Forum: Wirtschaft
Nachwuchssorgen: Flüchtlinge können Azubi-Mangel nicht lösen
DPA

Die deutsche Wirtschaft warnt: Viele Betriebe haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Entlastung könnten junge Flüchtlinge bringen, doch die Integration läuft zu schleppend.

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Erwan 14.06.2016, 12:34
10. Wenn man die eigenen Kinder vor der Geburt umbringt,

fehlen sie schliesslich auch am Arbeitsmarkt. Wir haben in Deutschland pro Jahr immerhin mehr als 100.000 Abtreibungen. Daß sog. Flüchtlinge kurzfristig u.. auch wegen der Sprachprobleme kein Ersatz sein können, muss jedem doch klar sein.

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Duggi 14.06.2016, 12:35
11. Und einmal die Woche wird die Mär vom Fachkräftemangel

als Sau durch den Blätterwald, auch den elektronischen, getrieben. Erinnert verdammt an die Zeiten als der Ost-Erich regelmäßig die angeblichen wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen durch seine Regierungsorgane verbreiten ließ.

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unbekanntgeblieben 14.06.2016, 12:36
12.

Zitat von gutes_essen
"Bis sie überhaupt für eine Ausbildungsstelle in Frage kämen, zum Beispiel Deutsch gelernt hätten, vergehen nach Angaben Schweitzers von der Einreise an durchschnittlich 22 Monate." Wer schafft es schon in nicht mal 2 Jahren eine Sprache so zu lernen, dass man eine Ausbildung anfangen kann? Hierzulande gehen deutschstämmige Kinder mindestens 9 Jahre in die Schule und sprechen dann trotzdem so : "Kommse Pommes?" Wie kann man das dann von nichtdeutschstämmigen erwarten?
Das sind erwachsene Menschen, keine Kleinkinder! Die Zeit von 22 Monaten ist extrem hoch!

Wenn man wirklich will, lernt man Sprachen viel schneller, natürlich nicht in Kursen, sondern eben auch durch dauerndes Sprechen in bspw. einer Ausbildung.

Wie machen es den die Austausch-Schüler sonst? Die können nicht immer die Sprache des Gastlandes ...

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Teile1977 14.06.2016, 12:37
13. Wille zur Bildung

Zitat von gutes_essen
Wer schafft es schon in nicht mal 2 Jahren eine Sprache so zu lernen, dass man eine Ausbildung anfangen kann? Hierzulande gehen deutschstämmige Kinder mindestens 9 Jahre in die Schule und sprechen dann trotzdem so : "Kommse Pommes?"
1. Wer will und sich nicht blöd anstellt der kann!
2. Die wichtigsten Begriffe um sich zu verständigen + einige Fachbegriffe gehen recht schnell, der Azubi muß mit ihnen ja nicht Akzentfrei über Nitsche philosophieren können.

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Micael54 14.06.2016, 12:37
14. Was wollen die IHK-Bürokraten wem beibringen?

Wen wollen die IHK-Ausbilder in kaufmännischen Berufen ausbilden, wenn sie selbst nicht genug Marketing-Knowhow haben, um Mitarbeiter zu gewinnen? Und Deutsch in 22 Monaten lernen? Bei katastrophal unterbezahlten Lehrern? Mit den uralten Lehrmethoden, mit denen deutsche Schüler in 22 Monaten nicht einmal Englisch lernen? Umgekehrt könnte ich in 22 Monaten kein Arabisch lernen. Und ganz bestimmt kein arabisches Lehrbuch verstehen. Ich habe schon mit deutschen Lehrbüchern für meinen Beruf Probleme. Und stur ändern die IHK- , Bildungs- und Unternehmensbürokraten nichts. Schon seit Jahrzehnten.

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gekreuzigt 14.06.2016, 12:39
15.

Die hochqualifizierten Zuwanderer sind dann wohl doch woanders hingegangen.

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lordschnee 14.06.2016, 12:39
16. Hauptsache Studium

Das Problem kenne ich aus meinem Abiturjahrgang. Zuerst das Abitur mit ach und Krach geschafft, danach erstmal 2 oder 3 Jahre elternfinanziert oder immerhin mit work&travel durch die Welt reisen (was ich hiermit keinesfalls abwerten möchte, da es was Selbstständigkeit angeht eine tolle Sache ist). Nach dem Reisen dann aber AUF JEDEN FALL studieren. Was ist egal, gibt aber später auf jeden Fall mehr Kohle denken sich die meisten, was natürlich Blödsinn ist. Die Klassiker sind BWL, soziale Arbeit oder am Ende doch das Lehramtstudium, was viele dann doch abbrechen oder am Ende so schlecht bestehen, dass sie vermutlich nur als Nachhilfelehrer enden. Hauptsache irgendwas studieren. Machen ja schließlich alle so, also muss es schon besser sein!

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hotgorn 14.06.2016, 12:42
17. Arbeit ungleich Berufung

Im Alter von 16 bis 18 Jahren in denen man meistens eine Lehre beginnt würde ich noch nicht von beruflicher Bildung reden zu der man sich berufen fühlt. Zumal ein hoher Prozentsatz nicht das arbeitet was er in der Lehre gelernt hat. Gerade Menschen aus dem maroden Schulsystem brauchen Führung. Mit Mobbing (gern auch von Lehrkräften und Eltern) Bürokratie (z.B. Büchergeld, Beantragung von finanziellen Erleichterungen Kindern), keine verpflichtenden Praktika an Realschulen und Gymnasien. Extreme schlechte Betreuung von gesundheitlich angeschlagenen Schülern was auch auf das Mobbingopfer zutrifft. Keine finanzielle Absicherung im dauerhaften Krankheitsfall usw. usf. das macht das Schulsystem marode und eine Lehre immer uninteressanter. Während bayrische Gymnasialdirektoren in ihrer Realität noch gegen Inklusion sind geht mehr und mehr der Mensch verloren.
Ich arbeite an meiner Berufung bin zwar schon über 30 aber würde gerne auch wieder an den 1. Arbeitsmarkt zurückkehren. Doch auch hier gibt es finanzielle Zwänge die z.B. eine direkte Umschulung unmöglich macht weil man z.B. seinen Rentenanspruch verlieren würde und das Gesundheitswesen auch keine adäquaten Lösungen verspricht.

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Referendumm 14.06.2016, 12:42
18. Noch drastischer

formuliert es die Bundesagentur für Arbeit: Bis die Mehrheit der Flüchtlinge eine Stelle habe, könne es bis zu 15 Jahre dauern.

Eine sehr guter Beitrag auf SPON - allerdings vergeht einem beim Lesen auch das letzte Lächeln:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/jobboerse-fuer-fluechtlinge-deutschkenntnisse-erforderlich-a-1079922.html

Interessant auch, dass ein anscheinend intelligenter Mensch wie "Richard" sich lieber langweilt als Deutsch zu lernen.

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tonalum 14.06.2016, 12:43
19.

Die blauäugigen Gutmenschen unter uns sollten sich bewusst machen, daß "Integration" 2-3 Generationen dauert. Wenn sie denn gelingt.

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