Forum: Wirtschaft
Nachfolger von Theresa May: Die gefährlichen Versprechen der Brexiteers
REUTERS/Henry Nicholls

Nur noch viereinhalb Monate: Großbritannien taumelt auf den Brexit zu. Die möglichen Nachfolger von Theresa May versprechen den Bürgern das Blaue vom Himmel. Leisten kann sich das Königreich das nicht.

Seite 1 von 28
Nonvaio01 16.06.2019, 11:14
1. Was der Schreiber nicht erwaehnt hat

ist das die Politiker in GB auf jedenfall gewinnen, egal wie es ausgeht.

Die Eu ist der Buhmann, das ist so verankert bei den Briten und da kann man auch nochsoviel argumente bringen...es ist zwecklos. hat man das ersteinmal verstanden, machen die Aussagen von Politikern auch sinn.

Boris verspricht alles, wenn es spaeter nicht klappt ist eben die EU schuld, und die buerger werden es glauben und dem Politiker zujubeln das er sich nicht von der EU bevormundne lassen hat.

Wenn es GB nach dem Brexit schlecht gehen sollte weil kaum noch handelspartner zur verfuegung stehen ist natuerlich auch die EU schuld, da wird dann einfach behaputed das die EU die anderen laender erpresst...(schon gemacht worden als es um NI ging).

So oder SO, die EU wird an allem schuld sein, insofern koennen die Politiker dort versprechen was Sie wollen, es wird Ihnen nichts passieren.

Mit vernunft oder Logik hat das ganze nichts mehr zu tun, wenn man das ersteinmal verstanden hat ist der Brexit nicht mehr kompiziert.

es wird ein hard Brexit das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Der rest in Europa hatte 3 jahre Zeit sich darauf einzustellen, wer das nicht gemacht hatte ist fahrlaessig oder einfach nur dumm.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bayuware1947 16.06.2019, 11:25
2. Gott sei Dank, verlässt GB die EU.

Gott sei Dank, verlässt GB die EU. Warum aber eigentlich erst am 31.10.? Der 30.06. wäre doch auch noch denkbar. Und das wäre vor der instituellen Sitzung des EU-Parlaments, wo die britischen Abgeordneten sowie so nichts mehr zu suchen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ctrader62 16.06.2019, 11:25
3. Risiken und Chancen

Die Briten haben in den 70er Jahren eine gewaltige Krise durchgemacht. Halb sozialistisch regiert stürzte das Pfund heftig ab, die Arbeitslosigkeit wurde gigantisch. In Magret Thatchers Zeit kam das Land wieder zur Blüte.
Was wäre so verkehrt, wenn das Land heftig investieren würde ? Das würde auch Deutschland mit seiner verrottenden und wenig zukunftsträchtigen Infrastruktur auch gut tun. Viele Länder in der EU haben nicht ein Schuldenproblem, sondern ein Wachstumsproblem. Mit Austerität steigt die auf das BIP bezogene Schuldenquote an, Arbeitsplätze und Chancen für die junge Generation schwinden.
Die Tories und Labour sind sich einig, dass etwas passieren muss. Nur die Richtung ist noch nicht ausgemacht. In Deutschland wird die vermeintlich alternativlose Maxime "Weiter So" inzwischen auch nicht mehr bejubelt. Die Vorhaben beider möglicher britischer Regierungsparteien sind aber mit der EU-Politik nicht vereinbar.
Übrigens, die britischen Wähler wussten bei der EU-Wahl jetzt wirklich, was ein Brexit bedeutet. Und trotzdem hat sich das Abstimmungsverhalten nicht spürbar geändert. Auch das sollte zu denken geben.
Eine EU-light für die Briten, Osteuropa, den Westbalkan, die Türkei und ggf. Griechenland und Italien würde die wirklich vorhandenen Gemeinsamkeiten fördern, ohne dass es das bisherige Alles oder Nichts aus Brüssel geben würde, welches eben nicht auf alle Länder passen kann.
Ich glaube dem friedlichen Zusammenleben der Völker in der EU würde das mittelfristig wirklich gut tun !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erik.st 16.06.2019, 11:33
4. Negativbeispiel GB

Wäre gut, wenn GB als Negativbeispiel für Protektionismus und Nationalismus in die Geschichte eingehen wird. Dann können die auf ihrer Insel schmoren, bis wir sie dann zu unseren Bedingungen wieder aufnehmen.
Was in dem Artikel noch fehlt, sind die Auswirkungen auf den Bankensektor. Dank der Reformen in den 80ern war London das unbestrittene Finanzzentrum der EU. Aber ob das auch mit einem No-Deal Brexit und Handel nach WTO? Regulierung möglich sein wird? Oder wird London bald von gigantischem Leerstand geplagt sein, weil die Banken ihre Leute nach Paris oder Frankfurt abziehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haralddemokrat 16.06.2019, 11:37
5. Ich verstehe die

Engländer nicht. Sie rennen Populisten hinter her, die ihnen Dinge versprechen, die gar nicht erfüllt werden können. England lebt scheinbar immer noch in der vergangenen Weltreichblase und hoffen scheinbar auch auf Trump. Das geht nicht gut. Die Welt hat sich drastisch verändert, Zusammenhalt ist überlebenswichtig geworden. Es mag sein, dass ihre geographische Lage Ihnen einen gewissen Schutz suggeriert nur er wird Ihnen nicht helfen, wenn sie am Weltmarkt weiter teilnehmen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dodgerone 16.06.2019, 11:38
6.

Zitat von ctrader62
Die Briten haben in den 70er Jahren eine gewaltige Krise durchgemacht. Halb sozialistisch regiert stürzte das Pfund heftig ab, die Arbeitslosigkeit wurde gigantisch. In Magret Thatchers Zeit kam das Land wieder zur Blüte. Was wäre so verkehrt, wenn das Land heftig investieren würde ? Das würde auch Deutschland mit seiner verrottenden und wenig zukunftsträchtigen Infrastruktur auch gut tun. Viele Länder in der EU haben nicht ein Schuldenproblem, sondern ein Wachstumsproblem. Mit Austerität steigt die auf das BIP bezogene Schuldenquote an, Arbeitsplätze und Chancen für die junge Generation schwinden. Die Tories und Labour sind sich einig, dass etwas passieren muss. Nur die Richtung ist noch nicht ausgemacht. In Deutschland wird die vermeintlich alternativlose Maxime "Weiter So" inzwischen auch nicht mehr bejubelt. Die Vorhaben beider möglicher britischer Regierungsparteien sind aber mit der EU-Politik nicht vereinbar. Übrigens, die britischen Wähler wussten bei der EU-Wahl jetzt wirklich, was ein Brexit bedeutet. Und trotzdem hat sich das Abstimmungsverhalten nicht spürbar geändert. Auch das sollte zu denken geben. Eine EU-light für die Briten, Osteuropa, den Westbalkan, die Türkei und ggf. Griechenland und Italien würde die wirklich vorhandenen Gemeinsamkeiten fördern, ohne dass es das bisherige Alles oder Nichts aus Brüssel geben würde, welches eben nicht auf alle Länder passen kann. Ich glaube dem friedlichen Zusammenleben der Völker in der EU würde das mittelfristig wirklich gut tun !
Sorry, aber die Vorstellung das die Engländer wissen was der Brexit für sie bedeutet ist naiv. Die haben keine Ahnung... und es wird eben nichts nützen Geld zu investieren, wenn man auf der anderen Seite isoliert ist.

Mir tun die Briten trotzdem leid, aber es reicht auch... man muss die Insel einfach mal abstürzen lassen, damit auch der letzte Depp in Europa lernt was es heisst nur die grosse Fresse zu haben. Man kann auch ausserhalb der EU leben... aber dann muss man sich auch diplomatischer verhalten...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Phi-Kappa 16.06.2019, 11:40
7. Absturz

Wenn man die Geschichte des Vereinigten Königreichs betrachtet, so fällt auf, dass das einst größte und mächtigste Reich der Geschichte seit dem Ende des Ersten Weltkriegs kontinuierlich abgebaut hat. Und es ist auf dem besten Wege, diesen Absturz ungebremst fortzusetzen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robert Trabandt 16.06.2019, 11:43
8. A declining empire

Das Vereinigte Königreich ist schon lange kein Land mehr, das auf Erfolg und wirtschaftlichem Gleichgewicht aufgebaut ist. Es erscheint verrückt. In Londons Innenstadt sieht man die Wolkenkratzer wachsen und Tausende von Anzugträgern mittags ihren Coffee-to-Go trinken. Schaut man jedoch nur eine Meile weiter weg, abseits der Glitzerstraßen, dann sind die Probleme bereits leicht zu erkennen: fehlender Wohnraum, hohe Mieten, Armut, unterbezahlte Jobs für eine vormals stolze Mittelschicht und ein zusammenbrechendes Bildungs- und Gesundheitssystem. Wer von all diesen Probleme nicht betroffen ist, hat natürlich nicht für den Brexit gestimmt. Wer doch: dafür.

Nach all meinen vielen Aufenthalten in England kann ich nur sagen, dass sich das Land massiv zum Schlechteren verändert hat. Früher konnte man allgemein auch mit den Menschen über Politik sprechen und sie waren offen für Diskussionen. Heute wird wieder zum Teil wieder die hässliche Fratzenargumentation über Deutsche herausgeholt und Deutschland die Schuld an der jetzigen Lage in England gegeben. Leider war es aber doch Thatcher, Blair und Cameron, die in einem Wahn von Liberalisierungen, die Grundlage der englischen Industriewirtschaft entzogen haben. Übrig geblieben sind einfache Jobs im Dienstleistungssektor oder bei den Banken in London. Keine Erfolgsgarantie für die Zukunft. Es ist und bleibt zu hoffen, dass das UK wieder zur Vernunft kommt und diesem Überbleibsel populistischer Meinungslosigkeit entkommt und eine auf Logik gründende Politik durchführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
123rumpel123 16.06.2019, 11:43
9. xxxx

Zitat von ctrader62
Die Briten haben in den 70er Jahren eine gewaltige Krise durchgemacht. Halb sozialistisch regiert stürzte das Pfund heftig ab, die Arbeitslosigkeit wurde gigantisch. In Magret Thatchers Zeit kam das Land wieder zur Blüte. Was wäre so verkehrt, wenn das Land heftig investieren würde ? Das würde auch Deutschland mit seiner verrottenden und wenig zukunftsträchtigen Infrastruktur auch gut tun. Viele Länder in der EU haben nicht ein Schuldenproblem, sondern ein Wachstumsproblem. Mit Austerität steigt die auf das BIP bezogene Schuldenquote an, Arbeitsplätze und Chancen für die junge Generation schwinden. Die Tories und Labour sind sich einig, dass etwas passieren muss. Nur die Richtung ist noch nicht ausgemacht. In Deutschland wird die vermeintlich alternativlose Maxime "Weiter So" inzwischen auch nicht mehr bejubelt. Die Vorhaben beider möglicher britischer Regierungsparteien sind aber mit der EU-Politik nicht vereinbar. Übrigens, die britischen Wähler wussten bei der EU-Wahl jetzt wirklich, was ein Brexit bedeutet. Und trotzdem hat sich das Abstimmungsverhalten nicht spürbar geändert. Auch das sollte zu denken geben. Eine EU-light für die Briten, Osteuropa, den Westbalkan, die Türkei und ggf. Griechenland und Italien würde die wirklich vorhandenen Gemeinsamkeiten fördern, ohne dass es das bisherige Alles oder Nichts aus Brüssel geben würde, welches eben nicht auf alle Länder passen kann. Ich glaube dem friedlichen Zusammenleben der Völker in der EU würde das mittelfristig wirklich gut tun !
Eine EU-Light wäre eine überaus überlegenswerte Alternative.

Zumal die EU mit ihrem Beharren auf die 4 Grundfreiheiten eine verlogene Politik fährt.

Der bis dato nicht harmonisierte Binnenmarkt verzerrt den Wettbewerb der Mitglieder untereinander ins ablsolut Groteske.
Da wäre ein Verzicht oder eine limitierte Begrenzung der PFZ noch 100 ehrlicher, als die immer noch geduldete und hilflos hingenommene Verzerrung des Wettbewerbs.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 28