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Nach Brexit: Regierung will Großbritannien zum Steuerparadies machen
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Nach dem Brexit erwägen zahlreiche Firmen, das Land zu verlassen. Der britische Finanzminister steuert nun gegen und will die Steuern für Unternehmen drastisch senken.

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zynik 04.07.2016, 08:39
20. Mal ganz was neues....

Wow, mal ein ganz neues und innovatives Konzept. Und so ganz ohne ideologische Brille. Da hat jemand verstanden, dass sich etwas ändern muss...

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Hirndummy 04.07.2016, 08:42
21. Dumping-Paradies? Forget about it, Mr. Osborne.

Das kann er vermutlich "störungsfrei" erst machen, wenn die Austrittsverhandlungen abgeschlossen sind und Rest-UK sich selbst überlassen ist. Nachteil ist, aber Finanzminister müssen ja nicht rechnen, dass das gegenfinanziert werden muss. Geld aus Brüssel scheidet aus, also bleibt entweder nur eine höhere Belastung derjenigen, die dann noch direkte und indirekte Steuern zahlen oder weitere drastische Einschnitte in die staatlichen Leistungen und Fürsorge. Aber als Politiker wird er das Paket damit verkaufen, dass sich durch den damit verbundenen Aufschwung das Projekt selbst finanziert. Kennen wir. Das Versprechen "Blühende Landschaften" fehlt dann bloß noch. Naja, bei den Firmen sitzen aber Leute die können rechnen und ich bezweifle, dass die fiktive Steuerersparnis - wobei auch in UK viele Unternehmen doch eh schon keine zahlen - sich mit den Kosten gegenrechnen lässt, die den Export in den EU-Markt generieren. Naja, und vielleicht kommt da Brüssel auch auf die Idee, dass die Briten vor unserer Haustür ein Dumping-System installieren wollen. Forget about it, Mr. Osborne.

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zensurgegner2016 04.07.2016, 08:43
22.

Zitat von mantrid
Weniger Steuern = weniger Einnahmen = höheres Staatsdefizit = niedirger Bonität. Das haben schon die Griechen erfahren müssen. Wenn Unternehme im UK dafür höhre Zölle zahlen müssen, ist der Vorteil gleich wieder hinüber. Wer will schon eine Kleinstaaterei, wie Anno Dünnemals in Deutschand?
Leider nicht wirklich wahr
GB ist bereits heute ein Steuerparadies, gerade die steuerlichen Bedingungen für englische LDT sind verlockend, für die Bürger Europas allerdings ist es Diebstahl.

Zudem: Staaten wie die Schweiz, wie Luxemburg, in Teilen Irland zeigen auf, dass man mit Dumpingsteuer die Nachbarn trefflich aussaugen kann, und alleine damit seinen Staatshashalt auf Jahrzehnte saniert

Luxemburg kassiert unglaubliche 35% des Staatshaushaltes mit Dumpingsteuer, bei der Schweiz sind es, inclusive der Nebeneffekte, bis zu 25%
Dass diese Dumpingsteuer woanders Menschenleben kostet, das interessiert diese Moralapostel wenig
Brachte es doch Juncker auch fertig, von anderen Staaten Haushaltsdisziplin einzufordern, obwohl sein Vaterland die EU um grob 100 MRD Steuereinnahmen im Jahr bringt

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DesTeufelsAnwalt 04.07.2016, 08:43
23.

Nun ja, dann gibt es ja in Zukunft einen Grund mehr, gegen Steuerdumping-Länder vorzugehen.
Nicht, dass es noch eines weiteren Grundes bedurft hätte, aber Großbritannien wird das Boot der Trittbrettfahrer zum Kentern bringen. Gut so!

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tadel 04.07.2016, 08:43
24.

Europa sollte die Steuervorteile über Zölle wieder abfangen.

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jeff123 04.07.2016, 08:44
25. Zustände wie früher

GB kann ja auch die 48 Stundenwoche wieder einführen und Sozialleistungen kuerzen. Dann hat man wieder die Zustände wie zur glorreichen Zeit der Kolonialisierung. Ob das die Arbeiterklasse wollte als sie fuer den Brexit gestimmt hatte.

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MarkusH. 04.07.2016, 08:46
26. dann wirds noch teurer

tolle Strategie. und wer darf es wieder ausbaden? die Reichen? ganz sicher wieder nie Otto-Normalbürger. traurig

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winello 04.07.2016, 08:47
27. Gute Karten für die Briten

Die ökonomische Analyse des Brexit zeigt ein anderes Bild als die politisch inspirierten Katastrophenszenarien. Natürlich werden die Steuern gesenkt. Wohin aber sollen die vielen Firmen abwandern? Ins teure Nordeuropa oder in den überregulierten südeuropäischen Arbeitmarkt? Die Billigproduktion ist längst in Osteuropa oder viel eher in Asien. Zollschranken betragen nach WTO im Durchschnitt 3%... die durch die £-Abwertung mehrfach kompensiert sind. Hingegen werden Firmen wie Mercedes und BMW ein Problem haben wenn das UK die 10% Autoimportsteuer der EU übernimmt. Die Gewerkschaften lassen grüssen auch in andern EU Mitgliedern. Die Briten werden nun auch kurzfristig das Freihandelsabkommen mit Indien abschliessen können. Der Finanzplatz wird sich von den Verriegelungen der EU befreien und neue Geltung erringen. Der Talentpool in London ist unerreicht, britisches Recht und Gerichtsstand weltweit gesucht. Englisch ist Weltsprache. Auch die Schotten werden sich die Abspaltung überlegen. Sie müssten nähmlich den Euro mit der würgenden Defizitschranke übernehmen, die Zahlungen an Griechenland etc. Dies einfach ein paar Punkt durch die Brille des Ökonomen...

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ralphofffm1 04.07.2016, 08:48
28. hoffentlich

Bleibt die EU hart und gewährt denen keinen besonderen Zugang zum Binnenmarkt. Schon gar nicht Verhandlungen vor dem Brexit.
Ein Niedrigsteuer und Niedriglohnparadies direkt vor unserer Haustür?
Nicht in unserem Interesse.

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merrywivesofwindsor 04.07.2016, 08:50
29. Beispiel Irland

In Irland hat das funktioniert.Es wird auch in England funktionieren. Die Firmen werden bleiben und neue kommen.

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