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Nachverdichtung: Die bald im Schatten wohnen
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Leila Hansen wird in ihrer Wohnung bald kaum noch Licht haben, weil ein Investor ein fünfstöckiges Haus in ihren Innenhof quetscht. Ihre Geschichte wirft die grundlegende Frage auf, wie wir künftig in Städten leben: Wie eng ist zu eng?

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juliaz 25.08.2018, 16:03
60. Warum wollen denn alle in der Stadt leben?

Der immense Druck auf Städte könnte abgebaut werden, wenn die Regierung systematisch Kleinstädte und Dörfer unterstützt. Natürlich will niemand 100 oder mehr Kilometer vom nächsten Arzt, Supermarkt, Kino entfernt leben. Gerade ältere Leute, die vielleicht nicht mehr autofahren wollen oder können, müssen in der Stadt leben, um von Nahverkehr und Infrastruktur zu profitieren. Also: Arbeiten und leben in der Stadt, Ruhestand und leben auf dem Land, aber mit allem dort, was notwendig ist. Wird nur wohl auch leider nur ein schöner Traum bleiben.

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thequickeningishappening 25.08.2018, 16:04
61. Das Landleben wird wieder attraktiv werden

1. 4.0, 2. Amazon&Co 3. Geldbeutel 4. Natur und Wohlbefinden!

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dirkcoe 25.08.2018, 16:05
62. Ich frage mich

wie lange wir den Wahnsinn noch mitmachen wollen, dass jede Familie Platz braucht für mindestens ein Auto? Neue Verkehrskonzepte müssen her. Solange 20 bis 30% einer Stadtfläche.den Autos geopfert werden, die dann 22 Stunden am Tag irgendwo sinnlos herumstehen gibt es keine Lösung. Wer unbedingt in der Stadt leben will, der muss auch bereit sein umzudenken.

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sale2 25.08.2018, 16:05
63. So ist es,

Zitat von aucheinarchitekt
Sorry, aber vielleicht sollte der Redakteur, der diesen Artikel geschrieben hat sich noch einmal besser informieren. Wenn ich mir das Modell und den Planungsvorschlag ansehe, sehe ich weder einen "Hochhausriegel" noch einen Gebäude, das die Umgebung um 5 Geschosse überragen wird. Im Plan steht eindeutig IV+SG. Das heißt 4 Geschosse + Staffelgeschoss und einfach gerechnet 4*3m+3m=15m. Wenn man die Gründerzeitbebauung in der Nachbarschaft betrachtet kommt man auch auf eine Höhe von 5 Stockwerken. Die Hochhausgrenze beginnt bei Höhe Fertigfussboden 22m. Ich finde es zwar gut, das der Spiegel sich auch mit Themen wie Nachverdichtung auseinandersetzt, aber vielleicht sollte man es wenigstens faktisch richtig und nicht einfach nur billig Stimmung gegen Neubauprojekte machen... AucheinArchitekt
aber ohne diese Übertreibung gibt es halt weniger Klicks.
Erst letzte Woche gab es noch Artikel über die Wohnungsnot in Großstädten und die so bösen Bauherren,jetzt wird gebaut und es ist auch nicht gut,es scheint bei Spon eine ausgeprägte Orientierungslosigkeit zu bestimmten Themen zu geben.Aber wie schon geschrieben,ohne Verdichtung wird es wohl nicht gehen.
mfg

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wasnu23 25.08.2018, 16:10
64. @Nr. 33

Zitat von DDUA
Es fehlen also eine Million Wohnungen in Deutschland? Warum holt man dann 2 oder 3 Millionen Menschen nach Deutschland, wenn kein Platz da ist? Aber von denen, die da zugebaut werden, haben bestimmt auch viele mit Bärchen geworfen und "wir schaffen das" geschrien. Die bekommen jetzt eben das, was der Rest auch bekommt - Schatten. Da das jetzt also zur Zufriedenheit unserer Freunde aus aller Welt erledigt ist, muss man ja nur noch die Sozialkassen nachverdichten. Aber ihr schafft das!
Weil unser System so konstruiert ist, dass es Zuzug braucht leider Gottes. Ich finde das nicht gut aber die Argumentation ist in etwa so:
Zum einem löst der Zuzug unser angebliches Demographieproblem, sichert unsere Renten, hilft dabei, den Arbeitsmarkt in Schwung zu bringen, ihn überhaupt am Leben zu halten. Setzt die ursprünglichen Bewohner unter Druck, da wir hier zu bequem sind, viele Arbeiten noch selber zu machen, schon gar nichr zu den gewährten Konditionen, nichtmal die europäische Jugend der Nachbarländer ohne Arbeit ist das. Der Zuzug steigert zudem den Konsum (Bauwirtschaft, Güter, Dienstleistungen), ob durch Umverteilung spielt keine Rolle.

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exil-berliner 25.08.2018, 16:11
65. Gewöhnungseffekt

Aus eigener Erfahrung: man gewöhnt sich mit der Zeit daran!
Vor meiner Eigentumswohnung wurde auch ein neuer Wohnblock hochgezogen, anfangs regte ich mich darüber noch sehr auf (verlorener Weitblick) aber schon beim Kauf hätte klar sein müssen: diese Brachfläche vor dem Haus wird wohl irgendwann verbaut. Wartet mal 1 Jahr und ihr habt euch daran gewöhnt!

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pfzt 25.08.2018, 16:12
66.

Zitat von TomRohwer
Die Antwort ist ganz einfach: Wenn wir schon da sind, sollen die anderen gefälligst wegbleiben, und irgendwo anders wohnen. Wenn wir noch nicht da sind, sollen die anderen gefälligst zusammenrücken und uns mit dort wohnen lassen.
Das ist eine exzellente Zusammenfassung des Problems.

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k70-ingo 25.08.2018, 16:14
67.

Zitat von t_565
Selbst auf dem Land gibt es nur noch Grundstücke mit 500 m2. Wie man dann bei den ganzen Auflagen zu Höhe und Abständen noch ein Haus für die Familie darauf bauen kann ist mir ein Rätzel.
Bei uns, einem Speckgürteldorf am Rande des Ruhrgebietes werden große (>800 qm) Einfamilienhausgrundstücke aus den 30er bis 80er Jahren geteilt. In den einstigen Garten wird dann ein weiteres Haus, meist mit 2 bis 4 Wohneinheiten gesetzt.

Das ist hier bevorzugte Wohnlage für Stadtflüchtlinge, für die die der urbanen Verdichtung und Verprollung entfliehen wollen.
In die Fläche zu gehen, ist aber nicht möglich, das Dorf im Naturschutzgebiet liegt.

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vox veritas 25.08.2018, 16:15
68.

Mehr Menschen brauchen mehr Wohnraum. Was soll man denn manchen, wenn immer mehr Leute in die hippen Großstädte ziehen? Vielleicht neue Städte bauen?

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thoerchen 25.08.2018, 16:22
69. Subjektive Wertminderung

Als Mieter würde ich ebenfalls Gift und Galle spucken, wenn mir jemand nachträglich den Wert meiner Wohnqualität mindert. Ich zahle immerhin einen erklecklichen Teil meines Einkommens für diese Qualität. Egal, ob es ein Balkon, eine Einbauküche, die Lage oder eben der Ausblick sind. Juristisch mag das keine Relevanz haben, subjektiv sehr wohl. Insofern habe ich vollstes Verständnis für die Betroffenen. Baulücken zu schliessen ist eine Sache, Nachverdichtung um jeden Preis eine ganz andere!

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