Forum: Wirtschaft
Nach Brexit: Regierung will Großbritannien zum Steuerparadies machen
Getty Images

Nach dem Brexit erwägen zahlreiche Firmen, das Land zu verlassen. Der britische Finanzminister steuert nun gegen und will die Steuern für Unternehmen drastisch senken.

Seite 19 von 21
Nichtraucher 04.07.2016, 11:57
180.

Zitat von Pless1
Ganz so deindustrialisiert wie landläufig gemeint ist das UK dann wohl doch nicht. Habe letztens hier im SPON erstaunt gelesen, dass in UK mehr Autos gebaut werden als je zuvor und auch mehr als beispielsweise in Frankreich - trotz Peugeot-Citroen und Renault. Nur sind das eben keine britischen Marken mehr (Leyland, Austin, Rover) sondern ausländische Investoren (mit ausländischen Marken oder als Käufer alter britischer Namen (Mini, Rolls-Royce, Bentley). Auch bei Rüstung, Luft- und Raumfahrt ist GB durchaus noch gut aufgestellt.
Was die Automobilindustrie angeht, haben Sie recht.

Ich war selbst 3 Jahre in England. Die meisten der produzierten Automobile dort haben das Lenkrad auf der linken Seite.

Beitrag melden
ssissirou 04.07.2016, 11:59
181.

Zitat von ackergold
Entschuldigung, aber Sie widersprechen Sie selbst, wenn Sie ausgerechnet Bevorzugung der Reichen bejammern und gleichzeitig Steuersenkunen für Reiche befürworten. Wer in Europa wirtschaftet und Geld verdient, der soll gefälligst Steuern bezahlen. Alles andere ist Mumpitz.
Und vor allen Dingen sollten diese Steuern in dem Land bezahlt werden, in dem der Gewinn erwirtschaftet wurde.

Beitrag melden
hansw 04.07.2016, 12:06
182. Wunschdenken

Zitat von Nichtraucher
Ich glaube, die meisten "dexter_douglasse" wissen (verstehen) gar nicht, was für einen Schmarrn sie hier schreiben.
Sie sollten sich einmal vorstellen, was Kapital für Sie selbst bedeutet. Die Briten können das. Nur ein Beispiel:

Grossbritannien hat seit etwa 100 Jahren ein konfiskatorisches Erbschaftssteuerrecht mit Steuersätzen von mehr als 90%. Seit Inkrafttreten sind mehrere grosse Vermögen bis zu 3x so besteuert worden. Die heutigen Restvermögen betragen mehr als 30 Milliarden Pfund (in Worten: Dreissig Milliarden Pfund Sterling). Rechnen Sie die Ursprungsvermögen aus.

Jetzt verstanden, welches Wunschdenken Sie pflegen?

Beitrag melden
DesTeufelsAnwalt 04.07.2016, 12:08
183.

Zitat von tpro
Bei Waren, die körperlich vorhanden sind, geht das. Bei Geldströmen nicht.
Und warum nicht?

Beitrag melden
pimposse 04.07.2016, 12:15
184. Sorry, niedrigste Körperschaftssteuer hat Bulgarien: 10%

https://www.anwalt.de/rechtstipps/aenderungen-in-der-bulgarischen-steuergesetzgebung_055716.html

Beitrag melden
curiosus_ 04.07.2016, 12:16
185. Wieso?

Zitat von tpro
Sie werden aber verstehen, daß es für die Briten eine Art "EU-light" nicht geben darf. Die Vorteile eines offenen Marktes mitnehmen, die Nachteile, z.B. sich an der Infrastruktur des Marktes durch Zahlungen aber ablehnen. Wenn ich die Firma wechsle um mich finanziell zu verbessern, kann ich auch nicht später in meiner alten Firmenkantine für 2,50 EUR essen gehen.
Beteiligt sich die EU etwa zukünftig an der Infrastruktur Großbritanniens?

Und warum gehen die Briten in der EU-Firmenkantine essen wenn sie Waren zollfrei liefern?

Beitrag melden
Pless1 04.07.2016, 12:17
186.

Zitat von ackergold
Kleiner Tipp: die Einführung der Sklaverei würde noch mehr Jobs im Lande halten. Übrigens: Der Staat ist für die Bürger da und nicht umgekehrt.
Ich verstehe Ihre Polemik nicht. Natürlich ist der Staat für die Bürger da. Wie soll er das aber machen? Das Problem der Briten ist der Brexit. Darauf muss man nun reagieren. Alles, was der Staat für seine Bürger tun muss, kostet Geld. Das muss zunächst erwirtschaftet werden, damit ein Teil davon als Steuern und Abgaben in die Staatskasse fließen kann. Die Aufgabe des Staates ist nun zunächst, dafür zu sorgen, dass Besteuerungsgrundlagen erhalten bleiben, obwohl GB sich wirtschaftlich ein Stück weit zu isolieren droht.

Übrigens: für den Brexit haben "die Bürger" gestimmt...

Beitrag melden
MütterchenMüh 04.07.2016, 12:20
187. tut alles nur De weh

Zitat von Nichtraucher
Weil sie dann schon in der EU sind. Da ist schliesslich der Markt, wo sie hinwollen. Es wäre doch vollkommener Unsinn, Waren für Europa an einem Hafen ausserhalb der EU zu löschen. Klein Britannien ohne Zugang zur EU wäre für all die von Ihnen genannten exportierenden Länder in etwa so interessant wie die Fidschi Inseln.
Wenn in Britanien das verarrbeitende Gewerbe eine derartige Rolle spielen würde wie in De, dann wäre es in der Tat sinnlos. Das es das aber nicht tut , ist das kein großer Verlust. Im Übrigen besteht die Welt, mit er man Handel treiben kann aus mehr als nur der EU.

Die deutsche Industrie, allen voran die Automobilindustrie würden einen wichtigen Absatzmarkt verlieren. Der Brexit tut nur einem richtig weh und das ist De!

Beitrag melden
viktor koss 04.07.2016, 12:25
188.

Zitat von herr wal
Ja, die Geister von Maggie und Ronald sind wieder unterwegs. Gruselstunde. Für ihre deutschen Artgenossen halte ich schon Knoblauch und gemahlene Mäusezähne bereit. Um Mitternacht vermörsert mit Löwenzahn, der zur Sommersonnenwende geerntet wurde. Und Kreide für geeignete Zinken an der Haustür.
...dieser Kommentar sollte unbedingt zensiert werden.

Steuerwettbewerb der Länder wird fortgesetzt, weil schon heute bezahlen die Unternehmen auf manchen Orten keine Steuer, viel mehr sie werden von den jeweiligen für jede neue Arbeitsstelle subventioniert, bekommen geschenkt Grundstücke und Infrastruktur, dazu werden geheime Verträge zwischen Unternehmen und den Staaten geschlossen, die genau solche Vereinbarungen und "Risiken" von der Öffentlichkeit, Parlamenten und Gerichte fern halten...

Und dann wundert sich jemand dass der soziale Abbau und damit die Unzufriedenheit überall wächst.

Beitrag melden
Hermes75 04.07.2016, 12:26
189.

Zitat von arno.crypto.nymous
ist die Gier der Staaten für wenig Gegenleistung möglichst viel Geld abzuschöpfen. Die Steuerlast ist in vielen Ländern deutlich zu hoch und was das schlimmste daran ist, das die Staaten noch nicht einmal Rechenschaft über die verschwendeten Gelder ablegen müssen. Vetternwirtschaft, Bevorzugung der Reichen und Misswirtschaft ist alles, was die Regierungen hin kriegen, mehr nicht.
Wissen Sie der "Staat" ist eine seltsame Sache. Wenn die Bürger etwas von ihrem Staat haben wollen, dann können sie sehr fordernd sein, aber wenn es an die Gegenleistung geht, ist der Staat auf einmal ein fernes, abstraktes Ding. Dabei sind wir alle der Staat.

Die Frage ist nicht ob die Steuerlast "zu hoch" ist, sondern ob der Staat die Ansprüche seiner Bürger finanzieren kann.

Wenn Sie der Meinung sind, dass sie weniger Steuern zahlen wollen, dann müssen Sie sich eben ein Land mit
niedrigerer Staatsquote suchen. Es gibt auf der Welt genügend Länder in denen sich der Staat nicht unnötig in das Leben seiner Bürger einmischt, Afrika bietet gute Beispiele: Keine funktionierende Infrastruktur, keine Gesundheitsversorgung, keine Sozialsysteme, keine funktionierende Polizei, aber dafür sehr niedrige Steuern.

Und dann gibt es da noch so schreckliche Länder wie Deutschland, Schweden, Finnland, Dänemark oder die Niederlande in denen sich der Staat schamlos an seinen Bürgern bereichert und sich auch noch erdreistet ihnen ungefragt Dienstleistungen und Versicherungen aufzuzwingen. Nicht einmal in Ruhe tot über den Zaun hängen kann man da...

Grossbritannien sollte sich wieder an der guten alten Zeit orientieren als noch die Industriellen den Ton angaben und es dieses ganze neumodische Zeug wie Arbeitsschutzgesetze, Tarifverräge und Gewerkschaften noch nicht gab. Als die Arbeiter noch frohen Mutes 12 bis 14 Stunden, 6 Tage die Woche arbeiteten ohne zu murren.

Beitrag melden
Seite 19 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!