Forum: Wirtschaft
Nach der Pleite: Was jetzt aus Air Berlin wird
DPA

Die Pleite von Air Berlin wirft viele Fragen auf: Wie lange fliegen die Maschinen noch? Was wird aus den Mitarbeitern? Und wer übernimmt die Reste des Unternehmens? Die Antworten im Überblick.

Seite 1 von 3
INGXXL 17.08.2017, 19:34
1. Wenn es Einbußen

von 80 % gibt zeigt das doch wie überbezahlt langjährige Mitarbeiter sind. Ob eine Stewardess 20 Jahre oder 2Monate Berufserfahrung hat macht doch keinen Unterschied. Bei Piloten ist das vielleicht etwas anders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nickmason 17.08.2017, 19:59
2. Berufserfahrung zählt

Zitat von INGXXL
Wenn es Einbußen von 80 % gibt zeigt das doch wie überbezahlt langjährige Mitarbeiter sind. Ob eine Stewardess 20 Jahre oder 2Monate Berufserfahrung hat macht doch keinen Unterschied. Bei Piloten ist das vielleicht etwas anders.
Eine Stewardess und ein Steward sind mehr als tumbe "Saftschubsen". Sie sind Psychologen, Kinderbetreuer, Stressbeseitiger, Sicherheitsdienst und bei Zwischenfällen auch für die Evakuierung zuständig. In diesem Beruf ist eine gewisse Erfahrung also mehr als hilfreich.

Und angesichts von Wechselschichten, Springerdienst und Belastungen durch Jetlag etc. ist eine angemessene Bezahlung wohl das Mindeste. Und wer sich sein hohes Gehalt nach Jahren des Durchhaltens (die Fluktuation ist teilweise enorm, denn diesen Job hält längst nicht jeder durch) erarbeitet hat, verdient im wahrsten Sinne des Wortes was er bekommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ofw 17.08.2017, 20:08
3. Air Berlin

Ich hoffe nur, dass ryanair nicht zum Zug kommt. War letzte Woche im Steuerparadies Dublin. Hier wird mit Geld, das eigentlich anderen EU-Ländern zusteht, gebaut wie verrückt. Schade, dass Irland inkl. ryanair zur EZ zählt und nicht zum übrigen GB, das hätte hinsichtlich Steurerparadies und ryanair einiges bereinigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TimeDice 17.08.2017, 20:10
4.

Es ist eine Unverschämtheit, dass die Lufthansa sich nur die Sahnestücke herauspickt. Das fliegende Personal muss sich sogar neu bei Lufthansa (Eurowings) bewerben, um Discount-Gehälter akzeptieren zu müssen. Die Schulden lösen sich in der Insolvenz für Lufthansa einfach in Luft auf und der Steuerzahler bezahlt auch noch die Übergangszeit mit 150 Millionen Euro. Die Air Berlin Mitarbeiter in der Verwaltung und in der Technik kann man natürlich nicht retten. Es ist ja keine Übernahme. Das ist staatsfinanzierter Turbokapitalismus. Von Rot-Grün in Berlin oder dem Bürgermeister oder der Linken ist nichts zu hören, obwohl doch in der Zentrale am Saatwinkler Damm über 1000 Arbeitsplätze für Berlin verloren gehen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kommt vor Lachen wahrscheinlich nicht in den Schlaf. Aber das wird den Lufthanseaten auch noch vergehen, wenn Ryanair in Europa übermächtig wird, da Politik und Gesellschaft es hinnehmen das Unternehmen wie Ryanair ihr immenses Wachstum durch prekäre Lohnstrukturen finanzieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stäffelesrutscher 17.08.2017, 20:12
5.

Die Abwertung um 80 % hätte ich gerne mal in konkreten Zahlen erläutert bekommen. Ist das von 3.500 auf 700 Euro brutto, von 5.000 auf 1.000 oder von 7.700 auf 1.540 Euro (Mindestlohn)?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teloudis 17.08.2017, 20:33
6. Was wird jetzt aus Air-Berlin???

Was für ein blöder Aufmacher, all die Fragen und angebliche Antworten sind Unfug. Darauf gibt es eine einzige Antwort: Es gibt ein gebratenes Huhn auf den Tisch und jeder wird versuchen das meiste zu ergeiern. Die ganze Zeit frage ich mich, wie Air-Berlin an Kerosin ran kommt um bis 3 Monate lang fliegen zu können? Die Tank Unternehmen wären blöd den Flieger voll machen, wenn eine Firma Pleite ist, das werden sie sicherlich auch nicht tun. Von den 150 Mios der Regierung haben sie ja nichts. Also Air Berlin muss Vorkasse leisten, die Frage ist wovon. Weiß jemand darüber Bescheid?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_12 17.08.2017, 20:38
7.

Zitat von INGXXL
von 80 % gibt zeigt das doch wie überbezahlt langjährige Mitarbeiter sind. Ob eine Stewardess 20 Jahre oder 2Monate Berufserfahrung hat macht doch keinen Unterschied. Bei Piloten ist das vielleicht etwas anders.
Richtig! Dann lieber Ingenieur werden, da passiert so etwas nicht und das Leben vergeht frustfrei und voller Leidenschaften!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
capitalgeorg 17.08.2017, 20:38
8. Dobrindt ?!

Dass unser Bundesverkehrsminister Dobrindt für den Verkauf an die Lufthansa ist, wundert mich jetzt aber nun mal gar nicht. Wie tief kann ein Minister eigentklich in den Hintern der Wirtschaftsbosse kriechen bevor er endlich unsichtbar wird?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aktiverbeobachter 17.08.2017, 21:05
9. Interessant

Zitat von nickmason
Eine Stewardess und ein Steward sind mehr als tumbe "Saftschubsen". Sie sind Psychologen, Kinderbetreuer, Stressbeseitiger, Sicherheitsdienst und bei Zwischenfällen auch für die Evakuierung zuständig. In diesem Beruf ist eine gewisse Erfahrung also mehr als hilfreich. Und angesichts von Wechselschichten, Springerdienst und Belastungen durch Jetlag etc. ist eine angemessene Bezahlung wohl das Mindeste. Und wer sich sein hohes Gehalt nach Jahren des Durchhaltens (die Fluktuation ist teilweise enorm, denn diesen Job hält längst nicht jeder durch) erarbeitet hat, verdient im wahrsten Sinne des Wortes was er bekommt.
Ach für den Beruf Steward/ess benötigt man jetzt ein erfolgreich abgeschlossenes Studium der Psychologie. Das wusste ich noch gar nicht. Interessant.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3