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Nach dem BGH-Urteil: Soll ich jetzt raus aus meiner Lebensversicherung?
DPA

Früher war sie die liebste Sparanlage der Deutschen - inzwischen wollen viele Menschen ihre Lebensversicherung loswerden. Aber wie geht denn das? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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mariowario 16.07.2014, 21:33
30. Diverse Anmerkungen

Erstens gibt es zwei unterschiedliche Besteuerungen bei Lebensversicherungsverträgen (die machen einen wesentlichen Unterschied bei der Besteuerung aus und sind nur nach dem Studium der Vertragsbedingungen erkennbar). Eine vorherige Klärung mit dem Steuerberater und Finanzamt ist daher ratsam.

Zweitens gibt es zwei Varianten die Verträge vor dem Laufzeitende abzuwickeln:
a) Die Versicherung kündigen
b) Den Vertrag bis zum Laufzeitende ruhen zu lassen (sollte ein Vertrag noch weniger als zehn Jahre laufen ist das oft die bessere Variante)

Drittens ist es auch möglich die Versicherung zu verkaufen und dadurch neue Liquidität zu bekommen:
a) Durch Spezialfirmen mit dem Schwerpunkt des Ankaufs von Versicherungsforderungen
b) Verpfändung/Abtretung der Lebensversicherung als Kreditsicherheit (möglichst als Endfälliges Darlehen mit Fälligkeitskongruenz mit der Lebensversicherung)

Die Lebensversicherung sollte auf jeden Fall wegen einer Ertragsprognose zum Versicherungsverlauf (mit angepassten Zinssätzen) und verbindlicher Mitteilung der Rückkaufswerte der Versicherung (vom Versicherungsnehmer oder der finanzierenden Bank) ANGESCHRIEBEN werden (eine schriftliche Wertangabe von der Versicherung ist in dem Zusammenhang nützlich).

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willi2007 16.07.2014, 21:41
31. Dummes Geschwätz

Das Niveau von SPON ist meines Erachtens unterirdisch.
Solange der Bürger nicht schwarz auf weiß erfährt, wie hoch die Kosten und Provisionen beim Abschluss einer Kapital-Lebensversicherung sind, kann der Rat nur lauten: Finger weg von solchen unseriösen Geldvernichtungsanlagen. Wer seine Familie absichern will, schließt eine Risikolebensversicherung ab. Wer in der Vergangenheit Geld risikofrei anlegen wollte, hat Bausparverträge abgeschlossen. Einmalig eine Abschlussgebühr von einem Prozent der Bausparsumme, das war es dann aber auch schon an Kosten. Einige Bausparkassen erstatten diese Abschlussgebühr nach einigen Jahren, wenn kein Bauspardarlehen in Anspruch genommen worden ist. Ich erfreue mich derzeit an einem Zinssatz von immerhin vier Prozent für meinen alten Bausparvertrag. Solange ich nicht die Hälfte der Bausparsumme angespart habe, kann der Vertrag nach höchstrichterlichem Urteil auch nicht von der Bausparkasse gekündigt werden. Nie im meinem Leben hätte ich gedacht, dass mein alter Bausparvertrag einmal eine überdurchschnittliche Rendite abwerfen würde. Dabei taugten die Bausparverträge eigentlich schon immer als solide Geldanlage - weil ja weil im Gegensatz zu den Kapitallebensversicherungen das Sparguthaben eines Bausparvertrages jederzeit ausbezahlt werden kann mitsamt Zins und Zinseszins. Deswegen Leser von SPON hört nicht auf dieses dumme Geschwätz eines in die Irre geleiteten Jounalisten.

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jpunktbarth 16.07.2014, 21:48
32. Horrende Gebühren?

Also ich komme (kLV 1996) mit meinen Einzahlungen auf einen "über alles-Zins" von 2,8% p.a., ABER: da ist ja noch der Risikoanteil von 16% Sterbewahrscheinlichkeit zw. 1996 und 2032 nach der DVA1994T-Tabelle. Und das macht in meinem Fall (50.000 € garantierte Auszahlung) auch was aus: etwa 5.500 €, die als Risikokapital vom Eingezahlten vor der Verzinsung (Sparanteil!) abgezogen werden müssen. Der Kostenanteil ist bei meiner Versicherung bei 300 € (mit den mir zur Verfügung stehenden Zahlen ermittelt).

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dieter_huber 16.07.2014, 21:54
33. am Anfang und am Ende betrogen

Anfangs zahlt der Kunde jahrelang die üppige Provision des Maklers, am Ende wird er von der Politik um seinen Anteil am Anlagevermögen (stille Reserven) betrogen. Jeder müsste sich mal den Renditeverlauf seiner Police mit klv-check betrachten. Dann wüsste der Kunde, woran er ist...

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capote 16.07.2014, 21:59
34. Total verkehrt!

Zitat von Privatier
Gleich in welcher Ablage- (Girokonto) oder Anlage-Form (Sparen bis Erlebnisversicherung): Die zunehmende Unsicherheit, mit welchen Billionenlöchern nicht Selbstversorgungs-fähige Euro-Mitglieder Wert und Bestand unserer asymmetrischen Transferwährung "EURO" weiter beschädigen und hintertreiben werden und die inzwischen geradezu lächerlich geingen Zinsen für Guthaben zwingen jeden sicherheitsbewussten Bürger dazu, aktuell nicht liquide benötigtes Vermögen in Edelmetallen anzulegen. Gewiß nicht ohne das Risiko durchaus erheblicher Schwankungen der Preise für Gold, Silber und anderes Edeles! Aber ohne jedes Risiko des Totalverlustes (oder der nahezu vergleichbaren Entwertung auf ein zehntel bis hunderdstel des Schönwetterwertes bunter Scheine)! Der heimlichen Gefahr, der sämtliche Papierwährungen ausgesetzt sind. Geld auf geduldigem Papier, das von der Obrigkeit nicht nur wie inzwischen erlebt im Handstreich von nahezu allen Guthabenzinsen "befreit" und in inflationäre Spielscheine verwandelt werden kann, sondern mit einem vergleichbar lässigen Federstreich unberechenbarer Politiker auch jederzeit schlagartig (des größten Teils) seines Nominalwertes beraubt werden kann. Eine stofflichen Eigenwert besitzende "Reservewährung" wie Edelmetalle ist dagegen vor derartigen unerwünschten "Verwaltungsakten" einer bürgerfeindlichen politischen Elite bestmöglichst geschützt. Zugleich ist eine klug und umsichtig deponierte persönliche "Edelmetallreserve" optimal sicher davor, von Fr. Merkel nach Brüssel verschoben und über Europa verbrannt zu werden. Ganz im Gegensatz zu allem Geld, dessen Besitz und Kontrolle die Eigentümer zugunsten der Banken aufgegeben haben. MfG
2011 gab es den Höchstkurs für Gold. Das letzte Mal gab es den selben nominellen Preis 1977, 37 Jahre vorher! Nur wenn Sie 1977 für 77 000 DM ein Kilo Gold gekauft haben und es 2011 wieder verkauften, können Sie von dem Geld nur noch 1/2 bis 1/3 kaufen. 2002 gab es den niedersten Goldpreis, 1/5 des jetzigen und 1/7 des Höchstpreises, 2002 ist auch keine Goldmine pleite gegangen, also kostet es nicht mehr als 1/5 des heutigen Goldpreises, um 1 Kg aus der Erde zu holen und genau da wird der Goldpreis auch wieder hinfallen!

Bis der Euro auf 1/5 seines Wertes fällt, muss schon viel passieren, so lange ist Bargeld in Form von Euro die bessere Anlage. Nicht, dass es nicht bessere Möglichkeiten gibt, aber wer auf heute auf Gold setzt, wird nur verlieren!

Wenn man 2002 Gold gekauft hätte und 2011 wieder verkauft, hätte sein Geld damit versechsfacht, aber im Augenblick, keine Chance!

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SirTurbo 16.07.2014, 22:04
35.

Zitat von sysop
Woher man weiss ob die eigene KLV gut oder schlecht ist? Einfach. Ist es eine KLV ist sie legaler Betrug und damit schlecht... Jedenfalls für den Kunden.

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karl-felix 16.07.2014, 22:11
36. Das

Zitat von Kottan
Die KLV war zu allen Zeiten die schlechteste Kapitalanlage. Null Garantie, leere "Versprechungen", horrende "Gebühren", minimale Rendite. .
ist falsch. Nach Ausschöpfung des Sparerfreibetrages zahlten Sie zu Kohls Zeiten bis zu 53% Steuern auf die Sparzinsen , ausser bei Kapitallebensversicherungen. Zudem garantierten die Versicherungen einen Mindestzins von 4% bei oft erheblichen Überschussbeteiligungen.

Nur für Klein/Kleinstsparer gab es eine attraktivere Anlageform, das waren die Bundesschatzbriefe solange die Zinsen nicht versteuert werden mussten.

Wer also noch einen Altvertrag hat, dem rate ich nicht zur Kündigung. Es gibt keine Kapitalanlage z.Zt. mit vergleichbarer Rendite und Sicherheit. Man stampft halt die Möglichkeiten des kleinen Mannes systematisch ein. Ist eben seit Schröder und Riester Mode.

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hans_hamburg 16.07.2014, 22:12
37. Selber schuld - schnell raus

Ich habe mich in den 90ern das erste Mal mit Geldanlage beschäftigt. Die einhellige Meinung aller Experten / Verbraucherschützer / Stiftung Warentest / Bund der Versicherten etc. war schon vor über 30 Jahren: Lebensversicherungen sind keine Geldanlage, sondern ein Mischprodukt der Versicherungskonzerne, das als Altersvorsorge definitiv nicht geeignet ist.
Wer Geld anlegen möchte, sollte Geld anlegen.
Wer eine Versicherung braucht, sollte eine Versicherung abschließen.
Wer sein Geld langfristig schlecht anlegen möchte, ohne Rechte, mit schlechter Rendite und dem Risiko, viel Geld zu verlieren, der schließt eine Lebensversicherung ab.
Daran hat sich nie etwas geändert. Ich habe also nur bedingt Mitleid mit den Opfern.
Der Gesetzgeber sollte es nur ermöglichen, schnell aus den Verträgen aussteigen zu können.

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propagare 16.07.2014, 22:12
38. Gold

und Silber. Schnell. Gerade ist das Schein-Geld nochmal begehrt.

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motorradrudi100 16.07.2014, 22:12
39. TS_Alien

Wenn sich beide freuen haben wir die doch so oft erwähnte Win-Win Situation. Wer seine jährlichen Abrechnungen lesen kann ist nie im Nachteil. Niemals mehr werde ich einem Banker mit seriösen Anlageformen Glauben schenken. Mich hatte der Direktor einer vermeintlich seriösen Bank vor 20 Jahren irregeführt und dadurch einen Betrag in 5-stelliger ? Höhe unwiderruflich verloren. Sicher würde ich heute auch keine LV mehr abschließen. Aber ohne diese hätte ich sicher nicht die Disziplin gehabt, mir monatlich feste Beträge regelmæßig zu sparen.

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