Forum: Wirtschaft
Nach dem Brexit-Votum: Aufstieg und Fall der großen Vereinfacher
REUTERS

Die Populisten sind los, nicht nur in Großbritannien. Sie bringen den Westen Europas an den Rand des Scheiterns. Wie konnte es soweit kommen?

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hanstreffer 26.06.2016, 08:00
10. Da fehlt was

Lieber Herr Professor, die statistische Wirklichkeit ist ein Versuch mit Zahlen Neues aus der Wirklichkeit zu schaffen. Das gelingt nicht immer. Solange Jobs nicht garantiert werden wenn man über 50 ist, braucht niemand über offene Stellen klagen. und Stellen, die aus der Zeitarbeit kommen, sind keine Stellen sondern Tagelöhnertum.

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tmhamacher1 26.06.2016, 08:03
11. Vernunft???

Wie soll die Vernunft sich behaupten, wenn sie andauernd geschwächt wird? Ist der Raubtierkapitalismus vernünftig? Ist Fracking vernünftig? Ist es vernünftig, Glühbirnen zu verbieten?

Vernunft ist langweilig, weil sie in der Regel gegen die Gefühle gerichtet ist, aber das muss sie nicht sein. Die Brexit-Debatte hat doch gezeigt, wie unwillig die Vernünftigen waren, sich den durchaus berechtigten Gefühlen der Menschen zu widmen und den Kampf um die EU mit entsprechenden Emotionen zu führen. Sie waren noch nicht einmal in der Lage, dieses 350-Mio.-Euro-Märchen zu enlarven! Wer so kämpft, der ist nicht vernünftig, der ist ein Schwächling!

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womo88 26.06.2016, 08:05
12. Des Pudels Kern ...

und wie es schon immer war ...

Rechte und Populisten bieten und boten schon immer einfache Lösungen auf komplexe Probleme und bekommen und bekamen deswegen Zulauf.

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stefan.p1 26.06.2016, 08:05
13. so weit -so gut und richtig

Aber: "die lange Kette der Krisen" richtig wäre :die lange Kette der UNGELÖSTEN Krisen. oder "Was passiert wenn
sich gut begründete Argumente in der Öffentlichkeit nicht mehr durchsetzen lassen" - ader der politische Gegener dann vielleicht bessere Argumente-oder wollen Sie zurück zur Diktatur?
Die EU ist spätestens seit der Osterweiterung zu einer schwammigen Kommisions-Regierung verkommen die sich immer mehr von der Bevölkerung entfernt hat.
Faule Kompromisse - falsche Visionen von der Einigkeit Europas. Verstöße gegen getroffene Vereinbarungen bleiben ungestraft. Sucht die Fehler doch bitte nicht bei den Populisten sondern bei den Regierungschefs die die EU dahin geführt haben wo sie jetzt steht -am Abgrund.

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licorne 26.06.2016, 08:08
14. Die Verantwortung

liegt nicht in Brüssel sondern in Berlin, Paris und London - und das seit Jahrzehnten. Das 'Produkt' Europa wurde nicht kommuniziert und sträflich vernachlässigt, die Kommissare aus innenpolitischen Gründen nach Brüssel entsorgt, es wurde keine Vision vermittelt, bei Problemen Pflaster draufgeklebt. Dass jetzt alle so erschrocken sind, zeigt, wie blind alle Parteien bei der Wahrnehmung der Stimmung der Bevölkerung waren und sind. Es reicht nicht zur Legitimation etwas richtig zu finden und zu entscheiden, ohne die Bürger einzubeziehen.

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jeze 26.06.2016, 08:13
15. Was heißt hier Vereinfacher?

Herr Müller - Dinge erscheinen nur für diejenigen kompliziert, die nicht in der Lage sind sie zu durchschauen.

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schmitzens 26.06.2016, 08:14
16. Bildung Aufklärung Vernetzung

Danke für den Text. Die Bildungssysteme zusammen mit den Medien tragen m.E. heute die größte Verantwortung und das größte Potenzial aller Zeiten. Die Proteste und Verzweiflung der jungen Generationen (z.B. aktuell gegen die Abstimmung im England) stimmen einen hoffnungsvoll, dass langsam, langsam, ganz langsam eine Art säkuläre Ratio bildet

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fizzi4u2015 26.06.2016, 08:16
17. Die EU

ist am Scheitern. Gott sei Dank.
Warum?
Weil die EU nur der Wirtschaft und Unternehmen dient.
Der normale Bürger hat absolut nichts davon.Reisefreiheit...Juhuuu.....Von welchem Geld soll er sich das leisten?
Vorher müssen doch noch Banken und korupte staaten gerettet werden.

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okav 26.06.2016, 08:16
18. Sind die derzeitigen Probleme schon das Ergebnis von Populismus?

Ich denke da an das NoBailout Versprechen oder die wir schaffen das, Grenze auf, herzlich Willkommen Rhetorik, die in die Welt posaunt wird oder sie werden die ganze Härte des Gesetz...Rhetorik bei Straftätern etc. Wir werden doch in jedem Wahlkampf von allen Seiten mit Populismus überschüttet.

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peter beckmoz 26.06.2016, 08:16
19. Heilsamer Schock

Die Reaktionen nach dem Brexit zeigen, dass es mehr ein Frust Vote, denn Resultat einer rationalen Abwaegung war. Frust der von populistschen und nationalistischen Politikern a la Trump noch mit falschen Argumenten geschuert worden war, wie die Briten jetzt auch lernen. Die UK droht nun auseinander zu brechen, es sei denn, und das halte ich fuer wahrscheinlich, dass es ein zweites Referenden geben wird mit einem anderen Ausgang. Heilsam ist das, weil es den Front National, AFD etc. den Wind aus den segeln nehmen kann, allerdings nur, wenn sich die EU aendert - wie jetzt ploetzlich vielfach angesprochen, und sich die nationalen Politiken aendern, vor allem und gerade in Deutschland. Letztlich ist der 'Europafrust', seien wir doch ehrlich, das Ergebnis des rot-gruenen Sozialabbaus und seiner Fortsetzung unter Merkel, der die EU vollkommen aus dem oekonomischen Gleichgewicht gbracht hat. Ohne nachhaltige Regulierung der Wirtschaft und der Grosskonzerne (Banken und Betriebe) die ja nur noch durch Korruption von sich reden machen, wird es nicht gelingen Demokratie und Europa vor der Aufloesung zu retten. Und wohin sowas fuehrt weiss man in Europa ja wohl am Besten

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