Im Mittelalter wurden die Lücken der Erkenntnisse durch Beschwörungen und Wahrsagerei abgedeckt. Das ist zum Glück dauerhaft Vergangenheit.

Die in diesem Forum gemachten Ratschläge an Grossbritannien sind ebenso unsinnig, wie die Verteufelungen der Briten. Eines aber zeigen die Beiträge sehr deutlich. Die EU ist gescheitert, weil die gemeinsame Währung die unterschiedlichen Wirtschaften schonungslos aufdecken. Ohne europäischen Zentralstaat mit autonomen Regionen wird Europa nicht zukunftsfähig zu machen sein.

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karlheinz-hesse 04.07.2016, 11:30
166. Ne, Ne.

Zitat von dexter_douglas
Wir sind Hauptexporteur für das UK - ist ihnen das eigentlich bewusst?
Zwischen Export und Import Deutschland-England liegen gerade einmal 2 % zu Gunsten von Deutschland. Diíese 2% kann unsere Industrie wohl an andere Länder verteilen.

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Pless1 04.07.2016, 11:31
167.

Zitat von Nichtraucher
Die EU ist der Hauptimporteur für GB, da diese ja bekanntlich seit Thatcher praktisch gar nichts mehr herstellen - ist Ihnen das eigentlich bewusst?
Ganz so deindustrialisiert wie landläufig gemeint ist das UK dann wohl doch nicht. Habe letztens hier im SPON erstaunt gelesen, dass in UK mehr Autos gebaut werden als je zuvor und auch mehr als beispielsweise in Frankreich - trotz Peugeot-Citroen und Renault.

Nur sind das eben keine britischen Marken mehr (Leyland, Austin, Rover) sondern ausländische Investoren (mit ausländischen Marken oder als Käufer alter britischer Namen (Mini, Rolls-Royce, Bentley). Auch bei Rüstung, Luft- und Raumfahrt ist GB durchaus noch gut aufgestellt.

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Nichtraucher 04.07.2016, 11:35
168.

Zitat von karlheinz-hesse
Welche 350 Millionen?
Sorry hab vergessen, meinen Ironie Button einzuschalten.

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cum infamia 04.07.2016, 11:37
169. Mein bisheriges Fazit :

GB macht alles richtig und führt bald die "EU " ad absurdum...

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