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Nachfolgesuche für EZB-Chef: Das hässliche Erbe des Mario Draghi
Valda Kalnina/ EPA-EFE/ REX

Die Amtszeit des EZB-Präsidenten geht dem Ende entgegen - und noch einmal lässt sich Mario Draghi für seine Verdienste feiern. Doch seinem Nachfolger wird eine kaum lösbare Aufgabe hinterlassen.

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Deeds447 19.06.2019, 12:09
1. Warum immer so dramatisch?

Sein Job war es, die Währungsstabilität nicht nur zu garantieren, sondern auch praktisch zu gewährleisten und ein erneutes Zusammenbrechen des EU-Bankensystems wie 2010/2011 nach dem großen Lehmancrash 2008 zu verhindern. Das hat er geschafft und dabei sollte man es mit der Bilanzierung auch belassen. Denn nichts ist einfacher, aber auch verantwortungsloser als ein System crashen zu lassen, nur weil einem die Alternativen ausgehen. Das hätte aber vermutlich ein deutscher EZB-Chef getan, wobei das der deutschen Wirtschaft sehr schlecht bekommen wäre....

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haarer.15 19.06.2019, 12:21
2. Kein Grund, sich selbst zu feiern

Abgehoben. Es wird wohl kaum was besser werden - mit dieser Billig-Zins-Politik und die Geldflut. Aber schlimmer kann es auch kaum noch werden. Italien ist ein riesiges Sorgenkind. Jens Weidmann - ja, der hat in der Tat sehr gute Chancen, den Draghi zu beerben. Vielleicht ein winziger Lichtblick.

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muellerthomas 19.06.2019, 12:22
3.

"Die politischen und ökonomischen Fliehkräfte im Euro-Währungsraum sind gewaltig, ebenso wie die Verschuldung öffentlicher und privater Haushalte. Allerorten versuchen Rechtspopulisten, das gemeinsame Haus zu schleifen."

Und das ist das Ergebnis einer expansiven Geldpolitik?

Zudem ist die private Schuldenquote etwa in Spanien oder auch Deutschland in den letzten Jahren massiv gesunken und nicht gestiegen wie hier behauptet wird.

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mördjundgander 19.06.2019, 12:23
4. Kreislauf

Wenn ich mir immer wieder zu null
Prozent Kredit gebe ,kann ich dieses Spiel doch ewig treiben? Global sehe ich auch keine alternativen Finanzmärkte oder Währungsräume die sich positiv von der Eurozone abheben.

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Haref 19.06.2019, 12:27
5. Draghi kann froh sein,

daß er den Posten bald los ist. Innerhalb der €-Zone sind dringende wirtschaftspolitische Entscheidungen der einzelnen Regierungen (z.B. Italien) immer weiter vor sich hergeschoben und nicht in Angriff genommen worden. Das wird uns irgendwann vor die Füße fallen. Einfach die Gelddruckmaschinen anzuschmeißen und Staatsanleihen und Aktien aufzukaufen, hätte wohl jeder hinbekommen. Den Turnaround hinzubekommen, ist eine echte Aufgabe.

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tulius-rex 19.06.2019, 12:38
6. Zinsen

Es gibt kein Grundrecht auf Zinszahlungen für Bankguthaben. Zuviel totes Kapital auf der Bank zerstört die Volkswirtschaft weil Investitionen in die Zukunft fehlen.

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muellerthomas 19.06.2019, 12:38
7.

Zitat von haarer.15
Abgehoben. Es wird wohl kaum was besser werden - mit dieser Billig-Zins-Politik und die Geldflut. Aber schlimmer kann es auch kaum noch werden. Italien ist ein riesiges Sorgenkind.
Das Geldmengenwachstum ist unter Draghi historisch niedrig.

Und Italien - wäre es mit höheren Zinsen kein Sorgenkind?

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53er 19.06.2019, 12:51
8. Draghi vererbt

einen gut funktionierenden und auf Dauer angelegten Umverteilungsprozess von unten nach oben. Zumindest was den deutschen Bürger betrifft. Darum auch die schleimigen Dankesbezeigungen der europäischen Eliten. Oben die guten Chancen an den Börsen unten die Vermögensvernichtung durch Geldentwertung und Negativverzinsung, auch dank Draghis bereitwilligen Helfershelfern in unserer Regierung. Sollen sie doch froh sein, dass sie noch Arbeit haben.

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david82wierer 19.06.2019, 12:52
9. Draghi

Dieser Mann hat das Problem verschoben und es wird immer wieder kommen. Hier ist kein Konzept zu erkennen, wie die Stabilität gestärkt wird erkennbar. Er hat nichts getan außer Länder über Bonds mit Krediten zu versorgen. Das ist alles und hat nichts mit Weitblick zu tun.

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