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Nach Protesten: Spanien fordert EU-Regelung für Taxi-Apps
AP/dpa

Von London bis Madrid haben Taxifahrer gegen Konkurrenz aus dem Internet demonstriert. Die spanische Regierung will sich nun für eine europaweite Lösung einsetzen. Die EU-Verkehrsminister sollen schon bei ihrem nächsten Treffen darüber beraten.

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grisch 12.06.2014, 14:29
30. Abzocker

Die Abzocker mögen es halt gar nicht, wenn Marktmechanismen greifen können, dann wirds immer schwieriger die Kunden über den Tisch zu ziehen.

Bevor man hier gesetzlich tätig wird, müsste man erst mal den Mietwagenmarkt Verbraucherorientiert regulieren, da sind die Spanier nämlich genauso dreist beim abkassieren, Zusatzgebühren, Versicherungen aufnötigen, unverschämte Tankregelungen und so weiter - da wären auch mal dringen gesetzliche Regelungen notwendig die diesen bescheißern das handwerk legen...

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mike.papa.sierra 12.06.2014, 14:50
31. Wettbewerb der Ungleichen

Zitat von Willi Wacker
Wenn man geschäftlich unterwegs ist, braucht nämlich fürs Amt der Ämter (=Finanz) einen Beleg. Geben den auch all die Gelegenheitsfahrer nett lächelnd raus?
Nein, dass wird er nicht können, da er nicht als gewerblicher Fahrer unterwegs ist.
Wer hier für mehr Wettbewerb ist, sollte sich nämlich auch vergegenwärtigen, dass die Fahrer dir durch Uber vermittelt werden, Privatpersonen sind. Neben denn dann wegfallenden Auflagen wie Gesundheitschecks, Erwerb des Personenbeförderungsscheines sowie technische Überprüfung der Fahrzeuge, zahlen diese auch keine Steuern bzw. sind nicht als Gewerbetreibende steuerlich angemeldet. Damit ist es einfach die Taxifahrer um 15-20% in den Beförderungspreisen zu unterbieten.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben wurde, sind Angebote wie Uber ein Aufruf zur Schwarzarbeit!
Die hier sich so laut über die Taxifahrer beschweren, sollten auch einen Moment inne halten und darüber nachdenken, was in einem Schadensfall passiert. Die Versicherung des Fahrers wird dann nämlich nicht für einen möglichen Schaden des Fahrgastes eintreten, sollten die den Verdacht haben, dass der Fahrer "quasi" gewerblich Personen befördert. Die Reglementierung des Personenverkehrs hat nämlich einen Hintergrund und besteht nicht in der Besitzstandswahrung und Verteidigung eines Monopols, sondern auch zum Schutz der Fahrgäste.
Wenn diese zweckmässigen Standards unterlaufen werden und damit ein unfairer Kostenvorteil entsteht, ist es einfach für Uber und die vermittelten Fahrer in den Wettbewerb zu treten.

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mistermister 12.06.2014, 14:54
32. Pro Taxi-Fahrer

Die Aktion der Taxi-Fahrer war richtig und gut. Allen, den das Verständnis für diese Aktion fehlt, kann nur gesagt werden: Taxen, die über lokale Taxizentralen organisiert sind, sind sehr viel besser als die Qualität der lächerlichen App von Uber. Ich bestelle mir mein Taxi nach wie vor lieber telefonisch. Das klappt immer und sichert den Arbeitsplatz des lokal ansässigen Call-Center-Mitarbeiters. Bei der App weiß man das nie so genau. Aber das Psychogramm der Kritiker passt in den verwerflichen Zeitgeist: Bloß keine realen sozialen Kontakte (Taxi online bestellen, bloß nicht mit jemandem sprechen) und dann auch noch arroganterweise 2-3 Euro je Taxifahrt einsparen wollen. Das Geld bleibt vor Ort, die Vermittlungsprovision, die Uber einstreicht verschwindet im Silicon Valley.
Leute, denkt einfach mal nach.

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amadeus300 12.06.2014, 15:14
33. Halbwissen...

Zitat von udar_md
Das Taxi-Monopol zeigt seine Wirkung, wie z. B. schlechtes Service und überhöhte Preise. Der stärkere Wettbewerb kann nur für ein verbessertes Angebot im Taxigewerbe und möglicherweise für mehr Geschäft (Umsteiger) sorgen.
Vielleicht ein paar kleine Hinweise:

Es gibt kein TAXI-MONOPOL:
Wenn Sie die gesetzlichen Auflagen erfüllen, können auch Sie sofort ein Taxiunternehmen gründen.
Ebenso stehen Ihnen sog. Mietwagen mit Fahrer als Alternativangebot zur Verfügung. Diese Fahrten müssen Sie vorab bei entsprechenden unternehmen buchen, sind aber in der Regel teurer - da das Fahrzeug längere Standzeiten und Anfahrtswege hat.

Überhöhte PREISE:
Ein angestellter Taxifahrer verdient pro Stunde im Bereich des aktuell diskutierten Mindestlohns... Bei der Preiskalkulation muß berücksichtigt werden, daß das Taxi (zumindest in Städten) an Taxiständen für Kunden bereitsteht oder innerhalb weniger Minuten (leer) zu einer Abholadresse gelangt. Im Preis sind also Anfahrt und Wartezeiten an Taxiständen miteingerechnet. Diese unmittelbare 24h-Verfügbarkeit hat einen Preis.

SERVICE:
Es ist nicht ganz klar, was Sie meinen - aber sie können überall und immer an einen Volldeppen als Fahrer geraten. Im Ernst, wieviel an Engagement können Sie von einem Fahrer erwarten, der sich knapp über der Armutsgrenze entlanghangelt und sich sicher in Altersarmut wiederfinden wird.

Ein verbesserter Service im in der Taxibranche wird sicher höhere Tarife nach sich ziehen (müssen) - aber wer möchte schon mehr bezahlen...

KONKURRENZ
in dieser Branche bedeutet:
Eine Verdienst des Fahrers, der noch jämmerlicher ist.
Ein allgemeines Abdriften in die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Illegalität.

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amadeus300 12.06.2014, 15:38
34. Bitte Nachdenken

UBER ist nichts anderes als organisierte Schwarzarbeit zu Lasten des Steuerzahlers und der Rentenversicherung.

Das Geld, das dem hiesigen Markt/Steuersystem entzogen wird, landet per Vermittlungsgebühr bei einem amerikanischen Unternehmen. Genial...
Im Gegenzug wird der Verlust von Arbeitsplätzen bzw. Einkommen unterhalb des Existenzminimums die hiesigen Sozialkassen belasten. Faszinierend...

Und am Ende wird dieses Geschäftsmodell dann auch noch durch das Freihandelsabkommen mit den USA geschützt.

Also ich bestelle mir das Taxi bei den deutschen Taxivereinigungen bzw. Genossenschaftszentralen. Die sind auch per App erreichbar...

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Willi Wacker 12.06.2014, 15:40
35. Die Versicherung

Zitat von mike.papa.sierra
Die hier sich so laut über die Taxifahrer beschweren, sollten auch einen Moment inne halten und darüber nachdenken, was in einem Schadensfall passiert. Die Versicherung des Fahrers wird dann nämlich nicht für einen möglichen Schaden des Fahrgastes eintreten, sollten die den Verdacht haben, dass der Fahrer "quasi" gewerblich Personen befördert.
M. E. muss die Versicherung schon den Schaden ersetzen, wird sich dann aber (falsche Angaben über Versicherungsgegenstand und -risiko) beim Fahrer melden und alles Geld nebst Schadensersatz zurückfordern. Da wird sich dann der Schwarzarbeiter eine Flucht nach Afrika überlegen...
Eine neue Versicherung kriegt er nämlich dann in D nicht mehr.

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amadeus300 12.06.2014, 15:56
36. Leider Halbwissen

Zitat von freier.maurer
Ich benutze nur noch die MyTaxi App. Ist das von Uber, oder irgendwie verwandt? Jedenfalls habe ich nur gute Erfahrungen, da es ersxcheint, dass die Bewerber (Taxi & Fahrer) sauber ausgewählt werden. Es ist ein Genuss, wenn man zB in tewgel ankommt und sicher sein kann, für den selben Preis in einem sauberen Taxi mit gutem Fahrer nach Hause zu kommen anstatt in einer umgebauten Shisha Mühle mit orientalischem Design und seltsamem Geruch, abgewetztem Interieur und Schalmeien-Musik. Ach ja, die fragen sogar: Autobahn oder durch die Stadt.
Es ist das selbe Glück oder Unglück bei MyTaxi an einen guten oder schlechten Taxifahrer zu geraten wie sonst auch...
Es sind einfach dieselben Fahrer, die sich zusätzlich zur bisherigen Taxizentrale nun auch bei MyTaxi registrieren lassen - die Registrierung ist personengebunden (nicht konzessionsgebunden) und es genügt die einfache Vorlage des Personenbeförderungsscheins.

Während allerdings bislang der Taxiunternehmer für die Vermitlungsgebühren der Vereins bzw. genossenschaftlichen Taxizentralen aufkam, wird nun der Taxifahrer direkt zur Kasse gebeten. Bis zu 15% des Umsatzes sind an MyTaxi abzuführen. Eine Summe, die in diesem Niedriglohnsektor eigentlich kaum mehr zu ertragen ist.

MyTaxi spielt seine Marktmacht inzwischen brutal aus.
Ich bestelle nach wie vor mein Taxi bei der örtlichen Genossenschaftszentrale. Und das geht auch per App (ohne Mytaxi)

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chris-ba 12.06.2014, 16:36
37. Gleiche Regeln

Einfach die gleichen Regeln für alle Marktteilnehmer einführen. Wer sich und sein Fahrzeug anbieten möchte, soll eine Lizenz kaufen und die nötigen Versicherungen abschließen. Regeln gelten für ALLE: Gleiche Dienstleistung gleiche Bedingungen.
Nur das ist fair.

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