Forum: Wirtschaft
Nach dem Brexit-Votum: Aufstieg und Fall der großen Vereinfacher
REUTERS

Die Populisten sind los, nicht nur in Großbritannien. Sie bringen den Westen Europas an den Rand des Scheiterns. Wie konnte es soweit kommen?

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emcioran 26.06.2016, 09:16
70. Frage an Herrn Müller

Hallo,
warum kommt in Ihrer Kolumne nur Wirtschaft vor? Gibt es nichts anderes, was zum guten leben dazu gehört? Aber vieleicht liegt das daran, daß die von Ihnen so gelobten Technokraten bzw. Ökonomen genau zu der Schicht gehören, die in der Regel dafür verantwortlich sind, daß es der Schicht, der es nicht so gut geht, immer schlechter geht.

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ekel-alfred 26.06.2016, 09:19
71. Falsche Sichtweise?

Ach so, Herr Müller. Es sind also die Populisten, die Europa scheitern lassen? Es sind nicht die Parteien, die seit Jahrzehnten das Heft des Handels in der Hand hatten?

Die Etablierten hatten ihre Chance, sie haben sie missbraucht. Zeit für einen Umbruch, finden Sie nicht?

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INGXXL 26.06.2016, 09:19
72. Ein sehr guter

Kommentar. Die Beispiele in Südamerika vor allem Venezuela zeigen wohin es führt wenn der ökonomische Verstand ausgeschaltet werden. Genauso ist es wenn in den Foren Stimmung gegen Konzerne und Banken gemacht wird. Von denen beziehen wir unseren Wohlstand. Aber das wollen immermehr nicht einsehen.

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SachDebattierer 26.06.2016, 09:19
73. Wenn man jemanden mit dem Finger weist, ...

... zeigen drei Finger zu einem zurück. Die großen Vereinfacher finden sich im Moment doch eher im "EU - weiter so" Lager.

Nach dem Rücktritt Camerons muss jetzt zwangsläufig der Rücktritt Junckers, Tusks, Schulz und Merkels erfolgen, die mit ihrer Kamikaze-Politik den Boden für einen erfolgreichen Brexit bereitet haben.

Wer das nicht begriffen hat, reitet die EU weiter in den Untergang, ... und unsere Presse wäre gut beraten, jetzt eine Entscheidung zu fällen: Die Alt-EU Elite kritisieren, oder mit ihr untergehen.

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nofreemen 26.06.2016, 09:20
74. die Kontrolle verloren

Die Vernüftigen glauben an das was sie gelernt haben und die Populisten an das was sie nicht gelernt haben aber später lernen durften oder mussten. Wie könnte es sonst sein, dass zwei Menschen aus der selben UNI gegensätzliche und ganz andere Richtungen einschlagen. Derceinr scheint sich weiter zu entwickel während der andere sich beschränkt gemau das gelernte, eins zu eins, weiter zu führen. Also konservstiv gegen innovativ. Die Bezeichnungen der zwei "Sorten" sind jedoch vielfälltig. Überleben tut vielleicht nicht der Beste, aber in einer Demokratie halt der populärste. Dafür alle seine Wähler als dumm und ignorant zu verkaufen ist populistisch mit Schussgarantie in den Ofen. Die "etablierten" sind nicht langweilig, nein, sie sind zu gierig zu prinzipiell und vor allem unverbesserliche Lügner. Die neuen werden es leider nicht viel besser machen, aber sie geben ein kurzfristiges Wohlgefühl. England ist ein Sonderfall und kann mit dem Rest nicht verglichen werden.

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khid 26.06.2016, 09:20
75. Neoliberalisten sind keine Einbildung Herr Müller!

Da wird doch jetzt nicht einem Herrn Müller die Deutungshoheit darüber überlassen, was in Europa abgeht - oder, SPON?

Herr Müller weiß: Die OECD, das statistische Bundesamt und andere Nicht-Regierungs-Organisationen haben seit Jahren! kein anderes Thema, als auf die dünner werdende Mittelschicht und die krass ansteigende Armut! in allen europäischen (und außereuropäichen) Ländern hinzuweisen. Und diese Anzumahnen.

Diesen Mißstand als "Populismus" hinzustellen, ist selbst populistisch Herr Müller!
Sie vereinfachen die Probleme Europas und der Welt auf ein paar wenige Symptome - klammern zugleich aber das Ihrer Ideologie schädliche aus!

So etwas ist albern - für eine Professor für Wirtschaftsjournalismus allemal unwüdig.

Ich habe jedoch nichts anderes von Ihnen erwartet...

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Muelle2s 26.06.2016, 09:21
76. Freiheit

Es stimmt, Herr Müller: "Wenn sich gut begründete Argumente in der öffentlichen Debatte nicht mehr durchsetzen, dann haben wir ein Problem." Damit erfassen Sie den Kern des Problems der EU ohne es zu realisieren. Die gut begründeten Argumente zum Rechtsbruch der sog. Eurorettung, die Argumente gegen das Agieren der EZB, die Argumente gegen einen alles Abwürgenden Bürokratiewahn aus Brüssel, die Argumente gegen den fortgesetzten Rechtsbruch der Bundesregierung in Sachen Schengen-Abkommen, etc, etc. werden in der öffentlichen Debatte ausgeblendet, verlacht oder von Antifa-Schlägern zum Verstummen gebracht. Schade, dass uns die Briten in der EU nun mit den staatsgläubigen Südstaaten allein lassen. Aber für sich haben Sie etwas Besseres gewählt: eine Zukunft in Freiheit und echter Selbstbestimmung!

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diskantus 26.06.2016, 09:21
77. Guter Beitrag, aber leider eines vergessen:

Populisten rühren immer an der Geschichte eines Landes und betonen sie. Einerseits weil angeblich "früher alles besser" war, andererseits aber auch, weil jedes Land seine eigene sehr lange Geschichte hat.
Das ist gerade an Großbritannien sehr schön zu erkennen – das Wahlergebnis zeigt ja nicht einfach die Zerrissenheit des Landes, das wäre zu simpel. Es zeigt vielmehr vor allem die äußerst wechselvolle und immer von Konflikten geprägte Geschichte von England, Schottland und Wales.

Seltsamerweise erkennen selbst Historiker das nicht. Dabei macht gerade das Wegschieben der Wurzeln der einzelnen Länder die Krise der EU aus. Man hat Länder in eine Wirtschaftsunion zusammengefasst, die deren Unterschiede nivelliert, ohne dabei an den Menschen und seine auf früheren Generationen beruhende Geschichte zu denken. Das kann auf Dauer nicht funktionieren –und genau das rächt sich jetzt.

Wir haben eine veritable Geschichtskrise, und die EU wäre gut beraten, sich daran zu orientieren und neue Wege für einen Zusammenschluss der Länder zu finden, der deren unterschiedliche Historien in den aktuellen politischen Diskurs einbindet. Geschichte findet statt, jeden Tag!
Damit wäre Populisten der Boden entzogen.

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Halcroves 26.06.2016, 09:21
78. Theoretiker die uns glauben machen, dass alles in Ordnung sei

und der Familienvater der trotz Arbeit aufstocken muss, um seine Familie ein Leben bieten zu können. Ist er ein Verlierer weil er als Arbeitnehmer seit 20 Jahren keine Lohnanpassung mehr bekommt. Im Osten gibt es quasi keine Gewerkschaften mehr. In England leben ca. 25 % in Armut, in Deutschland mittlerweile ca. 20%. Es werden immer mehr "Verlierer" der Globalisierung, weil sich Parallelgesellschaften entwickeln. Die einen Arbeiten und die Anderen verteilen den Reichtum. Je größer eine komplexe Gesellschaft je perfider die Umverteilung. Wenn für immer mehr Menschen der Zug zu schnell abfährt, dann helfen auch keine Lobdudeleihen. Mal in die U Ban schauen, statt aus dem Flieger die Schäfchenwolken zählen.

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marinero7 26.06.2016, 09:21
79. Merkel ist die große Vereinfacherin

Also, wenn es große Vereinfacher gibt, dann gehört Merkel gewiß dazu: "Wir schaffen das" ohne Konzept, "Alternativlos" wie bei der Bankenrettung, die als Griechenlandhilfe etikettiert wurde, "Sie kennen mich" wie bei der letzten Bundestagswahl usw. Stärker kann man kaum vereinfachen.

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