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Nach Brexit: Regierung will Großbritannien zum Steuerparadies machen
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Nach dem Brexit erwägen zahlreiche Firmen, das Land zu verlassen. Der britische Finanzminister steuert nun gegen und will die Steuern für Unternehmen drastisch senken.

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CommonSense2006 04.07.2016, 12:27
190.

Zitat von curiosus_
Beteiligt sich die EU etwa zukünftig an der Infrastruktur Großbritanniens? Und warum gehen die Briten in der EU-Firmenkantine essen wenn sie Waren zollfrei liefern?
Tja, insofern schon: Wenn die EU in Polen eine Autobahn baut, dann rollen da auch britische Exporte drauf. Und wenn in Spanien ein Hafen ausgebaut wird, senkt das due Kosten auch für britische Lieferungen.

Aus genau dem Grund beteiligen wir uns nämlich an den Nettozahlungen.

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curiosus_ 04.07.2016, 12:30
191. Richtig

Zitat von Fred the Frog
Unbeabsichtigt haben Sie die beste Begündung für den Sinn der EU geliefert: Verhinderung von Wirtschaftskriegen.
Genau deshalb sind die Briten ja raus. Weil es zur "Verhinderung von Wirtschaftskriegen" keiner EU bedarf. Das war bereits mit der EWG gewährleistet. Und aus der wären die Briten sicher nicht raus, die haben sich an der Differenzmenge EU-EWG gestört.

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Pless1 04.07.2016, 12:37
192.

Zitat von Moewi
Nissan und Toyota bauen zB in GB für den europäischen Markt. Mal sehen wie lange das so bleibt, wenn man sich mit den jetzt schon absehbaren Handelshemmnissen auseinandersetzen muss.
Ja, eben! Diesen drohenden Handelshemmnissen stellt London nun die Aussicht auf niedrige Steuern an die Seite. Ob das wirklich klappt ist natürlich nicht sicher. Was bleibt denen aber anderes übrig?

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Grorm 04.07.2016, 12:45
193.

Zitat von karlheinz-hesse
[...] Aber haben Sie einmal aus China Waren bestellt? Ich schon. Brief vom Zoll, pro Lagertag beim Zoll 2€, nach 8 Wochen frei gegeben, Warenwert 1,95 $ [...]
Ja, habe ich erst neulich:
2 chirurgische Pinzetten für unschlagbare knappe 3 Euro, Porto inclusive. In einem Grossbrief verpackt landeten sie nach nur 3 Wochen problemlos in meinem Briefkasten.

Aber ich weiss ja nicht, was Sie bestellt hatten ...

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mr.andersson 04.07.2016, 12:48
194.

Zitat von hansw
Sie sollten sich einmal vorstellen, was Kapital für Sie selbst bedeutet. Die Briten können das. Nur ein Beispiel: Grossbritannien hat seit etwa 100 Jahren ein konfiskatorisches Erbschaftssteuerrecht mit Steuersätzen von mehr als 90%. Seit Inkrafttreten sind mehrere grosse Vermögen bis zu 3x so besteuert worden. Die heutigen Restvermögen betragen mehr als 30 Milliarden Pfund (in Worten: Dreissig Milliarden Pfund Sterling). Rechnen Sie die Ursprungsvermögen aus. Jetzt verstanden, welches Wunschdenken Sie pflegen?
Und hier dann zum Vergleich die tatsächliche Erbschaftsteuer in GB:

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbschaftsteuer_im_Vereinigten_Königreich

40% auf den Betrag oberhalb des Freibetrags. Wirtschaftsunternehmen können vollständig befreit werden. Ehegatten untereinander zahlen keine Erbschaftsteuer.

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Goimgar 04.07.2016, 12:55
195.

Zitat von hockeyversteher
Offensichtlich sind in UK schon heute Gelder für die "Dinge welche die Menschen betreffen" übrig. Tolle Infrastruktur, Hochkultur, vernünftiges wenn auch ausbaufähiges Krankenwesen, hohe Bildung.
Ähm bitte? Sie haben mal gar keine Ahnung wie es in England aussieht...
Ich konfrontiere Sie mal mit der Realität:
Tolle Infrastruktur: Die ist größtenteils Privatisiert und wird von den Firmen kaputt gespart. Ein Beispiel sind z.b die Wasserleitungen. Werden diese Marode wird nicht Saniert sondern erst mal der Druck reduziert. Die Zulieferer garantieren einfach nur noch dass der Druck bis ins Erdgeschoss reicht. In manchen Gebieten braucht man daher um über dem 1. Stock noch Wasser zu haben nun ne eigene Pumpe im Keller die Druck in die Hausrohre bringt....
hohe Bildung: England hat eine extreme 2. Klassen Gesellschaft bei der Bildung. Schauen Sie sich mal die kosten für die guten Privatschulen und für ein Studium an...

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hockeyversteher 04.07.2016, 12:55
196. Wieso

Zitat von Moewi
Nissan und Toyota bauen zB in GB für den europäischen Markt. Mal sehen wie lange das so bleibt, wenn man sich mit den jetzt schon absehbaren Handelshemmnissen auseinandersetzen muss.
Sollen Handelshemmnisse absehbar sein?
Das kommt nur auf die Ausprägung an.
Es sei den, Sie wollen Handelskrieg mit UK - was soll das für eine Politik sein?

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Grorm 04.07.2016, 13:00
197. Was ein Wunder:

Zitat von Nichtraucher
[...] Ich war selbst 3 Jahre in England. Die meisten der produzierten Automobile dort haben das Lenkrad auf der linken Seite.
Es gab sogar ganze Serien englischer Autos, die nur als Linkslenker gebaut wurden, e.g. der Triumph TR5 (aka TR250) ...

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curiosus_ 04.07.2016, 13:08
198. Und wie ...

Zitat von hansw
Die EU ist gescheitert, weil die gemeinsame Währung die unterschiedlichen Wirtschaften schonungslos aufdecken. Ohne europäischen Zentralstaat mit autonomen Regionen wird Europa nicht zukunftsfähig zu machen sein.
... vereinheitlicht der europäische Zentralstaat die unterschiedlichen Wirtschaften? Oder auf welche Wirtschaft wird vereinheitlicht? Auf die Deutsche? Die Französische? Die Luxemburgische?

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curiosus_ 04.07.2016, 13:09
199. Wenn es sich um ...

Zitat von jamon
straft die EU, wenn sie nur ihren mitgliedren die EU-Regeln zugesteht? straft die EU also z.B. auch mauretanien?!
... die Verweigerung eines Zustandes zum beiderseitigen Vorteil handelt: Ja.

Denn was sonst als Strafe sollte ein derartiges Verhalten sein? Wenn man seiner eigenen Bevölkerung damit ebenso ins Fleisch schneidet?

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