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Nach Shitstorm: Edeka legt mit Werbespot zum Vatertag nach
dpa

Ein Werbespot von Edeka zum Muttertag sorgte für Diskussionen über Erziehung, Geschlechterrollen und Feminismus. Jetzt will sich der Konzern "der Kritik stellen" - und veröffentlicht einen zweiten Teil.

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spon_7302413 27.05.2019, 19:30
1. Manchmal...

... frage ich mich, wo den Leuten der Humor auf dem Weg vom Kindsein bis zu der Stunde, in der sie sich über etwas wirklich lustig, aphoristisch Zugespitztes und ironisch treffenden in einen Werbe-Sketch Gepacktes derart aufregen können, dass umgehend die empörte Schnappatmung einsetzt. Wer am verkniffen 'korrekt' sein will, und den Menschen implizit kein eigenes Urteilsvermögen und Fähigkeiten zur richtigen Einordnung zutraut, lässt den Menschen keinen Raum zum simplen ungezwungenen Menschsein mehr. Wenn kein Raum mehr bleibt für Selbstironie und ein wenig satirische Überzeichnung, killt das letztlich die Kultur und die Lockerheit im Umgang. Denn die lebt nicht von verkrampfter Correctness, sondern von Empathie, Kreativität und der Kunst, Fünfe auch an der richtigen Stelle gerade sein zu lassen. Aber meine Hoffnung, dass die vernagelt Sendungsbewussten und professionell Betroffenen sich in der Hinsicht noch lockern werden, tendiert inzwischen gegen Null.

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lichtbricht 27.05.2019, 20:27
2. Dieses mal

Wird das eine Geschlecht nicht durch das Versagen des anderen hervorgehoben. Geht doch.

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hosenmatz15 27.05.2019, 22:20
3. Manchmal einfach nichts sagen...

Jetzt versuche ich Sexismus in die eine Richtung einfach mit Sexismus gegen über dem anderen Geschlecht auszugleichen - tolle Taktik. Wenn ich einen Witz über Franzosen reisse beleidige danach einfach noch die Engländer, dann mögen mich die Franzosen sicher wieder....
Man fragt sich schon was der Marketingchef von Edeka eigentlich beruflich macht.

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mvp81 27.05.2019, 23:48
4.

Ich finde beide Spots gelungen. Ich sollte mich jetzt wohl schämen.

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Paule Paulson 28.05.2019, 00:31
5.

Zitat von spon_7302413
... frage ich mich, wo den Leuten der Humor auf dem Weg vom Kindsein bis zu der Stunde, in der sie sich über etwas wirklich lustig, aphoristisch Zugespitztes und ironisch treffenden in einen Werbe-Sketch Gepacktes derart aufregen können, dass umgehend die empörte Schnappatmung einsetzt. Wer am verkniffen 'korrekt' sein will, und den Menschen implizit kein eigenes Urteilsvermögen und Fähigkeiten zur richtigen Einordnung zutraut, lässt den Menschen keinen Raum zum simplen ungezwungenen Menschsein mehr. Wenn kein Raum mehr bleibt für Selbstironie und ein wenig satirische Überzeichnung, killt das letztlich die Kultur und die Lockerheit im Umgang. Denn die lebt nicht von verkrampfter Correctness, sondern von Empathie, Kreativität und der Kunst, Fünfe auch an der richtigen Stelle gerade sein zu lassen. Aber meine Hoffnung, dass die vernagelt Sendungsbewussten und professionell Betroffenen sich in der Hinsicht noch lockern werden, tendiert inzwischen gegen Null.
Hm? "ironisch treffend"? "ein wenig satirische Überzeichnung"? Reden wir vom gleichen Spot? Auch wenn man mal animmt, dass Väter sich nicht so anstellen sollten (Was ich nicht beurteilen kann, ich bin keiner): Der Humor ist doch nun wirklich bestenfalls auf Holzhammer-Niveau.

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halverhahn 28.05.2019, 00:56
6. Wir haben echt Probleme!!

Gender-Gedöns und Co.. Dazu noch fehlender Humor. Armes Deutschland!

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Educa15 28.05.2019, 01:50
7. Schon seit Jahrtausenden erheben Frauen den Anspruch,

etwas Besseres zu sein. Der Feminismus wir am Ende zur Erkenntnis führen, dass Frauen genauso wenig Rechte haben wie wir Männer. Denn die traditionelle Begünstigung - auch wenn sie nicht gefühlt wurde - wird ein Ende haben.
Spätestens dann, wenn die Frauen bei Müllabfuhr und Feuerwehr die Quote erfüllen.

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FocusTurnier 28.05.2019, 06:56
8. Danke Lidl, das Du nicht Edeka bist

Nachdem nun schon der Muttertags-Spot EDEKA eine Rüge des Werberates eingebracht hat, sehen wir heute nun den zweiten Filmkandiaten, der es sicherlich auch ohne die Hilfe von Pinkstinks in die Hall of fame der sexistischsten Werbespots des Jahrzehnts schafft.
Ich weiß nicht, was die Mädels von Jung und Matt in Hamburg (gemeinsam mit dem Vorstand von EDEKA) so trinken oder rauchen, aber Kundschaft scheint man bei beiden Firmen genug zu haben. Dieses Mal muss eine Ketchupflasche herhalten, um den Vater als als Junkfood-Typen zu branden. Nimmt man dann noch das Väter-Bild aus dem ersten Spot hinzu, dann rundet daß das Familien- bzw. Vaterbild der Werbetreibenden ab: Idiot mit Ketchup, der zum Glück nicht Mama ist. Gillette würde sowas deutlicher als toxische Männlichkeit hervorheben, daran sollte sich EDEKA messen. Wenn schon, denn schon.

Einen durchaus gelungenen Spot zum Vatertag bietet die Uhrenfirma Egard Watches an:

https://www.youtube.com/watch?v=lVjSB7cpYa8

Wenn mann jetzt auf Gillette-Rasierer und Einkäufe bei Edeka verzichtet, dann kann mann ja auch auf so eine schicke Uhr sparen....

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yeswecan! 28.05.2019, 07:07
9. Es ist und bleibt unerträglich!

Fasst man beide Spots zusammen, dann ist das einzig positive an uns Vätern im Bild der Kinder, dass wir ihnen das Ketchup auf den Tisch stellen und damit das gesunde Essen der Mütter etwas leckerer für sie machen. Es ist wirklich eine Schande! Ich bleibe jedenfalls bei meiner Entscheidung, nicht mehr bei EDEKA einzukaufen und bin sehr froh darüber, dass bisher auch alle anderen, denen ich den Spot zeige, entsetzt sind - übrigens auch die Mütter!

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