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Nach der Staatspleite: Argentinien ermittelt gegen Hedgefonds
AP/dpa

Zwei Hedgefonds haben Argentinien in die Staatspleite getrieben - jetzt schlägt das Land zurück: Die Börsenaufsicht will wegen Insiderhandels gegen die Investoren vorgehen. Sie sollen mit Versicherungen am Bankrott verdient haben.

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maburayu 05.08.2014, 09:18
20.

Das ist natürlich die optimalste Form des Insiderhandels. Sind solche Zertifikate frei handelbar oder muss den Versicherungen, die diese herausgeben, mitgeteilt werden wer sie besitzt. Diese dürften ja auch bevor sie zahlen an der Klärung der Sache Interesse haben.

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moe.dahool 05.08.2014, 09:21
21. Interessante Wendung

Wundern würde es mich nicht, wenn die Hedgefonds mit nicht ganz sauberen Mitteln arbeiten würden. Spätestens nach dem Bankencrash 2008 sollte man mit allem rechnen.
Meine Sympathien hat Argentinien. Die Law & Order Fraktion mag noch so laut schreien, dass alles seine Richtigkeit hat, für mich ist Argentinien der David, und dem gehört traditionell die Sympathie. ;) ?

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mischpot 05.08.2014, 09:22
22. Mieses Geschäft

Die US-Hedgefonds NML Capital und Aurelius Management haben 2008 billig Staatsanleihen gekauft und verlangen nun da es Argentinien etwas besser geht, das 17fache. ca. 70 Millionen eingesetzt und jetzt 1,3 Milliarden zurück verlangen. Und ein amerikanisches Gericht unterstützt das auch noch. Verkehrte Welt.

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omop 05.08.2014, 09:29
23. Richtig so...

Es gilt die Maxime: ein Staat ist nicht erpressbar. Sicherlich gilt der Grundsatz, dass ein Gläubiger auch seine Schulden zurückzahlen muss (und über die destruktive Wirtschaftspolitik Argentiniens ist die Meinung wohl eindeutig), allerdings kann es auch nicht sein, dass Geierfonds Staaten in den Ruin treiben können. Vielleicht sollte sich weltweit eine breite gesellschaftliche Bewegung etablieren, die das Treiben der Hedgefonds in dieser Form nicht mehr akzeptiert.

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mm71 05.08.2014, 09:29
24.

Zitat von rockwater
...was wirklich hilft: Bank-/Finanzsystem/Geldschöpfung vollumfänglich verstaatlichen.
Stimmt zumindest insofern, als dass Politiker und Bürger dann schneller begreifen würden, dass Geld tatsächlich nicht vom Himmel fällt und nicht zurück gezahlte Schulden tatsächlich gar nicht so komisch sind. Denn auch das bei sich selbst geliehene Geld ist dann weg. Dann "schöpft" man vielleicht noch mal neues, für das man sich aber nichts mehr kaufen kann und dann - sind wie immer die Amis schuld. Oder rockwater, von dem der Vorschlag immerhin kam.

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kaoya 05.08.2014, 09:32
25. Anarchie

Interessant, wie viele Leute hier Anarchie unterstützen. Argentinien hat sich dieses Geld einmal geliehen, es offensichtlich verschwendet und denkt es kommt mal wieder davon.
Es wird auch vergessen, dass das ursprüngliche Geld zum überwiegenden Teil indirekt von Sparern kommt. Dumm, dümmer am dümmsten.

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podschi 05.08.2014, 09:33
26. Ach mike...

Zitat von mike75074mike
da leiht man sich erst sehr viel Geld um es nie zurückzuzahlen bekommt auch 90% der Schulden erlassen und weil man nicht alles erlassen bekommt denunziert man dann den Geldverleiher! Das ist und bleibt Argentinien wie es leibt und lebt! Der Tango muss den Argentiniern die Sicht auf die Realität verquirlt haben.
Wofür ist das Insolvenzrecht denn da, wenn man sich nicht darauf verlassen kann?

Die Geldverleiher waren sich des Risikos durchaus bewußt, entprechend hohe Zinsen wird Argentinien wohl auch gezahlt haben.

Wer "spielt" muß auch mit der Niederlage rechnen. Alle Gläubiger haben das auch zähneknirschend akzeptiert... alle bis auf einen Spekulanten, der das Insolvenzrecht ad absurdum führt.

Auch Discofox kann schwindelig machen, nicht wahr?!

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muellerthomas 05.08.2014, 09:38
27.

Zitat von Heumar
wie es in den Systemmedien dargestellt wird. Nur zahlungsunwillig gegenüber Gaunern.
Und Sie finden es in Ordnung, dass man seine Schulden einfach nicht bezahlt, wenn man nicht will?


Zitat von
Es ist schon interessant, wie die Rating-Agenturen auf Pfiff aus dem US-Aussenministerium reagierten und sofort Zahlungsunfähigkeit behaupteten.
Nein, die Ratingagenturen haben einen "Default" festgestellt, was völlig korrekt ist.

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santoku03 05.08.2014, 09:40
28. Argentinienn steckt nicht den Verlust ein

Bei allem Gejammer über 1680% Rendite: Der argentinische Staat muss nicht mehr zurückzahlen, als es sich geliehen hat. Der Gewinn der Hedgefonds wird nicht vom argentinischen Staat bezahlt. Er geht vielmehr zu Lasten derer, die die Hosen voll hatten und die argentinischen Staatsanleihen unter Wert verkauft haben. Also im Wesentlichen andere Banken und Fonds.

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rockwater 05.08.2014, 09:41
29. In der Finanzwelt

Zitat von kaoya
Interessant, wie viele Leute hier Anarchie unterstützen. Argentinien hat sich dieses Geld einmal geliehen, es offensichtlich verschwendet und denkt es kommt mal wieder davon. Es wird auch vergessen, dass das ursprüngliche Geld zum überwiegenden Teil indirekt von Sparern kommt. Dumm, dümmer am dümmsten.
...herrscht schon lange Anarchie.
Schon immer unproduktiv und unmoralisch sind nach 20 Jahren Deregulierung nurmehr Mord- und Totschlag übrig geblieben.

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