Forum: Wirtschaft
Nach Mieten-Protest: Berlin kauft 670 Wohnungen in Karl-Marx-Allee
Clemens Bilan/epa

Das Land Berlin will den Konflikt um bezahlbaren Wohnraum entschärfen und kauft rund 670 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee. Der Konzern Deutsche Wohnen geht leer aus.

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Sendungsverfolger 15.07.2019, 18:53
70. Und?

Zitat von redwed11
Bayern zahlt doch nur das an den Länderfinanzausgleich zurück, was es über Jahrzehnte erhalten hat. Außerdem ist das Geld, welches für die Wohnungen ausgegeben wurde sehr gurt angelegt, da damit 600 Wohnungen dem Miethai Deutsche Wohnen entzogen wurden. Besser kann der Staat, hier das Lend Berlin, Geld nicht anlegen.
Und das hat jetzt mit meiner Aussage genau was zu tun? Richtig: Nichts.

Ganz wertfrei, aber Fakt: Berlin hat Schulden (so ca. 60 Mrd.) und kein Eigenkapital. Berlin hängt am Tropf des Länderfinanzausgleichs. Berlin kann einen nennenswerten Ankauf von Wohnungen ohne weitere Verschuldung oder weiterer Zuschüsse nicht schultern. Soweit die Realität.

Ob man das jetzt trotzdem mach oder nicht, ist eine rein politische Entscheidung, sonst nicht. Kann man gut finden oder auch nicht. Aber Berlin bleibt nunmal "arm, aber sexy". Na gut, arm auf jeden Fall ...

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TomTheViking 15.07.2019, 18:53
71. Also günstig kann das bei 3.500 EUR/qm nicht mehr sein.

Allein die 2 Prozent Abschreibung im Jahr und die muss auch ein Unternehmen ohne Gewinnabsicht einnehmen
haben wir schon mal. 5,83 kalt, plus mindestens 2,20 EUR/qm Grün-Pflege, Winterdienst, Straßenreinigung, Grundsteuer etc. pp ist man schon mal bei ca. 8 EUR/qm. Allgemeine Verwaltung und Abrechnungen ein weiterer EUR. Unter 9 EUR netto/kalt plus warme Betriebskosten macht das Wohnungsuntermehmen bei den Preisen Verluste. Ist 9 EUR/qm ein sozial verträglicher Preis?

SPON bleiben sie dran wie es weiter geht und werden konkret und detailliert.

Treten Sie dem Senat auf die Füße. Warum will man keinen Kaufpreis nennen. Ist das ganze etwa noch teurer als 3.500 EUR/qm ? Was für eine Eck-Kaltmiete ist dann kostendeckend? treten sie die Wohnungsgesellschft welche diese Wohnungen verwaltet und durch Vermietung verwertet!
Warum

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mwroer 15.07.2019, 18:57
72.

Zitat von karlsiegfried
Die alte Stalinallee, dann Frankfurter Allee, dann Leninallee und dann Karl-Marx-Allee wird mal wieder bevorzugt behandelt. Früher wohnten dort nur Parteigenossen und heute deren Erben.
Und wenn man sich die Mieten dort im Durchschnitt anguckt, dann wohnen da keine armen Menschen - ich weiß ja nicht .. Laufabstand Alexanderplatz, Laufabstand Rosengarten, Laufabstand zu 3 Supermärkten und zig Cafés und Bars ... darf natürlich alles nichts kosten.

Lustig vor allem .. die Ausbaustufe der Pläne der armen geplagten Mieter. 'Wir wollen kaufen' ... klar. Vermutlich zum halben Marktwert mit 99 Jahren Laufzeit damit die Kinder die Wohnungen quasi als Erbrecht haben :)

Ich verstehe ja Menschen die aus Ihrem Kiez nicht wegwollen und Leute die dort seit 40 Jahren Leben tun mir auch wirklich leid wenn sie dann weg müssen - aber viele der ganz aktiven wohnen da zwischen 8 und 4 Jahren. Da kann mir keiner das Märchen von gewachsenen Strukturen und Kiezverbundenheit auftischen.

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cutti 15.07.2019, 19:00
73.

Zitat von Sendungsverfolger
Wenn das so möglich ist, wie Sie das hier schreiben, dann kann ja jeder ohne Eigenkapital Wohnraum erwerben und diesen dann durch die Mieteinnahmen finanzieren. Also kostet es niemanden Geld kosten und alle können Wohnraum schaffen für lau. Dass da außer Ihnen noch niemand drauf gekommen ist, grenzt an ein Wunder. Finde den Fehler ...
Da gibt es keinen Fehler. Banken finanzieren auch über 100% der Immobilie, also auch die Kaufnebenkosten, Renovierung ...

Sie muss sich nur sicher sein, dass sie das Geld vom Schuldner auch ohne Verkauf der Immobilie wieder bekommt. Hängt alles von der eigenen Kreditwürdigkeit ab. Dann können das auch Privatleute.

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redwed11 15.07.2019, 19:05
74.

Zitat von angelobonn
Unfassbar, wie das Land Berlin hier einmal mehr Steuergelder verschleudert, anstatt das Geld für staatliche Aufgaben auszugeben. Durch den Kauf entsteht keine einzige Wohnung mehr, es wird auch keine einzige Wohnung mehr saniert, aber dem Staat fehlt es für die Erfüllung seiner Aufgaben oder gar einer dringend notwendigen deutschen Steuerzahler, die unter der weltweit höchsten Steuern- und Abgabenlast leiden.
Hier wurde kein Cent an Steuergelder verschwendet. Jeder Cent der dafür angelegt wird um den Miethaien wie die Deutsche Wohnen aus dem Wohnungsmarkt zu verdrängen ist sehr gut angelegtes Geld.
Es gibt Länder bei denen die Steuerlast weitaus höher liegt. Das mit den höchsten Steuern weltweit ist lediglich dummes Geschwätz.
Es geht darum, erst einmal mit allen Mitteln den Wucher der Vermieter zu stoppen. Außerdem bauen die 6 Landeseigenen Wohnungsgesellschaften zur Zeit 28.000 Wohnungen in Berlin. Beides ist erforderlich, der Kauf um die Miethaie zu verdrängen und zubauen. Und beides macht der Berliner Senat.

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redwed11 15.07.2019, 19:13
75.

Zitat von mwroer
Und wenn man sich die Mieten dort im Durchschnitt anguckt, dann wohnen da keine armen Menschen - ich weiß ja nicht .. Laufabstand Alexanderplatz, Laufabstand Rosengarten, Laufabstand zu 3 Supermärkten und zig Cafés und Bars ... darf natürlich alles nichts kosten. Lustig vor allem .. die Ausbaustufe der Pläne der armen geplagten Mieter. 'Wir wollen kaufen' ... klar. Vermutlich zum halben Marktwert mit 99 Jahren Laufzeit damit die Kinder die Wohnungen quasi als Erbrecht haben :) Ich verstehe ja Menschen die aus Ihrem Kiez nicht wegwollen und Leute die dort seit 40 Jahren Leben tun mir auch wirklich leid wenn sie dann weg müssen - aber viele der ganz aktiven wohnen da zwischen 8 und 4 Jahren. Da kann mir keiner das Märchen von gewachsenen Strukturen und Kiezverbundenheit auftischen.
Und, was wollen Sie mit Ihrem Kommentar sagen? Das es die Leute nicht weit zum Supermarkt haben? Das die Leute nur 4-8 Jahre dort wohnen. Woher wollen Sie das wissen? Die Häuser hat die Landeseigene Wohnungsgesellschaft GEWOBAG übernommen. Was soll der Quatsch mit den 99 Jahren Laufzeit?
Soviel Unsinn auf einmal.

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geschwafelablehner 15.07.2019, 19:27
76.

Zitat von zzipfel
im Schnitt 8TEUR pro Wohnung vor einigen Jahren und kaufen sie jetzt wieder vür 3,5TEUR pro qm zurück? Das nennt man anderswo Korruption. Jetzt verstehe ich, weshalb Line und SPD und Grüne gegen Steuersenkungen sind.
Schön wieder abregen, die wurden nach dem von CDU und SPD erzeugten Bankenskandal (https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Bankenskandal) wegen der extremen Haushaltslage danach dazu gezwungen. Nichtsdestotrotz hätten die Linken lieber die Koalition verlassen sollen, als das mitzutragen. Ganz nebenbei hat danach das Land Berlin den Tarifvertrag ÖD verlassen, und die Beschäftigten durften einige Jahre lang auf ca. 10% ihres Verdienstes verzichten. Die Korruption, die diese Milliarden Schulden erzeugt hat, ist übrigens hinterher bestraft worden - mit Bewährungsstrafen.

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tim11q 15.07.2019, 19:36
77. Was soll das denn??

Sinnvoll wäre gewesen neue (!) Wohnungen zu bauen, das hätte wirklich geholfen. So ändert sich gar nichts an dem zu geringen Angebot an Wohnungen, es wurden nur Steuergelder verpulvert. Gegen so einen ökonomischen und politischen Schwachsinn müsste man eigentlich klagen dürfen!

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schallmauer 15.07.2019, 19:42
78. Ist das überhaupt zulässig?

Meines Wissens nach dürfen Investitionen nur getätigt werden, wenn Sie wirtschaftlich sind. Mir ist kaum ein Fall zu Ohren gekommen, bei dem der Staat mit einer Investition Geld verdient hat. Beispiel Stuttgart 21 heute mit einem Wirtschaftlichkeitsfaktor von ca. 0,5.
Wenn alle Kosten berücksichtigt werden geht Berlin mit dem Kauf baden.
OK, das kostet jeden Baden-Württembergischer und Bayern einen Euro. Wir werden es verkraften.

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lobro 15.07.2019, 19:47
79.

Zitat von sunshinebob
Berlin kann sich nicht selbst finanzieren. Das lässt allein die Stadtstruktur (Verhältnis von Wohngebieten zu Industriegebieten u.ä.) schon nicht zu. Man könnte dort zB gar keine Industrie ansiedeln, die mehr Steuereinnahmen generieren könnte.
...und warum haben diese Vollspacken seinerzeit gegen eine Fusion von Berlin und Brandenburg gestimmt. Im Brandenburgischen Umland wäre genug Platz für die Ansiedlung von Industrie gewesen. Außerdem hätte man eine komplette Landesregierung und ein Parlament gespart.

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